(M)ein Leben als Christ
Menschen suchen nach Antworten in Wissenschaft, Horoskopen oder Magie, weil jeder einen Funken Ewigkeit und die Hoffnung in seinem Herzen trägt.
Eine Hoffnung, dass es mehr gibt als dieses Leben. Mein Glaube an Gott ist spürbar, erlebbar – es sind keine leeren Worte und schon gar nicht solche, die irgendwo in einem alten, verstaubten Buch stehen, das zwar viele Menschen im Bücherregal haben, aber nur wenige lesen. Das was ich meine ist ein lebendiger Gott, ein Gott, der mir jeden Tag seine Liebe zeigt, seine Gnade und dass er es gut mit mir meint. Ein Gott, der uns geschaffen hat als seine Kinder, mit voller Liebe und Hingabe – der uns alles das geschenkt hat, was wir täglich sehen, der nur das zulässt was wir ertragen und woran wir wachsen können.
Ich war nicht immer Christ. Ich habe nicht immer an Gott geglaubt. Und selbst heute bin ich nicht frei von Zweifel oder keinen Versuchungen mehr ausgesetzt – ich habe aber gelernt mit manchen Dingen umzugehen und einen Weg zu finden. Nach und nach kamen Antworten auf Fragen, die mich lange gequält haben und ich bin froh den Schritt auf Gott zu gegangen zu sein. Ich habe wahrhaftig mehr bekommen als ich erwartet oder gar verdient hätte. Ich habe längst nicht alles verstanden, aber ich freue mich darauf immer mehr davon zu erfahren, immer mehr zu verstehen, immer mehr Einsicht in das große Geheimnis und das große Geschenk Gottes zu bekommen!
Es wird viel diskutiert: „Gibt es einen Gott?“, „Welche Religion ist die richtige?“, „Was bringt mir das?“, „Was bringt es einer Gesellschaft?“, „Segen oder Fluch?“... Es macht mich traurig und es liegt mir auf dem Herzen das darüber nicht geschwiegen wird, sondern dass alle Menschen die Möglichkeit haben zu erfahren, dass es mehr gibt als dieses Leben, mehr als das Leid, das wir täglich sehen oder zum Teil auch selbst tragen müssen, dass es eine Hoffnung gibt nach dem Tod: ein Paradies, einen Himmel, eine neue Welt, in der nichts mehr so ist wie hier auf dieser Erde. Eine Welt in der wir frei, ohne Leid und ohne Sorgen mit unserem Vater leben werden.
Für mich steht es außer Frage, weil ich nicht einen Tag ohne meinen Glauben und meine Beziehung zu Gott leben könnte. Deshalb möchte ich meine Geschichte erzählen – davon berichten wie ich einst von der totalen Gegenposition heute so überzeugt und ohne schlechtes Gewissen sagen kann: „Ja, ich glaube jedes Wort, das geschrieben steht! Ich glaube, dass Jesus Christus für mich und für uns alle gestorben ist, unsere Sünden vergeben hat, damit wir vor unserem Schöpfer rein und ohne Schuld stehen können, um mit ihm in Ewigkeit und Herrlichkeit im Paradies zu sein!“.
Ich möchte meinen Glauben niemandem aufdrängen. Ich möchte nur jedem die Möglichkeit geben das zu erfahren und nicht zu verpassen was Gott in meinem Leben verändert hat, wozu er mich befähigt, welche Perspektiven und Sichtweisen er mir schenkt und ich genau weiß, dass wenn mir nicht mehr bleibt in dieser Welt, ich doch geborgen, beschützt und in Jesus Christus zu Hause bin. Wie es zu all dem kam, dazu möchte ich etwas weiter ausholen:
In der Grundschule fand ich Geschichten von Jesus, Erzählungen und Gleichnisse aus der Bibel interessant und spannend – vielleicht war Jesus zeitweise wie mein Superheld. Der, der blinde Menschen wieder zum Sehen verhalf und lahmen die Fähigkeit zu Gehen wieder geschenkt hat. So hatte ich einen ganz ungezwungenen Zugang mich mit all dem zu beschäftigen. Als es dann in der dritten Klasse zur Kommunion ging, war es zum großen Teil Gruppendynamik und Tradition, aber auch ein innerlicher Zug, der mich dazu bewegte mit Freude und Eifer dem zu folgen und mir Gedanken zu machen über das was es damit auf sich hatte. Ähnlich war es mit der Firmung, die für mich eine freiere, eigenere und persönlichere Entscheidung war. Ich war damals 14 Jahre alt und relativ jung im Vergleich zu den anderen in den Gruppen. Es war bedeutsam für mich, jedoch hat sich alles mit dem Beginn der Pubertät schnell wieder verloren. Ich habe meine Grenzen ausgereizt, rebelliert wie viele andere Jugendliche auch, die versuchen eine eigene Stimme in ihrem sozialen Umfeld zu erlangen, ihren eigenen Charakter und ihre Persönlichkeit zu entdecken. Dabei hat es mir sehr geholfen geduldige Eltern zu haben und ein Zuhause zu dem ich immer kommen konnte, auch wenn ich es zu diesen Zeiten oft nicht so gesehen habe.
Das einschneidende Erlebnis, das mich zutiefst bewegt hat, war der Tod einer Freundin und Mitschülerin 2 Jahre später. Anstatt ihren 16. Geburtstag zu feiern, haben wir sie beerdigt. Ich habe sehr um sie getrauert und wenn ich an sie denke ist es manchmal auch heute noch schwer. Damals bin ich vollkommen gegen Gott, gegen Religion und gegen Kirche gewesen. Ich wollte es einfach nicht wahr haben, dass der Gott an den ich geglaubt hatte zulässt, dass ein so talentierter und geliebter junger Mensch aus ihrer Familie und ihrem Leben gerissen wird.
In der Schule ging es im Religionsunterricht zu der Zeit um kritische Stimmen wie Immanuel Kant, Karl Marx, Friedrich Nietzsches Nihilismus oder der Projektionstheorie von Feuerbach. Alles hat mir damals sehr zugesagt: „Opium für das Volk“, Irreführung, Verblendung und das Leben in einer Illusion. Nie war ich so weit entfernt von dem Glauben den ich heute lebe. Doch wenn man mit 16 Jahren am Grab einer Freundin steht und das letzte was man für sie tun kann, ist eine ehrenvolle Grabrede zu halten, hinterlässt das tiefe Spuren im eigenen Leben. Ich sah die Eltern und die Verwandtschaft, eine Mutter, die ihr eigenes Kind zu Grabe trug. Damals konnte ich nicht anders... Ich verleugnete Gott, war wütend und stellte mich gegen alles und jeden, der versucht hat mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Mein bester Freund war christlich aufgewachsen, damit aber zurückhaltend. Wir unternahmen mehrmals in der Woche etwas zusammen und wollten mit fast 17 gemeinsam in die Ferien fahren. Doch er war bereits auf einer christlichen Freizeit angemeldet. Nachdem ich anfangs sehr skeptisch war, gefiel mir die Idee letztendlich und er versicherte mir, dass es dort genauso ungezwungen war und es hauptsächlich viele „normale“ gemeinsame Aktivitäten gab. Für meine Familie ist es heute immer noch und für einige, die das hier lesen, wohl gleichermaßen unverständlich und nicht nachvollziehbar was ich damals dort erlebt habe: Ich war demgegenüber was morgens gepredigt wurde: Vater, Sohn und Heiliger Geist, alles andere als offen. Es war mir fremd – erst recht das Bild eines liebenden Vaters, der nur das Beste für uns will, das Bild eines Retters und Heilands, der aus lauter Liebe für uns und unsere Schuld gestorben ist, ein Heiliger Geist, der das auch noch spürbar und erfahrbar machen sollte. Ich weiß nicht was mich damals dazu bewegt und mir die Offenheit geschenkt hat mich mit der ganzen Thematik auseinander zu setzen. Doch im Nachhinein war ein wichtiger und wesentlicher Beitrag dazu, dass mich niemand gedrängt und mir niemand etwas aufgezwungen hat oder gar versuchte mir Ratschläge zu geben. Ich habe aus eigener Entscheidung nach und nach mitgebetet, mitgesungen und trotz meiner Einstellung und ohne jede Erwartung sogar dann für mich Beten lassen. Denn zu verlieren hatte ich dabei nichts. Sicher hatte ich dabei eine stille unausgesprochene Hoffnung, dass irgendetwas passiert. Ich wartete einfach ab. Ich dachte, wenn es Gott wirklich gibt, soll er sich zeigen und etwas in meinem Leben verändern, mir den damals noch so tief sitzenden Schmerz nehmen.
Ich war nach einigen Lobpreisliedern und Zeiten des Gebets an jenem Abend auf Knien unter wenigen anderen im Raum, hatte die Augen geschlossen und wartete, als in meiner ganzen innerlichen Dunkelheit eine weiße Lichtsäule auf mich herunterkam, ein kraftvoller Strahl, der mich mit Wärme, Liebe und Geborgenheit durchströmte. So hätte ich es in der Welt niemals finden können. Das mag für den einen oder anderen erschreckend, fremd und unheimlich klingen, aber in diesem Moment war mir ganz bewusst, dass da etwas ist, das es nicht völliger Unsinn war was ich gehört hatte und es tatsächlich einen Gott gibt, dem ich nicht egal bin – dem wir nicht egal sind, der unsere Herzen kennt, einen Plan hat für alles was passiert. Heute frage ich mich was hat man für eine Hoffnung oder welche Hoffnung hätte ich sonst haben können, wenn ich nicht geglaubt hätte, dass meine verstorbene Freundin im Himmel bei Gott wohnt, wo es ihr gut geht und sie kein Leid mehr erfahren muss oder kennt? Was für eine Hoffnung hätte ich heute, wenn ich Berichte von Kriegen und Attentaten, Gewalt und Leid im Fernsehen sehe, würde ich nicht an Gott glauben, der für uns ein anderes Zeil hat? Wie könnte ich so sehr über mich selbst und meine Grenzen hinauswachsen, wenn ich nicht sicher sein würde, dass Gott mich zu Unglaublichem befähigen kann? Wie könnte ich anders als nach all dem nicht das tiefe Bedürfnis zu haben jedem davon zu erzählen, der mir begegnet? Oder jedem Menschen zu wünschen Gott zu erleben und diese Hoffnung und Zuversicht mit mir zu teilen.
Es ist weitaus mehr als Hoffnung und Zuversicht die wir in Gott finden können. Es ist weitaus mehr als die Kirche und jeder Pfarrer und Prediger jemals in Worte fassen können. Es ist weitaus mehr was Gott für uns und jeden bereithält, der bereit ist einen kleinen mutigen Schritt auf ihn zuzugehen. Dann ist es auch nicht mehr verwunderlich oder fremd hunderte Menschen mit erhobenen Händen zu sehen, die sich unter Tränen zum Himmel ausstrecken und sich darin fallen lassen.
Viele Menschen sprechen vom Buddhismus und betonen die friedvolle Religion, erinnern mich an Kreuzzüge und alles was im Namen des Christentums Menschen angetan wurde und wieviel Unheil gerechtfertigt werden sollte. Hierzu möchte ich sagen, dass der Gott an den ich glaube und Jesus Christus, der mein Vorbild ist oder die Bibel als Gottes Wort und Maßstab, niemals Gewalt oder Gräuel gutheißen oder gar als Mittel betrachtet Dinge durchzusetzen. Genauso wenig wie Menschen etwas anzutun oder zu etwas zu zwingen! Gott selbst hat uns einen freien Willen gegeben. Jeder kann selbst entscheiden, ob und woran er glauben möchte. Jesus Christus möchte, dass wir das höchste Gebot achten: unseren Nächsten so zu lieben wie uns selbst und somit niemandem zu schaden.
Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber ich kann davon erzählen was ich glaube und versuchen für die Zukunft Zeichen zu setzen. Ich kann kein Buddhist sein, der auf eine Erfüllung seines Daseins im Nichts wartet. Ich kann kein Hindu sein, in dessen Glauben Menschen aus ihrer Schuld in eine bestimmte Kaste hineingeboren wird. Gott hat ganz andere Maßstäbe als die Dinge in dieser Welt, für ihn ist jeder gleich und gleich viel wert. Ich kann kein Jude sein, der Jesus als Erlöser nicht kennt, das sieht was er getan hat und noch darauf wartet. Ich kann Ehrenmorde und Glaubenskriege nicht gutheißen. Für viele Menschen ist es leichter eine Urknall-Theorie und eine Evolutionstheorie anstelle der Schöpfung zu verfolgen - unzählige von unzähligen Theorien, die aufeinander aufbauen und ein rational begründetes Gesamtbild geben sollen. Ich kann nicht an wissenschaftliche Theorien und noch mehr Theorien eher glauben, als an das was ich in meinem Herzen trage. Ich kann nicht das verleugnen was ich spüre und erlebe.
Ich möchte jeden respektieren, der die Dinge anders sieht, mit ihm oder ihr ins Gespräch kommen, ohne sie in ihrer Position anzugreifen oder zu kränken. Ich will nicht über jemand anderen urteilen oder ihm meinen Willen aufdrängen, sondern jedem Menschen mit Liebe und Achtung begegnen. Ich glaube, dass wir mit einer Stimme und einem Herzen genau das in der Welt verkünden können, egal welcher Hautfarbe und welcher Herkunft gemeinsam als Licht in der Dunkelheit scheinen!



Kommentare
@ Auge_20_Grad_unten:
18.08.2008, 16:54 von ImmerAmHorizontsubway hat seinen artikel gut formuliert. es ist klar heraus zulesen, dass er uns seine meinung nicht aufzwängen will sondern, dass es seine überzeugung ist, dass die realität so aussieht. es ist doch interessant auch einmal so etwas zu lesen.
chill doch einfach, statt so eine welle zu machen.
@ subway:
ich finds gut! saubere geschichte...
Was soll man dazu noch sagen? "Ich kann kein Buddhist sein, der auf eine Erfüllung seines Daseins im Nichts wartet. Ich kann kein Hindu sein, in dessen Glauben Menschen aus ihrer Schuld in eine bestimmte Kaste hineingeboren wird. [...] Ich kann kein Jude sein, der Jesus als Erlöser nicht kennt, das sieht was er getan hat und noch darauf wartet." Schreib doch gleich: "Ich kann kein Schwarzafrikaner sein, weil mich der tägliche Kampf ums Überleben total ankotzen würde." Religiösität ist also wirklich das Vorhängeschloss an der Tür zur Selbsterkenntnis, q.e.d. Schön, dass die Gotteskinder das immer wieder selbst besorgen...
18.06.2008, 09:15 von PedroWithNoLionheartIch habe kaum Worte will mit einfachen Worten einfach diesen Text nur empfehlen.
03.06.2008, 22:32 von uschi_fischWer wie wir so gefunden hat, sucht nur noch den Hl. Geist in seinem gegenüber, solange bis er findet. Das kann gar nicht anders sein, denn die Freude des Findens ist paradiesisch!
@uschi_fisch Eine der großen praktischen Lebensweisheiten (entgegen der von irgendwelchen neunmalklugen Männern dem lieben Gott in den - praktischerweise nicht vorhandenen - Mund gelegten Behauptung, wer suchet, der würde auch finden, und auf der Basis alltäglicher und verifizierter Beobachtungen und Erfahrungen):
11.06.2008, 01:05 von chessigeWer sucht, kann nicht finden, denn er ist mit mit Suchen beschäftigt.
Wenn Gott den Menschen erschuf und gleichzeitig alles ist, ist jeder Mensch ein Teil des Heiligen Geistes. Wozu also suchen?
Ich stamme vom Affen ab.
03.06.2008, 16:32 von WolkenschafIch bete nicht.
Ich glaube nicht an Gott.
Ich bin kein Christ.
Und dennoch leben ich christlicher als so manche "echten" Christen.
Buh!
2 Absatz: "Ich war nicht immer Christ. Ich habe nicht immer an Gott geglaubt"
03.06.2008, 16:21 von Wolkenschaf3 Absatz: "Für mich steht es außer Frage, weil ich nicht einen Tag ohne meinen Glauben und meine Beziehung zu Gott leben könnte."
Aha.
@Wolkenschaf Es scheint das Ausmaß einer Bekehrung liegt jenseits deiner Vorstellungskraft oder Erfahrungsschatzes :)
03.06.2008, 16:31 von subway@subway Also deine Form der Bekehrung liegt definitiv weder in meiner Vorstellungskraft noch in meinem Erfahrungsschatz. Ja, da gebe ich dir recht! ;)
03.06.2008, 16:34 von Wolkenschafich weis nicht ob es gott gibt oder ob es ihn nicht gibt. fakt is das es immer noch dinge auf der welt gibt die selbst die wissenschaft nicht erklären kann. damit mein ich kleine alltägliche wunder. wie (m)ein hund der vergiftet war und ohne schaden überlebt, was noch kein hund vor ihm nach dieser vergiftung geschaft hat. oder ein kind welches über 40 grad fieber hat und ärzte alles in ihrer macht stehende getan haben ohne erfolg und was heute ohne schaden lebt....
02.06.2008, 20:15 von diewoelfin1988gibt es gott? ich weis es nciht
@diewoelfin1988 Wie LebenistAnders schreibt - was hast du zu verlieren? Du hast einen freien Willen und musst ungezwungen entscheiden - höre auf dein Herz und auf die Fragen. Der Moment, an dem Du dann vielleicht den entscheidenden Schritt machen kannst, kommt zur gegebenen Zeit. Und da erfordert es kein komplexes Gebet, sondern z.B.
03.06.2008, 16:29 von subway"Gott, wenn es dich wirklich gibt, zeige Dich und verändere mich und mein Leben"!
Also ich kann dem artikel 100% zustimmen, genau so ist glaube. Er zwingt niemanden und ist erst recht nicht altmodisch.
01.06.2008, 13:52 von monpapillonNur ein gelebter überzeugter Glaube ist wahrer Glaube und das kommt bei dem text rüber.
Wir brauchen mehr junge Menshcen, die sich zuihrem glauben bekennen.
Großes Lob
@monpapillon Ich danke dir sehr für deinen Kommentar und ich stehe voll dahinter!
03.06.2008, 16:18 von subwayAnsonsten kann ich dazu nur aus der Bibel zitieren (HFA, Dan 10,12): "[...] alle, die von Gott nichts wissen wollen, werden sich weiterhin gegen ihn auflehnen. Sie werden diese Botschaft nicht verstehen [...]"
@subway »Selig sind, die da geistlich arm sind...« Mat 5,3
04.06.2008, 11:37 von sailorDas große Zitate um die Ohren hauen ist eröffnet...!
:D
@sailor Du weißt aber schon was das bedeutet ;) ?
04.06.2008, 14:39 von subwayNoch eine Info zum Buddhismus, weil es hier (wie so oft) falsch dargestellt wurde: Das Zitat "Alles Leben ist Leiden", ist eine Übersetzung, die so nicht ganz richtig ist. Der Buddhismus meint nicht, dass es nicht auch Glück, Freude im Leben geben kann. Dukha, was im Deutschen oft mit Leiden übersetzt wird, bedeutet eigentlich Anhaftung. Im Buddhismus geht man davon aus, dass alles im Fluss und vergänglich ist. Wenn Menschen an etwas anhaften, entsteht daraus Leiden. Spätestens vor dem Tod muss jeder loslassen können, um alles hinter sich zu lassen. Alter, Krankheit und Tod muss fast jeder erleiden, daher der Gedanke, dass das Loslassen hilft - auch im Leben.
31.05.2008, 12:29 von FreydisEin anderer Begriff, der hier fälschlich benutzt wird, ist der des Nirvanas. Nirvana bedeutet ein Verlöschen. Damit ist das Verlöschen der Persönlichkeit, des Egos, erreicht, wobei sich alles im göttlichem Ganzen auflöst. Da das Nirvana grundsätzlich nicht mit Worten beschrieben oder bewusst erkannt werden kann, bevor jemand erleuchtet ist, ist auch diese Definition unzureichend. Es bedeutet jedenfalls nicht einfach ein Nichts, wie es im Deutschen benutzt wird. Nivana heißt auch Abschluss aus dem Kreis der Geburten und das Verlöschen von Begierde, Hass und Unwissenheit.
Der Buddhismus sieht Mitgefühl und Liebe als einen Weg zur Erleuchtung an. Gewaltlosigkeit und Mitgefühl sind wesentliche Grundlagen dieser Religion.
@Freydis Mal ein hochpoetischer Zugang zum Buddismus:
02.06.2008, 13:43 von sailor»Für Tibets Buddhisten ist der Fluss auch Wolke, Regen und Meer. Vor allem aber heiliges Buch. Sie lösen Worte in Wasser, drucken Verse auf Wellen und lassen den Jangtse erzählen. Vom Kreislauf des Lebens, von der Reise zum Ozean der Weisheit.«
In der Mare Nr. 37 Mai 2003
http://tinyurl.com/4vuc5z
@sailor Ach, schööönn! Seufz.
02.06.2008, 19:18 von FreydisGruß von Freydis
@Freydis Nicht wahr...
04.06.2008, 09:30 von sailor:)
Nur zur Info, weil es hier mehrfach erwähnt wurde: Hummeln können selbstverständlich auch ohne Gottes Hilfe oder Esoterik fliegen. Sie erzeugen mit ihren Flügel Wirbel, wodurch sie Auftrieb bekommen. Es ist ein anderes Prinzip als beim Vogel oder Flugzeug, aber nichts Geheimnisvolles.
31.05.2008, 00:33 von Freydis@Freydis Nur zur Info, weil es hier mehrfach erwähnt wurde: Hummeln können selbstverständlich auch ohne Gottes Hilfe oder Esoterik fliegen. Sie erzeugen mit ihren Flügel Wirbel, wodurch sie Auftrieb bekommen. //
31.05.2008, 13:18 von Romeo_Flausch79Blablabla. Du mit Deiner Wissenschaft und Deinen "Theorien".
Ich kann nicht an wissenschaftliche Theorien und noch mehr Theorien eher glauben, als an das was ich in meinem Herzen trage. Und ich trage im Herzen, daß Hummeln nicht fliegen können.
@Romeo_Flausch79 Blablabla? Das passt ja wohl eher zu dem Esoscheiß hier, oder?
06.06.2008, 13:28 von Pipifuchs