Rautek 28.01.2009, 15:59 Uhr 2 0

leben und sterben lassen.

Wie Sprache über Mensch-Sein und Abtreibung hinwegtäuscht

Von wegen „leben und leben lassen“. Häufig zitiert. Unsere oberste Direktive: Toleranz. Vielleicht aber doch eher leben und sterben lassen? Von der Regierung gefördert und befürwortet: Abtreibung als Menschenrecht.

Frauen reden sich selbst ein, dass das Baby im Mutterleib noch gar kein Mensch ist. Dass das mit der Biologie nicht einhergeht, übersehen die meisten. Warum dem Ungeborenen Mozart vorspielen, wie allerorts vorgeschlagen, wenn es kein Mensch ist, der da heranwächst? Dann bitte auch dem Fußpilz was vorsingen. Warum streicheln Mütter ihre Bäuche? Weil da drinnen ein Zellhaufen wuchert?

Embryos: gleiche Anlagen wie Neugeborenes oder wie uralter Mensch.
Ab wann ist der Mensch ein Mensch? Warum raucht und trinkt die Mutter nicht, sobald sie schwanger ist? Wäre das einem Zellhaufen nicht egal?
Im Mutterleib wächst etwas, was sich zu einem Menschen entwickelt. Klar, es gibt verschiedene Stadien von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt, aber wer würde daran zweifeln, dass da was Menschliches heranwächst? Also ein Mensch in seiner Entwicklung. Kein Zellhaufen. Kein Goldfisch. Ein Embryo ist ein Mensch. So wie ein Kind, ein Jugendlicher, ein Erwachsener. So wie das Kind-Sein, Erwachsen-Sein und Alt-Sein verschiedene Stadien der menschlichen Entwicklung zeigt - und eben keine biologische Artenklassifizierung.

Spät-abgetriebene Kinder haben wissenschaftlich erwiesen die gleiche Überlebungschance wie ein „Frühchen“. Einziger Unterscheid: der Wille der Eltern zur Entscheidung er Eltern für oder gegen das Leben das Kindes.
WO ist der Unterschied zum Töten eines bereits entwickelten Menschen? Wenn ein Mensch schläft, im Koma liegt, einen epileptischen Anfall hat – darf man ihn dann töten, weil sein menschliches Bewusstsein in dem Augenblick gerade nicht augenscheinlich ist? Eher nicht. Warum dann also ist ein Embryo keine Person? Nur weil es keine Bewusstsein hat? Oder kein Interesse am Überleben? Das habe ich beim Schlafen auch nicht. Sonst bräuchte ich keinen Rauchalarm im Schlafzimmer

Ihr wollt zwischen einem Wesen und einer Person unterscheiden. Ich nicht. Ein Embryo ist ein menschliches Wesen. Sonst hätte es im Bauch der Mutter nix verloren. Eigentlich keine Diskussion. Man muss nur seinen Kopf einschalten.

Was ist ein geborenes „Frühchen“? Noch kein Mensch, der erst durch Medikamente und Maschinen erst gemacht wird?
Das Wort „Abtreibung“ wird von Ärzten nicht mehr benutzt. Stattdessen gerne „Schwangerschaftsabbruch“ oder noch besser „Schwangerschaftsunterbrechung“. Ist nicht so vorbelastet. Wird nicht so sehr mit Töten in Verbindung gebracht.

Klar: um etwas in der Gesellschaft zu ändern, wird zuerst die Sprache verändert. Los geht’s mit Neologismen. Sprache als Element der Unterwanderung menschenverachtender Methoden. „Föten“ statt Babys. Zellhaufen als Nutzen für die Forschung. Eine große verbale Täuschung. Wie bei den Tieren: schlachten. Komm, wir töten ein paar wehrlose Tiere.

Embryonen dürfen keine Menschen sein. Sonst würde man ja Menschen töten. Nicht irgendeinen undefinierbaren Zellhaufen. Genozid als „Endlösung“ oder gar „Sonderbehandlung“. Vernichtungslager als „Konzentrationslager“. Klingt doch gleich viel besser. Um als Mensch einen Menschen zu bewusst töten, ist es leichter, den Gegenüber nicht mehr als Menschen zu sehen. Noch leichter, ein Tier zu töten – obwohl uns das schon sehr schwer fällt. Oder steckt ihr euren Hamster in die Mikrowelle, wenn ihr keinen Bock auf ihn habt?

„Ich unterbreche nur eine Schwangerschaft“ statt „Ich töte ein Kind im Mutterleib“. Krasser Unterscheid, rein von der Sprache her - da hat die Abtreibungslobby ganze Arbeit geleistet. Wer will schon einen Begriff verwenden, der vor einigen Jahren noch als Straftat galt, und das ganze noch als Menschenrecht?
„Guten Tag. Ich wurde abgetrieben, habe aber überlebt“ – das lässt aufhorchen. Das Überleben einer Spätabtreibung ist wohl selbsterklärend. Beweis genug, dass ein Mensch im Mutterleib ein Mensch ist und kein Ding.

Menschenrechte? Was für eine Selbsttäuschung.

2 Antworten

Kommentare

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    "Embryo", "Fetus" etc. pp. sind stehende medizinische Termini, die fest mit den Entwicklungsstadien eines Menschen verbunden sind.

    Meinung : Okay.

    Herumrabulieren : Schlecht.

    Ich kann diese Kampfrhetorik nicht leiden...

    28.01.2009, 23:24 von derHerrMitDemPixel
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    och ...

    NÖ.

    28.01.2009, 17:30 von nutella
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