time2B 20.07.2012, 17:05 Uhr 0 1

Everybody's fine

"Wie geht es dir heute?"

Ja, der Titel ist geklaut…von einem Film in dem drei Kinde ihrem Vater vormachen, dass mit dem vierten Kind alles in Ordnung ist.

 

So, wie wir es so oft in unserem täglichen Leben tun. Wann hast du das letzte Mal gefragt „Wie geht’s“ und ein „Gut“ sofort als Antwort akzeptiert, weil es eigentlich kaum eine andere Antwort gibt, denn alles andere kostet Zeit, Empathie und tatsächliches Interesse. Oder, fast noch schlimmer, nicht einmal die Antwort abgewartet hast, weil ein „Wie geht’s“ eher zu einer Art Begrüßung geworden ist, ein „How do you do?“ übernommen aus dem Englischen.

 

Der Vater reist durch das ganze Land, besucht nach und nach seine Kinder, weil diese nicht seiner letzten Einladung gefolgt sind. Nur seinen einen Sohn kann er nicht auffinden.

 

Oder wie hast du das letzet Mal auf die Frage geantwortet, wie es dir gehen würde? Hast du dir überhaupt die Zeit genommen kurz in dich rein zu hören um selber zu wissen wie es dir geht? Oder hattest du selbst dafür keine Zeit?

 

Der Film endet tragisch – sein jüngster Sohn hat sich das Leben genommen, weil er dem Druck, seinem und dem der Familie nicht standhalten konnte. Geredet hat er mit keinem. Am Ende haben die nicht ausgesprochenen Worte ihn verschlungen, immer weiter in ihn selbst hineingezogen bis sie nicht mehr herauskonnten, Teil des inneren wurden, fest verschlossen von allem Äußeren.

 

Jetzt weiter schreiben wäre zu einfach, das darf sich jeder für sich selber überlegen. Außerdem will ich nicht moralaposteln, sondern nur mal Gedanken anregen (so zum Wochenende)

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