Jakobs-Boom
In Roncesvalles auf dem Busparkplatz wird mir bewusst: Das hier ist nicht das, was ich gesucht habe. Das hier ist der reinste Boom.
Seien wir doch einmal ehrlich: Ich kann kein einziges Wort Spanisch, mit Ausnahme von "hola". Sportlich bin ich auch nicht. Dazu kommt dann noch zu wenig Zucker im Blutbild, ein niedriger Blutdruck und ein ausgesprochener Pessimismus. Das "Ausland" kenne ich nur durch einen zweiwöchigen Reiturlaub in Oberösterreich, ebenfallls meine einzige Berührung mit Bergland. Mit Katholizismus habe ich auch nichts am Hut. Verreisen ohne Mama und Papa? Nee, da hüte ich lieber das Haus, das ist Party genug.
Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser ganzen Gründe habe ich mich dann im jugendlichen Leichtsinn meiner 20 Jahre Lebenserfahrung dazu entschlossen, die Zeit zwischen Freiwiligem Sozialen Jahr und Studienbeginn zu nutzen, um die beinahe 800 km zwischen St. Jean-Pied-de-Port und Santiago de Compostela auf dem Jakobsweg zurückzulegen. 800 Kilometer! Ha! Mit dem Auto geht das ganz schnell! Zu Fuß habe ich dagegen lieber erst einmal sechs Wochen Wanderzeit eingeplant, sicher ist sicher. Die nötige Ausrüstung legte ich mir Anfang des Jahres zu, steckte das gesparte Verpflegungsgeld der Diakonie in besagtes Vorhaben und überredete gutmütige Familienmitglieder, mich zu sponsern. Und als wäre ich damit nicht weit genug gegangen, im mentalen Sinne, versteht sich, überzeugte ich auch noch so ganz nebenbei meinen Freund, mich doch zu begleiten, so ab Leon. Die letzten 300 km - ein Katzensprung! Was Hape Kerkeling kann, das können wir doch auch, oder etwa nicht?
Die Reisezeit war schnell herausgepickt, zumal ein großer Spielraum ja nicht blieb. Am 31.07.07 sollte ich mit dem Nachtzug nach St. Jean fahren, in Paris gewitzt ohne Französischkenntnisse den Bahnhof wechseln und umsteigen, um dann gegen Abend des 01.08.07 am Etapppenstart anzukommen. Gesagt, getan: Der Abschied war tränenreich und irgendwie surreal, die Nachtfahrt grausig ungemütlich und das Umsteigen eine Katastrophe. Trotzdem kam ich irgendwie an - ein gutes Zeichen? Die Pyrenäen funkelten im Licht der roten Abendsonne, was anderen ein paar Tränchen in die Augen zaubern könnte, mir aber nur plötzliche Zweifel in die Gedanken streute. Ganz schön hoch, oder?
Die Herbergen waren gerappelt voll. Erleuchtung hatte ich mir von dem Weg versprochen, Einkehr in die eigenen Gedanken, Gefühle und Erinnerungen. Ich wollte endlose Natur sehen, stundenlang alleine durch sie hindurchwandern und irgendwann völlig verträumt in Santiago ankommen, die Compostela (die Pilgerurkunde) abholen und damit zuhause allen Zweiflern und Lästermäulern vor der Nase herumwedeln. Drei Jahre hatte mein kindliches Gemüt von diesem Weg geträumt, angeheizt durch Berichte und Bücher, nicht zuletzt aber auch von der eigenen Fantasie, und nun war ich endlich hier und einfach nur unsagbar müde und aufgeregt.
Der erste Morgen begann mit dem von nun an üblichen Geraschel und Stirnlampenherumgeleuchte. Was einem niemand sagt: Es beginnt um fünf Uhr. Nicht einmal die Vögel sind so früh schon wach. Aber egal, erster Tag, ich genieße mit den anderen Pilgern in der Herberge das gemeinsame Frühstück und komme mir schummrig vor. Nicht müde, sondern hellwach - aber eben so komisch, wattebauschweich und etwas übel in der Magengegend. Beim Loslaufen kommt mir Hapes einer Satz in den Sinn: Diese Straße führt beinahe senkrecht bergauf! Es ist sieben Uhr und ich weiß, ich muss mindestens 5,7 Kiilometer über die Bühne bringen, aller Leiden und Buckel und meinem Zehn-Kilo-Rucksack zum Trotz. Der schnürt mir aber über seinen Hüftgurt bald die Luft zum Atmen ab, zumindest bilde ich mir das ein, und so stehe ich alle zehn Schritte hechelnd auf der Landstraße, die sich erbarmungslos nach oben windet, während mich noch erbarmungsloser mehrere Pilger grußlos überholen. Als diese dannn plötzlich ausbleiben, bekomme ich plötzlich Panik, die letzte zu sein und kein Bett mehr zu bekommen - ein elementares Verlangen in diesem Augenblick. Und so hechte ich weiter, immer nur bergauf, bis ich wie durch ein Wunder in Hountto ankomme und ein Bett in der Herberge ordere.
Machen wir es kurz und schmerzlos: Die Herbergsfrau weist verwundert auf die Uhr, es ist erst Viertel nach Neun, und erklärt mir über Zeichensprache aufgrund mangelnder Englischkenntnisse auf ihrer und mangelnder Französischkenntnisse auf meiner Seite, dass man in Hountto nicht so wahnsinnig viel tun kann den ganzen Tag über. Und so wandere ich nach einer ganzen Stunde Pause und zwei Liter eisgekühltem Wasser später zur Auberge Orisson, die 8,7 Kilometer von St Jean entfernt liegt.
An diesem ersten Tag ist noch alles irgendwie in Butter, vielleicht auch deshalb, weil es neu für mich ist - das Stirnlampengewusel und Rucksackgeraschel am Morgen ist zwar nervig und man wacht sofort davon auf, aber es gehört irgendwie dazu, ist spannend und neu und außerdem habe ich sowieso keinen Wecker mitgenommen, weil ich damit gerechnet habe, durch diesen Lärm geweckt zu werden. Auch der zweite Tag ist okay, ich wandere die 17 Kilometer von der Auberge Orisson nach Roncesvalles, überquere den 1400 Meter hohen Pass und sehe Wolken an mir vorbeischweben. Foto! Der Abstieg ist aber absolut mörderisch, so mörderisch, dass meine ausgepräte Fantasie sich ausmalen muss, was passieren würde, wenn ich auch nur ein einziges Mal über die überall auf dem extrem steilen Weg herumliegenden Gesteinsbrocken straucheln würde.
Mit Buckel auf dem Rücken ist mein Gleichgewichtssinn sowieso schon im Minusbereich, und rechts neben dem schmalen Waldweg geht es, kaum vorstellbar, aber wahr, noch steiler bergab als auf dem Weg. Überall sehe ich andere Pilger, die im Gras rasten und ihr Mitgebrachtes verzehren oder sich in Miniserpentinen auf dem Weg bergab tasten, bis auf einmal vier Radfahrer im irren Tempo hinter mir angerast kommen. Ja, sind die denn lebensmüde?, schießt es mir durch den Kopf. Ich laufe hier in Millimeterschrittchen vorwärts, und die schießen wie Raketen kopfüber einfach bergab? Schließlich rede ich mir ein, dass es sich hierbei um eine Fata Morgana mitten in den Pyrenäen gehandelt haben muss - deren Wahrheitsgehalt mir aber andere Pilger später bestätigen.
Der Schlafsaal in Roncesvalles ist in einer riesigen Steinkirche untergebracht, in die nur Fitzelchen Licht hereinfallen. In Dreierreihen stehen schäbige Stockbetten aneinandergereiht, ohne Leitern, so dass es mir ein Rätsel bleibt, wie all diese oben liegenden Pilger nach den Strapazen des Wanderns in die Betten gekommen sind. Ich liege unten und starre die Spanplatte, ein Lattenrostersatz, an, während ich mich zu entspannnen versuche. Nicht nach links gucken! Da steht mein Bettnachbar so auf Unterhose herum, dass ich direkt in seine haarige Poritze lucken kann. Ich muss lachen. Das ist doch verrückt! Erste Blasen machen sich an meinen kleinen Zehen bemerkbar, ich gehe mit den zahlreich vertretenen deutschen Pilgern, die komischerweise den national niedrigsten Altersdurchschnitt zu haben scheinen (die meisten, die ich kennen gelernt habe, sind zwischen 20 und 30 Jahren alt), zum Pilgerabendessen, Forelle und Pommes, und blättere dafür 10 € hin.
Überhaupt, das leidige Geld, erst jetzt fällt es mir auf. Ich habe mit viel weniger Ausgaben gerechnet - schließlich soll das hier Pilgern sein, keine Hotelrundreise. Doch die Preise für die Übernachtungen liegen ebenso wie die fürs Essen allesamt über dem in meinem Reiseführer angegebenen Durchschnitt. Einerseits nur natürlich, denn die Menschen in diesen Regionen leben von genau diesen Einnahmen, andererseits aber auch idiotisch, denn es gleicht ab und zu purer Ausbeute. Wieviele Pilger in Roncesvalles sind! Notlager mit Zelten wurden errichtet, in der ganzen Stadt ist kein freies Hotelzimmer mehr zu bekommen. Busse parken vor dem alten Kloster, und zum ersten Mal wird es mir wirklich bewusst: Kindchen, das hier ist eigentlich nicht das, was du gesucht hast. Ursprünglichkeit. Natürlichkeit. Zurückgezogenheit. Das hier ist der reinste Boom.
Der nächste Tag, mein dritter, wird die wahre Hölle. Morgens tape ich meine Zehen, quetsche mich wieder in die Wanderstiefel und verlasse früh um sieben, nachdem die ersten Wecker mich um halb fünf aus dem Schlaf gefiept haben, Roncesvalles. Ohne Frühstück, denn ich habe nur noch Schokoriegel für den Notfall im Gepäck. Die Geschäfte haben noch zu, ich kann ja während der Etappe einkaufen, oder etwa nicht? - Nein, kann ich nicht, denn die Massen an Menschen, die sich in Roncesvallles vereint haben, wälzen sich jetzt über den antiken Pilgerpfad. Über Stock und Stein geht es autonbahnähnlich bergauf oder bergab - geht man etwas langsamer, wird von hinten gehupt und überholt, geht man etwas schneller, läuft man seinem Vordermann in die Hacken. Ab und zu kommt ein Porsche und zieht an der Kolonne vorüber, dann wieder kommt man an einige Laster, die friedlich hintereinander her tuckeln. Wie eine Karawane auf dem Weg zur nächsten Herberge - und ich erwische mich dabei, wie ich die Pilger, die an mir vorbeiziehen, von der vorhandenen Anzahl der Betten abziehe, um mir meine Chancen darauf ausrechnen zu können.
Um 12 Uhr knallt die Sonne so unausstehlich auf mich herab, dass meine Arme sich hummerfarben färben und mein Auge nur noch auf den Weg vor den Füßen gerichtet ist. Der Asphalt brennt von unten, die Sonne von oben, und in meinem Kopf ergibt sich unweigerlich die Assoziation zu einem Hähnchen am Grillspieß. Wäre ein deutscher Mitpilger nicht gewesen, der mich ab der Hälfte des Weges begleitet und permanent angefeuert hatte, hätte ich mich nach circa 15 Kilometern heulend an den Wegesrand gesetzt und darauf gewartet, dass der liebe Gott höchstpersönlich mir ein Taxi vorbeischickt. So aber trabe ich weiter neben ihm her, höre mir ablenkende Abhandlungen über die Van-der-Waals Kräfte, von denen ich rein gar nichts verstehe, an, und lache und lache, weil ich nicht heulen will.
Gegen 18 Uhr, nach guten elf Stunden Wanderung inklusive einiger Pausen also, erreichen wir endlich, endlich das von mir auf den letzten Metern so ausdrücklich verfluchte Larrasoana, nur um uns mitteilen zu lassen, dass die Herberge sowie alle Pensionen und Hotels voll belegt sind und wir doch irgendwo, weiß nicht wo, schlafen sollen. Ich bin total am Ende und als ich meine Schuhe ausziehe, begrüßen mich zwei riesige, mit Flüssigkeit gefüllte kleine Zehen, die ich danach nur noch als große Zehen betiteln kann, weil sie so riesig angeschwollen sind. Ich kann nicht mehr laufen! Und weil ich auch nicht weiß, wo ich schlafen soll, gehe ich erst einmal mit den anderen essen. Fischstäbchen und Salat, danach einen Klecks Eis. 10 €, bitte. Ich bekomme einen Kreislaufkollaps, den ich mit fremder Cola begieße, und schlafe danach auf einem Sportplatz im Freien. Sternenhimmel und eisige Temperaturen inklusive.
Entgegen aller Vermutungen quetsche ich mich am nächsten Morgen wieder in die Wanderstiefel und laufe, gemäß dem Gesetz, dass Blasen aufhören zu schmerzen, wenn man nur stetig weiterläuft, 11 Kilometer ohne eine einzige Pause bis vor die Tore von Trinidad de Arre, einem Vorläufer von Pamplona. Wäre ich stehen geblieben, wäre ich mit diesen Füßen wohl nie wieder losgelaufen. Einen Bus aber gab es von Larrasoana aus nicht. Kurz vor der letzten Wegbiegung dann geht einfach nichts mehr - ich lasse mich an den Wegesrand fallen, der die letzten 1,5 Kilometer nur bergab ging (gut für die Atmung, schlecht für die Zehen!), beginne zu flennen und schreibe meinem Freund eine SMS, ob er sehr böse wäre, wenn ich einfach nach Hause fliegen würde, morgen. Er antwortet nicht.
Immer wieder kommen Pilger an mir vorbeigetrottet, die mir andeuten wollen, doch weiterzulaufen - aber ich, ich weiß es jetzt besser, ich gehe nicht mehr auf diese verdammte Apshaltstraße, die nur bergab führt, ewig und immer! Ich nicht! Trotzig heule ich Rotz und Wasser, während ein Spanier versucht, mir klarzumachen, dass direkt hinter dieser Kurve, direkt dahinter, Trinidad de Arre liegt, mit Cafes und Betten! Scheiß drauf, ich bin mürrisch und will sofort ein Flugzeug nach Hause.
Zehn Minuten später kommt der Belgier, eine Bekanntschaft aus Roncesvalles, vorbei, ein Jahr jünger als ich und viel schwerer bepackt. Er schafft es nach einigen Minuten, mich wieder auf den Pfad der Tugend Richtung Compostela zu hieven, und siehe da, der Spanier hatte Recht! Ich schäme mich, richte mich vor der Allbergue bereits häuslich ein und sonne mich genüsslich, zufrieden, mit Blasen am Etappenziel angekommen zu sein. Und dann erst bemerke ich, dass ich alle anderen hinter mir gelassen und überholt habe! Vielleicht doch nicht so unsportlich? Hm. Nach Hause will ich aber leider immer noch. Diese Sonne macht einen total krank, und dieses ewige Kolonnenmarschieren ebenfalls. Nie ist man allein. Immer tauchen irgendwo so viele andere Pilger auf. Ich markiere mit meinem Rucksack in der Vorhalle mein Revier, sprich den Anspruch auf ein Bett in dieser Herberge, das ich später auch erhalte. Auch sie wird später total überfüllt sein, als Regel gilt: Ab 15 Uhr gibt es keine Betten mehr. Weder in den Herbergen noch in den Pensionen. Hola Sportplatz.
Beim Abendessen mit zwei Holländerinnen entscheide ich dann, dass das alles entschieden zu krass für mich ist. Ein Weg für Kinder und Alte? Kranke und Schwache? Respekt vor diesen Menschen! Ich zumindest habe ihn jetzt. Die letzten sechs Kilometer nach Pamplona lief ich in FlipFlops. Und wurde bereits um 8:30 Uhr mit den Worten "It`s full! E completo!!!" in der Herberge begrüßt. Buspilger hatten sich angekündigt. Alles klar. Große Gruppe, vorreserviert. Na super! Die hatten bestimmt auch mehr Geld als ich Studentin in der Tasche. Durften Jakobswegfeeling schnuppern in authentischen Herbergen und dem "echten" Weg.
Was viele, inklusive mir, vorher vergessen: Hape hatte Geld, Spanischkenntnisse und viel, viel Zeit. Paulo Coelho hatte einen Jakobsweg, den zu seiner Wanderung beinahe jeder vergessen hatte. Ich werde klein anfangen, im Umland Berlins wandern, vielleicht einige andere Pilgerweg erproben - aber deren Namen nenne ich hier nicht. Ich will keinen Konkurrenzkampf mehr, keinen Streit um Betten und keine überteuerten Fischstäbchen. Ich will das echte, das authentische, das - ja, vermutlich das total surreale aus meinen Träumen. Den Erzählungen meines Großvaters. Trotzdem war mein Jakobsweg etwas sehr Elementares. Und ich schwöre es nicht nur an dieser Stelle: Ich werde zurückkehren und ihn wandern. Nur wann, ist die Frage. Und wo. Es gibt viele Wege neben dem Camino Frances, und es gibt andere Jahreszeiten als nur den Sommer. Die Sehnsucht danach ist immer noch da."Wichtige Links zu diesem Text"
Herberge in St. Jean-Pied-de-Port
Herberge Orisson
Roncesvalles
Jakobusfreunde Paderborn
Pilgerstatistik






Kommentare
Ich möchte gerne den Olavsweg in Norwegen laufen.
07.12.2011, 00:07 von topfbluemchenHat Spaß gemacht, deinen Artikel zu lesen :)
Ohh, den kenne ich gar nicht! Wo führt der lang? Und wann willst du? Im Winter ist bestimmt schlecht Wetter und im Sommer lauter Mücken?
Dankesehr (:
07.12.2011, 00:10 von fantatierchenhttp://olavsweg.de/wp/
07.12.2011, 00:13 von topfbluemchenNoch ist es erstmal nur ein Wunsch. Nichts Festes geplant. Nur hie und da mal drüber nachgedacht. Ich glaub, ich muss mich noch ein bißchen mehr dazu pushen! :-)
push the button, don't push the button: push the topfbluemchen!
ich gebe zu, ich mag die nordische natur wesentlich lieber als die südländische. es sieht toll aus! wenn du gehst, musst du mir unbedingt berichten (:
07.12.2011, 00:19 von fantatierchen;)) Yeah!
07.12.2011, 00:21 von topfbluemchenIch auch, und ich denke, der Weg ist auch nicht so überlaufen. Und da ich eh Norwegen-affin bin, warum nicht? Werd ich machen (...wenn du etwas Geduld hast) ;)
Ich bin im Mai einen spanischen Jakobsweg gelaufen und genau dem sogenannten Hape-Kerkeling-Boom nicht den Camino Frances. Und ich konnte allein durch die ursprüngliche Natur gehen, oft habe ich über Stunden keinen anderen Pilger gesehen.
31.10.2008, 10:25 von PepsiDer Camino Frances reizt mich auch. Sehr sogar. Doch frühestens in ein paar Jahren, wenn sich nciht mehr so viele für ihn interessieren, möchte ich ihn gehen.
Wow, etwas lang, aber hab ihn ganz gelesen. Lebendige Sprache und tolle Geschichte. Viel Erfolg für´s nächste mal.
22.09.2007, 02:55 von SouljabeatzNa was fuer ein Zufall, bin doch tatsaechlich schon seit fast 4 Wochen auf dem Jakobsweg. Habe aber mich fuer den Kuestenweg entschieden und bin erst seit gestern auf den Camino Frances den Hauptweg... ich sage nur Kulturschock !!! Naja jetzt sind es nur noch 25 KM aber wie man diesen Weg aushaelt wenn noch mehr los ist bleibt mir ein Raetsel... der Kuestenweg ist auf jeden Fall immer noch zu empfehlen... zwar anstregender vom Laufen her (mehr Berge...) aber man trifft nur vereinzelt auf Pilger... So schoen ... so ruhig.. so stellt man sich das vor ;).....
17.09.2007, 15:30 von deadlikemeHoffe du rafftst dich irgendwann nochmal auf und gehst Abseits des Hauptweges....
Gruss vom Camino
@u-w: das stimmt, aber manchmal muss man erst ein stückchen mit den andren mitlaufen, um zu merken, dass man in die falsche richtung geht.
17.09.2007, 08:18 von Pirkko@fantatierchen: sehr schöner bericht, hebt sich doch mal wohltuend von dem sonstigen s.1-brei ab. das mit der überfüllung hätte mir sicherlich auch alles verdorben..
...schade, dass du offenbar mit dem jakobsweg nichts anfangen konntest. ich bin ihn vor zwei jahren gelaufen - allerdings nur die letzten 350 km -, und war begeistert. ja, es war schmerzhaft, anstrengend, auch einsam, und es gab momente, in denen man sich schwach gefühlt hat. aber genau deshalb macht man eine solche wanderung ja auch! um dann nämlich in anderen augenblick mit wunderschönen erfahrungen und impressionen belohnt zu werden!
15.09.2007, 22:44 von prefabwas bei dir anscheinend noch erschwerend hinzu kam, waren die überfüllten herbergen. wahrscheinlich war es ein fehler, im juli und august, also mitten in der hochsaison zu laufen. und dann auch noch in einer phase, wo der weg eh krass gehypt wird. lieber ein paar jahre warten, bis die welle wieder vorübergeht und dann im frühen herbst los.
schade, dass du den falschen zeitpunkt gewählt hast. vielleicht auch altersmäßig. wer weiß, mit 20 wäre ich womöglich auch überfordert gewesen.
Schöner Text, auch wenn deine Pilgerreise nicht so ganz deine Erwartungen erfüllt hat. Versuchs doch mal mit einer Alpenüberquerung - von München zum Gardasee. Da ist (wahrscheinlich) weniger los als auf dem Jakobsweg. Treffpunkt ist immer der 8. August um 8 Uhr am Marienplatz.
15.09.2007, 20:42 von Club-Fan82hallo, hallo!
15.09.2007, 18:06 von Sack-am-Haares muss kein pilgerweg sein, um das zu finden was du suchst, geh einfach in irgéndein land und geh einfach los, wolang und wohin du willst, vielleicht mit einem endziel, aber ohne allzu strenge rute und du wirst mit sicherheit das finden, was du suchst.
ich empfehle dir korsika!
ich bin ein kleiner pfadfinder und war da vor zwei jahren und es ist nicht allzu teuer dahin zu kommen, außerdem ist das land auch nicht sehr groß, und es bietet strand und berge.
am besten im herbst fahren, das wetter is auch gut und es sind kaum touristen da!
is wirklich wundervoll!
aber wenn du unabhängig sein willst, nimm ein tzezlt und viele tütensuppen mit!