sailor 10.10.2017, 07:50 Uhr 39 4

"So bin ich halt" - Ist es richtig, sich mit seinen Macken zu schmücken?

Es waren irgendwie ganz schöne Zeiten, als man bei NEON noch die Möglichkeit hatte, sich über solche Texte hemmunglos zu zoffen...

...um sich hernach der völligen sozialen amöbenhaftigkeit zu bezichtigen.
Ich habe immer noch nicht erkennen können, warum das im Hause G+J nicht en vogue ist. Wahrscheinlich zu personalintensiv.

Da schau her...


Tags: Früher war alles besser und so
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39 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Hab was geschrieben. Neon hat´s verschluckt. Ist wohl auch so´n Spleen....

    Hab zwar scheinbar irgendwas verpasst, was auf deinen Text hindeutet und habe beim Neon.Text auch nur Überschriften und Subheads gelesen, aber reicht vermutlich trotzdem, um den eignen Sempf dazu zu geben

    Früher war alles besser, weil´s da weniger Internet, weniger Communitys, andere Communitys gab. Weil die Generationen anders waren.
    Spleens und Möchtegernspleensweilsvollcoolioist gehörten nicht in allerwelts Munde, es wurde nicht so viel globifiziert und es waren tatsächlich weniger Menschen so "kaputt" (sollte man vielleicht sogar sagen "manipuliert") wie heute.
    #internet #teufelszeug

    Und seine Macken/Spleens zu akzeptieren oder sie abzutun als eine Art der Selbstverständlichkeit, als ein "Friss oder Stirb" sind zwei komplett unterschiedliche Schuhe. Mit dem einen kann man arbeiten, mit dem anderen... Tja... Friss oder stirb ;)

    Und zu guter letzt fällt mir noch folgendes Zitat in den Kopf: "Haste Scheiße am Bein, haste Scheiße am Bein"

    18.10.2017, 16:32 von TrustYourself
    • 0

      Andy Brehme

      18.10.2017, 16:43 von sailor
    • 0

      Ist das etwa der Macher des Scheißbeins?
      Verfolgt mich seit meiner Ausbildung... Damals...

      19.10.2017, 07:53 von TrustYourself
    • 1

      Das ist der Macher des Scheißbeins. Im Original war's der Schuh, aber das sind Details.
      Ach Fußball, du zeitgenössischer Brunnen philosophischer Lebensklugheit...

      »Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.«
      George Best, legendärer Fußballphilosoph aus Nord-Irland

      Was für eine Ausbildung denn?

      19.10.2017, 08:34 von sailor
    • 0

      https://www.youtube.com/watch?v=MsqVgOSsCJo

      Printtussi/InDesigner/Mediengestalter/Drehstabenverbucher/PhotoShopper/Pixelschubser/suchdirwasaus

      19.10.2017, 10:02 von TrustYourself
    • 0

      Ach guck...
      Den Job kenne ich.

      19.10.2017, 10:31 von sailor
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  • 3

    Nein, ist es nicht. Es ist dumm und nur eine weitere blöde Ausrede, weil man selbst zu doof, gedankenlos oder unkontrolliert ist um sich zu ändern. Nicht missverstehen: Zu seinen Macken und Fehlern zu stehen ist natürlich gut und notwendig.

    13.10.2017, 12:03 von chiral
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  • 2

    Ich finds ziemlich attraktiv, wenn Menschen zu ihren 'Macken' stehen. Natürlich 'sind sie so' (ist ja recht offensichtlich), das aber nicht als unverrückbare Tatsache akzeptieren, sondern darin Hinweise und Wachstumspotenziele sehen.

    Was mich ziemlich abtörnt ist, wenn Menschen diese Momentaufnahme des angeblichen 'so seins' (was ja ein 'sich so verhalten' ist) verabsolutieren wollen und als Ausrede für die eigene Entwicklungslustlosigkeit vorschieben. Aber auch denen kann geholfen werden.

    13.10.2017, 11:23 von sailor
    • 2

      seh ich ähnlich,


      es ist ein Unterschied, ob jemand nur mit der Einsicht eines ( zumeist egozentrischen / passiv oder attraktiv aggressiven Verhalten) kokettiert. "Hach, ich bin ja sOOO crazy..."  ...und (damit angenommen) "ja auch irgendwie bestimmt ganz individuell und anders verrückt, als die normalen Verrückten." 

      Oder: ob jemand wirklich auch empathisch schnallt, es fühlt und reflektiert, was die Konsequenzen einer Unart tatsächlich bedeuten.

      Es gibt ein einfaches Wort, für Leute, die das, was sie tun, ebenso oder sogar noch unerträglicher finden, wie ihre Zielpersonen. wenn es ihnen selbst widerfährt: 

      Lächerlich. 



      Wer "irgendwie" ahnt mit der Zeit oder gar bewusst weiß, dass sein Verhalten soziale Sabotage ist, letztendlich und in Konsequenz auch 'nur' eine verdeckte Form von Autoaggression, Selbstsabotage und das Feedback darüber so ausgesprochen selten nur singulär sondern meistens wiederholend mit austauschbaren Protagonisten eines starren Drehbuchs der eigenen Vita auftritt, aber dennoch nichts daraus zu lesen, zu lernen und verstehen bereit ist, dem eine Konsequenz folgt außer: "Alles deine/eure Schuld" 

      .. bei denjenigen gilt:
      Unbewegliche Ziele werden früher oder später immer am härtesten getroffen.       

      13.10.2017, 23:37 von schauby
    • 0

      *passiv oder attraktiv aggressiven Verhalten

      14.10.2017, 10:34 von schauby
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  • 5

    Nachtrag zur Präzisierung: 

    Es is ja im Grunde recht simpel das erträgliche Bad Ass Arschloch vom psychopathischen zu unterscheiden.

    Mach mit ihnen, was sie mit dir bzw. andern machen. Gib ihnen sauber und klar beobachtet genau das Programm Retour, was sie anderen wie selbstverständlich zumuten. Am besten zur Sicherheit, wenn sie es nicht erwarten und zunächst in einer kleineren Dosis, aber immer noch so viel, dass es wirksam bleibt. Diejenigen, die weitgehend gelassen bleiben, vielleicht sogar jubeln, dem mit Humor begegnen und ihre sonst so gern als unverbesserlich ausgestellte "ich bin so im Reinen mit meiner fantastischen Macke" als allgemein gültiges Verhaltensprinzip vertreten, auch anderen zugestehen können, statt nur infantil egozentrisch für sich allein zu beanspruchen, sind eine ganz andere Etage, als solche, die, weil sie überhaupt nicht empathisch überblicken, was sie tun und drauf scheißen, wie es sich anfühlt, was es für andere bedeutet so behandelt zu werden, höchst erschrocken, empört und verletzt sich zeigen, über genau das, was anderen rücksichtslos in Serie gedrückt wird, bis jede Hutschnur platzt. 

    Vorausgesetzt, man hat die Reflexion, Ursache und Wirkung klar nachzuvollziehen, Selbst- und Fremdverhalten klar auseinanderzuhalten und eine gewisse Begabung, wie ein Parodist, das Wesentliche einer Unart pointiert aufs Korn zu nehmen, das entlarvt, das einen entscheidenden Unterschied zeigt und damit trennt, den Vollpsycho vom Gelegenheitsneurotiker. Das Spiel mit Ironie und Augenzwinkern setzt voraus Wahn von Wirklichkeit zu unterschieden, die Wahrheit zu kennen, gegenzuprüfen, um sie als Spiegel zu karikieren und zu konterkarieren. Mental hart Verzerrte und Vollpatienten haben naturgemäß erhebliche Probleme mit Perspektivwechsel und Dialektik von Wahrheit, dafür ist eine selbstdistanzierte Beobachtersicht, eine sehr empathische und komplexe Übersicht von Innen- und Außenwahrnehmung erforderlich, deren Mangel genau das Kranke definiert. Und mit einer bewusst gesetzten Diskrepanz aus Gesagtem und Gemeintem, mit Ironie, ist da ganz schnell Essig und Niemandsland.             

    13.10.2017, 06:45 von schauby
    • 0

      Meiner Erfahrung nach sind die wenigsten so klar auseinander zu halten. Aber mir ist bewusst, was du meinst...

      13.10.2017, 08:04 von sailor
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  • 0

    manche unterschätzen es: 
    zum einen: soziale Kloppiness war und ist nach wie vor oft eine Frage des Stils.
    zum anderen auch sehr davon abhängig, ob einer seine Assi-Kutsche auch lassen kann, wenn er will, oder ob das quasi touretartig durchknallt wann _ES_ will und auch mit gutem Vorsatz nicht im Griff zu halten ist. das mag in etlichen Fällen gar nicht so leicht zu eruieren sein, womit man es zu tun hat. Is aber auch nicht wichtig: Jemanden unbewusst über den Haufen kacheln macht die Knochen genauso wenig wieder ganz, wie kalkulierter Mutwillen, genauso wenig wie laissez-faire a la "och is mir zu anstrengend soO so drängende Impulse mal kurz zu hinterfragen, eh man sie von der Leine lässt."

    Alles in allem, und im Lichte des besagten Stils, eine Frage des Kontext, der jeweiligen Umwelt, Mitmachter, Mitdulder oder  eben nicht.  Wer es durchgehen lässt, wie das Häschen vor der Schlage, dass DivaTrulla XYZ nicht drauf verzichten will auf den Tisch zu kacken, von dem nachher alle essen wollen - bekommt was er verdient für seine Hodenlosigkeit, wahlweise für seinen Pavian-Wurm, der den Kapitän am Steuer des Verstandes ersetzt hat.

    Man konnte Klaus Kinski "beeindruckend energisch", "dominant" oder sonstwas in bspw. Talkshows finden oder einfach nur "Panne unbeherrscht Fremdschämen cholerisch".

    Andererseits: Man kann jemanden, der in einem Konzert von schiefen Tönen und kollektiver Hirngewaschenheit eine Note der Klarheit erklingen lässt, taktlos und impertinent finden.
     
    Man kann auch die Selbstgerechtigkeit ungehobelter, infantiler Knallköppe und den unterwürfigen Opportunismus von einer irgendwie reagierenden Gesellschaft/Umwelt, die ihre Apathie und Kleinmütigkeit als "Toleranz" verkaufen will, sehen wie man möchte.

    Soziale Differenzierungssysteme, nach bestimmten zeitgeistlichen Kriterien und Schummeleien,  genannt Hierarchien, gab's und gibt's bei Tier und Mensch immer. 
             
    Entweder einer hat ne fundierte Position, Macht UND Konsequenz oder der andere macht seine klar. 

    12.10.2017, 03:14 von schauby
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  • 2

    wirklicher diskurs findet doch nur noch auf zeit.de statt...

    11.10.2017, 08:46 von MaasJan
    • 1

      Wie sieht dein Sternchen-Konto aus?

      11.10.2017, 09:33 von sailor
    • 2

      über geld sternchen spricht man nicht. aber ich posaune es natürlich gern heraus, es ist super prall gefüllt, wie bei nem zuchtbullen, kurz nach der hormontherapie und kurz vor dem ersten besuch bei der besamungsstation - oder, um bildlicher zu werden: stell dir das vermögen von maschmeyer in 1 cent stücken in einem einzelnen kondom vor. oder veronika ferres in einer hauptrolle eines zdf-mehrteilers..ahne, das war ja nicht so prall, mist.

      11.10.2017, 11:50 von MaasJan
    • 1

      Du hast das Herz eines deutschen Einwanderer in Venezuela! So muss das.

      11.10.2017, 15:53 von Fin_Fang_Foom
    • 0

      »Ein Wanderer in Venezuela.«?
      Wo kann ich das Buch kaufen?

      11.10.2017, 16:20 von sailor
    • 0

      Bei Herrn Dr. Labakus. :-)

      11.10.2017, 18:42 von Fin_Fang_Foom
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  • 0

    Heute ist alles besser so!

    10.10.2017, 23:48 von Fentimans
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  • 1

    Zoffen über die Qualität des Textes oder über den Inhalt?

    10.10.2017, 22:29 von Feodor
    • 0

      Egal... 

      :D

      10.10.2017, 22:47 von sailor
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  • 0

    der sailor.

    so isser halt.

    10.10.2017, 19:29 von robert_suydam_reloaded
    • 0

      Wie binichdenn?

      10.10.2017, 22:48 von sailor
    • 0

      na iss halt so.

      11.10.2017, 00:08 von robert_suydam_reloaded
    • 0

      Ich seh schon... Ich kann mal wieder einfach nix machen...

      11.10.2017, 06:32 von sailor
    • 0

      ach, wenn de eben so bist, dann isses so. früher wars ja besser. aber nu isses eben wies iss.

      11.10.2017, 22:40 von robert_suydam_reloaded
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  • 0

    Nichts anderes passiert hier heute doch auch. :)

    10.10.2017, 12:13 von PaulR
    • 1

      Neee!

      10.10.2017, 12:39 von Fin_Fang_Foom
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