queenb 30.01.2019, 22:08 Uhr 0 1

Der Ursache auf dem Grund

Weshalb gehen doch manchmal mehr als ratsam wäre, als doch an dieser Stelle zu verweilen.

Veränderungen bringt das ganze Leben mit sich. Fast in jedem Abschnitt gibt es sie, ob groß oder klein. Vorbereitet oder unvorbereitet. Bedeutend oder augenscheinlich klein, alle haben ihre gewisse Wirkung und werden uns nachhaltig beeinflussen.
Die meisten Veränderungen sind gespickt von Entscheidungen, Entscheidungen die das Leben trifft, die man selbst trifft oder jemand fremdes. Dabei ist es ganz gleich, um was für einen Sachverhalt es sich dreht.

Termine ohne große Bezeichnung verheißen im besten Falle etwas Gutes, in meinem Falle war es das Gegenteil.
Wie erwachsen ich war, merkte ich als ich auf diesem kalten Stuhl saß und realisierte welche Worte mir dort gerade entgegen gebracht worden. Welch passender Ort, ein abgedunkelter Raum der gelegentlich als Kino genutzt wird, eine leuchtende Stehlampe in der Ecke und ein vorgezogener schwarzer Molton vor den Fenstern.
Wäre ich 18 gewesen, hätte ich wohl möglich gesagt: "..ihr reißt mir den Boden unter den Füßen weg." Oder sowas wie: "..euch ist doch klar, dass das mein Leben ist."
Aber mit mittlerweile 24, frage ich mich nur: "ob ihr mich zu Hölle für dumm verkaufen wollt?" (Ich weiß, sehr diplomatisch ausgedrückt) Meine Arbeit sei gut und man schätz mein Engagement. Ich bin beliebt und kümmere mich um alle Belange. Bin die erste die kommt und manchmal die letzte die das Licht am Ende des Tages ausmacht.

Jemanden zu ersetzen scheint leicht, aber dies zu tun während die eigentliche Person noch an Ort und Stelle ist, bringt einen gewissen Beigeschmack. Und genau in diesem Moment gibt es dort nichts mehr, keine Wertschätzung, keine Empathie. Etwas scheint auf der Strecke geblieben zu sein. Meine Motivation für die kommenden 5 Monate scheinen soeben den Raum verlassen zu haben, die Weiterentwicklung die vorangetrieben wurden, die investierte Energie und vor allem mein Mut, der mich durch die letzten Wochen getragen hat, sind nicht mehr aufzufinden. Ich sitzen mit offenem Mund da, während mein Kinn anfängt zu zittern - Tränen rollen über mein Gesicht. Ich fühle mich plötzlich gar nicht mehr so erwachsen, ziemlich klein um ehrlich zu sein und ich hätte darum wetten können, dass mich so schnell nichts aus der Fassung bringt. Aber das kam mehr als unerwartet.

Ich habe heute den Tag festgelegt an dem ich kündigen werde. Ich weiß, dass ich die Chance bekomme meine Leistungsbereitschaft, meiner Energie und vor allem meinen Mut an anderer Stelle besser zur Geltung bringen, als das es bisher der Fall war.
Ihr habt die Idee in mir entfacht und ich bringe es zu einem verkürzten Ende. Eine Veränderung, die ich mir vor Kurzem noch an einem anderen Zeitpunkt gewünscht hätte, allerdings: wann ist schon für etwas der richtige Zeitpunkt.

Notiere: Du bist gut genug, um den Dinge nachzugehen die dir Freude bereiten. Du bist nicht abhängig von Menschen, die blind Entscheidungen treffen und so manche Entscheidung wird ganz Abseits deiner eigenen Leistung und Persönlichkeit getroffen.

Ich kenne meinen Wert.


Tags: #nothingtolose
1

Diesen Text mochten auch

0 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  •  

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare