straße
...
herr s. mißverständelte heute in einem gespräch und glaubte so, jemand wolle eine straße streicheln.
sofort wurde er zurechtgewiesen:
kein mensch möchte eine straße streicheln, soetwas gibt es nicht und überhaupt solle er sich doch die ohren waschen und weniger unsinn sprechen.
da wurde herr s. ein wenig nachdenklich, denn er mag straßen sehr, hatte allerdings auch noch nie eine gestreichelt und fragte sich plötzlich, warum eigentlich nicht.
später tat er es dann einfach.
es war ein schönes gefühl.
des tages wärme schien im asphalt zu schlafen und leise zu atmen, von weit her war die krümmung des horizontes zu spüren und mit sanfter bestimmtheit flüsterte eine angenehme stimme:
"komm. geh."
Tags: Robert, Suydam






Kommentare
TOLL!
21.09.2012, 12:52 von JuliaMajazärtlich.
28.08.2012, 12:25 von Ozelotteherr S., herr S., herr S.! Ihre Texte sind ungewöhnlich. Ungewöhnlich im Stil und ungewöhnlich in den Ideen!
28.08.2012, 12:09 von SultanineMag ich, so Perspektivenverdreher :-)
hätte herr s. schon viel früher machen sollen. ;)
28.08.2012, 11:54 von jetsamdas stimmt.
28.08.2012, 15:06 von robert_suydamaber, in abwandlung eines gedanken des schrecklich berühmten italienischen herrn da v. -
die straße, die du berührst, ist das erste von dem was kommt, und das letzte von dem was geht.
man könnte also sagen: es kommt auf den zeitpunkt nicht an, sondern auf die berührung.
Danke. 27.08.2012, 23:09 von Liz89
:-)
27.08.2012, 23:13 von robert_suydam