Nehmt mich zurück, ich trag auch wieder meine Buffalos.
Vergangenheit, komm ins hier und jetzt.
Ich würde gerne wieder Tetris auf meinem Gameboy spielen, die schwarzen und dunkelroten Tasten würden wieder stundenlang penetriert werden, ich würde wieder meinen ersten Mord an meinem Tamagochi ausführen und in Himmel und Hölle die realistische Chance haben irgendwann im Himmel zu Landen. Ich hätte wieder gerne meinen Eastpack-Rucksack und meine Schlaghosen, hätte gerne wieder das spielen um Ruhm und Ehre am Murmelloch. Was täte ich für eine Wiederholung der Auftritte mit meiner Mädels-Gang vor den gleichaltrigen Jungs bei denen wir Backstreetboys vorgetanzt haben. Was ist aus meinem hang zu streifen und sternchen T-Shirts geworden und wieso sind Buffalos so hässlich? Wie schön war es immer Kinder auf der Straße draußen zu haben mit denen man spielen konnte, ohne sich zu kennen. Wie konnte man ohne Handy überleben und wie wundervoll war es, dass jede Verabredung eingehalten wurde weil man einfach nicht so schnell absagen konnte? Zum Teufel, wie habe ich eine Adresse ohne Google Maps gefunden und wie absolut genial war es, dass die Jugendsprache einfach nur die Sprache unserer Eltern war. Unsere Nachbarn haben wir noch mit Vornamen gekannt und besucht haben wir sie nicht nur weil wir Zucker brauchten sondern auch weil sie Freunde waren. Wie sehr vermisse ich das treffen auf dem Bolzplatz und die aufgeklebten Kaugummi-Tattoos mit denen jeder irgendwie wie seine Vorbilder von den Ärzten aussahen. Es gab noch keine „du hörst Electro? Du bist Scheiße“, weil wir alle irgendwie die selbe Musik gemocht haben und gerne die neu entdeckten Künstler untereinander geteilt haben. Schlauberger konnte man unter sich auch nicht durch irgendwelche ergoogleten Begriffe sein, sondern weil man sich für was wirklich interessierte. Cool war man nicht weil man 500 Follower auf Twitter hatte, sondern wenn man gut Skaten konnte. Und Freunde? Freunde zählte man an einer Hand ab, und nicht anhand von Facebook. 90er ich liebte euch, aber ganz ehrlich...
Ich lebe im hier, im jetzt und im 2012 und auch wenn es weh tut zu sagen: Ohne iPhone, Google Maps und Google, wäre ich wirklich verloren.






Kommentare
Wir müssten vielleicht einfach mal fragen, ob sie/er lieber Raider oder Twix mag ;-)
09.06.2012, 08:19 von Mrs.McHOder wie sie/er "früher" Coladosen geöffnet hat...
09.06.2012, 12:48 von Mrs.McHNa, ich bin 23, aß kein Raider / Twix und ja ich weiss, dass es das selbe ist, aber bei mir gabs nur Cailler Milchschokolade und Cola trank ich auch keine. Zudem hörte ich eher BSB und Spice Girls ;)
15.06.2012, 23:52 von AimanteDann bist Du immerhin mehr Neon-Zielgruppe als ich ;-)
15.06.2012, 23:55 von Mrs.McHWer ohne iPhone, Google Maps und Google verloren wäre, dürfte noch irgendwo in den frühen 20ern stecken.
08.06.2012, 21:30 von BlackendIm Profil steht 23, sprich sie dürfte '89 da gewesen sein und hat somit noch 1 Jahr der 90er mitbekommen.
08.06.2012, 21:33 von BlackendNee, die 90er gehen von 80 bis 89, die 80er von 70 bis 79 usw. Wir leben auch im 21. Jahrhundert, haben aber erst 2012 und nicht 2112.
08.06.2012, 21:37 von BlackendOk, nachgesehen und belehrt. Keine Ahnung, wo ich den Irrglauben her hatte. Verwirrt mich aber aufgrund der Zeitrechnung à la 21. Jhrd.
08.06.2012, 21:45 von Blackend70's, in that case ;)
Hahahaha, süßes Ding Du ;D
08.06.2012, 21:53 von Blackend@Blackend +@Miza Mit dieser Diskussion habt ihr eben fast mein ganzes Weltbild zum Wanken gebracht... Dachte, wenn Blackend recht hat, und es hörte sich so verdammt logisch an, habe ich jahrzehntelang was falsch gemacht... ;-) Gut, dass MiZa das nochmal gerade gerückt hat ;-)
09.06.2012, 08:15 von Mrs.McHMuahaha also ich hab immer noch Schlaghosen hier rumliegen, spiele Tetris, Zelda, Mario und Co auf Emulatoren am PC (ZSNES), und meine Frisur ist auch immer noch die selbe wie damals. Man geht mit der Zeit, aber wie's die Großeltern gemacht haben (falls man denn welche hatte), die alten vertrauten Dinge bleiben doch.
08.06.2012, 20:35 von LeyluraLegbreakerBuffalos waren schon immer eine richtig schlimme Sache. Now, then and ever.
08.06.2012, 19:36 von SultanineVolle Zustimmung bis auf:
Ich kann noch eine Sraßenkarte lesen.
Mein Handy kann SMS empfangen, jedoch schreibt es lediglich drei im Monat.
Meine Niko macht die gleichen beschissenen Fotos wie meine erste Pocket.
Die wahren Freunde sind noch immer die gleichen und stehen einfach im Garten -ohne sich anzumelden-
Und was ist eigentlich Facebook?
Aber was mir richtig weh tut ist, dass ich meine Jeans mit weißen Seitenstreifen nur noch zum Streichen anziehen darf.
08.06.2012, 19:09 von jetsamAlles was der Mensch sich angewöhnen kann, kann er sich auch wieder abgewöhnen, will sagen... man kann sich auch ans Abgewöhnen gewöhnen.
08.06.2012, 18:31 von Mrs.McH08.06.2012, 18:00 von Fieseise