Cupcake112 01.08.2013, 16:49 Uhr 1 2

Menschenstrom

Wer stehen bleibt, verliert.

Ein kalter Herbsttag mitten in Berlin. Bewölkt und grau.           
Menschen hetzen von A nach B, Züge rauschen vorbei, Uhren ticken.
Die Menschheit wird vorangetrieben – ein ewiger Marsch.

Immer nur vorwärts, nicht zurück. Wer stehen bleibt, verliert.
Ein Rennen gegen die Zeit, gegen die anderen, gegen und gleichzeitig mit - sich selbst.
Schritt vor Schritt, Fuß an Fuß – ein ewiger Fluss.

Autos rasen, Ampeln schalten, Reifen quietschen. Rot.
Brummen, schieben, drängeln. Gelb.
Ampeln schalten, Reifen quietschen, Autos rasen. Grün.

Gehen, Laufen, Hetzen, ein rascher Blick auf die Uhr.
Der Zeiger zeigt die Zeit:  zu spät.
Tick, tack, tick, tack, tick. Keine Zeit verlieren.

Schultern drücken, Menschen drängen, Kinder quengeln.
Schritte eilen über den Asphalt, ein wildes Durcheinander.          
Schuhe treffen sich, kreuzen sich, und verlaufen sich spurenlos.
Blicke treffen sich, kreuzen sich, und gehen durcheinander hindurch.

Mit verschlossenen Augen sucht der Mensch das Unbekannte.
Schritt vor Schritt am Leben vorbei

- auf der Flucht vor sich selbst.

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Kommentare

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    Im kampf gegen das leben, trifft es besser - finde ich.

    05.08.2013, 12:16 von Polarfuchs89
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