nebomoreoblaka 26.02.2008, 03:01 Uhr 12 1

Religion? Nein, danke.

Warum ich mit Religion und dem Christentum abgeschlossen habe.

Hineingeboren und aufgewachsen in einem tief christlichen Umfeld, erzogen nach den sogenannten christlichen Werten, beginnt man doch spätestens mit der Pubertät, zu hinterfragen, weshalb genau man keine Absätze zu tragen hat, Nagellack, Make-up und alles nach klassischer Musik verboten und Sex vor der Ehe eine Sünde ist.

Mit tief christlich ist hier nicht tief katholisch oder ähnliches gemeint. Nein, das ist das ultimative wahrhaft christlich der Freikirchler. Das heißt nicht, regelmäßiger Gottesdienstbesuch, sondern auch Hauskreis, Gebetskreis, Jugendgruppe usw. und nach außen hin enttarnen sich auch äußerlich Angepasste nach näherem Kennen Lernen durch DIE Frage – „Und, wie ist Dein Verhältnis zu Gott?“

Deine Antwort hierauf entscheidet, ob Du
a) gerettet bist
b) Dein Herz dem Herrn geöffnet hast, oder
c) verloren bist / gerettet werden musst.
Jegliche Themen darüber hinaus fallen in ihrer Wichtigkeit gegenüber diesem Raster weit zurück. Magst Du noch so sympathisch sein, Dein eventuell mangelnder Glaube wird zur obersten Priorität. Du denkst nur, er/sie interessiert sich für Dich, nein, das wird vielleicht mal so sein, wenn Du eines schönen Tages zum Kreis der Gläubigen zählst. Bis dahin zielt jede Kommunikation darauf ab, Dich zu analysieren und mithilfe einer auf Dich zugeschnittenen Methode zu bekehren.

Dabei ist der Glaube für das tatsächliche Zusammenleben doch derart unbedeutend, dass diese Einstellung wirkt, als würde man ein Buch danach beurteilen, ob die Seitenzahlen unten oder oben stehen. Eine atemberaubende Erzählung wird verworfen, weil die Zahlen unten stehen, und umgekehrt ein Groschenroman durch gewunken.
Ein zerstrittenes, herrschsüchtiges Ehepaar, das niemanden so nimmt wie man ist, mit einer wie auch immer gearteten Beziehung zu Gott ist immer noch besser als ein ungläubiges, womöglich sogar noch unverheiratetes Paar in einer ausgeglichenen Beziehung zu sich und den Mitmenschen.

Das Verrückte daran ist: Mit dieser Einstellung wird automatisch die gesamte, nicht christliche Erdbevölkerung zu einer bedauernswerten Masse an Verlorenen und Verblendeten. Erinnert das nicht an den Witz vom Geisterfahrer? Natürlich fahren die anderen auch nicht alle in die gleiche Richtung. Es gibt x Religionen, von denen beinahe jede die absolute Wahrheit für sich beansprucht. Wie kann man sich einer dieser Religionen anschließen und sich so sicher sein, dass gerade diese die tatsächlich absolute Wahrheit gefunden hat, während der Rest der Menschheit dumm und verblendet der falschen hinterher rennt?
Außer man tut das aufgrund einer einschneidenden eigenen Erfahrung, ist das m.E. nur völlige Erblindung auf beiden Augen.

Freikirchler sind aber auch mitunter die, deren Kinder man in der Schule an ihren verschämt getragenen Karottenhosen und betont unmoderner (= nicht weltlicher) Kleidung erkennen konnte, Schüler, denen man genau ansah, dass sie ihr Pausenbrot unfreiwillig alleine essen.
Aber es geht nicht darum, dazuzugehören. Er geht überhaupt nicht darum, auf der Erde glücklich zu sein. Im Gegenteil – jedes Leiden um Deines Glaubens willen hier auf Erden wird Dir bei Jesus hoch angerechnet.
Richte Deinen Blick ins Jenseits, denn alles Weltliche ist schlecht und von hier kannst Du Dir nichts erwarten außer Undank und Verfolgung. Die anderen hassen oder beneiden Dich um Dein unsichtbares Licht des Gerettetseins.. Und so weiter und so fort.
Dazu fällt mir Wilhelm Busch ein. Ein Jäger spaziert, durch’s Fernglas glotzend, über die Felder. Schön ist es auch anderswo, und hier sei er sowieso (oder so). „Dabei aber stolpert er / in den Teich und sieht nichts mehr.“ So ist das nämlich, wenn man seinen Blick immer nach oben oder sonstwohin richtet, nur nicht nach vorne oder um sich.

Wenn man an Gott glaubt, wie kann man verstehen, warum er eine schlechte Welt duldet und wachsen lässt, eine Welt, in der alles verachtenswert ist?
Wenn man nicht an Gott und an sein ~Leckerli nach einem durchlittenen Leben in Außenseiterposition auf Erden glaubt – wofür lohnt es sich dann, mit geschlossenen Augen durchs Leben zu rennen und alles zu verachten? Nur, weil es in einem Buch steht?

Auch, was gut und schlecht ist, richtet sich nicht nach allgemeinem menschlichen (Un)Glücksempfinden, sondern nach diesem Buch.
Man hilft, nicht etwa, weil es menschlich ist, sondern, weil es christlich ist (christlich ist das, was in besagtem Buch nahegelegt wird). Sex vor der Ehe – ist schlecht, also unchristlich (weiß zwar nicht, wo es steht, aber es scheint irgendwo in diesem Buch geschrieben zu sein). Man braucht ja eine Ehe drum herum, um ein gutes Paar zu sein. Vielleicht gab es ja Zeiten, in denen die Menschen, eine Ehe brauchten, um sich zu lieben oder sich treu zu sein. Diese Gebote oder Verbote, weil man ja alleine nicht entscheiden kann, wie ein dummes Kind. Aber seit der Aufklärung, meine ich, ist der Mensch vielleicht ein klitzekleines bisschen mehr in der Lage, auch ohne Gebot zu erkennen, wann man jemandem wehtut und wann nicht. Aber die Aufklärung ist ja ein vom Satan stammendes Übel, mit all dem weltlichen Humanismus, dem Mensch-im-Zentrum-Schwachsinn und so. Was soll’s.

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    Also, ich seh das so: natürlich haben alle Gesetze, die unser heutiges Zusammenleben regeln, ihren Ursprung in den 10 Geboten. Und Ich denke, Jesus gab's auch wirklich, er war nur mehr 'n Philosoph oder sowas und hat den Leuten ma gesagt, wie man so miteinander klarkommt. Allerdings ist er nicht für die Menschheit am Kreuz gestorben. Jedenfalls nicht für mich. Ich GLAUB einfach nich dran. Und trotzdem bin ich ein guter Mensch. Und mein Freun is Pfarrersohn und glaubt dran und wir kommen hervorragend miteinander aus, weil wir nämlich *DENKEN*. Wenn man das macht, is eigentlich alles in Ordnung.

    01.03.2008, 11:40 von Lenulitschka
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      @[Benutzer gelöscht] Mephy, du weißt, ich liebe dich ganz furchtbar.. aber das was Ludwig Martin gesagt hat, wollte ich auch grade sagen. Dieser Alle-sind-gleich-Gedanke war wohl in Rom nich für die Sklaven gedacht.

      08.03.2008, 19:10 von Lenulitschka
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      @[Benutzer gelöscht] War das Christentum nicht auch irgendwann Staatsreligion im bröckelden Imperiümchen...?

      10.03.2008, 10:00 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Sollte auch keins werden.

      Kulturentwicklung kann in meinen Augen nur bedeuten, sich umzuschauen und zu sehen, welche positiven Aspekte es gibt in der Geschichte, diese zu nehmen und zu einem schönen Weltbild zusammen bauen.

      Jedes beharren ob's die Römer waren oder die Christen, die Juden oder doch die Griechen ist doch absurd. Es waren alle dran beteiligt und Entwicklung gibt es nur, wenn das Bestehende mit neuen Ideen verwoben wird.
      Ansonsten wäre es kein entwickeln, sondern ein einfallsloses ersetzen.

      10.03.2008, 10:13 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Anfang, wo es anfing...
      Ich meine zu wissen was sie sagen will. Allerdings habe ich es in meinem Kopf umformuliert...

      Im übrigen fände ich es seh reizvoll darüber zu diskutieren, ob das von mir ins Spiel gebrachte Bürokratieabbaugesetz ein Gesetz im Lenulitschkaischen Sinne ist, das unser 'heutiges zusammenleben regelt'...

      ^

      10.03.2008, 10:32 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] 10 Gebote, nicht bibel.

      Ich kann jetzt nicht sehen, wo in den 10 Geboten die Anhänger anderer Religionen diskriminiert werden...

      Das "Antidiskriminierungsgesetzt" ist ein bürokratisches Monster par Exellance. Ein Sinn in der Existenz dieses Gesetzes zu sehen fällt mir schwer...

      10.03.2008, 10:46 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Weiß ich...

      Aber Lenu hat ja expl. die 10 Gebote erwähnt... Von den 603, die da noch nachkommen mal ganz zu schweigen...

      10.03.2008, 10:58 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht]
      Okay, wenn's einfach um Rechtshistorie geht, statt um den Inhalt, will ich nichts gesagt haben.

      Fakt ist lediglich, daß es die 10 Gebote vor den Römern und vor Napoleon schon gab und sich in der Deutung von einer reinen Vorschrift hin zu einer Sammlung von Werten gewandelt haben, die heute noch gültig sind und - tatsächlich - immer wieder von selbst auftauchen. Auch ohne Bibellektüre.

      Die Verknüpfung von Bibel und Gesetz in dieser Einfachheit war wohl wirklich nicht sehr zielführend hier, aber ich glaub, ich verstehe, was Lena sagen wollte: das heutige GG ist in seiner Ausrichtung eher christlich als römisch.

      10.03.2008, 14:36 von LudwigMartin
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      @LudwigMartin Wie beim Ringen hier... Griechischer Stil, Römischer Stil...

      10.03.2008, 16:17 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Ist im SPIEGEL 'nen Artikel drüber. Da gibt 'ne deutsche Syrerin (oder eher eine syrische Deutsche Islamunterricht in Duisburg. Das ist mal ein erfrischend positiver Artikel in dieser ganzen Diskussion...

      14.03.2008, 18:11 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Och Menno...
      Zynismen bringen einen da doch auch nicht weiter...

      Einer dachte, Mohamed käme aus Istanbul und sei ein türkischer Politiker gewesen...
      Das fand ich ja mal richtig lustig...

      17.03.2008, 11:03 von sailor
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    etwas heftig meiner meinung nach. ich bin kein superkamikaze-christ wie manch anderer verbohrten, starrsinniger aber ich muss sagen bis jetz hat mir der gedanke;es ist jemand da der über alles wacht; nur geholfen...aber ok...wenns so krass bei dir zuhaus war durchaus verständlich...dieses gezwungene missionieren-schrecklich, geb ich dir recht.

    na dann ...alles gute...
    felix

    27.02.2008, 18:42 von fuchs_im_vollmond
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      @[Benutzer gelöscht] "Bei Leuten die sensibel sind, mit der kirchlichen Vorschlaghammerrheto rik zu kommen, oder noch besser gleich mit christl. "Jugendcamps" (wo man Kinder zu Gottesstreitern erzieht und ihm klarmacht, daß z. B. Schwule, Lesben und Atheisten der Feind sind) finde ich unmöglich, grotesk und widerwärtig!"

      Ich auch.

      07.03.2008, 20:29 von LudwigMartin
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    Scheint ja nicht besonders schön gewesen zu sein, deine Zeit in der Freikirche.
    Klingt nen bisschen nach Sekte und ziemlich gruselig.

    "Bis dahin zielt jede Kommunikation darauf ab, Dich zu analysieren und mithilfe einer auf Dich zugeschnittenen Methode zu bekehren."

    Ich kann nur sagen, dass ich das anders kennengelernt habe.
    Es ist doch immer deine freie Entscheidung wie du Handeln willst. Und die Liebe, dass was eigentlich ständig erwähnt wird, was in der Bibel eines der wichtigsten Dinge ist, kommt an der Stelle wirklich zu kurz. Es ist wichtig die Menschen zu lieben mit allem was sie sind. Ich bin mir nicht so sicher ob das in deiner Gemeinde so funktioniert hat..

    "Ein zerstrittenes, herrschsüchtiges Ehepaar, das niemanden so nimmt wie man ist, mit einer wie auch immer gearteten Beziehung zu Gott ist immer noch besser als ein ungläubiges, womöglich sogar noch unverheiratetes Paar in einer ausgeglichenen Beziehung zu sich und den Mitmenschen."

    Allein so ein Paar würde nach den Geboten und Grundsätzen der Bibel nicht existieren. Und kein Christ würde behaupten besser zu sein als jemand anderes, der nicht glaubt.
    Natürlich haben auch Christen viele Fehler und Probleme. Und es gibt immer Nicht-Christen, die ein besseres Leben zu führen scheinen, doch wenn da jemand wirklich glaubt, eine Beziehung zu Jesus hat, dann ist es schwer möglich zerstitten, herrschsüchtig und verbittert zu sein.

    26.02.2008, 16:50 von Schildkroetenpopel
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      @Schildkroetenpopel ohhh doch.
      die mehrheit der leute, die ich kenne und die behaupten, eine beziehung zu jesus zu haben, sind zwischen ziemlich und gemäßigt ätzend. Ausnahmen bestätigen die Regel.
      Anders vielleicht die, die es zumindest nicht behaupten.

      schon alleine, dass man gothic mit dunklen mächten in verbindung bringt. tss. Kann manmit so einer Einstellung denn einen gothic z.b. gern haben und ihn so lassen wie er ist? ohne bekehrungsversuche?

      26.02.2008, 17:32 von nebomoreoblaka
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      @nebomoreoblaka
      Ach Leute, jetzt lasst doch die armen Goths in Ruhe... Die haben doch eh' schon mit mehr Vorurteilen zu kämpfen als manch andere...
      Die werden doch auch von gestandenen Atheisten für suizidgefährdete Depris gehalten, die auf Friedhöfen schwarze Messen mit weißen Tauben feiern...

      Da braucht man nicht mal Christen für...

      26.02.2008, 17:47 von sailor
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      @sailor
      Hühner! Sehr beliebt auch: Schwarze Hähne. Die wurden schließlich schon im Mittelalter von den fiesen Hexen benutzt. :D

      17.03.2008, 11:14 von chessige
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      @chessige Und dann schnell noch'nen Ritualmord an einer milchhäutigen Jungfrau...

      17.03.2008, 12:50 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Vorsicht!
      In Paderborn rauchen die Scheiterhaufen noch...

      26.02.2008, 15:01 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Leuten, die ihren kleinen Kindern nicht erklären, was eine Metapher ist, allerdings auch...

      ;)

      26.02.2008, 15:23 von sailor
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      @[Benutzer gelöscht] Genau! Kinder denken magisch.

      Wir sollten die Bibel unter Altersfreigabe stellen und dann natürlich die Märchen der Gebrüder Grimm und am allerallerschlimmsten ist für mich schon immer der Roadrunner gewesen!

      27.02.2008, 15:45 von nuehle
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      @[Benutzer gelöscht] Alles klar, dann wolltest Du mich anpöbeln. Prima.

      Könntest Du jetzt noch ergänzend ausführen, warum ich einen Vollschatten habe?

      07.03.2008, 15:16 von nuehle
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      @[Benutzer gelöscht] Nö. eigentlich nicht. Ich weiß noch nicht mal, wie Du auf die Idee kommst, daß ich das denken könnte ...

      Wenn ich das dann auf den Roadrunner übertrage, wird Dein Vorwurf vollends absurd.

      Eigentlich wollte ich Deine Aussage über die schlimme Wirkung der Bibel nur noch ein bißchen mehr überspannen, um die absolute Blödsinnigkeit aufzuzeigen.

      Es gibt übrigens immer noch keinen wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie Medien auf Kinder wirken und ich glaube nicht, daß die Bibel bisher viele Kinder traumatisiert hat. Die meisten Kinder, die ich kenne und die damit konfrontiert wurden, fanden die Geschichten eher ganz toll.

      07.03.2008, 15:30 von nuehle
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      @[Benutzer gelöscht] Ich gebe mich geschlagen.

      Lebenskunst . Weisheit . Heilung
      Connection
      Der Verlag für das Wesentliche.

      Bei einer so anerkannten Quelle für pädagogische Erkenntnisse kann ich nur passen.

      07.03.2008, 16:24 von nuehle
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    Ich find es gut, daß Du das engstirnige Denken, das Du erlebt hast, hinter Dir gelassen hast.

    Besser wär es allerdings, das christliche Label Deiner Freikirche mal ein wenig zu hinterfragen.

    Du schreibst:
    "Sex vor der Ehe – ist schlecht, also unchristlich (weiß zwar nicht, wo es steht, aber es scheint irgendwo in diesem Buch geschrieben zu sein)."

    Das ist ja fast noch mehr als Glauben, das ist Gutgläubigkeit. Jemand sagt, es steht da drin - und Du gehst also davon aus.

    Glauben bedeutet Befreiung, wenn man die Bibel UND die Welt mit ihren schönen und schweren Dingen entdecken und in Einklang bringen kann.

    Glauben bedeutet Machtpolitik, wenn per Bekenntnisfrage in Gut und Böse - also in Gerechte und Verdorbene - unterteilt wird. Machtpoltik findet in der kleinsten Gruppe unter jedem möglichen Label statt.
    Natürlich ist in der Bibel oft von Gerechten und Ungerechten die Rede. Dafür steht dort aber auch, daß sich der Mensch kein Urteil darüber erlauben sollte - und damit sind die selbstgerechten Frommen nicht näher an der Wahrheit dran als andere.

    Jesus hat sein Leben mit dem gesellschaftlichen Abschaum geteilt und ihnen empfohlen, zu glauben, letztlich hat er sich von niemandem abgewandt, obwohl ihn alle betrogen und verlassen haben. Mit seinem Verräter Judas hat er sein Brot geteilt. Seinem Verleugner Petrus hat er seinen wichtigsten Auftrag erteilt. Und zum Schluß hat er selbst an Gott gezweifelt am Kreuz, ja, er selbst hat gezweifelt!
    (steht im NT, glaub mir nicht, sondern lies es nach)

    Die Frommen, die sich auf ihn berufen, sollten sich mal ein wenig mit der Person beschäftigen, zu der man sich "bekehren und bekennen" soll, verdammte Axt.

    26.02.2008, 14:36 von LudwigMartin
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      @[Benutzer gelöscht]
      Zum "Fehlgebrauch des Geschlechtsverkehrs"

      Von der Erschaffung als Mann und Frau bis zur Sexuellen Doktrin braucht es aber jahrhundertelang exegetische und machtpolitische Hakenschläge. ;-)

      Und in Zeiten, wo die katholische Kirche langsam soweit ist, die Bedeutung der Sexualität für die zwischenmenschliche Bindung anzuerkennen, bilden sich neue Hardliner-Gruppierungen, welche Leibfeindlichkeit wieder neu auf's Brot schmieren.

      Worauf führst Du die Verneinung des Zweifels zurück? Doch nicht darauf, daß es dort nicht erwähnt wird?

      Ob Jesus spontan etwas ruft oder einen Psalm betet, ändert nichts an seinen Gefühlen. Und ehrlich gefragt: Ist das nicht wirklich menschlich nachvollziehbar, daß es ihm dort so ging?

      Zudem ging es mir ja um das Dogma der Zweifelsfreiheit. Das widerlegt die Bibel an allen möglichen Stellen - immer wieder hadern und streiten die Menschen dort mit Gott.

      Ich kenn viele Christen - vieler Konfessionen und auch Freikirchliche, die nicht so sind wie im Text - , aber manchmal läuft einem tatsächlich so ein Zweifelsfreier über den Weg und dann krieg ich auch das Grausen.
      Das ist so unwirklich, was sie ausstrahlen.

      Aufgrund dieser Leute ist es mir wichtig, Inhalte wie die von mir geschriebenen ständig präsent zu halten - die Bibel schreit aus jeder Pore gegen falsche Frömmigkeit und herablassendem Pharisäertum, daß ich die Krise krieg, wie man dermaßen stur daran vorbeilesen kann.

      26.02.2008, 18:34 von LudwigMartin
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      @[Benutzer gelöscht]
      Mach "Liebe leben" draus und ich unterschreib dir das. (Bin mir aber ziemlich sicher, dass du das meinst:)

      zz.

      26.02.2008, 16:59 von zzebra
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    Ich verstehe, was nebomoreoblaka meint. Kann man vermutlich auch nur, wenn man sebst ähnliches am eigenen Leib erlebt hat.

    Ich bin zwar nicht bei den Freikirchlern aufgewachsen, aber in einer anderen Glaubensgemeinschaft, die christlich orientiert ist. Von frühester Kindheit an predigte mir meine Mutter von morgens bis abends vom "Willen des Herrn", und was mit mir passieren würde, wenn ich diesen nicht befolge (Folge: Angstzustände). Das Abseits-Stehen, unmoderne Kleidung, nur ja keinen Spass haben....kenne ich alles nur zu gut... War wie Gehirnwäsche, Irgendwann dachte ich, ich werd plemplem. Das schreibe ich aber der Art meiner Mutter, mit dem Glauben umzugehen,vor. Nicht der Glaubensgemeinschaft an sich.

    Andererseits habe ich nämlich erlebt, dass einige, leider wenige, Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft keineswegs fanatisch waren. Es gibt eben überall "Normale" und "Fanatiker". Ich denke, es kommt letztendlich immer drauf an, was die Menschen aus einer Sache machen.
    Daher sind für mich Religion/Glaube und Kirchen/Glaubensgemeinschaften zwei paar Stiefel, und jeder Mensch ist selbst dafür verantwortlich, was er tut.

    26.02.2008, 13:18 von Girlwithnoname
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      @Girlwithnoname Das kannst Du aber in jeder beliebigen Großorganisation mit theoretischem Überbau erleben.

      Das hat für meine Begriffe mit der Idee »Religion« nix zu tun...

      Soetwas in einer Religionsgemeinschaft zu erleben ist eine Möglichkeit unter vielen.

      Als ich neun Jahre alt war, bin ich mit den roten Falken (Sozialistische Jugend Deutschlands) ins Zeltlager gefahren.
      Das war auch nicht ohne...
      Da war die kirchliche Jugendorganisation 10 Jahre später aber wesentlich weltoffener und vorurteilsfreier...

      :D

      Auf zum letzten Gefecht...

      26.02.2008, 13:57 von sailor
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