Tobias_Moorstedt 28.11.2012, 10:54 Uhr 272 0
NEON täglich

Rollenbilder

Wie modern bist Du?

Ich habe eine ganz einfache Frage: Wir reden ja alle gerne von Gleichberechtigung als Menschenrecht, der Post-Gender-Ära und beschweren uns über den geringen Frauenanteil in Dax-Vorständen. Natürlich kommt jetzt das große ABER: Auf dem Weg ins Büro versperrte eine Kindergartengruppe gefühlte zwanzig Minuten den Rad-Highway an der Isar. Ich hatte also ausreichend Zeit die 25 Zwerge – schon süß, die Kleinen – und ihre sechs Betreuerinnen zu beobachten. Mir fiel auf, wie seltsam ein männlicher Kindergärtner in dieser Szenerie wirken würde. Ich dachte drüber nach, wie wohl die Chancen eines Kindergärtners auf dem Datingmarkt so aussehen.

Kann es sein, dass die alten Rollenbilder unseren Blick auf die Welt mehr verstellen, als es uns gefällt – und bewusst ist? Oder anders gefragt: Wer von den anwesenden Mädchen würde ohne zu Zögern auf ein Date mit einem Kindergärtner, Vorzimmerherr oder Krankenpfleger gehen (im Englischen: male nurse!) Und für die Jungs: findet Ihr Bauarbeiterinnen und Zwei-Sterne-Generalinnen sexy?

272 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Wie modern ich bin? Ich mache eine Lehre zur Sport- und Fitnesskauffrau. Einer Männerdomäne also...eins von 3 mädchen in meiner klasse. Ich habe so gar kein problem mit menschen, die anders sind, als es die meisten von ihnen erwarten. Im gegenteil, sie wirken erfrischend in meinen augen.

    28.11.2012, 20:59 von konsTante
    • 1

      Sportkaufmann ist eine Männerdomäne? War mir jetzt neu. Sind die ganzen Frauen im Fitnesstudio dann lauter B/C - Lizenzler?

      29.11.2012, 03:22 von Dalek
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  • 1

    Dieses Thema ist so stark mit oberflächlich- materialistisch-vorurteilhaftem Denken behaftet, dass ich gerne darauf abkotzen würde.

    28.11.2012, 20:11 von zeyjay
    • 1

      argumentation statt fäkalsprache, pließ

      29.11.2012, 10:57 von Schmalzstulle
    • 0

      voll der shit! :)

      30.11.2012, 00:02 von zeyjay
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  • 0

    wie gluecksaktivistin schon sagte: son schicker op-bruder? warum nicht

    Lieber Herr Moorstedt es ist mir ein Rätsel wie sie darauf kommen das uns Frauen sowas nicht gefällt?!

    28.11.2012, 19:47 von tracy.d
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  • 0

    ja 

    28.11.2012, 19:42 von tracy.d
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  • 1

    Ja, sie prägen, die Rollenbilder, mehr als mir manchmal lieb ist. Ob ich nun an meinem Fahrrad herumschraube, das Waschbecken abmontiere oder unsere 20kg-Zucker-Säcke auf einer Schulter trage - ich versuche mal sehr bewusst, mal unbewusst mich gegen die Mädchenklischees zu stellen. Das schizophrene daran: Ich steh' auf hochhackige Schuhe, meine fliegenden Kleider und kann mir nichts schöneres Vorstellen als in den Armen meines Tanzpartners ganz eindeutig die Frauenrolle einzunehmen. Manchmal frag ich mich, ob ich noch ganz richtig ticke. Wie kann man denn ständig emanzipierten Umgang einfordern, wenn man sich dann doch manchmal in die schwache Klischee-Rolle sehnt. Oder ist dieser Zwiespalt nun der Idealzustand, weil man sich je nach Gemütslage aussucht, bei welchem Rollenbild man sich gerne bedienen möchte?
    Und was die Herren anbetrifft: Ich finde nichts männlicher, als jemanden, der es nicht nötig hat eben darüber zu schwafeln. Jeman(n)den, der heult, wenn ihm zum heulen ist, mit Kindern arbeitet, wenn ihm Arbeiten mit Ehrlichkeit wichtiger ist als die Außenwirkung ist, jemand, der z.B. Friseur wird, weil Ästhetik ihn glücklich macht finde ich NIEMALS lächerlich. Und ja, manchmal stutze ich, wenn jemand da nicht so recht in die Schublade passen will. Aber ich lasse nicht zu, das mein Herz, das mein Kopf daraus eine Abwertung für den anderen macht.
    Ein Hoch auf alle Male Nurses, Kindergärtner , Altenpfleger und Konsorten!

    28.11.2012, 19:16 von ein_zipfelchen_zeit_in_der_tasche
    • 0

      Das Zuckersackschleppen in allen Ehren, aber genau durch deine Argumentation, dass du gerne Kleider trägst (hier assoziierst du, das muss das typische Mädchenklischee sein) und dass Männer ruhig mal heulen "dürfen" (heisst dann ja also, dass das eher den mädels vorbehalten ist) gibst du ja eigentlich genau das Klischee wieder.

      29.11.2012, 01:15 von topfbluemchen
    • 0

      Kannste ja auch gar nicht verhindern - ob es einem nun gefällt oder nicht: Das ist unsere Kultur und da wird sich nur langsam was dran ändern lassen.

      29.11.2012, 03:26 von Dalek
    • 0

      Warum die Wahl der Schuhe jetzt zwangsläufig ein tradiertes Rollenklischee zementieren sollte, erschließt sich mir auch nicht so ganz eindeutig...

      29.11.2012, 08:34 von sailor
    • 0

      Ja eben. Der Grat zwischen "ich mach worauf ich lust habe" und "ich habe lust gezielt mit einem Rollenbild zu brechen" ist verdammt schmal. Ersteres wäre vermutlich ideal - aber ganz ehrlich, ich bin bestimmt nicht die einzige, der eben noch Rudimente der klassischen Rollenbilder (und ein Kindergärtner mit Schlitz im Kleid und Highheels gehört jetzt aus den ersten Blick nicht dazu) in den (Denk-)Reflexen herumspuken.
      Zweiteres bedient, wie das topfblümchen mich völlig richtig verstanden hat, ja im Grunde ebenfalls die Rollenbilder. Nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.
      Was ich versuchte zu sagen war: ja, sie prägen mich manchmal und ich finds scheiße. Es bleibt mir also für den Moment nichts weiter übrig, als mir eben jedes Mal aufs Neue den Kopf selbst gerade zu rücken.

      29.11.2012, 18:27 von ein_zipfelchen_zeit_in_der_tasche
    • 0

      Bitte, es heißt nicht '...gärtner', Kinners! ;-)

      30.11.2012, 23:48 von topfbluemchen
    • 0

      Das musst Du mir doch nicht sagen...

      01.12.2012, 08:54 von sailor
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  • 0

    son schicker op-bruder? warum nicht

    28.11.2012, 17:36 von Gluecksaktivistin
    • 0

      die sind sehr oft schick ;)

      28.11.2012, 17:38 von Tora
    • 0

      so soo, du sprichst von schönen augen nehme ich an:D

      28.11.2012, 17:39 von Gluecksaktivistin
    • 1

      Ich begegne denen im Aufwachraum, dann ohne die Maske. ;)

      28.11.2012, 17:41 von Tora
    • 0

      Ich les hier immer von so schicken Schwestern... ich kenn vornehmlich ziemlich Dicke, mit affigen Kinnbärten oder mal so richtig übertrieben freundlichem Getue - ich bin im falschen Krankenhaus...

      29.11.2012, 03:29 von Dalek
    • 0

      Wo liest'n du hier immer von schicken Schwestern ?

      29.11.2012, 08:07 von Tora
    • 1

      Na, die male nurses, weeste doch. Btw - ein Op-Bruder wär für mich eigentlich, also was mir so als erstes innen Kopp kommt, ein Chirurg. Aber Op-Bruder ist ein schönes Wort für männliche Schwester.

      29.11.2012, 13:13 von Dalek
    • 0

      Achja, zur Frage wo ich das hier immer les: in diesem Thread, in einem darunter und einem darüber  glaub ich.

      29.11.2012, 13:14 von Dalek
    • 0

      ich finde es erstaunlich, warum es kaum akademische berufe gibt, die weiblich geprägt sind. umgekehrt geht das schon.
      mir fallen nur physikerinnen, informatikerinnen oder ähnliches ein. generälinnen.
      bei männern, sekretäre, friseure, putzfrauen, kindergärtner, und dann hörts auch bald auf.


      29.11.2012, 13:28 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Hab eben schon wieder nen Kindergärtner inna Bahn gesehen. Eher die Sorte Bübchen.

      29.11.2012, 13:53 von Tora
    • 0

      Frauenbeautragter, Familienminister, Musiklehrer und gern vergesen: Marketing und PR. Schwer weibliche Domäne.  

      30.11.2012, 13:17 von Schmalzstulle
    • 0

      hmmm. gute ideen, die mich aber nicht überzeugen. entweder lächerlich (frauenbeauftragter) oder ich kenne zu viele gegenbeispiele

      30.11.2012, 13:29 von Gluecksaktivistin
    • 0

      Die Welt ist schon verrückt - ein männlicher Frauenbeauftragter ist für jedermann so offensichtlich absurd, dass dafür keine Erklärung nötig ist.
      Aber niemand hinterfragt ernsthaft die Existenz männlicher Frauenärzte - die können einem alles mögliche von der Mumu erzählen...

      ^^"

      30.11.2012, 16:19 von Dalek
    • 0

      Hey, ich hatte einen sehr guten männlichen Frauenarzt. Wieso sollte der dir nicht das erzählen können, was die Frau auch nur aus Büchern lernt? Das ist doch total schlicht gedacht.

      30.11.2012, 16:25 von Tora
    • 0

      ich sehe schon ein, dass die Frauenbeauftragte eine Frau sein sollte, aber es ist trotzdem strkt genommen illegal Männer da außenvor zu lassen. Der Jura Professor eines Freundes hat sich (angeblich) damit sein Studium finanziert, indem er sich auf die Stelle jedes Jahr beweorben hat und danach den Staat verklagt hat wegen ungleicher Behandlung. 

      30.11.2012, 17:32 von Schmalzstulle
    • 0

      @tora genau das ist das argument von dalek. jeder männliche frauenbeauftragte könnte das tun, was im übertragenen sinne dein gynäkologe tut. wobei ich dennoch finde, dass das ein unterschied ist. es geht nicht um diagnosen , sondern evt um macht und gleichberechtigung.

      30.11.2012, 21:55 von Gluecksaktivistin
    • 1

      oh, das hab ich überlesen beim Überfliegen. Entschuldigt bitte!

      30.11.2012, 21:58 von Tora
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  • 0

    Bei manchen Jobs werden sich die Männer vermutlich nie durchsetzen, solange Mütter sofort das Jugendamt informieren sobald Klein-Nils-Johannes auf dem Schoß von Kindergärtner Michael sitzt der ja aufgrund seines Geschlechtes schon unter General-Missbrauchs-Verdacht steht...

    28.11.2012, 17:04 von Wassily
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  • 1

    "die selbstsichere frau verwischt nicht den unterschied zwischen mann und frau - sie betont ihn", wusste schon coco chanel

    oh gott, wäre das schlimm, wenn es keine rollenbilder geben würde!

    28.11.2012, 16:51 von laylalani
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    • 0

      Was ist den 'der Unterschied' zwischen Frauen und Männern? Wo kommt der her und was ist im Umkehrschluss das, was Männer und Frauen über alle Grenzen hinweg eint...

      Ja, das sind alles rethorische Fragen

      Und Nein, ich will nicht das alle gleich sind. Ich will das alle gleich ungleich sind. Und nicht nur jeweils die Hälfte

      28.11.2012, 17:10 von sailor
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    • 0

      Linkshänder haben auch ein etwas anderes Gehirn.

      :D

      Das zwischen den Beinen lass ich gelten. Alles andere ist, wie du sagst, tendenziell.

      Da ziehe ich die Individuelle Variante vor...

      28.11.2012, 17:35 von sailor
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      Es gibt zwischen Männern und Frauen pauschal und grundsätzlich wesentlich mehr gemeinsamkeiten als Unterschiede. Und die Unterschiede fallen jetzt auch nicht sooooo ins Gewicht.

      Das allergrößte Gros der Rollenklischees sind anerzogen und der Mode unterworfen.

      MMN

      28.11.2012, 17:58 von sailor
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    • 0

      Sach ich doch...
      »Das zwischen den Beinen lass ich gelten.«

      28.11.2012, 18:29 von sailor
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    • 0

      Ja. Intersexualität lass aber selbst ich als Haarspalter in solchen Diskussionen außen vor...

      28.11.2012, 18:47 von sailor
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    • 0

      Ich versteh dich mal wieder nicht richtig, glaube ich...

      28.11.2012, 19:06 von sailor
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    • 0

      Das Ding da zwischen den Beine, was du auf den Tisch gebracht hast, das seh ich ja als Metougher.
      Is schon klar, das da noch al bissl mehr dran hängt... Was aber (da sindwa ja einer Meinung) auch mal schnell den Pfad der Eindeutigkeit verlassen kann...

      28.11.2012, 19:17 von sailor
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    • 0

      zu deinem ersten komentar hildegunde:
      ganz genau. wenn es aber keine unterschiede gäbe, warum müsste sie dann erst "selbstbewusst" sein, um dazu zu stehen?





      28.11.2012, 21:14 von laylalani
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    • 0

      Dem möchte ich zustimmen...


      29.11.2012, 08:36 von sailor
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    • 0

      hast du da ein Beispiel weshalb Männer es als Grundschullehrer leichter haben?

      28.11.2012, 16:04 von Schmalzstulle
    • 2

      Ich finde an Stewarden nix ungewöhnlich. (Außer sie tragen Rock und Strumpfhosen.

      28.11.2012, 16:07 von Tanea
    • 1

      »Und im Alltag soll das Essen dann fertig sein, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt.«

      Das ist keine Frage von Geschlechterrollen, sondern ein Frage der Organisation...

      28.11.2012, 16:14 von sailor
    • 0

      Wenn man mit Nillenkäse kocht, ist es auch eine Frage des Geschlechter Rollens.

      28.11.2012, 17:36 von quatzat
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    • 1

      Das tolle: das gibts auch im Umkehrschluss - Stichwort Bundeswehr.

      29.11.2012, 03:34 von Dalek
    • 0

      Also ich hatte viele männliche Grundschullehrer, auch 1 von 4 Kindergartenerziehern war ein Mann. EIn guter Freund von mir ist Erzieher. ICh find das überhaupt nicht ungewöhnlich wenn ein Mann so einen Beruf hat. Genausowenig sind weibliche Informatiker_innen (... doppelt-gemoppelt) ungewöhnlich in meinem Umfeld. 

      Und zum Thema mehr Anerkennung für gleiche Arbeit: Das _könnte_ man auch so auslegen, dass es ja "gegen seine Natur geht" Kinder zu unterrichten/erziehen. Das wär dann schon wieder eher anstößig wäre als lobend.

      30.11.2012, 13:16 von Schmalzstulle
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