alexandra_buerger 30.11.-0001, 00:00 Uhr 235 8
NEON täglich

"Leben mit dem Tod"

Was haltet Ihr von der ARD-Themenwoche?

Er betrifft jeden. Der Tod. Er ist fester Bestandteil unseres Lebens. Manche von uns haben schon erfahren, wie es ist einen Verwandten oder einen Freund zu verlieren. Trotzdem ist das Thema in unserer Gesellschaft tabuisiert. Man spricht nicht gern darüber, hat Angst vor der Konfrontation und verdrängt den Tod. Bis es nicht mehr geht.

Die ARD behandelt seit Montag die Themenwoche „Leben mit dem Tod“. Ziel und Zweck ist es zu informieren, zu beraten und die Sprachlosigkeit im Angesicht von Tod und Trauer zu überwinden und dem Verdrängen entgegenzuwirken. Durch Reportagen, Dokumentationen, Diskussionen und verschiedene Aktionen – z.B. „Aktion Schulstunde“, in der Schüler und Lehrer zusammen versuchen Antworten auf Schicksalsschläge zu finden – werden über die Massenmedien emotionale Akzente gesetzt, die zum Denken anregen sollen.

Geworben wird für die Thematik unter anderem mit einer Plakatkampagne. Die Plakate hängen an vielen Bus- und Bahnhaltestellen. In großen Buchstaben kann man dort lesen "Sie werden sterben. Lasst uns darüber reden." 

Was haltet Ihr von der diesjährigen Themenwoche? Wird sie helfen, die Angst vor dem Tod zu mildern? Oder findet Ihr zum Beispiel die Plakatkampagne zu aufdringlich und störend?

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235 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Ich finde es sehr wichtig über den Tod zu sprechen. Nicht um einem selbst die Angst vor dem Tod zu nehmen. Sondern um besser mit Situationen umzugehen, in denen geliebte Menschen durch Tod von uns genommen werden.
    Es ist einfach schrecklich. Punkt. Reden hilft. Immer.

    22.11.2012, 11:46 von TeilzeitRockStar
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  • 0

    ich bin jetzt mal gespannt, was sich die ARD als nächstes ausdenkt - die darmkrebswoche? also, wenn man echt richtig stören will mit ner plakataktion, dann mit großaufnahmen künstlicher darmausgänge.

    oder volksmusik macht meschugge! das werden plakatwände, das mag ich mir gar nicht vorstellen.

    22.11.2012, 11:07 von lavish
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    • 0

      Wieso eine ganze Woche … es gibt doch schon irrsinnige Tage … war nicht neulich der Tag der Nudel oder sowas ? Ich glaube fast jeden Tag gibt es so eine Verrücktheit.
      Darmkrebs ? Hm, Krebs als Themenwoche … na ja, von Berufs wegen hast Du mit Krankheit und Tod genug zu tun, aber ich würde mal behaupten dass ein großer Teil der Menschen nicht so häufig damit konfrontiert sind, bis es im Freundes- Bekannten oder Verwandtenkreis Situationen gibt, die eine Auseinandersetzung mit Themen wie Krebs und Tod unausweichlich machen.
      Ich finde es legitim und sogar ratsam, sich zumindest Gedanken über diverse Themen zu machen bevor man im Leben mit ihnen konfrontiert wird. Sicher, man kann nicht alle Eventualitäten im Leben bedenken, aber der Tod ist Fakt und unausweichlich, früher oder später. Ausnahmslos. Erkrankungen sind hingegen  nicht sicher, aber auch nicht unwahrscheinlich. Solange es jetzt keine Hypochonder sind, für die die Auseinandersetzung mit solchen Themen nicht gerade förderlich ist,  halte ich es für gut und legitim sich Gedanken zu machen, und warum soll so eine Themenwoche nicht den Anstoß dazu geben ?


      22.11.2012, 12:25 von Cyro
    • 1

      wenn es die darmkrebswoche wirklich geben wird, plädiere ich entschieden dafür, dass dann auch die prostatakrebswoche kommt. und dass das erste dann auch eine tour durch deutschland, ach was durch die welt!, macht - unbedingt mit dem begehbaren darm (hier und hier) sowie der begehbaren prostata (hier die größte begehbare prostata der welt!) im gepäck!

      22.11.2012, 12:42 von frau.von.ungefaehr
    • 0

      Hm, nun, ich kam vom speziellen  Darmkrebs zum Krebs allgemein. Das wiederum ist interessant. Beispielsweise wird gerade einen neue Methode der Bestrahlung erforscht, und die ersten Ergebnisse sind sehr gut. Nur gibt es ein Problem: Die spezielle Anlage zur Bestrahlung ist teuer und rentiert sich nicht. Es gab 3 solcher Anlagen in Deutschland, 2 wurden wieder abgebaut, trotz der Erfolge, wegen Unwirtschaftlichkeit. Warum die bestimmten Arten von Krebs heilen, die sich mit der Methode heilen lassen, wenn es nicht genügen Profit bringt ?

      Solche Informationen finde ich beispielsweise innerhalb einer solchen Themenwoche interessant. Aber auch anders .. Bei Krebs im Endstadium stellt sich die Frage nach Hospiz, nach Palliativmedizin, etc. auch ein Thema das in die Öffentlichkeit gehört.

      Allerdings habe ich bei meinem obigen Kommentar einen Fehler gemacht.. ich hatte lavishs anderen Kommentar nicht gesehen, mit dem ich weitgehend übereinstimme, und der meine obige Reaktion überflüssig macht. Sorry @lavish dafür.


      22.11.2012, 12:54 von Cyro
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    • 0

      und die wurst hat 2.

      hodenkrebswoche wär auch ma was, damit die jungs ma sehn, wie sichs auf sonem gynstuhl sitzt :-D

      arschgeweihentfernungswoche wär auch was.

      22.11.2012, 18:07 von lavish
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  • 3

    Ich war schon mal tot, bin aber nach drei Tagen wieder auferstanden, weils mir zu öde war.

    22.11.2012, 07:44 von faux_IV.
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      Son Mist!

      22.11.2012, 09:19 von quatzat
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    • 0

      warum sollte ich mich vor etwas fürchten, das sowieso sicher ist?
      weil du nicht weißt, wie's wird :-)
      mit der grabsteininschrift und der begründung bin ich absolut d'accord.

      22.11.2012, 11:05 von lavish
  • 0

    der Tod ist ein Mythos - eine Phänomen, das andere so nennen, niemand hat je aus erster Hand von ihm berichtet.

    21.11.2012, 22:28 von schauby
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  • 0

    Ich hab ein paar Jahre richtig beschissen gemeine Angst- und Panikattacken gehabt, weil ich durch den plötzlichen Herztod eines lieben Nachbarn vor meiner Nase so geschockt war, dass ich ernsthaft dachte mich erwischt auch bald so ein Herzinfarkt. Die Angst vor nem plötzlichen Tod hat mich damals fast durchdrehen lassen, aber ich bin aus der Nummer wieder rausgekommen und hab diese unrealistische Todesangst weit hinter mir gelassen.

    Vor ein paar Wochen wurde zufällig bei einer Routineuntersuchung ein "Fleck" auf meinem rechten Lungenflügel entdeckt, der sich gestern nach Abschluss aller möglichen Untersuchungen in der Klinik als "frühzeitiges Bronchial-Karzinom" herausgestellt hat, das noch nicht gestreut hat und absolut günstig operabel ist, was kommende Woche in Angriff genommen wird.

    Seltsam ist, dass ich die ganze Zeit bei dieser "realistischen" Situation lange nicht so ne scheiß Angst habe, wie damals bei diesem Psychomist. Vielleicht, weil ich die besten Chancen habe, das zu überstehen - vielleicht aber auch, weil der Tod im möglichen Angesicht gar nicht soooo schlimm ist, wie man es sich als gesunder Mensch vorstellt - und viele solche Angst haben oder solch einen Verdrängungsmechanismus entwickeln, als gehöre er nicht zum Leben.

    Die Themenwoche der ARD finde ich interessant und wichtig, besonders wenn dazu auch solche schrägen Filme wie dieser laufen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/blaubeerblau-im-ersten-der-tod-und-ein-ungelebtes-leben-11966505.html - absolut sehenswert. ^^

    21.11.2012, 21:56 von derHalbstarke
    • 0

      Irrationale Angst und Panikattacken sind echt die allerletzte Pest am Arsch, gehen an die Substanz und mampfen Löcher ins Dasein.
      Man kann sowas auch schlecht anderen begreiflich machen.
      Wenn es dann eine Grund für Angst gäbe, hab ich meistens keine. Verrückt.
      Vielleicht ist so eine Situation ein "Zu sich kommen".

      Alles Gute für die Genesung und alles.


      21.11.2012, 22:19 von schimmern
    • 0

      ...absolut d'accord und danke! ^^

      21.11.2012, 22:21 von derHalbstarke
    • 1

      Was machst'n Du für Quatsch ? Werd bloß wieder fit, sonst zieh ich Dir die Löffel lang.

      22.11.2012, 08:40 von cosmokatze
    • 1

      Jawolll! ^^

      22.11.2012, 10:11 von derHalbstarke
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      Ui, ich wusste gar nicht dass Du so eine masochistische Ader hast .... ein alter Staubsauger, ein Leben lang Staub . . aeh …  saugen und dann irgendwann  verschrottet werden.
      Hmm, also ich mochte meine sterbliche Hülle keineswegs gegen eine andere wie auch immer geartete materielle Hülle tauchen, viel schöner wäre es doch in Gedankenschnelle durch Zeit und Raum  zu flitzen ohne auf irgendwelche Materie Rücksicht nehmen zu müssen. Natürlich gibt’s dann andere Beschränkungen, wie den eigenen geistigen Horizont, aber auf künstliche Beschränkungen mag ich dankend verzichten.

      22.11.2012, 12:36 von Cyro
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    • 1

      Ich will eingefroren werden, etwa so, am besten noch vor dem Ende - meine Leute können mich dann als Esstisch verwenden oder als Halloweendeko und wenn dann endlich Zeitreisen erfunden worden ist, muss ich in die Vergangenheit, mich selbst zeugen, den Ming vernichten und dann endlich kann ich mich in Asgard, zur rechten des Weihnachtsmanns zur Ruhe setzen. Woher ich das weiß? Ich hab mir ne SMS geschickt.
      So steht es geschrieben, so wird es gescheh'n.

      22.11.2012, 09:47 von Dalek
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    • 1

      Und ich so: yeaah!

      22.11.2012, 09:39 von Dalek
  • 0

    Der Tod gehört zum Leben. Was für eine abgedroschene Floskel, die das Tabuthema enttabuisieren möchte. Aber wirklich Tabuthema? Meine Eltern haben sich vorsorglich alles vertraglich regeln lassen für den Ernstfall, haben das abgeklärt und festgezurrt, damit es im Nachgang nicht zu Komplikationen, wer will wann was haben, kommt.

    Derzeit befinde ich mich nicht in einem Zustand von Angst, was ich auch derzeit nicht mit dem Tod verbinde, sondern vielmehr mit der Tragik, dass wir uns manchmal sowas von mit Themen beschäftigen, die uns beschäftigen sollen, weil wir uns mit den Wirklichkeiten unserer Gesellschaft nicht beschäftigen sollen. Ich meine, solche Kampagnen schaffen keine Angst ab und lehren einen auch nicht, dass der Tod zum Leben gehört. Ich glaube, Einsamkeit ist ein viel größeres Problem als der Tod, denn Einsamkeit fördert ja auch Angst.
    Und außerdem, es bleibt auch jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht, denn auch eine Kampagne gegen Arbeitslosigkeit führt nicht immer zwangsläufig dazu, dass die Arbeitslosenzahlen sinken, genauso wenig wie tabuisierte Fotos von Raucherbeinen dazu beitragen, dass man sich das Rauchen abgewöhnt.

    Alles eine Frage der Selbstreflektion. Oder so.

    21.11.2012, 20:54 von marco_frohberger
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