s0phia 14.10.2010, 12:11 Uhr 1 0

Für Grübler

Muss man eigentlich manchmal darüber nachdenken, wo man eigentlich hinmöchte? Wie wichtig ist das eigentlich?

Kommt denn alles oder wenigstens das Meiste nicht immer wieder anders als man denkt? Sprich welch hohen Wert kann man also den eigenen Vorstellungen beimessen?
Ich weiß so oft nicht, was ich will. Doch wenigstens weiß ich, was ich ganz und gar nicht will. Wie viel ist das wert? Muss man sich eigentlich immer ganz sicher sein, was man will? Würde das nicht den Spielraum für Flexibilität, Spontanität und Kreativität rauben? Oder versuche ich damit meine Unentschlossenheit und Unsicherheit zu rechtfertigen?
Habe ich nicht gelernt, dass das wichtigste im Leben ist, glücklich zu sein? Doch wie kommt man zu diesem Punkt? Indem man weiß, was man will? Kann das Wissen um den eigenen Willen, einen glücklich machen? Oder muss man zusätzlich auch noch das Gewünschte erreichen? Manchmal kann der Gedanke an gewisse Dinge einen schon glücklich machen. Doch wie lange kann das vorhalten? Doch nur so lange wie Hoffnung besteht. Denn erlischt die Vorstellung, dass das Gewünschte erreichbar ist, so kann der Gedanke daran nicht mehr befriedigen.
Ungeachtet dessen, stelle ich nochmals die Frage, wie wichtig, ist es zu wissen was man will? Klammern wir Menschen uns nicht bloß immer wieder an diesen Gedanken, da uns unsere Gesellschaft immer wieder suggeriert, dass nur dies uns vorantreiben würde?
Aber müssten wir nicht jeden Tag als eine neue Chance betrachten? Können wir das denn, wenn wir genau wissen, wohin wir wollen? Versperren sich denn dann nicht unsere Augen vor anderen Möglichkeiten, da nur das eine Ziel im Kopf herum schwebt? Ist also mein Gedanke so falsch, dass wir dadurch Spielraumeinbußen machen würden?
Fraglich ist jetzt, ob gewisse Einbußen als gut oder schlecht betrachtet werden. Obwohl gut und schlecht wohl in diesem Fall die falschen Adjektive sind. Die richtige Frage wäre, kann ich diese Einbußen mit mir vereinbaren oder kann ich dies nicht? Alles andere ist dabei nicht entscheidend. Und dies liegt wohl ganz klar und deutlich im Auge des Betrachters. Was für den einen Menschen eine lohnenswerte Einbuße ist, wäre für den anderen undenkbar. Reine Ermessenssache.
Es gibt kein allgemeingültiges Konzept für ein glückliches Leben, genauso wenig wie es einen allgemeingültigen Sinn des Lebens gibt. Das sind wohl schlicht und einfach zwei Dinge, die jeder für sich selbst rein subjektiv beantworten muss. Wie könnte dies auch anders sein? Sind wir denn nicht alle Individuen? Wie könnte man da man auch für uns alle eine allgemeingültige Wahrheit schaffen? Warum sollte uns Menschen auch das Leben einfach gemacht werden? Leben beinhaltet Lernen. Leben beinhaltet wachsen. Leben beinhaltet Entscheidungen zu treffen. Leben beinhaltet Verantwortung zu übernehmen. Leben beinhaltet Leiden. Leben beinhaltet zu leben.

1 Antworten

Kommentare

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    vom wissenschaftlichen standpunkt:
    glück bedeutet ausschüttung von endorphinen. wodurch wird das hirn dazu veranlasst? erfolgserlebnisse, ein gutes gespräch, erfüllung von liebe, sex, ja sogar das verspeisen von schokolade ist anregend. genauso, wie einige drogen, wie thc, kokain und körpereigenes adrenalin bewirken einen kurzen moment lang einen anstieg des endorphinanteils in unserm oberstübchen und wir sind glücklich. klingt soweit simpel und überschaubar. nur leider ist das niemals ein dauerzustand. denn der mensch ist ein gewohnheitstier. das ist auch der grund dafür, warum drogen süchtig machen. der körper gewöhnt sich daran und verlangt schnell nach mehr. hat man ein zeil erreicht, einen erfolg verspührt, dauert es auch nicht lange und das gute gefühl ist verflogen.unpraktisch.

    somit kommen wir zum spirituellen punkt:
    wie sollen wir also erreichen, dass uns das glück hold bleibt? den ganzen tag schokolade essen und uns zeitweise ne spritze setzen? kann auch nicht die lösung sein...
    wir müssen uns stetig neue ziele setzen. um herauszufinden, wie diese für den einzelnen aussehen, braucht man nur einige dinge versuchen, so seine erfahrungen machen und dabei in sich hineinhorchen, ob einen das eher glücklich macht oder total widerstrebt. wenn man nach einer gewissen zeit herausgefunden hat, was einem liegt und spaß macht, sollte man dies einfach weiter verfolgen. sollte man dann feststellen, dass es doch nicht so das wahre ist, darf man auch gerne mal nach links und rechts schauen, vielleicht entdeckt man ja eine bessere alternative. dabei ist ganz wichtig, dass man seine eigenen erfolge sieht und nicht die, des umfeldes. der eine braucht halt länger, bis er ein klares ziel vor augen hat, als der andere. solange man nicht alles zu verbissen sieht, kann einem eigentlich nichts passieren =)

    15.10.2010, 03:07 von RobertPaulsen
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