stephanxy 18.05.2009, 14:15 Uhr 1 0

Fortschritt versus Nachhaltigkeit

Wer soll bei dieser Begegnung gewinnen?

Irgendwie will es nicht in meinen Kopf hinein, dass wir weiterhin wissentlich und völlig ungeniert über unsere Verhältnisse leben. Und es wird ja nicht besser - im Gegenteil. Der sogenannte technische Fortschritt zerstört unsere natürlichen Lebensgrundlagen und lastet unseren Kindern ungeahnte Probleme auf. Technikfanatismus, ungezügelte Raffgier und die menschliche Entfremdung von der Natur sind anscheinend nicht aufzuhalten. Wo wird das hinführen? Niemand kann wirklich in die Zukunft schauen, doch eines ist klar: So wie jetzt wird es nicht lange weitergehen können und zurück auf Anfang möchte kaum jemand.

Wir müssen also etwas verändern, einen Fortschritt erzielen, doch wie muss dieser Fortschritt aussehen? In der Tat ist vieles, was als Fortschritt gefeiert wird, nichts als ein riesiger Rückschritt. Ein Rückschritt zum Beispiel in der Reinheit unserer Umwelt, ein Rückschritt zum Beispiel in der Sicherheit vor totaler menschenverursachter Vernichtung, ein Rückschritt zum Beispiel bei den Erblasten, die wir unseren Kindern hinterlassen und nicht zu vergessen der Rückschritt in der Sinnhaftigkeit unseres Lebens. Es gibt nur zwei Antworten auf diese Rückschritte, entweder wir stürzen uns noch mehr unbedacht in Technologien oder wir halten ein, soweit es nur irgend möglich ist.

Ich möchte technische Entwicklung nicht an sich verteufeln, denn jede Erfindung hat eine gute Seite. DOCH wenn die gute Seite nicht eindeutig überwiegt, ist die Zeit nicht reif für diese Technologie - und wird es vielleicht auch nie sein. ABER wer kann abschätzen, welche Erfindung insgesamt positive Folgen haben wird und welche nicht? Das scheint mir eine Frage zu sein, die alle etwas angeht, die wir alle beantworten müssen, denn je weniger entscheiden, desto weniger wird berücksichtigt.

Da mögen die Verfechter des reinen Marktprinzips entgegnen, dass die Verbraucher schon lange die Macht haben, über die Verbreitung von technischen Neuerungen zu entscheiden. Entweder es wird gekauft oder nicht! Auch die Politik wird sagen, dass der Wähler mit seiner Stimme über technische Entwicklungen bestimmen kann. Ist doch alles OK!? Es ist fast alles OK, denn leider fehlt es uns Menschen noch zu oft an geistigen Ressourcen um die Mitbestimmungsmöglichkeit effektiv zu nutzen - effektiv im Sinne von mitfühlender Nachhaltigkeit, verantwortungsvoller Sicherheit, verständnisvoller Naturverbundenheit und liebevoller Sinnhaftigkeit jenseits von sinnleeren quantitativen Wachstumsideologien.

Wir haben es nicht besser verdient, solange wir es nicht besser machen. Aber unsere Kinder müssen das alles ausbaden oder sind wir selbst noch Kinder? Das Buch "Life Inc." von Douglas Rushkoff kann ich zu dieser Thematik sehr empfehlen.

1 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    och NÖ.

    1. fortschritt und nachhaltigkeit widersprechen sich nicht. siehe zum beispiel windkraft, siehe effizienzsteigerung bei solarzellen. gibt noch unendlich viele andere beispiele.
    2. niemand kann vorhersehen, welche wirkungen welcher fortschritt hat. eine masse menschen kann es nicht, wenige menschen können es noch viel schlechter. gibt mehr als genug beispiele dafür.
    3. fazit: undurchdacht. mal wieder.

    18.05.2009, 14:31 von nutella
    • 0

      @nutella Du sagst es: och NÖ.

      1. Ich habe keinen generellen Widerspruch proklamiert.

      2. Sag ich doch, dass niemand in die Zukunft schauen kann, hä? Sag ich doch, dass mehr Menschen mehr wissen als weniger Menschen, hä?

      3. Fazit: Mal wieder ein unnötiger Schnellschuss oder war der so nötig?

      18.05.2009, 15:07 von stephanxy
    • 0

      @stephanxy ok, du sagst "fortschritt vs nachhaltigkeit", was schon mal einen gegensatz aufstellt, den es nicht gibt.
      du sagst, dass niemand abschätzen kann, welche folgen fortschritt hat, bist aber trotzdem dafür, dass man abwägt und dann erst fortschritte einführt. wobei "man" nicht definiert wird, weil die abwägungsprozesse von "man" mangelhaft sind.
      was willst du uns damit sagen? am ehesten vielleicht noch, dass du selber keine ahnung hast, was du sagen willst.
      und ja, du sagst es, der artikel ist ein unnötiger schnellschuss, der magels aussage nicht nötig ist.

      18.05.2009, 15:15 von nutella
    • 0

      @nutella Ich geb's auf mit Dir : ) oder nein, ich gebe einfach nach, schönes Gefühl sag ich Dir! Bis zum nächsten Mal in alter Frische...

      19.05.2009, 20:02 von stephanxy
    • Kommentar schreiben

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
14. Mai 2012

NEON-Apps für iOS und Android

Neueste Artikel-Kommentare