cajawe 20.03.2017, 15:02 Uhr 12 0

Einsamkeit

Bei dir kann ich ich sein und ich kann behaupten, dass ich frei bin. Ich bin frei in meinen Entscheidungen. Immer.

Hallo Einsamkeit,

ich habe mich für dich entschieden. Schon vor einiger Zeit, schon vor ein paar Jahren. Ich bereue es nicht. Du tust mir gut. Einsamkeit, nein, du bist keineswegs schlecht. Bei dir kann ich ich sein und ich kann behaupten, dass ich frei bin. Ich bin frei in meinen Entscheidungen. Immer. Ja, es gibt die Momente, da fühle ich mich einsam und es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass es mich manchmal nicht traurig macht. Allgemein gesehen hast du mich aber erst zu dem gemacht was ich bin. Mit jedem einzelnen neunen Schritt in die Einsamkeit konnte ich wachsen. Mit jeder Entscheidung die im nach hinein vielleicht nicht die Klügste war konnte ich genauer herausfiltern was ich möchte. Mit jedem Schritt der mich zu oder von einem Ziel entfernt hab, konnte ich lernen wie vielseitig das Leben ist, wie verschieden Menschen sind, wie verschieden ich bin und wie offen ich bin für Neues. Ja, ich gebe zu, Anfangs war es ein seltsames Gefühl, irgendwo zu sein wo ich niemanden kenne. Mit der Zeit habe ich es lieben gelernt, denn ich habe über mich selbst herausgefunden, dass ich immer Leute kennenlerne und eine schöne Zeit haben kann, egal wo ich bin. Aber an manchen Orten sind wir einfach ein stärkeres Team und stärker verbunden. Ich bin überall und unter Menschen, aber in Wahrheit sind die Einsamkeit und ich ein Team, ein starkes Team. Es ist nicht zu verwechseln mit einem Einzelgänger. Das ist für mich nicht dasselbe. Ich mag die Freiheit und ich mag die Veränderung. Ich mag es darüber nachzudenken und zu reflektieren, ob ich mich auf dem richtigen Pfad befinde oder nicht. Ich mag es Fragen zu stellen auch wenn ich weiß, dass es keine richtige oder falsche Antwort darauf gibt.

In der Einsamkeit erlebe ich auch die Zweisamkeit und in letzter Zeit habe ich vergessen, dass wir ein Team sind. Jetzt weiß ich auch, was ich vermisst habe: die Einsamkeit und die freien Entscheidungen bezogen auf mein eigenes Leben und Dasein. Ich weiß das jetzt, ich habe es verstanden und meine Gedanken sind sortiert.

Wir sind wieder ein Team.
Wir sind stark.
Wir sind die Veränderung.
Wir sind die Gewinner.
Wir sind die Verlierer.
Wir sind frei.
Wir sind glücklich.

12 Antworten

Kommentare

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  • 2

    Ich weiß nicht so recht. Von einem anfangs sehr entschieden und sicher wirkenden Standpunkt ist der Thread für mich persönlich irgendwann in ein Manifest abgerutscht, von dem man sich etwas mühselig versucht, selbst zu überzeugen. Die Darstellung der Einsamkeit als Team-Partner wirkt eher etwas verbissen und vor allem die letzten 7 Zeilen machen es noch weniger glaubwürdig.

    Aber vielleicht ist das nur mein Eindruck.
    Ich hätte nach der Hälfte aufgehört, hier wäre weniger mehr gewesen, finde ich :)

    20.03.2017, 22:46 von xmilestogo
    • 1

      Nicht nur dein Eindruck, sehr zwanghaft zum Teil.

      21.03.2017, 05:52 von Sensenmann
    • 0

      Irgendwie sind wir uns bei dem Text alle einig :)

      21.03.2017, 07:41 von Gluecksaktivistin
    • 0

      hahaha,  das scheint mir auch so, glueckskaefer :-)

      21.03.2017, 10:32 von Dr_Lapsus
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  • 1

    Ich finde es schwierig, weil ich einen Unterschied zwischen "gut allein sein können" und "Einsamkeit" mache und mir in dem Text nicht richtig klar wird, was gemeint ist.

    20.03.2017, 22:02 von Gluecksaktivistin
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  • 3

    Schutzbehauptungen machen Einsamkeit vielleicht erträglicher.

    20.03.2017, 21:49 von kysinz
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  • 0

    Du und die Einsamkeit ein Team ??


    Well,  wenn du so viel Wert auf Einsamkeit legst,  warum bist du hier und schreibst uns das ??

    20.03.2017, 16:46 von Dr_Lapsus
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  • 2

    I'm not convinced...

    20.03.2017, 16:28 von sailor
    • 0

      Dito.

      20.03.2017, 22:36 von xmilestogo
    • 0

      dann sind wir jetzt schon zu dritt :-))

      21.03.2017, 10:31 von Dr_Lapsus
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  • 3

    Man kann die Not emotionaler Abhängigkeit zur Tugend verklären, die dann heldenhaft als "Bis in den Tod Unzertrennlichkeit" / "Loyalität" daherkommt, gegen jeden Sinn und Verstand koste es was es wolle, genauso wie Not des Alleinseins aus Angst vor Nähe/Bindungsbeklopptheit/Mangel an Gelegenheiten zur Tugend stilisieren, als letzte Zuflucht komplizierter Menschen.

    Natürlich werden die meisten ihr jeweiliges Ding als frei gewählt, toll und glücklich darstellen.
    Ob es das tatsächlich ist, gibt dann eher erst ein genauerer Blick hinter die Kulissen frei.
    Am Ende ist es ja nicht die Umwelt sondern der Betroffene selbst, der sich etwas vormacht, wo Außen und Innen nicht übereinliegen.

    Alles in allem: Allein klarkommen ist schon anspruchsvoller, als sich immer hinter jemandem zu verstecken, der irgendwelche Lücken zu stopfen hat und die zu deckeln von wichtigen Entwicklunsgschritten zb. Selbstbestimmtheit gerade ab- und klein hält.

    20.03.2017, 16:22 von schauby
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  • 2

    Hmmm, weiß nicht. Ich finde es toll und wichtig allein sein zu können und mit sich im Reinen zu sein.

    Sich selbst auch mal für längere Zeit aushalten zu können! 
    Aber Einsamkeit ist für mich etwas anderes... irgendwie genau das Gegenteil, also das man Einsam ist, weil man das alles nicht kann.

    Interessanter Ansatz dennoch. :)

    20.03.2017, 15:24 von Fin_Fang_Foom
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