Ariana_N. 28.03.2009, 15:19 Uhr 79 25

Mädchen werden geheiratet - und Frauen?

Auf den ersten Blick ganz klar: Mädchen sind junge Erwachsene, und Frauen stehen mit beiden Beinen fest im Leben, so ähnlich zumindest.

."Mädchen sind nett, Frauen machen mir Angst", "Wenn eine Frau intelligenter ist als ich, fühle ich mich irgendwie klein". Solche und ähnliche Aussagen stammen nicht etwa aus der Ära, in der die Waschmaschine zu einem der größten Emanzipationsinstrumente des weiblichen Geschlechts avancierte. Nein! Es sind Aussagen, die sich in unser Zeitalter lokalisieren lassen, ein Zeitalter der Moderne, indem die Unterschiede zwischen Frauen und Männer immer mehr verschwimmen, aber auch ein Zeitalter, in dem zwischen Mädchen und Frau neu differenziert werden muss.

Auf den ersten Blick ganz klar: Mädchen sind junge Erwachsene, und Frauen stehen mit beiden Beinen fest im Leben, so ähnlich zumindest. Doch um das Frauenbild der heutigen Gesellschaft verstehen zu können, muss diese Definition von Grund auf erneuert werden!
In Kürze: Mädchen, das sind jene, die keinerlei Probleme haben, beim männlichen Geschlecht zu landen. Optisch reichen sie von "passabel" bis "Bombe", sie sind nett und entzückend, wecken in ihrem männlichen Gegenüber stets den klassischen Beschützerinstinkt. Doch wesentlich wichtiger ist die geistige Beschaffenheit: Sie können diskutieren, jedoch nicht zu offensiv, sie kennen ihre Grenzen, und ganz wichtig: sie können auch mal so richtig auf den Tisch hauen und ihre Meinung äußern, was aus der Sicht der Männer als "zickig aber süß" betrachtet wird. Alles in einem ein recht handliches und praktisches Rundumpaket, das man immer wieder gerne den Freunden vorführen mag.

Und dann gibt es noch Frauen. Sie besitzen mehr oder weniger das gleiche Alter wie Mädchen, sind aber doch irgendwie anders. Oft Objekte der sexuellen Begierde eines jeden Mannes, doch die Devise der Männer lautet stets: nur gucken, nicht ansprechen. Sie werden respektiert und geachtet, jedoch nur bis vor die Schlafzimmertür. Das Angsteinflößende an ihnen ist, aus der Sicht der Männer, der permanente Gebrauch ihres Verstandes. Diskussionen und Streitgespräche werden von ihnen gezielt eingesetzt, um die sich in ihrem Umfeld befindlichen Männer klein werden zu lassen, warum auch sonst? Um ihre Interessen durchzusetzen kommen nicht der Schmollmund und herzerweichende Augenaufschlag zum Zug, sondern schlagkräftige Argumente. Eine Herausforderung, der sich Männer im privaten Bereich eher ungern stellen und als Resultat daraus Mädchen den Frauen vorziehen.
Ja, das haben sie nun davon, alle Mütter und Väter, die ihre Töchter zu Frauen erzogen haben. In der Absicht, aus ihnen ein Weiblichkeitsbild zu schaffen, was dem Fortschritt der Gesellschaft widerspiegeln sollte, werden ihnen nun Töchter offeriert, die einfach nicht unter die Haube zu bringen sind. Denn eins haben die lieben Mütter und Väter nicht bedacht: die Männer, die es mit Frauen aufnehmen sind rar. Sie gleichen sozusagen einem 6er im Lotto.

So müssen sich Frauen entweder ein Beispiel an den Mädchen nehmen und sie in der einen oder anderen Situation imitieren, um überhaupt mal zum Zuge zu kommen oder sich damit abfinden, dass sie ihrer Zeit voraus sind und der passende Mann noch geboren werden muss. Beides nicht gerade rosige Aussichten... Und die Männer? Irgendwie irreführend, diese schwer ergründbare Vorliebe, denn schließlich ist die Frau nichts weiter als eine Art Update des Mädchens. Und ist es nicht so, dass in unserem Zeitalter alle Welt nach einem Update schreit?

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79 Antworten

Kommentare

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    Mir gefällt dieser Text sehr gut, aber man muss beachten dass es auch oft Frauen gibt die je nach Belieben die Seite wechseln können. Mal wach ich auf und bin das süsse naive blonde Mädchen mit dem Dackelblick, mal bin ich eine kriegerische Amazone die alles und jeden in Grund und Boden diskutiert.
    Abes alles in Allem hat mir dieser Text sehr gut gefallen
    I like

    06.06.2011, 13:49 von SM-Spatz
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    Ich mag deinen Text, da ist definitiv sehr viel Wahres dran, speziell wenn man da an junge Maenner/Jungs denkt, denn sehr viele wollen ein Maedchen. Eine die sueß ist, wenn sie was nicht mag einen Schmollmund zieht, wenn sie was will mit den Wimpern klimpert, wenn sie traurig ist ein Paar Traenchen auf die Schulter des Mannes vergießt und durch eine nette Umarmung wieder rumum gluecklich ist. Ein waschechtes Bloedchen. Natuerlich sind das nicht alle Frauen die sowas tun bloed, aber sowas moegen eben viele Maenner die es einfach moegen. Die meisten Frauen verstellen sich bloß, weil sie damit weiter kommen, das ist irgendwie traurig, aber nicht zu aendern.
    Frauen die intelligent und schlagfertig sind, sind fuer solche Maenner eine Gefahr, denn sie sind ueberlegen und der Mann merkt erstmal, dass er nur neben einem Bloedchen klug und cool aussieht. Aber es gibt eben auch genug Maenner, die eben kein Bloedchen wollen, das will ich garnicht anzweifeln.

    Also nocheinmal, guter Text, es gibt Ausnahmen, aber im Grunde hast du trotzdem Recht damit.

    17.02.2011, 23:47 von -Shushu-
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    ohhhhh jaaa!!

    27.08.2009, 17:54 von geesie
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    Ich hoffe, dass auch ich eher zu den "Frauen" zähle, als zu den "Mädchen".
    Aber es ist tatsächlich schwierig, einen "Mann" zu finden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich eher ältere Männer trauen.
    Vielleicht ist es tatsächlich eine Angst, vor Zurückweisung, die sehr harsch rüberkommt, oder Versagensangst (jetzt könnte der psychologische Ansatz der Kastrationsangst ziehen...) oder Angst im Allgemeinen.
    Ich will auch nicht verallgemeinern.
    Aber die Erfahrung zeigt das.
    Dass Ältere mehr Mut zeigen.
    Oder weniger zu verlieren haben ;)
    Oder, was schöner ist, als Vorstellung,
    dass man, wird man denn angesprochen,
    dies mit guten Vorsätzen,
    aus Respekt,
    ehrlichem Interesse
    und aus Neugier
    geschieht. Das hält länger an, ist erfrischender und irgendwie aufregender für den Mann, glaub ich.
    Ich find den Text trotzdem passend. Und gut.

    20.07.2009, 02:29 von Magnolina
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    bestätigt auch meien erfahrungen und wahrnehmungen.
    allerdings bin ich trotz dem recht froh kein "mädchen" zu sein ;)

    11.05.2009, 02:00 von Dori_MH
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    Ich finde, dass die Männer hier (genau was ich nicht mag) zu primitiv über einen Kmm geschert wurden. Und wäre es nicht möglich, dass du Mädchen hier die Möglichkeit eine Frau zu werden nimmst, da es schlecht geredet wird?
    Nicht umsonst kam die Em
    azipation.

    Aber schön geschrieben

    22.04.2009, 10:13 von TrauerndeLiebe
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    Um ihre Interessen durchzusetzen kommen nicht der Schmollmund und herzerweichende Augenaufschlag zum Zug, sondern schlagkräftige Argumente. Eine Herausforderung, der sich Männer im privaten Bereich eher ungern stellen und als Resultat daraus Mädchen den Frauen vorziehen.

    puh....och.....nöö. ohje!

    06.04.2009, 21:00 von iananderson
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      @iananderson Also ich kann aus meiner Sicht folgendes sagen:

      Ich bin immer auf der suche nach dem hier beschriebenen Typ FRAU. Ehrlich gesagt, hab ich auch ein gewisses "Angstgefühl" (überspitzt gesagt) vor Frauen, die intelligent, spontan ironisch bis sarkastisch und mir ebenbürtig bis überlegen sind. Aber genau das ist doch das, was einen auf Dauer in einer Beziehung befriedigt.
      Klar kann man seinen Spaß und eine schöne Zeit mit sog. Mädchen haben. Aber in einer Beziehung würde das auf Dauer langweilig werden.
      So langsam beginne ich auch fest zu glauben, dass ich eine Frau, die all meinen Ansprüchen entspricht (unter anderem diese intelligeten, fordernden Diskussionen, ein ausgefeilter Humor - und die Neon nicht so zu schlucken, wie sie im Briefkasten landet ;), niemals finden werde. Deshalb meine ich, dass man die Aussage, diese Männer sein eine extreme Rarität, auch genau andersrum behaupten kann. Man zeige mir eine Frau, die genau das alles bringt, was sie beim Mann sehen will und den Mann, der so eine Frau sucht. Dann müssen sich genau die beiden noch verlieben, aber das ist ja wieder ein anderes Thema...

      09.04.2009, 14:54 von pilot
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    Auweia...
    Ich hab so genug von diesen Pauschalisierungen und dem Schubkastendenken.
    Nicht jeder, der glaubt eine Meinung zu haben, und diese lautstark und mit dem Kopf durch die Wand äußert, hat auch wirklich etwas zu sagen... das gilt für Männer und Frauen.

    Warum kann man sich nicht einfach grundsätzlich ein klein wenig Offenheit bei Diskussionen mit dem Gegenüber (ob Mann oder Frau ist doch egal) gönnen?

    Ich werde mit diesem Thema ständig konfrontiert... täglich... wie eine Meinung oder die mangelnde Akzeptanz einer anderen Meinung sofort mit der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht verbunden wird.

    Man, sind wir noch weit von einer entspannten Gesprächsebene weg!

    06.04.2009, 10:36 von CitizenErased
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    total langweilig - sowohl der Artikel, als auch die Diskussion!
    Schade ums Lesen

    05.04.2009, 17:50 von Caro26
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