Fisch & Chipstüten
Im Pazifik schwimmt ein Müllteppich, so groß wie Zentraleuropa.
Einmalrasierer, Plastikgabeln, Feuerzeuge, Kondome, Bierkisten, CD-Hüllen: Plastik ist praktisch, billig – und für viele Meeresbewohner tödlich. Jedes Jahr sterben mehr als eine Million Seevögel sowie tausende Wale und Robben am Müll, der in den Weltmeeren treibt. Einen traurigen Rekord hält der Nordpazifik: Dort hat sich ein fast geschlossener Müllteppich gebildet, der die Größe von Zentraleuropa erreicht hat. Ursache ist ein riesiger Meeresstrudel. Er erfasst sämtliche Abfälle, die an nordamerikanischen oder asiatischen Küsten in den Pazifik gelangen. Doch woher kommen die ganzen Zivilisationsreste?
»Plastikprodukte sind sehr langlebig, sie können bis zu 450 Jahre alt werden. Ein Teil davon landet über kurz oder lang im Meer, zum Beispiel über den Wind, über Flüsse oder umgekippte Mülleimer«, erklärt der Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace. Zum Problem wird das schwimmende Plastik übrigens nicht nur für die Meerestiere, sondern auch für uns Menschen. An den Kunststoffteilen lagern sich Umweltgifte an, die über die Nahrungskette aus Plankton und Fischen schließlich auf unserem Teller landen.
SILVIA LIEBERMANN





Kommentare