lalunatica 09.06.2010, 17:04 Uhr 36 21

Totgeschwiegen - Totgesoffen

Wegschauen, Herunterspielen, Verurteilen - Wie wir mit Alkoholismus umgehen. Und wie es jemand sieht, der mitten drin steckt.

An der Haltestelle steigt ein Mann zu uns in den Linienbus. Sein Blick ist verklärt, er schwankt. Der Inhalt seiner Stofftasche macht das wohlbekannte Geräusch von klapperndem Glas. Er setzt sich hinter mich und rülpst - mir kommt ein Schwall Biergeruch entgegen und ich muss die Luft anhalten, sonst wird mir schlecht. Der Mann holt eine Flasche Bier aus seiner Stofftasche - niemand im Bus ist wohl besonders überrascht, dass das Klappergeräusch seinen Ursprung in Bierflaschen hat. Auf der ganzen 15-minütigen Busfahrt durch München trinkt der Mann zwei Flaschen Bier, pöbelt drei Menschen an und rülpst viermal.

Die Köpfe der übrigen Menschen im Bus sind starr Richtung Fenster gedreht. Alle sehen krampfhaft auf die vorbeiziehenden Häuser, doch ich weiß genau, was in ihren Köpfen vorgeht, nämlich das selbe wie in meinem: Oh. Ein Alkoholiker.
Und da hört es dann bei vielen auch schon auf. Peinlich berührt versuchen sie, sich nicht weiter auffällig zu verhalten und bestmöglich in die andere Richtung - sprich: aus dem Fenster - zu schauen. Doch ich kann das nicht. Denn der Gedanke in meinem Kopf geht weiter: Oh. Ein Alkoholiker. Wie mein Vater.

Ich weiß genau, dass die Leute es wissen. Dass mein Vater alkoholabhängig ist. Er war mehrmals auf unpassenden Anlässen betrunken. Von der Arbeit kam er auch des öfteren mit einer Bierfahne nach Hause. Mit Sicherheit ist das nicht wenigen Menschen entgangen. Und trotzdem: Alkoholismus wird totgeschwiegen. Es hat Jahre gedauert, bis ich meine Mutter weichgeklopft hatte, mit mir darüber zu reden. Wenn sie es heute tut, dann aber trotzdem nicht, ohne nachher eindringlich zu zischen: "Ich will aber, dass das unter uns bleibt! Du redest mit niemandem darüber, ist das klar?"

Niemand darf es wissen. Und trotzdem weiß man es. Alkoholismus ist, so habe ich zumindest das Gefühl, in Deutschland bereits zu einer Volkskrankheit geworden. Alleine in meinem Bekanntenkreis kann ich auf Anhieb etwa zehn Personen aufzählen, bei denen es offensichtlich ist, dass sie ein unnormales Verhältnis zu Alkohol haben - von denen, die es gut verbergen können, ganz zu schweigen. Und Verbergen ist die Königsdisziplin in der Alkoholabhängigkeit. Ich selbst habe erst durch meine Mutter erfahren, dass mein Vater bereits seit 25 Jahren eine auffällige Affinität zum Trinken hat. Ich selbst habe es aber erst vor etwa fünf Jahren bemerkt. Ob er es früher einfach besser verbergen konnte, oder ob es in den vergangenen Jahren tatsächlich einfach schlimmer geworden ist - keine Ahnung, ich weiß es nicht. VIelleicht lebte ich auch einfach als naives Kind mit der Vorstellung einer perfekten, unfehlbaren Vaterfigur. Diese Figur nun bröckeln zu sehen, ist mitunter das Schwerste an der Situation. Mein Vater, eigentlich stark und idealistisch, wirkt auf einmal hilflos und beschämt - und vor allem aber trotzig, durch den kläglichen Versuch, seine soziale Rolle als Vaterfigur aufrecht zu erhalten.

Dabei hat sich das soziale Gefüge in der Familie schon längst auf den
Alkoholabhängigen eingestellt. Gestatten: Mein Name ist Tochter, ich bin Co-Alkoholikerin. Ich habe meine Rolle der Situation in meiner Familie angepasst. Ich bin die fleißige, lustige Tochter, die keine Probleme macht. Und ich fühle mich verantwortlich für meinen Vater. Ich versuche, ihn zu schützen: Vor dem Alkohol, vor sich selbst, vor der Gesellschaft. Doch dass ich ihn damit in seiner Abhängigkeit nur unterstütze, macht mich zur Co-Alkoholikerin.

Meiner Erfahrung nach gibt es vier Reaktionen der Gesellschaft auf Alkoholismus.
Erstens: Wegschauen. Alkoholismus? Betrifft mich nicht. Ist mir egal.
Zweitens: Herunterspielen. Ach wegen den paar Bierchen, man darf doch wohl noch die bayerische Biertradition aufrecht erhalten. Wer von uns hat nicht schon mal einen über den Durst getrunken?
Drittens: Verurteilung. Ach diese Säufer, schlimm ist das! Können die sich nicht zusammenreißen?
Viertens (und das ist traurigerweise immernoch eine Minderheit): Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, die behandelt werden muss.

Ich sag ja nicht, dass die Gesellschaft Schuld ist am Alkoholismus. Ich weiß selbst, dass die Ursachen meist in der Persönlichkeit oder in den Erfahrungen der Betroffenen selbst liegen. Aber für mich, als Akteur in einem Alkoholikerdrama, wirkt die Gesellschaft trotzdem wie ein wichtiger Teil dieses Dramas. Sie ist praktisch die Bühne, auf welcher der Antiheld agieren muss.
Vor allem das Verurteilen seitens der Gesellschaft bestärkt den Abhängigen in seinem Drehbuch: Verbergen, Verdrängen, Versteckspielen - und dies alles hindert den Abhängigen daran, sich in eine Therapie zu begeben und zu sagen: JA! ICH BIN ALKOHOLIKER! Und wie soll der Abhängige die Stärke aufbringen, sich der Gesellschaft zu stellen, wenn sogar die eigene Familie sagt: Das bleibt unter uns! Es darf niemand wissen!

Und die Herunterspieler? Sie sind mitunter ein Grund, warum Alkoholismus überhaupt entstehen kann. Mal eben einen über den Durst trinken, ist doch nichts dabei, ist doch lustig. Jemand, der viel Trinken kann, ist ein super Typ. Ich sage ja nicht, dass ich noch nie betrunken war und in völliger Abstinenz lebe - doch trotzdem bin ich mir über die Gefahren von Alkohol bewusst. Viele sind das nicht. Auf Zigarettenpackungen steht: Rauchen kann tödlich sein. Auf Bierflaschen steht nicht: Alkohol kann abhängig machen. Und Alkoholismus endet auch in vielen Fällen tödlich.

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    Mein Vater ist ebenfalls Alkoholiker, wenn auch mittlerweile trocken.
    Es hat mehr als 10 Jahre (!!) gedauert, seit seinem ersten Führerscheinentzug (damals, 3,4 Promille - nein, kein Scherz), bis mein Bruder und ich die Familie derart aufgemischt hatten, dass sich mein Vater im vergangenen Jahr in eine 3-monatige stationäre Therapie begeben hat.

    Das Schlimme war: mein Vater WOLLTE diese Therapie schon lange und hat sich nicht getraut! Denn "die Leute reden dann..." Tragisch, sowas.

    Und siehe da - er hat am Ende nicht nur das Trinken aufgehört, sondern nach immerhin fast 40 Lebensjahren das Rauchen gleich mit.

    Möge es nur so bleiben...

    Und ich gebe Dir Recht, dass die Gesellschaft einem durchaus Hindernisse in den Weg legt. Allein durch Aktionen wie: "Trink doch eine mit. Eine Halbe geht schon. Ist ja nur die eine." Und mein Vater trank mit.
    Obwohl sie alle GANZ genau wussten, wie die Sachlage ist.
    Das hat mich am meisten angekotzt: ihm vorne rum scheinheilig Bier anzubieten und kaum war er zur Tür raus, hinter vorgehaltener Hand über den "versoffenen *Name*" zu lästern.

    Ich kann nur raten: geht in die Offensive. Es war ein harter Kampf, aber wenn Ihr Euch oder Du Dich durchsetzt gegen Deine Eltern, Dein Vater eine Therapie macht, dann wirst Du sehen und erleben, wieviel Respekt Deinem Vater plötzlich von den Menschen gezollt werden wird.
    Da steht einer auf und MACHT was!
    Da werden viele nämlich verdammt kleinlaut, wenn sie sehen, wie viel Dreck eigentlich vor der eigenen Tür gekehrt werden müsste.

    17.06.2011, 12:25 von Katze.
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    Ich finde es wirklich schlimm, was Alkohol alles anrichten kann. Und ich verstehe absolut nicht wieso Alkohol legal ist. Das ist total inkonsequent. Andere Drogen sind auch verboten. Wieso nicht die schlimmste, weitverbreiteste?? Was sind schon Traditionen gegen kranke, leidende Menschen? Naja, ich weiß, dass ich leider sehr allein bin mit dieser Meinung. Warumdas so ist, verstehe ich hingegen nicht, wo hier doch alle schonmal sowas mitbekommen haben...wahrscheinlich muss man erst selbst betroffen sein, aber richtig, sonst wird wieder nur alles runtergespielt.

    15.06.2010, 14:46 von baff
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    Mal zu den Fragen, ob man Alkoholiker ist oder was ein Alkoholiker ist. Es gibt sehr verschiedene Arten von Alkoholismus. Man kann Alkoholiker sein, auch wenn man nur am Wochenende oder nur mehrmals im Jahr ezessiv trinkt. Allen gemeinsam ist, dass sie auf Dauer nicht kontrolliert trinken können.

    Es gibt den Problemtrinker, der nur bei Problemen zu viel trinkt, den sog. Gelegenheitstrinker, der bei bestimmten Anlässen zu viel trinkt und drei Arten Alkoholiker im engeren Sinn:

    Den Gamma-Typ, der vielleicht auch nur am Wochenende trinkt, dann aber unkontrolliert bis zum Filmriss. Er fällt in der Öffentlichkeit am meisten auf, weil er besoffen oder vollgepinkelt am Tresen hängt.

    Den Delta-Typ oder Spiegeltrinker, der immer sein Qunatum Alkohol braucht, nicht auffällt, sondern erst, wenn er keinen Alkohol bekommt und dann massive Entzugssymptome hat.

    Den Epsilon-Typ, der vielleicht nur 3- oder 4-mal im Jahr trinkt, dann aber ohne Kontrolle mehrere Tage durch. Er wird oft nicht als Alkoholiker gesehen, hat aber oft einen extrem hohen Leidensdruck, weil er die Sache nicht in Griff bekommt.

    Nachzulesen bei Jellinek-Typen
    Es gibt Übergangsstadien. Alkoholismus ist ein schleichender Prozess und wird von den Betroffenen in der Regel selbst erst sehr spät (wenn überhaupt) bemerkt. Falls du betroffen ist, hole dir fachliche Hilfe. Alleine kann man es nur sehr schwer schaffen.

    13.06.2010, 03:15 von Freydis
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    Ja der liebe Alkoholkonsum. Ich selber trinke auch gerne mal was und es passiert auch durchaus mal das ich eine schicke WG-Party oder einen Kneipenabend recht betrunken verlasse. Regelmäßig trinke ich aber nicht.

    Grad bei Suchtmittelmissbrauch spielt ja sehr oft auch die Psyche eine große Rolle. Viele Alkoholiker sind depressiv und "vergessen" durch trinken ihre Probleme, schüren aber auch gleichzeitig die Depression.

    Es ist ja ein langer Prozess, vor allem bis zu der Einsicht das man ein Problem hat. Keiner wird ja nach seinem ersten konsumierten Bier im Leben direkt abhängig.

    Schade ist natürlich wirklich das es sich um ein Tabuthema handelt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man viel Kraft braucht um es offen zuzugeben das man ein Alkoholproblem hat oder hatte.
    Schließlich gilt es als krasse Charakterschwäche und um einer Krankheit mit der man "lieber nichts zu tun haben möchte".

    13.06.2010, 00:01 von kralle
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    die frage die sich mir bei diesem text stellt ist: ab wann ist man alkoholiker?
    es gibt staatliche einrichtungen die sagen jeden freitag abend EIN bier zu trinken ist regelmäßigkeit dem zufolge abhängigkeit und dem zufolge auch alkohollissmus.
    die frage die ich mir jetzt stelle ist das wirklich so?

    ich muss dazu sagen ich trinke selber eher selten ( da ähnlich wie hier mein vater auch sehr gerne und meiner meinung auch zuviel und zu oft trinkt. wo ich mir die frage stelle ob er nicht auch schon süchtig ist. und ich nicht so werden will wie er!) aber wenn ich trinke kann das schonmal exesiev sein und auch schonmal 2-3 tage am stück sein. (kommt vieleicht 2-5 mal im jahr vor) bin ich jetzt auch ein alkoholiker???
    sorry wegen der rechtschreibung.

    12.06.2010, 21:31 von gamlion
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      @[Benutzer gelöscht] @Lag: Ich nutze dafür die traditionelle Fastenzeit..und musste dieses Jahr feststellen, dass es nicht mehr so einfach war wie die Jahre zuvor....Bin so ein Party-Gesellschaftstrinker. Treffen mit dem Freund: ein Bier oder ne Flasche Wein. Fussball , Videoabend, Grillen bei Freunden--ohne Alk fehlt mir in der Tat was, zumal wenn alle anderen welchen trinken. Und wo wird denn mal kein Alk getrunken/angeboten?
      Bei mehreren Kneipenabenden, wo u.a. eine schwangere Freundin dabei war, hatte ich kein Problem, mit ihr zusammen zu verzichten.Hab ich jetzt n Alkohol- oder n Gruppenzwangproblem?

      12.06.2010, 11:47 von Pirkko
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      @[Benutzer gelöscht] @ Esau: Sobald der Alkohol Kontrolle über deinen Alltag hat, auch wenn es "nur" zwei Flaschen Wein bei einem Beamten sind, dann IST es doch Kontrollverlust

      11.06.2010, 14:47 von lalunatica
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    Ich bin die fleißige, lustige Tochter, die keine Probleme macht. Und ich fühle mich verantwortlich für meinen Vater. Ich versuche, ihn zu schützen

    Kommt mir nur allzu bekannt vor, bloß sind es bei (nein, nicht IN) meinem Fall die Zigaretten. Blöderweise keine bewusstseinsverändernde Droge, so fällt es nicht so sehr auf, wenn man eine nach der anderen quarzt. Aber auch Volksdroge und deshalb Tabuthema. Und genauso gesundheitsschädlich wie Alkohol auch.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Ausmaß der eigenen Sucht verharmlost und heruntergespielt wird. Nicht nur vor den anderen, sondern auch vor sich selbst.

    11.06.2010, 13:58 von kaulquappenmassaker
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      @kaulquappenmassaker Das schlimmste ist in der Tat, dass die idealisierte Vaterfigur verschwindet. Es tut sehr weh, den Respekt vor einem Elternteil zu verlieren, weil seine Schwächen so groß sind, dass man sie nicht mehr einfach tolerieren kann.

      11.06.2010, 14:01 von kaulquappenmassaker
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    Vielleicht bin ich ja auch einfach scheiße. Aber ich bin der Meinung, dass die Menschen in der Bahn häufig nur Angst davor haben, dass der Mensch aggressiv wird. Ich denke, dass niemand denkt: OH EIN ALKOHOLIKER. Sondern alle denken: OKAY, WENN ICH MIR DAS SCHAUSPIEL JETZT ANGUCKE, DANN BEKOMM ICH ERSTMAL EINEN AUF DIE FRESSE.
    So geht es mir zumindest, ich sehe in der Stadt schon niemanden mehr an, einfach um nicht zu provozieren.
    Ich glaube also nicht dass er Alkoholismus an sich ignoriert oder ausgegrenzt wird, sondern dass damit meist einhergehende Aggressive Verhalten. Das wird allerdins nicht ausgegrenzt oder ignoriert, sondern es wird sich einzig und allein davor gefürchtet.

    11.06.2010, 13:12 von kalter_sommer
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      @kalter_sommer Was meinst du, wie aggressiv es machen kann, wenn einen alle angestrengt ignorieren? Vielleicht hatte ich bisher einfach nur Glück, aber mir gegenüber ist noch nie jemand handgreiflich geworden und das, obwohl ich in vielen Situationen die Einzige war, die sich normal verhalten hat. Es gibt schließlich noch etwas zwischen anstarren und vor sich hin starren. Die heftigste Reaktion auf mein Verhalten gegenüber einem Betrunkenen war ein Lächeln und ein Kompliment.

      11.06.2010, 15:39 von pateng
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      @pateng Vielleicht hattest du dann in der Tat einfach nur Glück, oder ich mehrmals Pech. Ich war life dabei, wie ein betrunkener Alkoholiker, erst handgreiflich wurde und zuletzt ein Messer auspackte und mehrmals zustach. Er bekam 1 Jahr, wegen Unzurechnungsfähigkeit, da dieser Mann Alkoholiker war. Sonst hätte er mehr bekommen.
      Ich war Zeuge, wie ein Alkoholiker sich mir gegenüber setzte, in einer Bahn. Ich sah auf, blickte ihn an, einfach nur, weil ich immer aufsah und meinen Gegenüber anblickte und er kam mir mit flache Hand beinahe etwas zu nahe.
      Ich war Zeuge, wie ich in einer S-Bahn saß, am Dösen und zwei Betrunkene einstiegen und sich darüber berieten, dass sie die ganzen "Schweine mit genug Geld" "klatschen" und bestehlen gehen wollten, am nächsten Bahnhof, weil sie ja voll unter Entzugserscheinungen litten.

      Also tut mir leid, wahrscheinlich hast du deine Erfahrungen gemacht und ich meine, aber das ist der Grund, weshalb ich Menschen wie diese Leute ignoriere und lieber aus dem Fenster starre, anstatt sie zu beäugen und dann letztendlich wieder mit einem Messer oder der flachen Hand bedroht werde.

      11.06.2010, 18:42 von kalter_sommer
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      @kalter_sommer Wenn jemand schon so gewaltbereit ist, dann nützt wahrscheinlich sowieso nichts mehr. Aber dazu braucht es oft keinen Alkohol. Dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast, tut mir leid und natürlich sind mir solche Geschichten nicht fremd. Dennoch bleibe ich dabei, dass es meist deeskalierend wirkt, jemanden normal zu behandeln und normal mit ihm zu reden. Dazu zählt nicht nur, wo man hinguckt, sondern wie man guckt, die Körpersprache und ob man auf aggressive Worte abwehrend oder entspannt und beschwichtigend reagiert. Und das hat sich für mich eben bewiesen. Der Betrunkene, der mir ein Kompliment gemacht hat, hat alle anderen beschimpft und nach ihnen getreten.

      12.06.2010, 11:10 von pateng
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