Lotta 30.11.-0001, 00:00 Uhr 64 1

Du willst keine Kinder?!

Dieses Land wird immer älter. Und wir sind daran schuld?

Klar. Ist ja auch logisch. Man denke nur an den beliebten Stammtischspruch: „Lasst uns noch einen trinken, so jung kommen wir nie mehr zusammen!“
Aber hier handelt es sich um ein wirkliches Problem: alle demographischen Statistiken zeigen, dass es immer mehr ältere Menschen gibt, aber immer weniger junge. Die daraus resultierenden Probleme erkennen wir jeden Tag aufs neue, wenn wir die Zeitung aufschlagen.
Ich persönlich frage mich aber: warum hat dieses Land diese Probleme?
Warum komme ich mir dann trotzdem vor wie der einzigste und gefühlskälteste Mensch der Welt, wenn ich in einer netten Kaffeeklatschrunde sage: „Nein, ich will keine Kinder. Ich kann mir ein Leben ohne Kinder sehr gut vorstellen!“ Entsetzt weit aufgerissene Augen blicken mich dann an und sagen, nachdem sie sich am Kuchen verschluckt haben: „Wie???!! Du willst keine Kinder???“ Welch ein Unterton, welch eine Dramatik verbreitet sich im Raum. Ich komme mir vor, als hätte ich etwas besonders verwunderliches gesagt, etwa: morgen fahre ich für drei Jahre nach Spitzbergen! Aber ist es denn so verwunderlich, dass man ein Leben ohne Kindergeschrei, Kinderprobleme, Kinderkrankheiten, Kindergeburtstage,... für lebenswert hält? Ich will damit nicht sagen, dass ich Kinder grundsätzlich nicht mag, ich will nur selbst keine haben.

Ich komme mir schon manchmal seltsam vor, wenn ich mit Freundinnen durch die Stadt spaziere und uns eine Frau mit Kinderwagen entgegenkommt. Alle bleiben stehen und schreien: „Oh wie süüüß!“ Ja, versuchen sogar mit dem Winzling Kontakt aufzunehmen... Ich stehe ein wenig peinlich berührt (oh Gott, was sollen die Leute nur von uns denken?!) daneben und schüttele den Kopf. Bei mir will dieser scheinbare Mutterinstinkt einfach nicht durchkommen. Es ist nicht so, als ob ich früher eines von den Kindern gewesen wäre, das lieber mit Autos, anstatt mit Puppen gespielt hätte. Nein, ich glaube sogar, dass ich eine sehr gute Puppenmutti war. Vielleicht hab ich mich damals schon zu sehr verausgabt? Wer weiß? Vielleicht aber bin auch einfach noch zu jung? Bin ich noch nicht so reif, wie meine gleichaltrigen Freundinnen, die sich verdammt sicher sind, ein Kind haben zu wollen?

Zugegeben, es gibt ja schon einige Gründe, die dafür sprechen. Es ist sicherlich äußerst interessant zu sehen, was dabei herauskommt, wenn man beschließt, mit dem Mann, den man liebt, ein Kind zu bekommen. Ein weiterer Grund wäre die soziale Haltung: wer zahlt mir meine Rente? Ich selbst war zu faul, jemanden groß zu ziehen, der unseren Staat am Leben erhält. Und ein ganz besonders einschlagender Grund: mit wem feiere ich Weihnachten 2050, wenn meine Mitbewohnerrinnen im Seniorenheim alle bei ihren Kindern und Enkelkindern sind? Gut, zugegeben, manchmal könnte es dann schon ein bisschen blöd werden. Aber ich bin ja noch jung. Da muss ich ja jetzt auch noch keine endgültige Entscheidung fällen... Vielleicht ändere ich meine Haltung sogar noch?

Aber diese umgedrehte Bevölkerungspyramide ist mir doch ein Rätsel. Wo sind die ganzen Kinderlosen? Warum fühle ich mich wie ein weltweiter, emotionsloser Einzelfall?

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64 Antworten

Kommentare

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    Das ist ja krass! GENAUSO wie du es geschrieben hast, gehts mir! wenn jemand mit nem kinderwagen an mir vorbei kommt, interessiert mich das gar nicht. ich glaube aber, ich bin noch ein ganzes stück krasser vom denken her, als wie du. Ich sehe Kinder eher als anhängsel, sie nerven, du musst sie füttern und windeln und hast sie ein leben lang am hals (klingt jetzt etwas fies, ist aber so) und ich will mein Leben geniessen (und ich meine:wirklich geniessen, auch mit 30, wo für viele das leben mit kindern schon vorbei ist...traurig)
    ich möchte party machen und geld verdienen. wieso bin ich egoistisch, wenn das mein eigener körper ist, und ich selber entscheiden kann? Nein, das ist kein egoismus, egoistisch ist nur das, was andere betrifft...
    gruß,
    Kristin (18)

    06.01.2008, 12:58 von Crystal07
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    Hallo,
    wir sind 2 Psychologie Studentinnen der TU Braunschweig und schreiben gerade unsere Diplomarbeit zum Thema: „Motivationale Bedingungen des gewollten Kinderwunsches und der gewollten Kinderlosigkeit“. Hierfür suchen wir noch Paare, die bereit sind, mit uns über ihre Wünsche und Vorstellungen zu reden. Insbesondere interessieren uns die Motive der gewollten Kinderlosigkeit. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Interesse hätten, ein Gespräch über dieses Thema mit uns zu führen.
    MfG
    Melanie Germer (MelanieGermer@online.de)
    Franziska Marx (Franziska.Marx@t-onine.de)

    09.04.2007, 09:31 von szgm0211
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      @[Benutzer gelöscht] Zu beiden Beiträgen:
      -Es gab in der DDR durchaus eine Altersarmut. Das lag aber vor allem am Rentensystem, da die Renten nicht an die Lebenshaltungskosten angepasst wurden.
      -Die "gefühlte" Armut mag heute höher sein, aber über 80% der Autofahrer halten sich auch für überdurchschnittliche Fahrer. Die Zahl habe ich sogar von einem Fachmann. Die lebensnotwendigen Dinge waren in der DDR subventioniert, vor allem Lebensmittel und Mieten. Damit musste man nicht der Großteil des Lohns für's "Überleben" ausgeben. Und wenn alle gleich wenig haben, fühlt man sich auch nicht arm.
      -Die Scheidungsraten in der DDR waren höher, die Zahlen der Eheschließungen und Ehen NACH einer Scheidung auch. Das lag aber auch daran, dass man ohne Familie kaum Chancen auf eine Wohnung hatte. Und zu Anfang der 90er Jahre lag die Scheidungsrate im Westen "nur" bei ca.30%.
      -Arbeit in Deutschland: Glaubst du denn, dass die Leute die in der Woche 60 Stunden und mehr arbeiten das gerne machen? Aber es ist anscheinend so, dass es billiger (und einfacher) ist Überstunden machen zu lassen, als neue Leute einzustellen.
      -Welche Leute bekommen heute noch Kinder? Leider häufig die Falschen. Sagte zumindest ein Bekannte, die Hebamme lernt. Sie hat 16jährige ohne Ausbildung zu betreuen. Die Leute die beruflich vorankommen wollen und die Mittel haben ihre Kinder gut zu fördern, verlegen das Kinderkriegen auf später, und dann sagt die Natur "Nein". Andere Kinder verelenden dagegen in Familien, die durch Arbeitslosigkeit, familiären Problemen und Alkoholismus gezeichnet sind und wo das Kindergeld notfalls versoffen wird.
      Eine weiter Gruppe die relativ viele Kinder hat sind ausländische Familien und Spätaussiedler. Diese Gruppen haben ihre eigenen Probleme. Sei es, dass die Kinder aus diesen Familen Schwierigkeiten haben sich richtig zu integrieren, oder dass die Eltern die Kinder nicht in die Schule schicken, weil sie dort "verdorben" (aufgeklärt) werden.
      Das soll kein Angriff auf Aussiedler und Ausländer sein, aber leider gibt es diese Probleme!

      Ja, für die Zukunft brauchen wir Kinder! Und wir können es uns nicht leisten, ein begabtes Kind nicht zu fördern! Aber was soll konkret geschehen? Welche Ausbildungsmöglichkeiten müssen diese Kinder dann haben? Welche Arbeitsplätze? Einfach nur kollektiv Kinder in die Welt setzen gibt keinen neuen Schwung!
      Ich habe kein Problem damit, wenn Deutschland in 30 Jahren nur noch 60 oder 50 Mio Einwohner hat. Solange die Leute Arbeit haben, die auch die Kinder, Kranken und Alten ernähren kann.

      09.01.2006, 10:09 von Charlie_B
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      @[Benutzer gelöscht] Bei deinen Argumenten stimmt so einiges nicht:

      -"Durch die Gebährverweigerung [...] dreht sich vor allem die "deutsche Volkswirtschaft" immer weiter nach unten."
      Es wäre ja schön, wenn dem so wäre, aber wo sollen diese ganzen Kinder Arbeit finden? Wir haben jetzt schon ca. 5 Mio. Arbeitsplätze zuwenig. Grenzenloses Wachstum ist kein Ausweg.

      -"Warum geht denn das Kapital, [...] nach China und Indien, weil da angeblich so ein "großer Markt" ist."
      Das Kapital (und damit die Arbeitsplätze) gehen dorthin, weil Arbeit dort konkurrenzlos billig ist. Oder kannst du für einen Lohn von 2 Euro 48 Stunden die Woche arbeiten? Der Lebensstandart ist dort so niedrig, das DAS DORT reicht. Ausserdem sind die Arbeits- und Umweltschutzregeln dort so niedrig, wie wir es uns in Europa nicht erlauben können. In Europa haben wir am eigenen Leib schon erfahren, dass es so nicht geht. Erinnere dich mal an den Zustand der deutschen Flüsse in den 80ern!
      Einen großen Markt gibt es in Indien und China nur, weil Millionen von Leuten darauf warten, Fernseher, Handys, Computer und Autos zu besitzen. Wenn DER Markt gesättigt ist, suchen sie sich den nächsten.

      -"Das lag aber auch daran, dass man auch in schwierigen Zeiten zusammengeblieben ist."
      Hm, warum waren in der DDR die Scheidung dann so einfach und die Scheidungsraten so hoch? Von der real-existierenden Altersarmut ganz zu schweigen.

      05.01.2006, 15:32 von Charlie_B
  • 0

    Liebe Lotta,
    mit 19 kannst du dich locker machen und die Diskussion von weitem betrachten. Und selbst wenn das Thema zu dem deinem werden sollte: Nie, aber wirklich nie, brauchst du irgend jemandem zu erklären, warum du kinder möchtest oder warum nicht. nicht dem staat und nicht mir. was sollte daran falsch sein, keine kinder zu wollen? scheiß auf den staat! zum kinder kreigen brauchst du einen partner, und selbst das geht mittlerweile ohne.
    ich bin doppelter papa und verheiratet. ich sehe, wie sich da fronten bilden zwischen eltern und nicht-eltern. irgendwie geht es da im grunde nur darum, wer den schlüssel zum glück gefunden hat. leider kranken beide seiten oft an ihrer ignoranz. auch ne art von ausgrenzung.
    in meiner rolle ist meine beziehung zum staat in dieser sache ganz klar: her mit den kindertagesstätten!

    viel spaß noch!

    28.04.2004, 14:17 von lermano
    • 0

      @lermano Hier steht jetzt schon so viel, und einigem kann ich zustimmen anderem nicht. Ich habe selber 4 Kinder. gewollt und nicht "von der Gesellschaft" aufgezwungen. Kinder sind eine Bereicherung unseres (Meines und des Meiner Partnerin) Lebens. Ich habe Erfahrungen durch und mit meinen Kindern gemacht, die ich anders nie hätte machen können.
      Um der Diskuusion mal einen Stoss in eine andere Richtung zu geben: Was wollen wir. Wie sioll unsere Gesellschaft in 30 Jahren aussehen? Ich habe hier in einem Beitrag gelesen, wir wären ein reiches Land und alle Rentner könnten davon ernährt werden: Zweifel: weil, das Kapital, das da ist muss arbeiten, dazu braucht es Manpower und wenn die nicht da ist, kann man sich mit den Wertpapieren was abputzen - soll heissen ohne Kinder geht es nicht und wenn keine Kinder da sind müssen Einwanderer her. Gut qualifizierte, weil arbeitslose nichtqualifizierte haben wir schon genug und werden sie leider (mein Bedauern gilt den Arbeitslosen, habe selber mak dazugehört) auch behalten, denn Jobs ohne Quali wirds hier immer weniger geben.
      Jetzt sind wir bei den Rahmenbedingungen: Kinderbetreuung usw.: Wir sind ja nicht allein beim Bewerben um qualifizierte Einwanderer. Hier in Westeuropa geht es allen Gesellschaften genauso. Wir müssen also für uns, unsere Kinder und die zukünftigen Einwanderer die Bedingungen so verbessern, das sie auch kommen und hier leben wollen (siehe gescheiterte "Greencard" unserer jetzigen regierung). Wenn diese Bedingungen alle stimmen, werden einige Entscheidungen vielleicht anders aussehen. Nichtsdestotrotz: Unsere gesellschaft wird sich grundlegend ändern.

      nero

      08.05.2004, 02:43 von nero
    • 0

      @nero Hallo Alle!
      Tja, erst einmal denke ich auch jeder muß sein Leben selbst bestimmen und wenn jemand wirklich keine Kinder möchte muß man das akzeptieren. Das heißt aber nicht, daß man es verstehen muß denn das fällt mir ehrlich zugegeben etwas schwer.
      Ich bin 24 Jahre alt und habe zwei Kinder, beide waren gewünscht. Ich bin auch verheiratet. Das Gründen einer eigenen Familie war mir schon früh ein Bedürfnis.
      Ich denke aber, daß es den Frauen heute sehr schwer gemacht wird. Deutschland ist kein kinderferundlcihes Land und berufstätigen Mütter stehen wenige oder keine Möglichkeiten der Kinderbetreuung zur Verfügung, vor allem in ländlichen Gebieten. Ich kann nachvollziehen, wenn
      eine junge ausstudierte Frau, die gerade die Karriereleiter hochklettert keinen Gedanken ans Kinderkriegen verschwendet. Wofür auch?
      -Kinder ruinieren einem die mühsam erarbeitete Traumfigur
      -Kinder könnten die Ehe belasten oder gar zerstören
      -Kinder schränken ein
      -Kinder sind laut
      -Kinder werden krank
      usw.
      Ich denke es ist ein Problem unserer Gesellschaft, daß man mit Kindern einfach alles schwerer hat. das ist Alltag in Deutschland. Nachbarn beschweren sich über Ball spielende Kinder, im Supermarkt starren alle an der Kasse, wenn ein Kind quengelt udn statt etwas Nettes zu sagen wie:" ach, bist Du heute nicht so gut drauf? das wird schon wieder Kleiner!" wird getuschelt und man hört:" Sowas hätet es früher nicht gegeben, da gab es ganz schnell Abhilfe, so ein verzogenes Kind!"
      Mit Kindern wird vieles zum Spießrutenlauf. Von kleinsten kindern wird mehr Anstand und Etikette gefordert als von manchem Erwachsenen. Ja, bei Kindern schaut man genau hin. Funktionieren die Kinder nicht wie sie sollen, tja dann können ja nur die Eltern daran schuld sein! Kein Wunder, sie sind ja jung.
      Ihr seht Kinder zu bekommen , den Alltag mit ihnen zu meistern ist kein Honigschlecken, dennoch möchte ich auch die angenehmen Dinge nicht verschweigen für alle die, die jetzt bereist denken" wusste ich doch, ich will keine Kinder":
      -Kinder zeigen Dir die Welt aus völlig anderen Blickwinkeln udn ermöglichen dir eine neue Perspektive
      -Kinder lieben dich, es gibts nichts schöneres ein Baby auf dem Bauch liegen zu haben, das sanft schlummert.
      -Kinde rerklären dich heute zum Piratenkapitän udn morgen zum Dinosaurier, ihre Phantasie ist grenzenlos udn man erkennt sich sebst wieder.
      -Ein Lachen von deinem Kind und alles ist gut, wenn ein Dreijähriges dich zärtlich versucht zu trösten weil du traurig bist, ein schönes Gefühl.
      -Dein Leben wird ein einziges Abenteuer
      -Dir ist niemehr langweilig
      -Du stellst fest, daß e wichtigere Dinge im Leben gibt als Konfektionsgrößen und Diäten.
      usw.
      Die Reihe läßt sich beliebig fortsetzen.
      Ein leben ohne Kinder kann sicher spannend sein, ein Leben mit Kindern wird auf jeden Fall ein Abenteuer und eine Herausforderung.
      Garantien daß man alles richtig macht gibt e snicht. Es ist und bleibt ein Wagnis, aber ich möchte aufmuntern, den Mut zu haben Kinder zu bekommen. Es ist eine unvergleichliche Erfahrung wenn ein Kind in einem wächst udn die Muttergefühle wachsen ganz von selbst. die hat man nicht von heute auf moergen, sie wachsen immer ein stück. das ist normal.
      Man sollte sich nicht dagegen entscheiden weil man Angst hat zu versagen. Kinder wollen keine perfekten Eltern, sie wollen einfach geliebt werden.

      KATJA

      09.05.2004, 13:37 von DyingFly1
    • 0

      @DyingFly1 Hallo @ all!

      Ich denke, auch das jeder sein Leben bestimmen muss/soll.
      Es ist doch gerade zu furchtbar, das andere versuchen einem in die Kinderfrage reinzureden. Ich wollte mein Leben lang noch nie Kinder.
      Nicht weil ich mich vor der Verantwortung drücken will oder Angst davor habe meine Kinder zu einem “verzogenem Bängel“ zu erziehen
      Nein, ich persönlich bin ein sehr spontaner Mensch,
      was bedeutet, das allein aus meiner Lebensweise keine Kinder in mein Leben passen. Ich denke jeder muss für sich persönlich herrausfinden,
      was für ihn das beste ist und womit er glücklich wird und werden will
      Für den einen liegt das Glück im Leben der Familie,
      bei dem anderen im Reich der 1000 Möglichkeiten und der Auslebung seines Lebens in Fom von Reisen und spontanität etc.
      Man muss halt prioritäten setzen ;)

      Warum ich keine Kinder möchte:

      - teuer
      - anstrengend
      - nervig
      - laut
      - spontanität fällt zumindest in den ersten Jahren weg
      - meinen Beruf könnte ich nicht mehr ausüben, jedenfalls nicht so wie ich es mir wünsche
      - warum mein Leben verändern, wenn ich so sehr zu frieden bin
      (es gibt keine Garantie, das es mit Kindern so bleibt)
      - Kinder bringen immer Problem mit sich, egal welche altersstufe

      Sicher würde mein Kind mir liebe geben und ich hätte bestimmt auch viel freude mit meinem Kind, aber ich kann ja nix vermissen was ich nicht habe.
      Gerne habe ich mal bei Freunden ausgeholfen, wenn der Babysitter abgesagt hat, aber ich war auch jedes mal wieder froh, wenn ich in meine 4 Wände gehen konnte ohne ein Kind.
      Mir geben Kinder halt nichts.
      Ich finde sie noch nicht mal wirklich süß.

      Ok... einige von euch sehen das als EGOistisch an, aber mal ehrlich
      sind die anderen nicht auch egoistisch, wenn sie Kinder haben wollen?

      Wir die keine Kinder wollen werden als egoistisch eingestuft,
      weil wir niemanden das Leben schenken wollen. Und nicht an unseren Staat denken.

      Ja und die Kinder wollen sind in meinen Augen genauso egoistisch,
      weil sie Kinder wollen, um damit ihre Ehe zu retten oder damit sie im alter nicht alleine sind und sie noch jemanden haben die ihre Rente zahlen.....sie jemanden betüddeln können....sie jemanden haben der zu ihnen aufsieht usw. usw. Da sist doch genau so egoistisch!!

      Ego hin oder her....

      Fazit: Für ein Kind würde ich mein Leben nicht ändern, da der Wunsch nach einem Baby bei mir nicht da ist und auch noch nie da war.

      Ich akzeptiere jeden der sich ein Kind wünscht und wünsche mir von
      allen anderen die es nicht verstehen, das wir uns keine Kinder wünschen
      dies auch zu akzeptieren und uns nicht ständig mich Fragen zu löchern und überreden zu wollen endlich ein Baby in die Welt zu setzten.

      Geschmäcker sind halt verschieden.
      Der eine mag Kinder, der andere nicht.
      Der eine mag lieber Eis, der andere lieber Lakritz.
      Der eine braucht 3 Frauen der andere bleibt lieber Singel.

      Also Lieben und leben lassen.

      Alica


      16.05.2004, 20:31 von Alica
    • 0

      @Alica Hallo Alica,
      ich möchte Dich auf keinen Fall überreden, doch Kinder zu mögen, es ist sicher besser für Dich, das NICHT zun tun.
      Hast Du Dir eigentlich mal überlegt, WARUM Deine Einstellung zu Kindern so geworden ist?

      hier zitiere ich Dich in Teilen:

      (Kinder sind ....)

      - teuer
      - anstrengend
      - nervig
      - laut
      - spontanität fällt zumindest in den ersten Jahren weg
      - meinen Beruf könnte ich nicht mehr ausüben
      - Kinder bringen immer Problem mit sich"

      Ich könnte Dir bei jedem Punkt das Gegenteil beweisen, ich hüte mich aber, es zu tun, weil es stimmt: jeder muss für sich herausfinden, womit er (wirklich?)glücklich ist.
      Und Du bist glücklich, oder?



      16.05.2004, 23:32 von Lillywilly
    • 0

      @Lillywilly Hallo Lilliy,

      meine Einstellung zu Kindern ist nicht so geworden sie
      ist schon so seit dem ich denken kann.
      Ich wollte noch nie Kinder. Was nicht gleich bedeutet, das ich ein Kinderhasser bin.
      Schon als Kind habe ich lieber mit Autos gespielt als mit Puppen.
      Sogar im Supermarkt habe ich anderen Kindern gerne mal den Arm gebissen... (heute schunzel ich drüber) Ich habe eigentlich auch nie schlechte Erfahrung mit Kindern gemacht. Meine Eltern sind sogar eher sehr Kinder lieb und liebe Geschister habe ich auch.
      Also aus der Richtung kann es nicht kommen.

      Warum sollte meine Einstellung auch so geworden sein?
      Man kann doch nicht alles mögen und lieben.

      Wie gesagt ich bestreite nicht, das Kinder auch ihre guten Seiten haben
      und sicher auch viel Freude mir sich bringen können,
      aber für mich wären Kinder nichts.
      Ich kann mit Kindern halt nicht wirklich was anfangen.

      Viele Freunde von mir könnten sich ein Leben ohne Kinder nicht mehr vorstellen. Aber ich kenne auch Paare die nie Kinder bekommen hätten wenn sie das gewusst hätten. Klar würden sie ihr Kind nie mehr hergeben,aber so anstrengend haben die es sich nicht vorgestellt un dhätten sich die Sache mit demKinderkriegen noch mal überlegt.

      Ok du hast recht Kinder mögen für dich vielleicht alles sein.
      Aber genauso wie du Kinder liebst mag ich sie nicht.
      Es klingt zwar hart und ich will damit auch nicht so rüberkommen,
      aber ich fand Kinder noch nie wirklich süß, noch nie habe ich nur mal beim Babysitten oder sonst wo nur eine Sekunde darüber nachgedacht
      ein Kind zu bekommen.

      Du liebst anscheinend Kinder... daher sind sie für DICH nicht teuer, nervig und auch nicht anstrengend. Es ist nun mal so im Leben, das einem alles teuer vorkommt was man nicht zu schätzen weis, mag oder haben möchte.

      Ich persönlich bekoche meine Hunde mit dem besten was mir möglich ist. Andere sagen, das wäre ihnen viel zu teuer mir ist es das Wert und überhaupt nicht zu teuer.

      Verstehst du was ich meine?
      Jeder hat eine andere Auffassung von dem was teuer oder anstrengend ist. Ich kann dir gerne noch ein Beispiel geben.
      Mein Job macht mir sehr viel Spass, daher scheue ich auch keine Wochendarbeit, Überstunden. 60 Stunden Woche...etc.
      Aber mit Kindern 2 Stunden auf dem Spielplatz zu stehen empfinde ich als mega anstrengen und nervig.

      Ich glaube dir gerne, das du dies anders empfindest, doch mein Gefühl ist anders.


      Ob ich glücklich bin? :)
      Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit mir und meinem Leben.

      Ich habe einen super tollen Mann, tolle Freunde (auch mit Kindern :) ),
      ein super Verhältniss zu meinen Eltern, ich bin Gesund, habe ein Job
      der mir gut gefällt...

      Also beschweren kann ich mich nicht überhaupt nicht!

      Ich wurde schon so oft gefragt, wann wir nun endlich Kinder kriegen und leider tuen alle so als wäre man “Gestört“ weil man keine Kinder möchte.
      Mir wurde schon mit 16 gesagt, das ich meine Meinung mit mitte 20 ändern werde. Tja Pustekuchen...
      Und spätestens wenn ich alles im Leben erreicht habe.
      Also bis jetzt habe ich alles was ich mir nur wünschen kann.
      Ok ich habe noch nicht die ganze Welt bereist
      und mein Traumhaus habe ich auch noch nicht gebaut,
      aber ob sich meine Meinung dann ändern wird finde ich auch sehr fragwürdig. Naja meine Schwiegermutter diskutiert auch gerne mit mir darüber. Ich kann ja verstehen, das sie sich ein Enkel wünscht,
      aber nr wegen Ihr werd ich mich bestimmt nichts ans Kinder kriegen machen.

      So long Alica




      18.05.2004, 14:19 von Alica
    • 0

      @Alica Hallo Alica,
      ich verstehe Dich möglicherweise besser als Du glaubst, ich gehöre nämlich NICHT zu den Menschen, die Kinder immer und überall gut finden - genauso wie ich viele Erwachsene nicht immer und überall gut finde. Ich finde auch Hunde z.B. nicht immer und überall gut und ich nehme an, Dir geht es ganz genauso. Ich finde also Kinder auch oft sehr anstrengend, genauso wie meinen Job, das Einkaufen im vollbesetzten Supermarkt, das enervierende Warten in irgendwelchen Behörden und und und. Aber letztendlich finde ich Kinder doch einfach großartig! Weil Kinder einfach Menschen PUR sind - wenn man sie nur lässt.
      Selbst habe ich nur ein einziges Kind (mittlerweile fast erwachsen) - leider nur eines, da lange jahre alleinerziehend. Ich war fast IMMER voll berufstätig und habe sogar, wenn man will, Karriere gemacht. Auch ich würde mich NIE nur über Kind und Mann definieren - das nur als Beweis, dass ich absolut das Gegenteil eines treusorgenden Hausmütterchens bin (Meine Freunde und Freundinnen würden sich ausschütten vor Lachen über diesen Vergleich!) Und auf Spielplätzen habe ich mich ebenfalls gelangweilt und eher gelesen oder mich mit anderen Eltern unterhalten als mit Kindern gespielt - im Sandkasten spielen ist deren Job, nicht meiner! Aber es gibt so viele Aktivitäten, die mit Kindern wirklich mehr Spass machen, ich habe mit meinem und von meinem Sohn Dinge (wieder)gelernt, die ich nie von und mit Erwachsenen lernen hätte können. Das betrachte ich heute als etwas sehr Kostbares.
      Ich kenne beide Seiten, ich war immerhin schon 34, als ich Mutter geworden bin. Vielleicht wäre es anders gekommen, wäre ich viel jünger gewesen! Ich wollte eben ALLES haben und habe sehr viel mehr als alles bekommen!

      18.05.2004, 19:11 von Lillywilly
    • 0

      @Lillywilly Hallo Lilly,

      ich kann es mir gut vorstellen, das du viel Freude mit deinem Kind hast/hattest. Und auch das Kinder, dir so wie vielen anderen neben vielen Problemen auch viel Freude bringen können.
      Genauso wie ich auch in ähnlicher Form viel Liebe von meinen Tieren kriege. Aber wer sagt denn das du nicht ohne Kinder noch glücklicher geworden wärst? Da man es nicht weis muss halt jeder für sich entscheiden womit er glücklich werden kann.

      Nur ich kann doch jetzt nicht einfach ein Kind bekommen,
      wenn mein Gefühl komplett dagegen spricht. Und ich überhaupt keinen Kinderwunsch verspüre, sondern eher Ablehnung Kindern gegenüber.
      Nur um auszuprobieren, ob mir vielleicht doch ein Leben mit einem Kind gefallen würde. Vielleicht wäre es auch so, auch wenn ich jetzt froh bin, das meine Freunde nach einem Besuch ihre Kinder wieder mitnehmen oder lieber noch ohne kommen, damit man sich mal wieder in Ruhe unterhalten kann. :) (War jetzt nicht böse gemeint)

      Mein großer Traum ist es die ganze Welt zu bereisen.
      Reisen ist mit einer meiner größten Leidenschaften.
      Mit einem Kind wäre mir das u.a schon nicht mehr möglich.
      Jedenfalls nicht in der Art und Weise wie ich es ausleben möchte.

      Dadurch das viele meiner Freunde Kinder haben kann ich sicher schon ganz gut mitreden, ob mir ein Leben mit Kindern gefallen würde.
      Ich kann nur sagen, ich bin so froh so ungebunden zu sein.
      Ich könnte mir auch niemals vorstellen das Heimchen am Herd zu sein.
      Jedenfalls würde ich (falls ich Kinder haben wollen würde) nicht arbeiten gehen wollen (nur ab und zu) da ich dann auch für meine Kinder da sein möchte...also Schulaufgaben, essen machen.... etc.
      Also wenn ich etwas machen möchte dann auch komlett und nicht nur halb. Endweder bin ich Mutter mit allen Pflichten oder nicht.
      Aber das steht bei mir eh nicht zu debatte.


      So schön ein Leben mit einem Kind auch sein kann.
      Ich möchtes es gar nicht ausprobieren, da ich jetzt so glücklich bin
      wie es ist. Und nur ein Kind zu bekommen, damit ich im Alter mal jemanden habe der sich um mich kümmert finde ich doch recht egoistisch. Genau so wie einige Kinder bekommen nur um ihre Ehe zu retten. Selbst eine Beziehung verändert sich mit einem Baby.
      Ich behaupte mal, das es nicht gerade eine harmonische Beziehung fördert, aber das kann ich nicht beurteilen.

      Ich freue mich für meine Freundin, wenn sie ihr Glück in der Familie gefunden haben, aber dann möchte doch auch bitte jeder andere akzeptieren, das ich keine Kinder möchte und nicht immer entsetzte Blicke ernten wenn ich sage, das ich keine Kinder möchte.
      Naja vielleicht sehe ich ja auch so aus als würde ich so gerne Kinder haben...
      Ich kann doch nicht als Frau jedes Klischee erfüllen :-))
      Es kann halt nicht jeder auf Familie stehe, auch wenn ich meine Familie liebe und froh bin meine Eltern und meine Geschwister zu haben.

      Ich siehe die Sache schon ähnlich wie du. Nur das ich dazu halt keinen Kinderwunsch habe. Und ich mir auch nicht vorstellen kann, das sich dieses in den nächsten Jahren noch mal ändert.Eher sich mein Wunsch verstärkt so zu bleibenwie ich bin und das ohne Kinder.

      19.05.2004, 10:48 von Alica
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    Hallo Lotta,
    ich kann dich beruhigen. In meinem Freundeskreis (Durchschnittsalter 22) gibt es bisher noch niemanden, der sich jetzt schon Kinder wünscht oder vorstellen könnte. Eine meiner Freundinnen hat kürzlich auch gemeint, sie wolle gar keine haben. Das hat mich auch ein bißchen schockiert. Aber letztendlich ist das jedem selbst überlassen. Und es hat sicher beides seine Vor- und Nachteile!
    Gruß - jaded

    28.04.2004, 12:32 von jaded
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    Was mich (32) wirklich erstaunt ist eigentlich folgendes: Ich weiß seit 18 Jahren dass ich keine Kinder will. Immer wurde ich doof angeguckt. Und nun lese ich hier dass sich das in den letzten Jahren bei den heute "jungen" genau andersherum verhält! Es schein ja wirklich so zu sein, dass man blöde angeguckt wird wenn man noch Kinder will!

    Wirklich sehr bemerkenswert! Und das in den paar Jahren! ...

    27.04.2004, 15:12 von Darkwomen
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    Hm, bei mir ist genau anders rum. Ich möchte Kinder und zwar jetzt. Es versuchen aber alle mich dvon abzuhalten. Mir reicht es nicht mehr aus, die Würmchen anderer zu schaukeln; ich will die vollen Windeln, das Geschrei und alles was damit einhergeht: Ich will ein Baby.
    Nun bin ich 25, am Anfang meiner vermeindlichen Karriere und habe doch noch mein ganzes Leben vor mir. Eben. Warum soll ich warten?
    Warum darf sich eine Frau ganz bewußt gegen Kinder und für eine Karriere entscheiden, ich mich aber nicht für ein Kind und - erstmal - gegen eine Karriere? Es lasten Jahre feministischer Erungenschaften auf meinen Schultern - scheinbar -als würde ich durch den momentanen Verzicht auf eine Karriere die letzten Jahrzehnte zu nichte machen.
    Es ist doch nur ein Kind, das natürlichste der Welt.

    27.04.2004, 11:33 von Taphma
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