no_ah_ 08.12.2011, 19:53 Uhr 6 7

Fragen

Was man sich so frägt.

Ich hab mich gefragt,
welche Fragen man sich stellt.
Was die Leute sich wohl denken,
welche Dinge es wohl sind,
auf denen in den Köpfen
Fragezeichen wachsen.
Welcher Tag? Wie spät?
Wer bin ich und warum ruft sie nicht an?
Wer hat die Antwort?
Wer hat die Fragen?
Und wo sind die Fragen,
die man sich nicht stellt?
Sie sind versickert, verschwunden.
Verschwunden? Vertrieben!
Weil nur wer denkt, frägt!
Doch wo sind die Denker?

                                                                              
Nur Heuchler und Lenker,
die uns in den Abgrund hineintreiben
als  gäb es kein Morgen.
Kein Morgen? Dann nutze den Tag!
Jeden, als wär er dein letzter!
Und denke,
denk scharf nach,
denk gut nach,
über all das, was zählt!
Wer bist du und
warum, ja warum ruft sie nicht an?
Beweg die grauen Massen!
Erst in dir, dann um dich herum!
Und vielleicht springt ein Funke hinüber
und das  Grau wird ein Leuchtfeuer aus Farben
und

Moment Telefon -
Mhm – ahja, schön – ja sicher – sag mal – mhm – achso – ja dann, bis morgen.

Morgen? Da ist es ja


Tags: Leute
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Kommentare

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  • 0

    Dann nutze den Tag!

    Jeden, als wär er dein letzter!

    Wenn ich das durchziehen würde, würde ich im Dreck ersticken. Denn ich würde wohl kaum an meinem letzten Tag staubwischen oder putzen. Oder arbeiten wie ne Bekloppte!

    Insofern halte ich diesen Satz für eine traurige undurchdachte Floskel, die aber viele gerne als Lebenscredo verkünden. Tu das nicht ;-)

    30.06.2012, 11:17 von Mrs.McH
    • 0

      Da magst du Recht haben. Allerdings nur unter einer sehr strikten Betrachtungsweise.
      Den Tag zu nutzen bedeutet nicht nur, zu schwelgen. Es bedeutet auch, die Dinge zu tun, die man tun muss, weil sie notwendig sind, sondern auch, jeden Tag Momente zu finden, in den man innehält und sich die Frage zu stellen: Was muss ich heute tun, damit es mir gut geht?
      Soll heißen: Man teilt seinen Tag mit so vielem und so vielen, aber man muss sich bewusst machen, dass wenigstens ein Stück jeden Tages ganz allein für dich ist.

      30.06.2012, 11:23 von no_ah_
    • 0

      Zustimmung! Viele verwenden diesen Satz jedoch inflationär und wissen gar nicht, was sie da sagen. Hauptsache mal eine Lebensweisheit herausgebrappelt. Ich hätte Dir das so eigentlich nicht unterstellen sollen... habe nicht genug nachgedacht. Verzeihst Du mir? Ich bin übrigens oft sehr... strikt... ;-) Bedauere ich selbst ganz oft.

      30.06.2012, 11:28 von Mrs.McH
    • 0

      Genau deshalb steht die Floskel dort. Ich bin mir über ihre Zweischneidigkeit durchaus im Klaren. Insofern spiele ich damit und mit den möglichen Reaktionen.

      Das ist daselbe wie diesem neumodischen YOLO - leider fälschlicherweise als Begründung für total dämliches und selbstzerstörerisches Verhalten. Dabei bedeutet es eben schlicht, die Zeit, welche einer hat, zu nutzen und mit sich und seiner Zeit größeres zu bewirken.
      Ich vermute, dass diese Striktheit nicht immer von Vorteil ist? Das Leben ist eben nicht nur extrem, nicht nur schwarz oder weiß. Das Leben ist aber auch nicht grau, sondern bunt! Man hat jede Möglichkeit und jede Richtung. In allen Abstufungen. Es obliegt aber immer einem selbst, wie weit man in irgendeine Richtung ausschlägt. Solange es einem dabei gut geht, macht man es wohl richtig. Gut gehen bedeutet - oder sollte aber auch bedeuten, dass es anderen damit nicht schlecht geht. (Siehe kategorischer Imperativ)

      30.06.2012, 11:33 von no_ah_
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  • 1

    Großartig geschrieben, mein Hirn machte bei jeder neuen Zeile das "Bing" eines Anschlags...

    02.06.2012, 00:57 von BillyKaplan
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  • 1

    ich frag mich im bus immer was die person grade denken mag ;) meine schwester lacht mich dabei nur aus..

    11.12.2011, 00:44 von Goldmann
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