Hoffnungsvoll verzweifelt
Also zerbrichst du dir weiter den Kopf, bis die Gedankensplitter irgendwann Teile des Systems dort pieksen, wo der Schlaf am tiefsten ist.
Der Erdball rollt immer weiter durch das Spiel des
Lebens, ohne dass sich jemand darum kümmert. Während du bekümmert
durch die Welt läufst und jeden Tag wieder feststellst, dass du ja doch nur
im Kreis gehst und dabei nicht einmal weißt, ob Erinnerungen ewig
halten.
Manchmal kommt dir jemand entgegen, aber du bist so
schnell auf deinem Weg, dass du die Kurve nicht kriegst und ihr
gegeneinander denkt. Dabei weißt du dann so ganz allein auch nichts mehr mit deiner Meinungsfreiheit anzufangen.
Alles ist zum
Verlaufen groß, sodass du dich selbst nicht findest. Wenn man sich
dann endlich näher kommt, ist die Zeit schon fast abgelaufen und du
stehst wieder am Tor zum Unbekannten.
Du hast etwas erkannt,
aber man ist blind dafür. Du zeigst mit dem Finger drauf, aber man
schüttelt den Kopf. Du willst was bewegen, aber du kannst die langen
Fäden in deinen Händen nicht finden.
Und dann bist du beschäftigt und dann hast du zu tun und dann bist du schon ausgebucht und vor einem halben Jahr wurdest du bereits vorbestellt. So lässt du dich ein ganzes Leben lang zurücklegen, bis du merkst, dass alles gerade dann passiert, wenn du einen Moment verschenkst.
Nirgendwo kannst du das Stopschild finden, mit dem du den Wahnsinn unterbrechen könntest. Also zerbrichst du dir weiter den Kopf, bis die Gedankensplitter irgendwann Teile des Systems dort pieksen, wo der Schlaf am tiefsten ist.
Obwohl man immer Beweise fordert, behältst du deinen Glauben. Denn dieses Gefühl ist die einzige Ahnung, die du von etwas hast. Und auch wenn sie mitunter so leise ist, dass du unvorstellbar tief in dich hineinhören musst, kann sie niemand übertönen.





Kommentare
wow . . . !!!
25.10.2012, 16:41 von Zapp1306Harter Tobak . . .
Aber super gut . .