ajs 30.11.-0001, 00:00 Uhr 183 22

Monogamie adieu!

Warum ich mich langsam aber sicher von diesem Konzept der exklusiven Zweierbeziehung verabschieden möchte...

Temporäre Monogamie - das bedeutet etwa so viel wie eine exklusive Liebesbeziehung von bestimmter Dauer. Zwei Menschen, die einander lieben und sich das stillschweigende Versprechen geben, keinen anderen zu begehren, solange sie in einer Partnerschaft leben.

Monogamie. Eigentlich eine unglaublich unnatürliche Sache. Schliesslich hat jeder Mensch Triebe, wie man ja aus der Tierwelt oder von den lieben Höhlenmenschen lernen kann. Der Samen muss verbreitet werden, genetische Vielfalt ist das oberste Ziel. Und was macht der Mensch? Monogamie. Wir verlangen von unserem Partner, seine Triebe zu unterdrücken. Ist das nicht ein Unding? In einer Zeit, wo Freiheit als eines der wichtigsten Güter gilt, beschränken wir unsere Liebsten und auch uns selbst. Wäre es nicht schön, einfach in den Tag hineinzuleben und seiner aktuellen Gefühlslage zu folgen, ohne immer wieder einen Riegel vorschieben zu müssen?

Was ist denn Eifersucht? Ein Relikt aus vergangener Zeit. Heute sollte es möglich sein, polygam zu leben. Schliesslich brauchen wir -und damit meine ich jetzt die Frauen- uns keine Sorgen mehr zu machen, dass uns der gesellschaftliche Abstieg und finanzielle Ruin bevorsteht, wenn unser Mann uns verlässt. Also warum nicht zurücklehnen und das Leben geniessen. Es gibt doch so viel zu sehen und zu entdecken.

Mal ehrlich: Geht nicht ein Großteil der Beziehungen in die Brüche "weil man noch was erleben will"? Monogamie ist so gesehen doch reiner Selbstbetrug. Dieses Beispiel zeigt auch, wie wichtig es ist, neue Erfahrungen zu machen. Man gibt eine langjährige, funktionernde Beziehung auf, um seiner Neugierde Platz zu machen. Sicherheit vs. Abenteuer - Abenteuer!

Es sollte beides gehen! Eine harmonische Beziehung sollte gelegentliche Abenteuer nicht ausschliessen. Eifersucht als gesellschaftliches Konstrukt sollte abgeschafft werden. Ebenso die zugewiesenen Gender-Rollen, die es Frauen verbietet, sich das zu holen was sie wollen. Frauen mit wechselnden Sexualpartnern bekommen schnell den Flittchen-Stempel.

Offene Beziehung - ein Unwort! Dann lieber betrügen, weil man zu feige ist den Partner drauf anzusprechen. Schon mal überlegt, dass er das selbe denken könnte? Er/ Sie ist ja auch nur ein Mensch. Ein Mensch mit Bedürfnissen und Trieben, mit Neugierde. Betrügen, belügen, das hat nichts in einer Beziehung verloren. Ehrlichkeit sollte oberste Priorität haben. Wobei zwischen einer Lüge und "nichts erwähnen" auch nochmal ein Unterschied gemacht werden kann.

Ich plädiere für freie Liebe!

22

Diesen Text mochten auch

183 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Wer "freie Liebe" progapiert hat DIE EINE GROSSE LIEBE noch nicht gefunden.

     

    *von einer, die es weiss*

    16.10.2013, 16:46 von sunnestern
    • 1

      Unsinn

      16.10.2013, 17:06 von FrauKopf
    • 0

      sunnestern, nicht alles, was auf Dich zutrifft, gilt auch für Andere.

      16.10.2013, 17:24 von miss_mel
    • 0

      @miss_mel: Was bedeutet, du hast die grosse Liebe noch nicht gefunden...

       

      @FrauKopf: Solche Comments sind sinnlos ^^

      08.11.2013, 12:51 von sunnestern
    • 1

      Nein, keinesfalls.

      Du nimmst deine eigene Sicht und münzt das auf alle, das ist unsinnig.

      08.11.2013, 13:02 von FrauKopf
    • 0

      Sunnestern, Du tust es ja wieder. FrauKopf fasst es perfekt zusammen.

      08.11.2013, 13:05 von miss_mel
    • Kommentar schreiben
  • 0

    "Was ist denn Eifersucht? Ein Relikt aus vergangener Zeit." -- Hast es wohl selber noch nie gefühlt, sonst wüsstest du, wie uuunglaublich PRÄSENT und "Gegenwart" das ist!

    "Eine harmonische Beziehung sollte gelegentliche Abenteuer nicht ausschliessen." - Richtig. Aber zusammen! Wir haben dann mal outdoor Sex oder machen sonst was aufregendes. Wohlverstanden: mein Mann und ich.

    Triebe? Klar, aber auf meinen Mann bezogen. Für die anderen Männer bin ich blind.Kein Interesse.

    16.10.2013, 16:42 von sunnestern
    • Kommentar schreiben
  • 0

    wenn ich die kommentare zu diesem (zugegebener maßen unstrukturierten) text zusammenfasse, die das eigentlich interessante der monogamie-diskussion darstellen, kann man wohl sagen:
    freie liebe ist schwachsinn und weder durch irgendwelche urinstinkte noch andere psychologische muster zu erklären.
    die basis einer beziehung ist garantiert nicht der sex,um das trotzdem nicht zu verwechseln.natürlich ist die sache mit den ständig wechselnden sexpartnern die eigene entscheidung eines jeden und in jungen jahren weder selten noch unnormal, stichwort abenteuer.allerdings scheint es,als würde mit zunehmendem alter auch der zuspruch zur monogamie immer größer werden.
    vielleicht irre ich mich, oder versinke im wunschdenken,aber so macht das für mich sinn.
    aber bitte, es drängt sich mir die frage auf:was ist mit hugh hefner?
    führt er die wahre liebesbeziehung mit seinem geld?

    31.01.2010, 16:15 von _kathrinaaa
    • Kommentar schreiben
  • 0

    wenn ich die kommentare zu diesem (zugegebener maßen unstrukturierten) text zusammenfasse, die das eigentlich interessante der monogamie-diskussion darstellen, kann man wohl sagen:
    freie liebe ist schwachsinn und weder durch irgendwelche urinstinkte noch andere psychologische muster zu erklären.
    die basis einer beziehung ist garantiert nicht der sex,um das trotzdem nicht zu verwechseln.natürlich ist die sache mit den ständig wechselnden sexpartnern die eigene entscheidung eines jeden und in jungen jahren weder selten noch unnormal, stichwort abenteuer.allerdings scheint es,als würde mit zunehmendem alter auch der zuspruch zur monogamie immer größer werden.
    vielleicht irre ich mich, oder versinke im wunschdenken,aber so macht das für mich sinn.
    aber bitte, es drängt sich mir die frage auf:was ist mit hugh hefner?
    führt er die wahre liebesbeziehung mit seinem geld?

    31.01.2010, 16:09 von _kathrinaaa
    • Kommentar schreiben
  • 0

    naja,

    allzuviel hat das mit liebe nichts zu tun,sondern halt mit geilheit.
    und wie mit allen dingen wird sexualität immer mehr konsumiert.man will halt alles und immer mehr.
    sex als ein weiteres konsumobjekt.

    11.01.2010, 18:19 von ArteMiss
    • Kommentar schreiben
  • 2

    liebe ajs. ich habe deinen artikel mit spannung gelesen und frage mich: ist dir gelungen, was den wenigsten bisher gelungen ist? nämlich freie liebe schmerzfrei zu leben? übrigens gibt es im tierreich durchaus monogame arten! und natürlich besitzt der mensch triebe. aber was wäre, wenn er diesen jederzeit und überall freien lauf liesse?! ich glaube nicht, dass freie liebe funktioniert und polygamie zur regel werden sollte! denn was den menschen von den tieren unterscheidet, ist der intellekt und irgendwie die emotionen. und sag mir ehrlich: was fühlst du, wenn dein liebster / deine liebste jemand anderes begehrt?! ich sage es dir: es schmerzt und der ausgang ist nicht kalkulierbar! du könntest etwas sehr wertvolles verlieren! darum frage ich mich: lohnt sich der aufwand? ist ein bisschen einschränkung und loyalität nicht auch beruhigen? und wissen wir, was aus thilo und seiner freundin geworden ist? alle reden was, keiner weiss was. ich inklusive...

    02.01.2010, 18:29 von meshell
    • 0

      sehr schön geschrieben!

       

      v.a. hätte das funktioniert mit der freien Liebe, wären die Hippies nicht "verschwunden"...

      16.10.2013, 16:44 von sunnestern
    • Kommentar schreiben
  • 0

    liebe ajs. ich habe deinen artikel mit spannung gelesen und frage mich: ist dir gelungen, was den wenigsten bisher gelungen ist? nämlich freie liebe schmerzfrei zu leben? übrigens gibt es im tierreich durchaus monogame arten! und natürlich besitzt der mensch triebe. aber was wäre, wenn er diesen jederzeit und überall freien lauf liesse?! ich glaube nicht, dass freie liebe funktioniert und polygamie zur regel werden sollte! denn was den menschen von den tieren unterscheidet, ist der intellekt und irgendwie die emotionen. und sag mir ehrlich: was fühlst du, wenn dein liebster / deine liebste jemand anderes begehrt?! ich sage es dir: es schmerzt und der ausgang ist nicht kalkulierbar! du könntest etwas sehr wertvolles verlieren! darum frage ich mich: lohnt sich der aufwand? ist ein bisschen einschränkung und loyalität nicht auch beruhigen? und wissen wir, was aus thilo und seiner freundin geworden ist? alle reden was, keiner weiss was. ich inklusive...

    02.01.2010, 18:03 von meshell
    • Kommentar schreiben
  • 0

    liebe ajs. ich habe deinen artikel mit spannung gelesen und frage mich: ist dir gelungen, was den wenigsten bisher gelungen ist? nämlich freie liebe schmerzfrei zu leben? übrigens gibt es im tierreich durchaus monogame arten! und natürlich besitzt der mensch triebe. aber was wäre, wenn er diesen jederzeit und überall freien lauf liesse?! ich glaube nicht, dass freie liebe funktioniert und polygamie zur regel werden sollte! denn was den menschen von den tieren unterscheidet, ist der intellekt und irgendwie die emotionen. und sag mir ehrlich: was fühlst du, wenn dein liebster / deine liebste jemand anderes begehrt?! ich sage es dir: es schmerzt und der ausgang ist nicht kalkulierbar! du könntest etwas sehr wertvolles verlieren! darum frage ich mich: lohnt sich der aufwand? ist ein bisschen einschränkung und loyalität nicht auch beruhigen? und wissen wir, was aus thilo und seiner freundin geworden ist? alle reden was, keiner weiss was. ich inklusive...

    02.01.2010, 18:00 von meshell
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Ich habe wirklich versucht, alle Kommentare zu lesen, doch es waren einfach zu viele! Dennoch ist mir aufegfallen, dass sich hier viele an Kleinigkeiten stoßen, aber nicht zu Ende denken.
    Z.B. der Ausdruck "freie Liebe". Es geht hier um freie KÖRPERLICHE Liebe, das dürfte doch eigentlich klar sein. Freie körperliche Liebe hört sich bloß nicht so gut an und ist eben nicht das gut bekannte 68er Schlagwort.
    Außerdem wird oft gesagt, viele Tierarten leben polygam, viele monogam. Ja, beides stimmt. Beides ist aber auf die Lebensumstände zurückzuführen. Papageien und Pinguine leben meist monogam, weil die Aufzucht ihrer Jungen ein hohes Maß an Verlässlichkeit und Verantwortung von den Eltern erfordert. Hunde, Katzen, usw. leben polygam, weil sie Jäger oder Gejagte sind und man eben heute nicht weiß, wie viele morgen noch da sind.
    Menschen waren früher Jäger, bei denen dies eben auch so war. Doch der heutige Mensch ist nicht mehr derart bedroht, dass er polygam leben muss, um genug Chancen zur Paarung zu haben.
    Außerdem sollte man nicht außer Acht lassen, dass die Evolution immer weiter geht. Die Aufzucht eines "Menschenjungen" erfordert sogar noch mehr Verlässlichkeit und Vertrauen als die eines Pinguinkükens und dauert noch sehr viel länger. Die Zeitspanne wird mit der Entwicklung unserer Gesellschaft sogar noch länger. Deshalb ist es heutzutage rein evolutiv gesehen sehr sinnvoll für Menschen, monogam zu leben.
    Ich stimme übrigens allen zu, die den Artikel grauenhaft finden. Er ist gedanklich sehr unausgegoren! Ich denke, bevor man eine Entscheidung fällt, sollte man immer alle Seiten gründlich beleuchten. Und wenn man anderen diese Entscheidung mitteilt, dann sollte man alle Aspekte aufzählen, um sich möglichst gut und verständlich darzustellen. Das lernt man aber gemeinhin bereits in der Schule.
    Ich persönlich habe mein Konzept noch nicht gefunden, was Beziehungen angeht. Ich lerne in Echtzeit, so möchte ich es mal ausdrücken.
    In den vergangenen Jahren habe ich viele Zweifel ausgeräumt, die ich mit mir selbst ausmachen konnte, den verbleibenden Rest, der auch mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun hat, lasse ich mir nun sozusagen genüsslich auf der Zunge zergehen. Ich genieße es, Fehler zu machen, zu lernen und zu forschen, jedenfalls auf diesem Gebiet.
    Dennoch bin ich über solche Gedanken, wie die Autorin sie hat, nie gestolpert. Es lohnt sich also, seine eigenen Prioritäten und Probleme zu entdecken und wenn möglich auszuräumen (ansonsten damit leben zu lernen), bevor man sich in beziehungstechnische Überlegungen oder auch Beziehungen selbst, stürzt.
    Abschließend möchte ich noch szum besseren Verständnis meiner Meinung sagen, dass ich seit dreineinhalb Jahren eine Beziehung führe und diese immer noch meine erste ist. Das bedeutet, dass ich mit 16 "unter die Haube kam".

    15.12.2009, 15:02 von Desdmona.Vogelherz
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Grüezi hehe

    Wir haben ein Forum, wo genau solche Fragen Platz haben. Bitte nur für Leute, welche dem Beitrag ZUSTIMMEN ;)
    Ich selbst lebe in einer Offenen Beziehung (von Anfang an klar) es ist schön.

    Das Forum, bei welchem es nicht darum geht ob das nun gut oder schlecht ist (bitte wir sind hier nicht in der Kirche ;) )

    heisst: Swissapproach.ch

    Integrität, Freiheit, Liebe

    23.06.2009, 17:47 von YBVB
    • 0

      saudumme Sache. Ihr belügt euch nur selbst und habt die wahre Liebe noch nicht gefunden

      16.10.2013, 16:45 von sunnestern
    • Kommentar schreiben
Seite: 1 2 3 4 5 ... 18

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare