Tyler.Durden 05.02.2014, 23:42 Uhr 463 13

Rausch [NUT]

Rau(s)chst du schon oder lebst du noch?

"Unser Ziel muss eine Gesellschaft sein, die den Rausch einmal genauso ächtet wie den Kanibalismus."  -Helmut Kohl, 1997



Woran denkst du als erstes, wenn du das Wort Rausch hörst?
Drogen (Bier, Kaffee, Gras, E's, Pilze, usw)? Fun? Koma? Sucht? Delirium? Vollrausch? Rauschgift? Love-Parade? Fallschirmsprung? Achterbahn? Kaufrausch? Blutrausch? Tiefenrausch? Höhenrausch? Geschwindigkeitsrausch? Sex?

➤ Rausch bezeichnet einen emotionalen Zustand übersteigerter Ekstase, bzw. ein intensives Glücksgefühl, das jemanden über seine normale Gefühlslage hinaushebt.

Abseits der öffentlichen Wahrnehmung hat der 41jährige Berliner Georg Wurth die Millionärswahl der ProSiebenSat.1 Media AG gewonnen. Sein Ziel? Die Legalisierung von Cannabis. Per Voting hat er eine Million Euro gewonnen. Toll oder? Das Viva con Agua-Projekt, welches Brunnen für sauberes Trinkwasser u.a. in Afrika aus dem Nichts organisiert und baut landete lediglich auf Platz 2.

Im US-Bundesstaat Colorado kann man seit dem 01.01.14 Cannabis legal kaufen. Natürlich nur im Kampf gegen die Drogen-Mafia. Das hat absolut nichts mit Steuereinnahmen zu tun. Neeeein. Auch die Schweizer denken aktuell wieder einmal darüber nach. Unvergessen was Raab aus Ströbeles Forderung machte. Aber!

Wie eingangs erwähnt kann Mensch sich auch ohne die Einnahme von Substanzen in einen Rausch versetzen. Wer sich schon einmal in vollkommene Ekstase getanzt hat, weiß was ich meine. Die Besucher von Sportstadien und Sporthallen sowieso. Sind Adrenalin-Junkies unter anwesend?

Der Rostocker und Wahlberliner Marteria musste unlängst feststellen, die Zeiten sind längst vorbei. Und kennst du schon den neusten Fun? Neknominate (die Biernominierung).


Wann und welcher Art war dein letzter Rausch? Verwerflich oder berechtigte Lebensgrundlage? Was wäre das Leben ohne Rausch? Gibts etwas was du unbedingt noch ausprobieren willst oder kommst du gut und gerne auch ohne Rausch aus?


Ideen- und letztendlich Anstoßgeber war folgende Sendung:
Mr Dicks #Rausch u.a. mit Mark Benecke und Lars Eidinger

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Tags: NUT, nu-täglich, Rausch, Drogen, Glück, Krank, Sucht, Adrenalin, Konsum, Gift
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463 Antworten

Kommentare

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    Wenn die Musik im Kopf langsam ausblendet und der einzig essentiell scheinende Rhythmus zurückbleibt... ich höre ihn, ich fühle ihn. "Pratt, pratt, pratt..." sehe ich meine Füße unter mir nach vorne huschen, während ich meinen Herzschlag ruhig und fest in mir spüre. Alles läuft, kein Vertun. Die Gedanken ganz klar. Ideen huschen vorbei, lassen sich greifen, lassen los. Wie du willst. 


    Sowas... Ein kleiner Rausch bei Kilometer xx. :-)

    11.02.2014, 18:37 von Der_initiative_Typ
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  • 2

    Hatte letzte Woche ziemlich gutes Gras, dass war mein letzter Rausch den ich den Drogen verdanke. Jedoch hab ich dann meinen Freund endlich mal wieder für mich, das war der eindeutig bessere Rausch ;-). Die Vorstellung ein Leben ohne Rauschzustände zu leben (Auch die, die nicht von Drogen ausgelöst werden), wäre für mich um 120% weniger Lebenswert. Zeitweise ist dieser Zustand wichtig, z.B. um wieder auf die richtige Spur zu kommen oder zu merken was man denn alles am Leben hat auch wenn einem dabei klar sein sollte, dass man nicht immer so drauf ist.

    10.02.2014, 17:16 von Ninjaa
    • 0

      hatte ich dann meinen Freund am Wochenende*

      10.02.2014, 17:17 von Ninjaa
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    • 1

      @ whereww.

      du hast ein paar sehr gute Komponenten und wichtige Zusammenhänge aufgeführt,

      allerdings bleibt dabei unter existentieller Betrachtung nicht nur die Grundfrage offen, wie Symptom und Ursache zweifelsfrei zu differenzieren wäre, sondern auch der Kern, was je "unbeeinflusst wahr" bzw. "unbeeinflusst echt" sein könne, wie ein Leben ohne "Ablenkung" überhaupt möglich wäre.

      frei nach Kafka:
      "Das Leben ist ein fortwährende Ablenkung, die nicht einmal zur Besinnung darüber kommen lässt, wovon sie eigentlich ablenkt."

      Das Leben selbst, also Evolution, Wachstum; das Wesen aller Natur im Streben nach Gedeihen und Ausdifferenzieren impliziert unweigerlich Druck, Wachstum ist Überforderung, die an eben dieser zu wachsen hat. Stichwort: Bequemlichkeit. Alles ist auf Effizienz ausgerichtet, im Kleinen wie im Großen, alle lebenden Systeme versuchen ständig zu entlasten, den Aufwand möglichst gering zu halten, um nicht unnötig Energie zu verlieren, Kräfte zu vergeuden. Gleichzeitig sind sie aber aus Notwendigkeiten des Fortkommens und zur Vorteilsgewinnung dazu gezwungen. Ablenkung ist Urlaub vom Lebensdruck, von Wettkampf... ob der zwischen Viren und Immunsystem oder der  von Firmenkonkurrenz an bestimmten Märkten, oder der um tolle Partner - überall gewinnt oder verliert etwas.

      Dabei ( bspw. durch Formen von Meditation) in sich zu gehen, nach Wahrheit der Dinge und des Selbstbildes zu suchen, kann den einen genauso zerstören, wie den anderen aufrichten, weil es keine absolute, sondern immer nur relative Wahrheit gibt, die im wesentlichen dazu dienen soll, sich, wenn nicht zumindest gut, dann doch immerhin irgendwie den Notwendigkeiten, den (Über)forderungen gewachsen, wehrhaft, zu empfinden.

      So wie rund 50 von 100 Kaulquappen "klar sein müsste", dass sie gefressen werden, bevor sie groß sind, nutzt ihnen diese relative wahre Einsicht beim Lebenswillen überhaupt nicht. Sie würden sich betäuben und heftig gegeneinander opponieren. Das was Kultur mit Menschen macht, die wissen, dass Leben immer eine Form von Kampf ist, ob brutal oder human: eine Welt ohne Angst, ohne Leid ist keine die lebendig ist.

      11.02.2014, 02:43 von schauby
    • 1

      Ps.

      bemerkenswert ist dabei, dass weder das eine noch das andere Extrem förderlich ist. Für ungewöhnliche,schöpferische Denkleistungen und Emotionen braucht es Freiraum, Muße, "Ablenkung", wer ständig unter Angst und Bedrohung lebt, kommt an die höheren Hirnfunktionen des Neocortex gar nicht mehr ran. Wer allerdings überhaupt keinen Druck mehr sieht, sich in Scheinsicherheiten und Luxus verschanzt hat, da ist die Verblödung der Freiheit, (Dekadenz) schon im Gange.

      11.02.2014, 02:59 von schauby
  • 2

    Im Laufe der Jahre haben so ziemlich alle Dinge, die mal gezogen haben, ihre Rauschwirkung bei mir verloren. Was mich früher alles gekickt hat..da kann ich heute nur müde drüber lächeln :)...Nur eins ist geblieben. Mein Beruf haut mich immer noch weg. Die ersten drei Songs im Graben eines großartigen Sängers fotografieren zu dürfen, hinter einem zigtausend jubelnde Fans..das ist Adrenalin und Rausch pur.... 

    09.02.2014, 14:45 von Gluextreffa
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    SHARE it <3 spread the WORD

    09.02.2014, 12:38 von LeleSchroeder
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  • 5

    ich berausche mich regelmaeßig mit frischer luft.

    09.02.2014, 11:13 von ohsleepr
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  • 6

    mein letzter rausch war gestern! jetzt müssen heute nur noch die blauen verlieren :D

    vielen dank an alle die mitgemacht haben, hoffe ihr hattet auch nen kleinen rausch ;) bis zum nächsten mal

    09.02.2014, 11:04 von Tyler.Durden
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  • 0

    oh ja! und gerne mit Frau Rauscher.

    08.02.2014, 14:13 von derWaschbaer
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