Endstation_Sucht 22.10.2009, 18:45 Uhr 0 0

Meine Reise ans Ende der ..... ja was denn?

In letzter Zeit haben es mir die Sterne angetan und was soll ich sagen? Das haut mich alles aus den Socken.

Ich sitze an meinem Laptop und schreibe diesen Text. Ich bin 1.72cm und 73kg (zugegebenermaßen ein bisschen mehr als gewünscht) schwer (vielleicht auch leicht). Das kommt davon, wenn man immer zu faul ist nach der Arbeit nicht mehr schwimmen zu gehen, sondern fragwürdige pseudoliterarische Texte zu schreiben.

Das Haus in dem ich mich befinde hat 6 Stockwerke und auf jedem Stockwerk spielen sich jeden Tag vermutlich kleinere oder größere Dramen ab. Da ich aber selten zu Hause bin, bekomme ich davon natürlich nichts mit. So ein Haus ist ja schon ein kleines Universum für sich.

Die siebenhundertfünfzigtausend Menschen die mit mir in der Stadt leben, werden zumeist von Außenstehenden mit dem Spruch "Ah, Bayern hat verloren" in Empfang genommen und sind vermutlich in 99% aller Fälle nicht einmal Bayern. Menschen werden hier totgeprügelt, heiraten, lieben sich, treffen sich, arbeiten. Eine Aufzählung die man bis in die Unendlichkeit fortsetzen könnte.

Wer in dem Land in dem ich geboren wurde, aufgewachsen ist kann sich das Siegel "Glückskind" auf die Stirn schreiben. Die Leute sind entgegen ihrer eigenen Wahrnehmung ganz annehmbar, machen sich aber tendetiell zu viele Sorgen. Sie sind sehr ordentlich und freuen sich der Tatsache, dass sie jeden Tag etwas zu Essen auf dem Teller haben. Ach nein, dass waren ja dann doch die NAchbarn 1500km südlich. Anyways, die meisten von uns verstehen nur Bahnhof, nehmen sich und ihr Leben furchtbar wichtig und stehen gleichzeitig vor dem psychischen Totalzusammenbruch.

Wir haben uns nun entschieden in einem geeinten Weltreich zu leben. Das hat den Vorteil, dass man mehr mit Menschen anderer Kulturen zu tun hat. Kulturaustausch finde ich klasse, auch wenn ich mich gerne als Kulturrassist bezeichne. Das bedeutet nicht, dass ich andere Kulturen verachte, sondern dass ich daran glaube, dass das derzeit existierende Gefälle zwischen den Kulturen nach wie vor so groß ist und gepflegt wird, dass interkulturelle Beziehungen große Opfer verlangen.

Mit ein paar andere Kulturen bilden wir den "Westen". Dass das ganze eine Frage der Perspektive ist, sollte nicht überraschen. Wer hat die Himmerlsrichtungen eigentlich definiert. Na ja, wahrscheinlich haben Sie sich gedacht, Westen klingt besser als Osten. Es gibt natürlich auch noch andere Himmelsrichtungen und dahinter verbergen sich auch Weltreiche, aber wie zu erwarten war, ist keiner so toll wie wir.

Das alles zusammen ergibt dann die Erde. Sie ist sowas wie das Paradies. Der Mensch ist zur systematischen Zerstörung dieses Planeten angestellt. Gewissenhaft handelt er wider jeder Vernunft und meist noch gegen jede Intelligenz. Er tendiert zu manipulativem Verhalten und findet starke Männer a la Christiano Ronaldo total Hammer (ich auch, denn wie krank muss man sein sich so locker bei Real durchzusetzen!). Er lebt und denkt über seine Verhältnisse und hält sich für eine ganz große Hausnummer.

Wir sind aber auch nur Teil eines sogennanten Sonnensystems. Gibts eigentlich auch Mondsysteme? Das heißt glaube ich, dass alle Planeten die Teil dieses Systems sind um eine Sonne kreisen. Ist eigentlich ziemlich faszinierend so ein Sonnensystem, denn sein Aufbau als komplex zu bezeichnen ist eine himmelschreiende Untertreibung. Im Sonnensystem hat sich bisher keiner über uns aufgeregt. Dies liegt vermutlich daran, dass es weit und breit kein Schwein gibt. Na ja, das vermuten zumindest die Wissenschaftler.

Warum das so ist versteht man erst wenn man eine Dimension weiter geht. Unser Sonnensystem ist nämlich Bestandteil einer riesigen Galaxie. Diese Galaxie besteht aus vielen Sonnensystemen und Sternen und anderen Dingen, die man nicht so verstehen muss. Jetzt wird das ganze schon recht gross. WIe groß? Also wenn man unsere Galaxie (auch Milchstraße genannt) durchqueren möchte, sollte man an folgende Dinge auf jeden Fall besitzen: Kanne heißen Tee, ein paar Kekse und ein Gefährt, das möglichst ein paar mal schneller als Lichtgeschwindigkeit unterwegs sein sollte. Mit einem armseligen Lichtgeschwindigkeitsgefährt dauert es nämlich 100.000 Jahre von einem zum anderen Ende der Galaxie. Das nenne ich mal "Weltenreise". Gibts vielleicht in 20.000 Jahren bei STA(R) Travel - fänd ich geil, aber ich bin dann ja eh schon hinüber.

Jetzt könnte man denken: Alter, ist gut jetzt wir sind urklein und voll unwichtig, bitte hör mal auf zu schreiben. Na ja, ich kann ja nix dafür, dass euer lieber Gott gleich so dick auffahren musste. Ich finde eigentlich auch, dass es nun echt mal genug wäre, aber denkste. Denn von diesen Galaxien (die irgendwie alle aus plus/minus 100Mrd. Sternen und so bestehen) gibts nun irgendwie auch noch mal zig Milliarden. Wenn man nun mal kurz zurückschaut, könnte man glatt mal kurz denken: Warum kann der Mensch nicht das beste draus machen? Klare Antwort meinerseits: Liegt halt in seiner Natur! Kein Grund traurig zu sein.

So und das nennen die mit dem Brain im Kopf "Unser Universum". Da gibt jetzt noch ein paar Spinner. Ein Universum ist denen immer noch nicht genug. Es gibt Multiversen und da gibts uns anscheinend noch mal irgendwie. Wie, was? Mich gibts nochmal. Sollte es einen Gott geben, würde ich ihm dazu zumindest gratulieren. Hier wirds dann auch für mich langsam ein bisschen abstrakt. Aber das spielt gar keine Rolle, weil diese Multiversen die können mich jetzt erstmal und die lasse ich einfach links liegen (wobei ich würd ja schon mich gerne mal von aussen sehen, aber gut).

So gerade heute habe ich irgendwie auf youtube (ist fast so geil wie Wikipedia, bloß eher für so visuell orientierte Menschen wie mich gemacht) gesehen, dass man da auch irgendwie solche Netzlinien erkannt hat und da ist es mir natürlich wie Schuppen von den Augen gefallen.

Diese ganzen Galaxien hat so ein Papa oder so eine Mama als Mobile für ihr Kindchen im Zimmer aufgehängt (hätte ich auch gerne *schnief*). Ist quasi bisschen wie diese Leuchtsterne die man sich an die Wand pappen kann. Na ja das Kind das schläft nun gerade (deswegen ist das um uns herum ja auch so schwarz - von wegen schwarze Löcher, Antimaterie und sowas - versteht eh keiner). Natürlich ist Zeit etwas relatives, weshalb eine Minute für das Kind halt wie eine Millionen Jahre für uns ist (plötzlich macht auch das Leben einer EIntagsfliege SInn!). Dieses Kinderzimmer in dem wir hängen ist dann auch nur Teil eines Hauses, eines Planeten, eines Universum, eines Mobile?

Meine Mutter hat mich mal gefragt, ob mich der Gedanke, dass wir so unbedeutend und klein sind nicht deprimieren würde. Ich habe dann folgendes geantwortet:

"Sicher sind wir nicht so wichtig wie wir tun, aber alles hat seinen Platz in der Existenz. Bazillen zerstören Körper, Menschen verändern anderer Menschen Leben, Länder bekriegen Länder, irgendwelche Kräfte und Konstellationen halten alles in diesem Universum im Gleichgewicht und am Ende sind wir Bestandteil von diesen unglaublich riesigen Galaxien und des Universums (groß aus unserer Sicht - ich warte immer noch, dass irgendwann King Kong in einem riesen Raumschiff auf der Erde landet). Wir selber werden es nie erleben könnne wie es sein könnte da draußen zu sein, wir werden es vielleicht niemals erforschen können was um uns herum, alles existiert, aber vielleicht können wir uns irgendwann damit abfinden Teil von etwas ganz Großem zu sein.

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