Gedanken.
Das Leben zieht sehr schnell an uns vorbei. Wir verpassen das Handeln, weil wir zögern. Das Zögern liegt an unserer Ungewissheit.
Das Leben zieht sehr schnell an uns vorbei. Wir verpassen das Handeln, weil wir zögern. Das Zögern liegt an unserer Ungewissheit. Sie wiederrum kommt von der Angst davor zu lieben und geliebt zu werden. Können wir überhaupt irgendetwas über uns sagen, was stimmt? Ist unsere Befindlichkeit und ihr Ausdruck nicht immer eine Lüge? Langsam habe ich das Gefühl, dass es wirklich so ist und nicht nur so scheint. Man scheitert Tag für Tag, den man älter wird, ein kurzer Moment des fallens. Die Alpträume, die ich habe, sind weniger Träume als Illusionen. Hör ich die Schreie und das Leiden nun wirklich oder ist das bloß Einbildung? Vielleicht will ich es sogar hören. Tief in meinem Unterbewusstsein. Aber wer weiß das schon, wenn nicht ich? Im Psychologie-Unterricht habe ich gelernt, Emotionen zu erklären. Zumindest sollte ich das. Und da liegt schon das Problem. Ich habe auch gelernt, dass wir nichts lernen können, wenn wir mit unseren Gefühlen im Unklaren stehen. Da sollte mal jemand eine Taschenlampe anmachen oder zumindest ein Streichholz anzünden, damit unser Inneres Feuer nicht ganz erlöscht. Die Leidenschaft, finde ich, ist das Wichtigste am Menschen. Aber sie ist verloren gegangen, durch das Fernsehen und die Disziplin. An und für sich ist das ja eigentlich ein Widerspruch, aber so richtig auch nicht. Eigentlich kann man jeder Beschäftigung mit Leidenschaft nachgehen, vielleicht braucht man sogar Disziplin. Auf jeden Fall fehlt mir zur Zeit die nötige Motivation. Die meisten Menschen haben Angst vor dem Tod. Man sieht es ihnen oft nicht an. Meine Mathelehrerin zum Beispiel schreibt bei Stochastik-Aufgaben immer von Strümpfen statt Urnen. Das sagt viel aus.



Kommentare
sehr schön geschrieben^^
25.02.2011, 11:28 von sweetfebruary1986