Timm_Klotzek 15.05.2007, 16:21 Uhr 0 0

Öko? Logisch! Aber …

Die Generation NEON findet UMWELTSCHUTZ wichtig. Aber bestimmt es nicht nur das Denken, sondern auch das Handeln?

Anfang Juni treffen sich in Heiligendamm die Regierungschefs der acht mächtigsten Industrienationen der Welt. Auf Einladung von Angela Merkel besprechen sie in dem mecklenburgischen Ostseebad, wie sie sich die Zukunft der Weltwirtschaft vorstellen. Anfang Juni treffen sich in Heiligendamm noch zehntausende andere Menschen, die zum gleichen Thema ganz anderer Meinung sind, und gegen das G8-Treffen protestieren. Vor dem Tagungshotel ist ein Stacheldrahtzaun von innerdeutscher Wucht errichtet, und anders als bei vorangegangenen Treffen geht es in diesem Sommer bei dem Streit nicht nur um Gerechtigkeit auf Erden, sondern gleich noch um viel mehr – deren Erhalt nämlich. Auf beiden Seiten des Stacheldrahtzauns haben die Menschen erkannt, dass der Klimawandel lebensgefährlich sein kann. Was vor wenigen Jahren als Angstmacherei hysterischer Ökofundamentalisten abgetan wurde, ist in den letzten Monaten allgemeine Ansicht geworden: So geht’s nicht weiter, vor allem nicht mit dem CO2-Ausstoß. Merkwürdigste Allianzen tun sich plötzlich auf: Vor Jahresfrist undenkbar kooperieren nun BILD-Zeitung und Greenpeace im Kampf gegen die Erderwärmung. Fast scheint es, als habe nach langer Zeit des Leugnens, wenigstens des Zweifelns das Gegenteil eingesetzt: ein lustvoller Alarmismus, das Surfen auf der populären grünen Welle. In vielen Zeitungen wurden eindringliche Appelle gedruckt, den Weltuntergang gemeinsam abzuwenden – schnell – denn binnen weniger Jahre ist der Klimawandel unumkehrbar. Das ist alles wahr und richtig. Doch ist es vielleicht auch überdosiert vermittelt und bleibt für das Handeln des Einzelnen viel folgenloser, als man eigentlich denkt? Was bewirkt es, wenn der stern eine Green-Issue druckt und seine Logofarbe wechselt? Wenn sich hunderttausende im wärmsten Frühling seit Menschengedenken vor einem Zoogehege drängen, in dem ein verwirrter Babyeisbär hockt als letztes Nostalgiemaskottchen eines unwiderbringlich gestörten natürlichen Gleichgewichts? Kriegt man da nicht zu viel von all dem Rummel, sackt zurück in die eigene Bequemlichkeit, sediert durch harmlose Hausmülltrennung? Fatal wäre das. Denn der Klimawandel ist kein Modethema wie Röhrenjeans oder New Rave.

NEON wollte genau erfragen, wie die 20- bis 35-jährigen Menschen in Deutschland wirklich zu dem Thema stehen, wie konkret sie den Klimawandel fürchten, was sie dagegen tun, was ihrer Meinung nach unternommen werden muss. Mit Hilfe des Meinungsforschungsinstitutes FORSA haben wir eine repräsentative Umfrage durchgeführt unter mehr als tausend jungen Erwachsenen in Deutschland. Dabei kam he raus: Diese Generation ist des Themas nicht überdrüssig, auch wenn es nicht angenehm ist, über eigenen Verzicht nachzudenken. Eine Erklärung für die anhaltende Ökosensibilität und das Interesse an Umweltthemen

DEN GANZEN ARTIKEL MIT ALLEN ERGEBNISSEN DER STUDIE FINDEST DU IN DER JUNI AUSGABE VON NEON. WENN DU SIE GELESEN HAST, KANNST DU UNS HIER SCHREIBEN, WIE SIE DIR GEFALLEN HAT.

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