marli 15.09.2008, 22:41 Uhr 3 1

Ich leb in meiner eigenen Welt,

dass ist okey man kennt mich dort

Ich gebe es zu, man könnte mich naiv, einfältig oder realitätsfern nennen. Ich selber würde mich wahrscheinlich mit solchen Worten beschreiben, wäre ich ein anderer Mensch und wäre dies eine andere Welt. Aber ich bin nun einmal die die ich bin und die Welt ist, wie sie ist.
Und so kommt es, dass ich in meiner eigenen Welt lebe…
lassen Sie mich erklären.
Ich lebe in einer Welt fern von den allgemeinen Alltagssorgen, wenn meine Freunde sich Gedanken um ihre Noten machten und rätselten, ob es reicht um fürs ABI zugelassen zu werden, dann war es mir beinahe immer egal, welche Note unter einer Klausur stand, solange dass Endergebnis einigermaßen zufriedenstellend war. Ich hatte sowieso nie vor Abitur zu machen und so habe ich Ende letzten Schuljahres einfach ganz keck die Schule “abgebrochen“ und mich entschieden, mir etwas zu suchen was mich glücklich macht.

Wenn die Freunde, die zur hart arbeitenden Gesellschaft gehören, sich über ihren Job Sorgenmachen, oder darüber dass sie vielleicht keinen mehr bekommen und für immer in Zeitarbeitsfirmen versauern müssen, sitze ich nur still da und habe keine Ahnung wovon sie sprechen. Ebenso sind mir die Sorgen eines Bafög- oder Sozialhilfeempfängers völlig fremd. Zu den Zukunftssogen und Ängsten kann ich nur eins zu sagen, „es wird schon besser, da bin ich sicher, irgendwann“.
So bin ich der Träumer der Gruppe, mache mir nur in seltenen Fällen sorgen darum, wie ich mein Leben gestallten will, wie mein Lebenslauf aussieht, was mein Plan B ist, wie ich die Miete und laufende Kosten bezahlen kann. All das ist mir ziemlich egal. Anders als die Anderen habe ich nur eine ungefähre Vorstellung davon was ich einmal werden will, wie ich meine Brötchenverdienen möchte.

In meiner Welt geht es darum, wie ich am Morgen aufstehen und am Abend einschlafen kann. Ich versuche meinen Kopf zur Ruhe zu bringen.
In meiner Welt hat sich eine Gleichgültigkeit gegenüber solch “banaler“ Dinge wie Ausbildung, Miete und Lebenserhaltung eingeschlichen. Mir war es in meinem letzten Schuljahr vollkommen egal, ob ich eine eins oder eine sechs bekam, beides war gerechtfertigt. Die sechs noch mehr als die eins, denn für manche Fächer habe ich nicht mehr gelernt.
In meiner Welt, die niemand versteht, nicht einmal ich, gibt es nur noch wenige wichtige Dinge, glücklich werden, lieben können, so etwas eben. Aber, ich habe mich gut in ihr einrichten können, habe es mir gemütlich gemacht. So gemütlich, dass es mich stört, ja sogar wütend macht, wenn mich jemand in die sogenannte Realität zurückholen möchte.
Aber nun frage ich Sie, wenn Sie Sich einmal wirklich besinnen würde, auf die Menschen, die Sie lieben, auf das, was Sie lieben, sind dann Dinge wie Arbeit, gute Noten u.s.w. wirklich wichtig? Bin ich wirklich ein Träumer, ein Narr?

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3 Antworten

Kommentare

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    könnt ich geschrieben haben, vom inhalt her :D
    du bist kein narr, du beschränkst deine bemühungen auf das wesentliche und wichtigste. kommt nicht von ungefähr, dass so viele arbeitstiere und erfolgreiche menschen vereinsamen oder sich durchgängig miserabel fühlen.
    man muss wissen, wo man seine werte ansetzt.
    du bist kein narr :)

    13.08.2009, 03:37 von honi
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    Kein Narr, ein Träumer sicher. Aber das ist es eben: Aufwachen wäre wohl uncool und könnte eine ziemlich fröstelige Angelegenheit werden. Aber ich fürchte, irgendwann wird der Wecker klingeln, und dann wird es auch nicht helfen die Decke über die Ohren zu ziehen...?

    08.08.2009, 04:02 von Plutarch
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    Nein.

    16.09.2008, 10:12 von Don-negro
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