nyx_nyx 30.11.-0001, 00:00 Uhr 370 21

NUt: Alles eine Frage des Geschlechts

Geschlechterrollen, Diskriminierung, Vor(ur)teile


Jetzt, während die ganze Welt im WM-Fieber ist und man geballtes Bild- und Tonmaterial vom großen Miteinander erhält, wird es für mich wieder besonders deutlich, wie viele Vorurteile bestehen und wie heftig Menschen diskriminiert werden. Ständig springen mir, neben den gewohnten Nachrichten, auch Schlagzeilen ins Gesicht, die mit Homophobie (Hitzelsperger äußerte, die FIFA würde vermutlich ein Outing zur WM verbieten), Ausländerfeindlichkeit, Männerdomänen, altersbedingter „Ausmusterung“ und Extremgehältern im internationalen, wie auch geschlechterspezifischen Vergleich zu tun haben. Besonders ätzend fand ich den Kommentar (ab ca. Minute 5:30) von Steffen Freund, der klar sagt, dass natürlich jeder die Maße 90-60-90 an seiner Seite haben möchte und daneben Geld in dieser Liga kaum mehr eine Rolle spiele. Persönlicher Geschmack spielt anscheinend neben Prestige auch keine Rolle mehr. Wenn man unbedingt will, findet man immer Gründe andere zu bevorteilen, oder zu diskriminieren.

Mir geht es in diesem NUt hauptsächlich um Geschlechterrollen.


Trotz Antidiskriminierungsgesetzen, Gleichstellungsbeauftragter und mittlerweile möglichem drittem Geschlecht im Ausweis, kommt es in sämtlichen Lebensbereichen beobachtbar immer wieder zu Vor(ur)teilen, Ungleichbehandlungen sowie Ungerechtigkeiten, die sich in der Geschlechterdiversität begründen. Dass ein Mann in Elternzeit geht, oder gar alleinerziehend ist, ist noch immer keine Normalität, sondern eher ein Sonderfall, der lobend betont, oder argwöhnisch beäugt wird. Mit Frauen, die entweder die Karriere einer Familie vorziehen, oder erfolgreich beides miteinander verknüpfen, verhält es sich ähnlich, auch wenn die Bezahlung noch immer nicht angepasst ist. Mit „Gender-Bias“ dieser Art, wird man eigentlich ständig konfrontiert und meist merkt man es nicht mal mehr. Die Gesellschaft formt das Bild einer Frau, dem eigentlich keine Frau gerecht werden kann - oder will. Andersrum werden Männer zu etwas heranerzogen, was ebenfalls nicht gesund sein kann und dennoch wehrt sich niemand dagegen. Wie auch, wenn man einem Konformitätsdruck unterliegt, den man von allen Seiten deutlich zu spüren bekommt und man in dieser Realität wohnt, in der Stereotype gelebt und befeuert werden und (als ein kleines überspitztes Beispiel) für gewöhnlich Frauen und nicht Männer Röcke tragen und sich schminken.

Die Emanzipationsbewegung der Frauen hat jedoch im Laufe der Zeit so viel an Veränderung und Unterstützung erfahren, dass man sich mittlerweile fast fragen muss, wo da der Mann bleibt, ob es nun einen Wandel des „schwachen Geschlechts“ gab und ob es an der Zeit wäre, dass sich auch Männer emanzipieren, (lesenswert!) damit eine Gleichstellung überhaupt möglich ist. Politisch betrachtet will zumindest Manuela Schwesig (SPD, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Familie, Jugend, Frauen und Senioren) als positives Vorbild voran gehen und erzieht ihr Kind angeblich möglichst geschlechtsneutral und äußert sich auch zu anderen „benachteiligten“ Bereichen ziemlich unkonventionell.
Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling schreiben jedoch in ihrem Buch „Tussikratie“, dass es diese Art der Benachteiligung, zumindest für Frauen, gar nicht gäbe und sie ihren Feminismus auf Kosten der Männer ausleben würden.

Ich selbst führte letztes Jahr zwei kleine Studien durch, eine quantitative mit 58 Probanden zum Thema allgemeine Diskriminierung bezüglich, Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung, Beruf etc., die andere qualitativ anhand dreier Interviews von je 60 Min., die sich mit Diskriminierung von Männern in „typischen Frauenberufen“ beschäftigte. Die Ergebnisse beider Erhebungen waren für mich eher ernüchternd und teils erschreckend. Erster Gedanke: in welcher Zeit und in welchem Land leben wir eigentlich?
Dies brachte mich wiederum auf den Gedanken, ob ein geschlechtsneutraler Umgang überhaupt möglich ist. Zum einen generell betrachtet, zum anderen aber auch durch die Einflüsse der Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen, in denen noch ganz andere Geschlechterrollen vorherrschen. Aus manchen Ländern bekommen wir es recht modern vorgelebt, wie z.B. anhand der anonymen Bewerbung aus den USA (hat nach einem zweijährigen Pilotprojekt in Deutschland eher Ablehnung denn Zustimmung erfahren), oder der offenen Geschlechterrollen beispielsweise in Skandinavien - aber auch durch sehr traditionelle Sichtweisen, die auf mich eher befremdlich konservativ wirken. Dass es mir schwer fällt, in solchen Sozialisationsgefällen nicht einzugreifen, habe ich erst kürzlich wieder gespürt, als eine Frau ihren Sohn ohne jegliche Vorwarnung, aber wohl mit Grund, öffentlich schlug. Mir war bewusst, dass dies auf einen kulturellen Unterschied zurückzuführen ist und dennoch fühlte ich mich so machtlos, dass mir nichts Besseres einfiel, als ein fröhliches Lied zu summen, um den Kleinen etwas zu beruhigen. Ebenso machtlos fühle ich mich an ganz vielen Stellen, wenn Menschen augenscheinlich grundlos – meiner Meinung nach – ungerecht behandelt werden.

Während mir das völlig übertriebene „Rumgegendere“ an der Uni ziemlich auf die Nerven geht und ich mir oftmals denke, dass man sich Probleme auch schaffen kann, indem man es immer und immer wieder thematisiert und dramatisiert, merke ich in anderen Lebensbereichen, dass wohl doch noch einiges getan werden muss, bis ein möglichst geschlechtsneutrales Klima geschaffen werden kann. Sollte ein solches Klima überhaupt vorherrschen? Prinzipiell gilt: diskriminiert wird nur, wer sich auch diskriminiert fühlt.



Nun seid ihr mit eurer Meinung gefragt:


Gefallt ihr euch in der bestehenden Geschlechterrolle, oder würdet ihr etwas ändern wollen?
Seid ihr typisch männlich/weiblich? Kann man überhaupt von typisch sprechen?
Erlebt ihr bewusst Gender-Bias?
Was tragt ihr dazu bei, dass Geschlechterrollen aufrechterhalten werden?
Wurdet ihr selbst diskriminiert, oder habt miterlebt, wie andere darunter litten? Unternehmt ihr etwas gegen Stereotypisierungen und Diskriminierungen dieser Art?
Seht ihr euch im Vorteil aufgrund eures Geschlechts?
Wie steht ihr zur Frauenquote?
Reicht es euch so langsam mit der Emanzipation?
Sind nun die Männer am Zug sich wieder zu behaupten und ihre Rolle in der Gesellschaft zu finden? Oder haltet ihr das alles für Schwachsinn und man sollte sich nicht so anstellen?



Für Menschen jeglichen Geschlechts, die ebenfalls ein NUt schreiben wollen, können das hier tun.



(Bissken am Thema vorbei, aber das will ich euch nicht vorenthalten, da ich immer wieder staune, wie lange es dauert, bis gegen sowas Protest erhoben wird.)


Tags: NEON User täglich, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Vor(ur)teile, NUT
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370 Antworten

Kommentare

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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 1

    Hier, diesen Link wollte ich noch teilen. Harvard-Test zum Feststellen von unterschwelligen Vorurteilen (den verschiedensten Gruppen gegenüber). Sehr interessant!

    08.07.2014, 16:27 von TheCaptainsFiancee
    • 1

      Danke dafür.

      08.07.2014, 16:51 von nyx_nyx
    • 1

      Nichts zu danken! Also, ich habe ein paar von den Testdurchgängen gemacht und muss sagen: Einerseits waren die Ergebnisse überraschend, weil man doch mit Vorurteilen konfrontiert wurde, mit denen man nicht so gerechnet hat. (Also mir ging es jedenfalls so.) Andererseits war es wiederum überhaupt nicht überraschend - wenn man sich selbst ein bisschen kennt.

      08.07.2014, 17:24 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      Ich hab mir den gebookmarked für nächste Woche. Bin gespannt. :)

      08.07.2014, 17:30 von nyx_nyx
    • 0

      Mach ma ruhig! Die Tests gehen eigentlich recht schnell. Man muss ja auch spontan reagieren. Alle durchgemacht hatte ich jetzt auch nicht, aber man kann schon ruhig weitermachen. Musst auch nicht berichten! ^^ Also bei mir kam schon eine Sache raus, bei der ich mich - fast - geschämt hätte (Gott sei Dank in nur einer sehr schwachen Ausprägung!), dafür auf der anderen Seite ein positives Vorurteil, von dem ich ebenfalls sehr überrascht war.


      Und ich glaube - mein Eindruck war jedenfalls-, recht verlässlich ist es schon. Aber vielleicht kannst du da ja auch als "Expertin" (so von deinem Hintergrund/Ausbildung her) dann noch mehr dazu sagen.

      08.07.2014, 17:49 von TheCaptainsFiancee
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  • 1

    recently in the news:

    http://sciencecareers.sciencemag.org/career_magazine/previous_issues/articles/2014_06_30/caredit.a1400167

    "High-achieving male faculty, the paper concludes, train fewer women than
    other investigators do—fewer than elite women and fewer than non-elite
    men."

    Männlich dominierte Fakultäten in amerikanischen Elite Universitäten (24 untersuchte), bilden signifikant weniger Frauen aus, als nicht-Elite Unis oder solche mit weiblich besetztem Lehrkörper.

    03.07.2014, 09:29 von Nem
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  • 0

    Hab soeben eine Seite entdeckt, die ich noch nicht kannte, aber gut zum Thema passt. Bin mir nur noch nicht sicher, ob ich nur erstaunt, oder auch ein bisschen amüsiert sein soll. WikiMANNia - kennt die Seite jemand?

    30.06.2014, 20:53 von nyx_nyx
    • 0

      Ganz ehrlich: Mittlerweile wird in die Gegenrichtung so viel Gedöns gemacht - und größtenteils vollkommen unreflektiert. Ich bin's einfach nur leid!

      Schade, weil eigentlich beides wichtig!

      Aber auch manche Äußerungen da unten kamen mir einfach nur faschistisch vor.

      01.07.2014, 03:33 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      Ich vermute ja, das die Ersteller dieser Seite das schon ziemlich bierernst meinen..... allerdings ist das teilweise so eingefärbt, dass man es auch für blanken Sarkasmus oder Ironie halten könnte

      01.07.2014, 06:12 von Tanea
    • 0

      Wo soll das Problem mit der Seite sein?

      Ich erkenn da keine Ironie, Sarkasmus etc., sondern Links/Infos zu Männerrechtsthemen. Absolut ok.

      Und im Vergleich zu sowas  oder sowas find ich das noch seriös. 

      03.07.2014, 10:09 von Hattori-Hanzo
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  • 2

    Wie Fettes Brot mal sagten: Mann hats vielleicht nicht schwerer, doch als Mann hat mans nicht leicht.

    Schöne Diskussion, interessante Beiträge (einschließlich der "ich bin die Diskussion so müde" Kommentare, die ich gut nachvollziehen kann).

    ich bin immer wieder schockiert, wie groß der Anteil der Eltern an verkackten Rollenbildern ist. Der durchschnittliche irische Mann ist ein Muttersöhnchen (ist ein problematischer Begriff. Ich meine damit sie werden verzogen, weil die Mütter ihnen alles recht machen). Er tut nix im Haushalt, macht chauvinistische Witze und kann nicht kochen (bzw. würde es nie tun). Das rührt hauptsächlich daher, dass ihnen das in der Familie so vorgelebt wird. Die Frauen machen den Haushalt, die Männer gehen saufen. Da krich ich echt graue Haare, wenn ich sehe, wie die Mütter die nächste Generation Männer versemmelt (Ja, die Väter auch, aber die Mütter verhätscheln ihre Söhne hier so dermaßen, das ist nicht mehr feierlich).
    An dieser Stelle eine Sache, die (glaub ich) niemand erwähnt hat: Wenn jemand die "klassischen" Rollenbilder lieber mag und danach leben möchte, dann bitteschön! Wenn der Mann unbedingt der einzige Geldmacher in der Familie sein will und die Frau gern den Haushalt und die Familie schmeißen will, ich werd sie nicht dran hindern. Aber lasst die Kirche im Dorf. Jeder darf wie er will, solange sie denn wirklich (beide) wollen. Deswegen ist das nicht besser/richtiger oder falscher/schlechter als andere Szenarien (das fällt mir zwar schwer nachzuvollziehen, aber vielleicht muss ich das auch nicht) aber man darf niemandem etwas aufzwingen.

    Ich habs weiter unten (bei pocket?) schon erwähnt: die Schablonen/Klischees und Erwartungen kommen total oft aus den Reihen des eigenen Geschlechts.
    "Sei doch nicht so ein Mädchen" "Sei ein ganzer/echter Mann" "keine Eier in der Hose haben" aber auch das hochproblematische "die ist ne Schlampe" "wie zieht die sich denn an? dass die so rumläuft" "Mitte 30 und immer noch nicht verheiratet"
    das sind alles Dinge, die häufiger vom eigenen Geschlecht kommen. Ich denke, dass ein Wandel nur möglich ist, indem die Eltern ihren Kindern beibringen, dass es alle Abstufungen von Grau gibt, aber kein Schwarz und kein Weiß. Es ist total okay, wenn ein Mann (wie Eddie Izzard) sich in Frauenkleidern auf die Bühne stellen will. Deswegen muss er nicht mit Männern in die Kiste steigen (darf er natürlich trotzdem). Die Differenzierung der verschiedenen Abstufungen ist wichtig und muss Kindern beigebracht werden. Dazu brauchen wir auch nicht jedees Mal einen neuen Begriff (wie Metrosexuell oder so ein scheiß).

    Ich kann nicht nähen. Ich habs mehrfach versucht, und habe dazu kein Talent. Ich kann nur recht bedingt kochen. Ich werde langsam besser, aber es fällt mir schwer. Ich kann aber auch keinen Automotor zerlegen und wieder zusammenbauen. Das hab ich zwar noch nie versucht, habe aber auch überhaupt kein Interesse daran, das zu lernen. Da bezahle ich nen Mechaniker für. 
    Wir sind nicht gleich, was total ok ist. Mit der Zeit wird es sich hoffentlich austarieren und in den Köpfen ankommen.

    30.06.2014, 15:45 von Schmalzstulle
    • 2

      Da ist ein ganz wichtiger Punkt, den Du da ansprichst, Schmalzi. Nämlich, dass ganz viele Männer eben vor allem deshalb steinzeitlich veranlagte Chauvis sind, weil ihre Mamis sie fein dazu erzogen haben.

      Ich denke, dieses Phänomen tritt nicht nur in irischen Familien gehäuft auf.


      Ich hab in meinem Bekanntenkreis auch so ein Exemplar, der noch, obwohl längst über 30, selbständig verdienend, mit eigener Wohnung usw. sich immer noch von Mami die Wäsche waschen lässt. Ist dann auch nicht weiter verwunderlich, dass er von einer Frau erwartet, dass sie ihn von vorne bis hinten bedient, gleichgültig ob die auch den ganzen Tag arbeiten geht.

      30.06.2014, 16:22 von Pixie_Destructo
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  • 0

    ich hab nix gegen frauen und so

    29.06.2014, 22:20 von ga
    • 3

      jedenfalls nix wirksames

      30.06.2014, 09:52 von Tanea
    • 1

      gut gebrüllt, möwe.

      30.06.2014, 09:56 von ga
    • 1

      Lach-Möwen-Reflex... haha gaga

      30.06.2014, 09:57 von Tanea
    • 1

      mach-löwen-reflex ... tata

      30.06.2014, 09:59 von ga
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  • 6

    Unterschiede der Geschlechter sind doch gut und wichtig. Nur in der Wertung darf es dann kenien Unterschied geben. Frau und Mann sind gleichwertig.

    29.06.2014, 14:32 von Mila.B
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  • 2

    Ich seh das ähnlich, wie Alida weiter unten schon schrieb: Die ganze Sache ist doch subtiler bzw. etwas komplexer. Kaum ein Vorgesetzter, Prof oder wie auch immer stellt sich doch heute noch hin und sagt: Äh, du nicht, weil du bist ein Mädchen!

    Heißt aber nicht, dass es nicht dennoch Unterschiede in der Wahrnehmung und Behandlung gibt.

    Man sollte aber auch eines nicht vergessen: Die Unternehmenswelt ist in der Regel nach wie vor männlich. Da kommen wir mit unserer weiblichen Kommunikation zum Teil einfach nicht weit. Mit anderen Worten: Teilweise ist es einfach nur eine Frage der Kommunikation und des Auftretens.

    Ich bin trotzdem prima-gerne Frau! Und ich bin es gerne mit allem drum und dran. Auch der ("weiblichen") Kommunikation.

    Was mich jedoch irritiert: Das schlimmste Weggebeiße habe ich bisher unter Frauen erlebt. Nicht nur Frauen gegenüber, sondern auch Männern gegenüber. Das stimmt mich immer wieder nachdenklich.

    29.06.2014, 14:30 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      BTW: Leider gibt es auch nicht so wahnsinnig viele weibliche Rollenmodelle, bei denen ich sagen würden: Yay, die haben's geschafft und genauso würde ich mich auch gerne verhalten! Die ein oder andere kenne ich aber und da freu ich mich immer wieder drüber.

      29.06.2014, 14:33 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      Bzw. freu mich immer wieder drauf, mich mit ihnen zu unterhalten - so war's gemeint. (Edith!!!!)

      29.06.2014, 14:34 von TheCaptainsFiancee
    • 1

      Ich glaube, fast immer ist es eine Frage der Kommunikation und des Auftretens. Das kann aber bei Männern genauso lückenhaft/unprofessionell/souverän/charmant... sein, wie bei Frauen. Dass es Unterschiede gibt, is klar, nur finde ich die nicht immer schlecht und man muss nur lernen von den eigenen Stärken zu profitieren.

      Das mitm Wegbeißen, da muss ich dir wohl leider Recht geben.

      30.06.2014, 12:07 von nyx_nyx
    • 0

      Sehe ich nicht ganz so: Wenn du in der Unternehmenswelt erfolgreich sein willst, musst du männlich kommunizieren. Und das ist für die meisten Frauen eine schwer zu erlernende Fremdsprache. Und dabei musste noch saumäßig aufpassen. Weil wenn du dir zu viel männliches Gehabe abguckst, wird das schnell als zickig abgetan. Was also tun? Erfolgreiche, weibliches Vorbilder gibt es auch nicht allzuviele. Das ist schon ein Dilemma!


      Heißt nicht, dass nicht manche Männer auch besser, sprich "erfolgreicher" kommunizieren.
      Heißt nur: Prinzipiell passen sie erst mal besser rein.

      Von den eigenen Stärken profitieren ist richtig. Es ist aber in der Realität nicht ganz so einfach.

      (Solche Dinge, wie dass die meiste Hausarbeit nach wie vor von Frauen gemacht wird, lasse ich jetzt mal einfach außen vor. Es wirkt sich aber schlicht und einfach zeitlich aus - wenn man das denn möchte, sich beruflich besonders erfolgreich zu engagieren. Die Zeit fehlt hier dann.)

      01.07.2014, 03:48 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      Ersetze den 1. Satz mal durch: "Sehe ich genauso, aber..." ;)


      Es ist m.E. einfach nicht ganz so leicht. 

      01.07.2014, 09:33 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      Och, naja, die Leute die ich gecoacht hab, fingen dann nich plötzlich an "männlich" zu kommunizieren und waren trotzdem erfolgreich. Geht ja um Authentizität, Souveränität, Argumentation, sich behaupten und für sich selbst einstehen. Wenn du das als männliche Kommunikation ansiehst, dann geb ich dir Recht.

      01.07.2014, 12:42 von nyx_nyx
    • 0

      Sehe ich nicht so, bzw. deckt sich nicht mit meiner Erfahrung.
      Aber gut, dann sind wir halt einfach unterschiedlicher Meinung.

      01.07.2014, 13:40 von TheCaptainsFiancee
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  • 2

    Ich hab ein ziemliches Problem damit zu trennen, was persönliche Eigenschaften sind und was einem aufgrund einer "weiblichen Sozialisation" anerzogen wurde. Persönlich hatte ich nämlich immer den Eindruck, nicht so explizit besonders "weiblich" erzogen worden zu sein..... umso schwieriger fand ich es dann zu erkennen, dass sich doch in meiner Persönlichkeit sehr viele dieser "weiblichen Eigenschaften" vereinen, obwohl ich nicht dem gängigen weiblichen Rollen-Klische entspreche. Die Erziehung bestimmt doch einen erheblichen Teil der persönlichen Charaktereigenschaften mit.

    29.06.2014, 11:55 von Tanea
    • 1

      Oder die Biologie, oder die Gesellschaft samt Erwartungen, die erfüllt werden wollen.. oder oder.. ich weiß es selbst nicht, kann mir aber vorstellen, dass da mehrere Faktoren aufeinander treffen.
      Ist doch ähnlich, wenn man sich gar nicht so typisch deutsch/türkisch/russisch/wahtever fühlt, dann ne Zeit lang in nem anderen Land verbringt und schlussendlich merkt, wie "typisch" man wohl doch ist, ohne es gewusst zu haben.
      :)

      30.06.2014, 12:09 von nyx_nyx
    • 0

      Ganz genau so.... dieser Sachverhält lässt mich immer öfter innehalten bei dieser Art von Diskussionen.

      30.06.2014, 12:18 von Tanea
    • 0

      Das is auch gut so. Reflexion dieser Art empfinde ich als wichtig.

      30.06.2014, 12:20 von nyx_nyx
    • 0

      :) Ich find's gar nicht schlimm, so ein paar typisch weibliche Eigenschaften zu haben. Wieso auch? Gehört doch zu mir und ist mein Charakter. Schlimm finde ich es nur dann, wenn mir ein Nachteil daraus entsteht. Aber sonst: Ey, Frau sein fetzt doch! (Finde ich. :) )

      01.07.2014, 03:54 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      Sagt doch auch niemand, dass es schlimm ist. Geht ja nur um den erschreckenden Moment, wenn man sich eingestehen muss, dass man anders ist, als man selbst dachte.

      01.07.2014, 12:43 von nyx_nyx
    • 0


       umso schwieriger fand ich es dann zu erkennen, dass sich doch in meiner Persönlichkeit sehr viele dieser "weiblichen Eigenschaften" vereinen, obwohl ich nicht dem gängigen weiblichen Rollen-Klische entspreche.


      las ich als: Fand ich nicht so angenehm. Und blinde Flecken, was den eigenen Charakter angeht, gibt es m.E. immer.

      01.07.2014, 13:43 von TheCaptainsFiancee
    • 0

      naja, in dem Fall hat TCF nich ganz unrecht... das sind schon eher so weniger erwünschte Eigenschaften, die man so im allgemeinen eher dem weiblichen Geschlecht zuordnet, die ich da gemeint hab. Ich setze mich damit auch gerade auseinander... für mich fetzt das weiblich sein eben nich schon immer oder automatisch :D

      01.07.2014, 15:03 von Tanea
    • 1

      Aber ich mag dich doch auch als Kicher-Möve. ^^

      01.07.2014, 16:27 von TheCaptainsFiancee
    • 1

      Ich glaub aber, ich weiß schon so ein bisschen was du meinst. Ich musste mich auch an das ein oder andere "Frau-sein" erst mal gewöhnen. Und in mancher Hinsicht entspreche ich auch sicher nicht dem typischen Bild. (Wenn es das denn so überhaupt gibt.) In anderer aber halt schon - und zwar ganz schön gewaltig. So, dass es mich selber wieder volle Kanne wundert.

      01.07.2014, 16:31 von TheCaptainsFiancee
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  • 1

    Wunderbar dass das auch mal zum Thema gemacht wird. Es sollte nicht ständig nur um die Geschlechter gehen und was für welches von beiden normal sein müsste oder nicht, sondern in erster Linie um Menschen. Bei der bisher leider immernoch 'normalen' Erziehung und übrespitzten Medienangebot ist es aber auch kein Wunder dass viele erst garnicht zu einer anderen Aufassung gelangen, oder sich trauen ihre 'Rolle' zu hinterfragen, gleich was die Gesellschaft propagiert.

    29.06.2014, 10:29 von aco
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