Elektroauto
Kann Strom gegen Sprit gewinnen?
Shai Agassi argumentiert so: Was ist die Ursache für den Krieg, was ist die Ursache für den Klimawandel? In beiden Fällen das Öl. Wie kommt der Mensch vom Öl los? Das Benzinauto muss weg. Und womit fahren wir stattdessen? Mit dem Elektroauto. Das Elektroauto würde beide großen Übel beseitigen: den Krieg und den Klimawandel.
Unser Autor Sven Behrisch hat den Amerikaner Agassi für seine Reportage in der aktuellen NEON-Ausgabe ausführlich begleitet und portraitiert. Behrisch beschreibt Agassi als einen jungen Unternehmer, der sich selbst der Akku ist, an dem er wie ein Elektroauto regelmäßig sein Ego auflädt; aber auch als gewinnend, ungeheuer klug – und überzeugend.
Der derzeit so erfolgreiche Hybridwagen, sagt Agassi, sei nur eine halbherzige Übergangslösung – und das Elektroauto durchaus keine spinnerte Vision: Automatische Ladestationen an öffentlichen Parkplätzen, in Tiefgaragen und zu Hause betanken die Autos, wann immer sie stehen. Die Wagen sind so schnell, so komfortabel und so groß wie Benziner. Nur billiger und emissionsfrei.
Mit seinem Wesen und seinen Argumenten ist es Agassi mittlerweile gelungen, Renault und Nissan sowie die Regierung von Israel auf das Elektroauto einzuschwören. Es wurde ein Vertrag unterzeichnet, in dem als Ziel festgelegt ist, dass Israels Straßen mithilfe von Agassis Unternehmen, Renault und der Regierung bis 2015 weitgehend von Benzinautos befreit sein werden.
Wenn Israel, sagt Agassi, warum nicht auch größere Länder? Warum nicht die USA?
Die Frage geben wir an euch weiter: Wird sich Agassis Elektroauto im großen Stil durchsetzen – oder haltet ihr die Öllobby für stärker?




Kommentare
Kaiser Wilhelm hatte 15 Fahrzeuge in seinem Wagenpark - davon DREI Elektromobile. Und wieviele hat die Kanzlerin heute?!
20.07.2009, 19:47 von AchmedIch habe die Geschichte der Elektrischen Mobilität einmal komplett aufgerollt... und nun auch im Netz veröffentlicht.
Starten kannst Du hier:
>> http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_11_01_mobile_anwendungen_geschichte_1.htm
Viel Spaß!
@ Nutella
09.06.2009, 07:50 von Spanish-JohnnyTotaler Schwachsinn, die Energie kommt nicht nur von fossilen Brennstoffen, Wind, Gezeiten,...
Mit dem Elektroauto ist man auf einem sehr guten Weg
Die Auffassung, dass Elektroautos inklusive des Energieerzeugers eine schlechtere CO2 bilanz haben als Autos mit Verbrennungsmotoren hört man in den letzten Tagen immer häufiger. Tatsächlich bin ich auch dagegen, dass man diese Fahrzeuge als Solarfahrzeuge bezeichnet. Wenn man jedoch den deutschland weiten Strommix heranzieht und die Wirkunggrade von Verbrennungsmotor mit der Kette der Einspeisung mit Rückgewinnung vergleicht stehen schneiden die derzeitig erhältlichen Elektrofahrzeuge verdammt gut ab. Das Hauptproblem, der Preisbleibt. Dieses Problem hat Agassi richtig erkannt, genauso wie, dass der Hybrid eine Scheinlösung ist. Bei der Dauerdikussion Auto vs. ÖPNV verschlafen in Deutschland anders als in anderen europäischen Ländern alternative Transportmittel, wie z.B. in London(GB), Schweden, Österreich, Schweiz und Italien. Hier arbeiten Forschung und Industrie an einem "Personal Rapid Transit" in Deutschland ist nichtmal der Begriff bekannt.(kann man seit 2008 in wikipedia finden). Hier schlafen die Medien und die Politik gleichermasen.
09.02.2009, 17:06 von 12Volt... gegen die fossilen brennstoffe hat das elektro áuto in 4 jahren noch keine reelle chance...
02.02.2009, 18:27 von nunumausidafür ist das system noch viel zu undurchsichtig und auch unglaubwürdig... sehe man nur die wechselladestationen .... die umsetzungen stell ich mir eher schwierig vor und auch die bevorzugung von solchen elektroautos wird sich noch über eine weile hinziehen ....
ich sehe jetzt und auch in naher zukunft keine elektroautos anstatt benzinern auf der straße...
ich denke nicht das es eine frage der lobby ist sondern eher der technologie und somit auch eine frage der zeit bis diese für den markt nutzbar ist.
20.01.2009, 23:58 von bruin@[Benutzer gelöscht] das mußt du lag nachsehn..er gehört zur fraktion war noch nie, is mir zu schnell, außerdem, aaaber die "experten" geben zu bedenken..vielleicht ein mangel an vorstellungskraft, vielleicht zu viele argumente aus den gängigen medien. bis diese etwas bringen und über die vor- und nachteile diskutieren sind die ersten neuerungen längst umgesetzt und in wissenschaftlichen kreisen seit jahren bekannt. es geht ja auch mit lag & co. stetig weiter. wahrscheinlich braucht die entwicklung "bremser". die meisten würden vielleicht gar nicht mehr hinterherkommen und vielleicht wär dann auch alles zu schnell vorbei ;-)
20.01.2009, 15:56 von TNT@[Benutzer gelöscht] :-)
21.01.2009, 08:59 von TNTgenau der letzte satz ist das was mich so stört. solange selbst "idealisten" wie du meinen es müßte sich RECHNEN...whaaaah...aber so gesehn..vielleicht hast du ja recht...vielleicht rechnet sich die erhaltung der vielen menschen- und tier- und pflanzenleben einfach nicht. laßt uns im jenseits unseren gewinn aufn kopf haun. ich geb einen aus.
lg
@[Benutzer gelöscht] ich gebs auf. meinste wirklich, dass unsere umweltprobleme daraus resultieren, dass kleinbauern etwas land für sich roden? lächerlich. es geht hier um großindustrien, um die müllberge auf wertstoffhöfen von dingen die kein mensch braucht und die produktion derselben. sorry, aber da geh ich nicht mit. du bist dermaßen in dieser zugegebenermaßen gängigen und anerlernten monetären und konsumerhaltenden denke gefangen, dass dir keine andere alternative sinnvoll erscheint.
22.01.2009, 10:42 von TNTda muß ich an einen schönen spruch denken: solange rohstoffe verschwendet werden um künstliche kotze herzustellen sieht es echt schlecht aus für uns alle.
Ich gebe oceaneyes Recht. Ich bin auch begeisterte Fahrradfahrerin,ber wenn es dann doch zu glatt ist, um 10 km zur Schule zu fahren, muss man den bus nehmen. Gut, da habe ich mein Schulwegjahresticket, aber die gilt auch nur bis 18.00. Wenn ich dann also bis nach 18.00 noch in der Stadt bin musste ich mal den normalen preis von 2 € zahlen, mittlerweile allerdings 2, 30 €. Und die Stadtwerke werben immer für ach so günstige Angebote. allerdings fahren demnächst alle nur noch mit dem Auto, weil es vermeintlich billiger ist- die Benzinpreise sind teilweise genauso hoch! Und das tut der Umwelt schon gar nicht gut und treibt den Klimawandel nur noch weiter voran. Also denke ich, wäre es erstmal wichtig, die buspreise etwas zu senken, damit wieder mehr Leute Bus fahren und nicht alle einzeln oder zu zweit in ihren Fnfmann Autos sitzen und 100 mal soviel Co2 ausstoßen, wie wenn alle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren würden.
20.01.2009, 11:07 von Spikktsaetl@[Benutzer gelöscht] Und?
22.01.2009, 16:33 von sailorWer fährt zu zweit?
Ich seh meist nur einen alleine in seiner Blechkiste sitzen.
Ich zahl für die Öfis 48 Euro im Monat, komme 24/7 durchs ganze Stadtgebiet und kann ab sieben und am WE noch jemanden Mitnehmen und mein Ticket verleihen...
Wenn ich das alles, was ich mit ÖPNV mache mit einem Auto machen würde, wäre es deutlich teurer. Auch zu zweit...
Behaupte ich einfach mal...
:)
elektroautos sind energietechnisch gesehen murks wenn die elektrizität durch fossile brennstoffe gewonnen wird. dann gewinnt man ökologisch gesehen wenig bis gar nichts. das öl wird dann eben im kraftwerk und nicht im auto verbrannt.
20.01.2009, 10:28 von nutellaanders sähe es aus, wenn man die energie weit überwiegend aus regenerativen quellen erzeugen würde. das scheint aber derzeit noch zukunftsmusik zu sein.
@nutella Einen kleinen Vorteil hat es schon: Die Stadtluft wird entlastet, der Effizienzgrad *könnte* gesteigert werden und bei Elektroautos kann man bei Bremsvorgängen Energie zurückgewinnen. Untermm Strich steht und fällt die Sinnhaftigkeit aber mit der Energieerzeugung. Und da man sich in Deutschland für den Weg in die subventionierte Sackgasse entschieden hat, wird da nicht viel rumkommen.
20.01.2009, 10:36 von Romeo_Flausch79@Romeo_Flausch79 in deutschland wird das wohl nicht viel bringen, das stimmt. dürfte aber weniger an subventionen liegen als daran, dass es hier nicht genug möglichkeiten gibt. dafür haben wir zu wenig wind und sonne.
20.01.2009, 11:09 von nutellaausserdem frag ich mich, wie man damit längere strecken fahren soll, wenn man alle 300 km erst mal lange zeit an ne steckdose fahren muss. da erscheint mir wasserstoff als treibstoff schon deutlich sinnvoller.
@[Benutzer gelöscht] das rückgewinnungssystem führt dieses jahr die formel 1 ein - also alles schon da, umgesetzt und eingesetzt. die rückgewinnung verwenden die wagen übrigens für einen booster, mittels knopf für überholmanöver einsetzbar.
20.01.2009, 12:16 von marco_frohberger