See_Emm_Why_Kay 30.11.-0001, 00:00 Uhr 1081 45

Das bedingungslose Grundeinkommen

Eine Utopie, deren Zeit gekommen ist.

Stellt euch vor, der Staat würde jedem Bürger ein Grundeinkommen zur Existenzsicherung zahlen und dafür keine Gegenleistung durch Arbeit erwarten. Das klingt wie eine Utopie, aber vielleicht eine, deren Zeitpunkt jetzt gekommen ist um nicht mehr länger eine umstrittene Idee zu bleiben sondern ein konkretes Modell für eine Gesellschaft, die neue Ansprüche stellt an ein erstrebenswertes Leben.

Was würde mit Bürgern passieren, wenn Arbeit plötzlich keine unabdingbare Pflicht mehr zur Existenzsicherung wäre? Würden wirklich alle plötzlich faul werden, wie die SPD es propagiert? Ist ihr Modell der Verwirklichung des Menschen durch Arbeit nicht längst überholt? 

Arbeit würde einen vollkommen neuen Stellenwert bekommen. Arbeitgeber würden zu vergebene Stellen attraktiver machen müssen und vor allem flexibler auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer eingehen. Aber nicht alle Menschen sind für eine routinierte Arbeit geschaffen.  Es muss in dieser Gesellschaft auch Platz geben für Künstler, Kreative, Denker, Philosophen. Grundsätzlich behaupte ich, dass kein Mensch faul ist. Jeder hat eine Tätigkeit, die er gerne ausübt. Aber diese müssen gefördert werden und am Besten funktioniert dies durch Freiheit und Zeit. Erst wenn Arbeit keine Sklaverei mehr ist, werden Menschen anfangen sich ihren Interessen entsprechend zu platzieren in dieser Gesellschaft. 

Auch die soziale Schere zwischen arm und reich würde sich schliessen. Die Hartz4-Erniedrigung würden sich auflösen. Das Grundeinkommen wäre jedoch keineswegs ein Ersatz für ein Sozialgeld. Jeder würde es erhalten. Unabhängig vom sozialen Status. Somit wäre eine Gleichheit geschaffen, die jedem Bürger dieselben Chancen gibt.

Wie denkt ihr über das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens und was würde sich für euch dadurch ändern? Was würdet ihr endlich mal tun oder nicht tun?

NEONUSER täglich

Interview in der Zeit


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1081 Antworten

Kommentare

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  • 0

    ich meine, die Idee muss in einem Vollrausch  entstanden sein.  Egal, wer sie entwickelte, er war nicht mehr Herr seiner Sinne. 

    18.07.2016, 03:20 von Dr_Lapsus
    • 1

      Wenn du das sachst, dann muss es ja stimmen...

      18.07.2016, 08:20 von sailor
    • 0

      lies mal, was ich bei : Ist Arbeit verlorene Zeit ?   kommentiert habe.


      Ich habe doch nichts dagegen, dass Menschen nicht arbeiten wollen. Habe ich noch nie wirklich machen muessen und gut dabei verdient.  Ich liess andere fuer mich wuseln.  Aber irgend jemand muss etwas tun.  Ob es eine Maschine oder Mensch uebernimmt, ist mir egal.

      Aber Leute vom  Staat, der ja wir sind, bezahlen lassen, die nichts tun wollen oder koennen,  wird den Arbeitenden nicht schmecken. 
      Von irgendwo muss das Geld fuer die Besoldung herkommen.  Es ist in Wirklichkeit eine Umverteilung.  
      Ich kann nur sagen:  Viel  Glueck dabei :-))

      18.07.2016, 13:18 von Dr_Lapsus
    • 0

      ach, und hier noch etwas, was du mir zu lesen empfahlst:


      "Was McAfee nicht sagt, ist, dass es bei der Finanzierung eines Grundeinkommens selbstverständlich um Umverteilung geht – von den Unternehmen und ihren Beschäftigten in die Gesellschaft, von den Gewinnern der Entwicklung hin zu denen, die nicht mithalten können oder wollen. "
      Ja, und diese scheiss Idee versuchte unser  Chavez in Venezuela auch zu verwirklichen.  Ergebnis nach  17 Jahren Idiotie?
      Wir sind pleite.  Die doofen Indios haben wirklich geglaubt, sie braeuchten nicht mehr zu arbeiten, weil es ja den Socialisomo des 21. JH. gibt.  Irrtum. 
      Es ist eine Mogelpackung !!
      Theorie und Praxis klaffen oft sehr weit auseinander.  Wenn sich das Konzept mit dem Basiseinkommen, ohne dass ich arbeiten muss,  in Deutschland durchsetzen sollte,  packe ich hier sofort meine Koffer und streiche das grosszuegige Geschenk ein und verbringe hier meinen Urlaub weiterhin in Venezuela. Natuerlich ganzjaehrig. hahahaha.

      18.07.2016, 13:25 von Dr_Lapsus
    • 0

      ich kann immer wieder nur staunen,  was sich Menschen so ausdenken. 


      Wir haben einen Mindestlohn seit 17 Jahren, der auch der Inflation angepasst werden soll.  Das versuchte man Jahre lang.  Aber mittlerweile liegt sie bei 800 Prozent. Und der Mindestlohn ??
      Der wird pro Jahr um 150 % angehoben.  Nun kannst du dir als studierter Deutscher ausrechnen,  wie viel  dem Mindeslohnempfaenger noch uebrig bleibt.  Es reicht nicht einmal fuer 10 Tage, um sich das Minimum an Fressen zu kaufen.
      d.h. dieser Vollhonksozialismus hat es nicht geschafft,  gesetzlich den Mindeslohn so zu erhoehen, dass ein jeder Pupser sich ausreichend Essen fuer einen Monat kaufen kann.

      Die Selbststaendigen hingegen passen ihre Preise immer huebsch der Inflationsrate an. Sie machen jedenfalls keine Verluste.  Besser:  sie verdienen jetzt erst richtig durch die schlechte Wirtschaftslage.  Hat viele Gruende, die ich jetzt nicht aufzaehlen will.

      Also: vergiss es, Sailor.  Sonst stehe ich bei dir uffer Matte und gucke zu, wie du fuer mich arbeitest :-))

      Von irgendwo muss das Geld fuer die BEDINGUNGSLOSEN Basisgehaelter herkommen.  
      Und weil Gott keine Lust hat, die jecken Ideen von einigen Menschen zu unterstuetzen, reicht er auch nicht das Geld rueber, dieser Schuft.

      Ich lache mir einen hier weg, wenn ich mir vorstelle, dass die Menschen sich alle nur noch am Strand versammeln, um ihre staatlichen Grundeinkommen aus Nichtarbeit zu verjubeln.

      hoer auf, ich bekomme Bauchschmerzen :-)))

      18.07.2016, 13:46 von Dr_Lapsus
    • 0

      Du widersprichst dir mal wieder selbst...

      18.07.2016, 13:48 von sailor
    • 0

      Und:
      Was'n die Alternative?

      18.07.2016, 13:50 von sailor
    • 0

      Was von diesem Herrn Mc Affen propagiert wird, ist im Grund Raub.  Er will es den  Wohlhabenden, die ja zum grossen Teil dafuer gearbeitet haben, stehlen.  Er nennt es Umverteilung.


      Ja, das machte Chavez auch.  Er verteilte um und bestahl die  Habenden.
      Eine Art Robin Klau des  21.Jh.  

      Was fuer eine idiotische Massnahme.  Da gibt es bessere Loesungen.


      18.07.2016, 13:51 von Dr_Lapsus
    • 0

      ich widerspreche mir selbst ??  Zeig mal.

      18.07.2016, 13:51 von Dr_Lapsus
    • 0

      Alternative zu was ??

      18.07.2016, 13:52 von Dr_Lapsus
    • 0

      Alternative zum derzeitigen 'System'

      18.07.2016, 14:03 von sailor
    • 1

      Zum einen sagst Du, wer nicht arbeitet, darf keine Auskommen haben.
      Zum anderen sagst du, dass du ohne gearbeitet zu haben, ein Auskommen hattest.

      »Er will es den  Wohlhabenden, die ja zum grossen Teil dafuer gearbeitet haben«

      GANZ bestimmt...
      :D

      Und du wirfst anderen Naivität vor... Es wird immer verrückter mit dir...

      18.07.2016, 14:07 von sailor
    • 0

      Sailor, ich weiss nicht, was du letzte Nacht getrunken hast, aber es war eindeutig zu viel :-)


      Darf keine Auskommen haben?  Wo habe ich das geschrieben ??

      Wenn ein anderer fuer dich oder mich arbeitet, isset doch prima. Ich bekomme aber kein bedingungsloses Grundgehalt vom Staat.  Verstehst du das nicht.

      Die Arbeitgeber lassen doch seit Jahrhunderten fuer sich arbeiten.  Sie bezahlen ihre Arbeiter aber nicht dafuer, dass sie sich zu Hause auf ihre Frau stuerzen, sondern weil sie etwas produzieren.  

      Und ich bezahle meine Indios fuer Arbeit, die ich machen muesste, wenn sie sie verweigerten. So ist aber allen geholfen.

      Ein Indio, der sich an den Strand legt und nichts tut, bekommt keinen Bolo von mir.

      Wenn eine Maschine fuer dich oder mich arbeitet, die wir angeschafft haben, um nicht schuften zu muessen,  und sie etwas leistet, was dem Lebensunterhalt dient,  ist das prima.  Wenn ich die Maschine aber abstelle, ist´s vorbei mit Einnahmen.  

      Wenn aber der Staat mir faulen Sau  ein Grundeinkommen sichert, ist das das theoretische Paradies.  Es geht nicht, ohne anderen etwas wegzunehmen. Sprich  "umverteilen".  

      Sailor, wat is los mit disch ??

      Ich gehe nun mla meinen huebschen Koerper staehlen.  Danach zeige ich dir meine Alternative auf.

      18.07.2016, 14:27 von Dr_Lapsus
    • 0

      Ich ahnte, dass diese Argumentationslinie kommt...

      'Der Staat' ist mehr als 'abhängig Beschäftigte'.

      18.07.2016, 15:21 von sailor
    • 0

      Jedes Extrem ist schaedlich.  Sowohl der Raubtierkapitalismus, als auch der Kommunismus. 


      Dass die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen, ohne dafuer arbeiten zu muessen grosser Humbug ist, wissen wir beide.

      Wenn du glaubst, dass es eine geniale "Erfindung" war, dann schildere mal, in wie fern ??

      Ich werde dir dann darauf eine Antwort geben. 

      18.07.2016, 15:26 von Dr_Lapsus
    • 0

      Wenn der Staat allen ein bedingungsloses Grundeinkommen sichert, ohne arbeiten zu muessen,   warum braucht es ueberhaupt noch Menschen, die arbeiten sollen?

      Das ist doch alles ein ausgekochter Bloedsinn.

      Irgendjemand muss etwas erfinden, produzieren und vertreiben.  
      Auch Maschinen wurden von Menschen erdacht.
      Ich stelle mir gerade vor,  6 Mrd Menschen lassen sich fuers Nichtstun bezahlen.

      Wunderbar.  oh dios mio. 

      Verhaeltnismaessig Wenige muessen nicht arbeiten, um zu ueberleben. Sie koennen es sich leisten, weil es im Augenblick noch genug andere gibt, die bezahlte Beschaeftigte suchen. 


      18.07.2016, 15:31 von Dr_Lapsus
    • 0

      Weil Menschen arbeiten wollen.

      Abgesehen davon gehts ja nicht darum, auf Kosten von Steuerzahlern ein Leben in Saus und Braus zu führen. Dann wären wir alle Politiker.

      Als wenn alle aufhören würden zu Arbeiten. Wasn kwatsh...

      »Verhaeltnismaessig Wenige muessen nicht arbeiten, um zu ueberleben.
      Sie koennen es sich leisten, weil es im Augenblick noch genug andere
      gibt, die bezahlte Beschaeftigte suchen.«

      Primstens... Dann ist ja alles tutti... Solange die dann ordentlich bezahlt werden. Und wenn die irgendwann wegrationalisiert werden, dann müssense halt zusehen, oder?

      18.07.2016, 15:36 von sailor
    • 0

      'Der Staat' ist mehr als 'abhängig Beschäftigte'.


      Was soll ich mit dem Satz anfangen ?
      Wir sind der Staat und haben in der Regierung die sogenannten Volksvertreter.  Ob diese immer genau ihrer Aufgabe nachkommen, sei mal dahin gestellt. 
      Ich habe von dir bisher noch keinen eigenen sinnvollen Satz gelesen, in dem du die These von Mc Affe und Co. untermauerst und belegst, dass sie funktionieren koennte. 

      Sage mir, was geschehen muss, dass wir ALLE  ein bedingungsloses Basisgehalt garantiert bekommen,  ohne dafuer etwas leisten zu muessen.

      18.07.2016, 15:38 von Dr_Lapsus
    • 0

      Wenn es nicht auf Kosten von Steuerzahlern geht, woher kommt denn die Kohle, die als Basisgehalt herangezogen wird ?  Aus der Privatschatulle der Politiker ??


      Wenn ich fuer ein Basisgehalt nicht mehr arbeiten muss, arbeite ich nicht !!!!  Sicher gibt es Menschen, die arbeiten wollen. Andere nicht, die MUESSEN, um sich ueber Wasser halten zu koennen. 
      Wenn ein Gehalt bekomme, ohne arbeiten zu muessen,  beschaeftige mich dann mit Dingen, die mir noch mehr Freude machen, als fuer einen Chef die Knete anschaffen zu muessen. 

      18.07.2016, 15:45 von Dr_Lapsus
    • 0

      Du kannst dich drehen und wenden,  es bleibt eine irre Theorie.


      Sie ist nicht neu und auch nicht genial, weil sie in der Praxis nicht durchzuziehen ist.

      Eine Idee ist fuer mich nur dann wertvoll, wenn sie sich verwirklichen laesst.

      Alles andere gehoert zur mentalen Zwerghuhnakrobatik. 

      18.07.2016, 15:49 von Dr_Lapsus
    • 0

      im uebrigen bin ich nicht der Einzige, der diesen Thesen widerspricht, Sailor.


      Es gibt tatsaechlich noch Menschen, die unabhaengig denken koennen,  ohne fuer ihren mentalen Schrott bezahlt zu werden.

      18.07.2016, 15:57 von Dr_Lapsus
    • 0

      Ich habe auch keine Lust Thesen zu untermauern.
      Ich habe eine Ansicht zum Thema Geld. Und mir fällt kein Grund ein, warum es in einem Staat, dem es ja angeblich irre gut gehen soll, es nicht möglich sein sollte, eine unbürokratische Grundsicherung zu etablieren.

      Ohne das als alleiniges Argument kommt: 'Das geht nicht.' und 'Dann würde niemand mehr arbeiten.'

      18.07.2016, 15:57 von sailor
    • 0

      Wenn ich  ein Gehalt bekomme, ohne arbeiten zu muessen,  beschaeftige ich mich dann mit Dingen, die mir noch mehr Freude machen, als fuer einen Chef die Knete anschaffen zu muessen. 

      18.07.2016, 15:58 von Dr_Lapsus
    • 0

      Grundsicherung geht nur auf Kosten Anderer.


      Wie sagte euer Ex-Bundeskanzler Schroeder so treffend?
      Arbeit muss sich lohnen.  Und genau so sehe ich es auch.  
      Dass sich das Nichtstun auch lohnt, beweisen viele Erdenklopse wie ich :-))  Aber dafuer arbeiten halt andere fuer mich.  Sie freuen sich, fuer mich taetig zu sein, ohne ausgebeutet zu werden, und ich froie mich, mit dem verdienten Geld neue Ideen entwickeln und ein schoenes Leben fuehren zu koennen.  win/win  Situation die mir sehr gefaellt :-))

      18.07.2016, 16:03 von Dr_Lapsus
    • 0

      Arbeit lohnt sich ja nicht. Das wiederum ein keine Frage von BGE Pro oder Contra.
      Das steht doch auch in dem verlinkten Artikel. Die Wertschöpfung/Rendite ist ist doch von der Lohnentwicklung einigermaßen entkoppelt.

      Die Menschen gehen nicht des Geldes wegen einer Arbeit nach. Das ist der allerfundamentalste Irrtum der Finanzakrobaten. Würde es ums Geld gehen, wären wir alle Investmentbanker und niemand würde eine Ausbildung zum Altenpfleger machen.

      Die Motivation sich zu engagieren (sprich zu arbeiten) wird von der Entlohnung korrumpiert. Will sagen, Entlohnung bleibt als Scheinargument der Motivation zu arbeiten über. Zumal es ja auch gerne mal eine schiere Zwangsmaßnahme ist, 'Arbeit' möglichts billig zu halten... Und dann heulen alle rum, dass die Leute Angststörungen kriegen...
      Und auf billig, da steht der Unternehmer drauf.

      18.07.2016, 16:13 von sailor
    • 0

      das ist mir zu allgemein, dass Arbeit sich nicht lohnt.  Ausserdem muesste man das Wort "Arbeit"  definieren. Denn darunter versteht jeder wat anderes.  Fuer mich isset schon Arbeit,  zum Kuehlschrank zu gehen :-))


      Dass man ohne Arbeit mehr verdienen kann als ein Arbeitender, heisst nicht, dass der Arbeitende nicht mit seinem Einkommen zufrieden ist. Die Masse vielleicht nicht, aber dennoch gibt es genug Menschen, die mit ihrem Lohn einverstanden sind.

      Angebot und Nachfrage.  Das ist das Prinzip der Marktwirtschaft.  Hast du wenige qualifizierte Fachkraefte und eine grosses Angebot an Arbeit, wird sich das auf deren Gehalt auswirken.

      Bei mir sieht es ganz anders aus.  Ich brauche keine  hochqualifizierten Menschen,  sondern zuverlaessige und ehrliche Zeitgenossen, die ich am Umsatz, nicht am Gewinn, beteilige. d.h. je mehr sie ihre Zeit bei mir verbringen, desto mehr verdienen sie.  Ein festes Gehalt gibt es  nicht, denn dann wuerden die sich in die Ecke setzen und nix mehr tun. 

      Wenn ich z.b. neue Sportgeraete entwickle, dann nicht, weil ich der Menschheit den Spass und die Gesundheit in erster Linie verkaufen moechte, sondern weil ich Geld verdienen will. Und zwar so heftig, dass es mich groesstenteils von Anderen unabhaengig macht. Und ich mir einen gewissen Luxus leisten kann. 

      Geld zu haben,  ist fuer mich sehr sexy !!

      18.07.2016, 16:34 von Dr_Lapsus
    • 0

      Ich schrieb schon weiter oben, dass diese utopische Idee nicht taufrisch ist, sailor.


      d.h. sie wurde schon vor ca 500 Jahren angedacht.
      Hap mal etwas genauer "geforscht" und festgestellt, dass meine These durchaus viele kluge Koepfe teilen :-))

      hier ein kleiner Auszug aus Wiki:

      "Juan Luis Vives (1492–1540) entwickelte die Gedanken seines Freundes Thomas Morus in der Schrift De Subventione Pauperum (Über die Unterstützung der Armen,
      1526) zu einem garantierten Minimaleinkommen weiter. In seinem Appell
      an den Bürgermeister und die Schöffen der Stadt Brügge argumentierte
      Vives nicht mit einem Gerechtigkeitsprinzip, sondern mit der
      christlich-jüdischen Pflicht zur Nächstenliebe. Zudem hielt er ein
      öffentliches Fürsorgewesen für wirkungsvoller als private
      Almosen. Die geforderte Hilfe war bei Vives allerdings an den Beweis eines Arbeitswillens gekoppelt."

      dies bedeutet:  In ca 500 Jahren konnte sich bis heute der Gedanke nicht durchsetzen, den Menschen ein sog. Basiseinkommen zu verpassen. 

      Nun kannst du ausrechnen, wie lange es noch dauern wird, bis auch nur ansatzweise diese Utopie komplett verwirklich werden kann.
      Und ueberall ist zu lesen, dass es nicht etwa ein Geschenk des Staates ist, sondern aus Steuern finanziert werden muss und es sich somit um eine Umverteilung handelt.
      Nichts anderes habe ich weiter oben postuliert. Noch Fragen, edler Mitbuerger ?? :-)

      18.07.2016, 18:49 von Dr_Lapsus
    • 0

      Zu der Zeit gabs auch keinen freien Zugang zu Bildung für alle, kein allgemeines Wahlrecht, keine Religionsfreiheit...

      So what...

      Angebot und Nachfrage.  Das ist das Prinzip der Marktwirtschaft.
       Hast du wenige qualifizierte Fachkraefte und eine grosses Angebot an
      Arbeit, wird sich das auf deren Gehalt auswirken.

      Komisch, dass dieses ehrene Prinzip z.B. in Sachen Pflege & Soziales außer Kraft gesetzt scheint...

      Das wird das aus Steuermitteln finanziert. So, wie die 161,5 Mrd. Sozialausgaben 2016 auch. Kannst ja mal ausrechnen, was der Staat pro Kopf an Soz-Ausg. hat.
      Am Geld an sich scheiterts anscheinend nicht. Zumal Geld zwar eine findige Erfindung ist, aber keinen Wert an sich ist.

      Warum sollte das 'ein Geschenk des Staates' sein bzw. was soll das sein? Sowas, wie die Abschaffung der Vermögenssteuer? Das war ein schönes 'Geschenk der SPD des Staates' an die 'Leistungsträger' dieses Landes...

      19.07.2016, 06:01 von sailor
    • 0

      Ich spreche von der Idee dieses Prinzip. Die gibt es nicht erst seit vorgestern.

      Mittlerweile haben wir  all das, was du eben angefuehrt hast, das bedingungslose Grundeinkommen aber  trotzdem nicht.

      Wird seinen "Grund"  haben ??
      Ich spreche auch nicht nur von Deutschland, sondern weltweit.  Wurde und wird in anderen Laendern auch diskutiert.

      Ich will nur klarstellen, dass bei staatlichen Massnahmen immer mit dem Geld der Steuerzahler "gespielt" wird. Und Steuern zahlen jene, die entsprechend verdienen.  

      Also:  Umverteilung, nix anderes.

      19.07.2016, 12:31 von Dr_Lapsus
    • 0

      Natürlich ist das eine Umverteilung.
      Was denn sonst?

      Jedwedes Steuersystem ist ein System der Umverteilung.

      19.07.2016, 12:38 von sailor
    • 0

      Umlagefinzierung. Dank dieser Umlagefinzierungen und der vielen vielen Einzeltöpfe können sich z.B. abhängig Beschäftigte mit einem Zuschuss des Staates fortbilden.
      Freischaffende leider nicht.

      Da eine gesellschaftliche Vereinheitlichung hinzubekommen (bezuschusst wird die gesellschaftspolitische relevante Tätigkeit (hier 'Fortbildung'), nicht ein bestimmtes Klientel) fände ich auch schon fast bahnbrechend...

      19.07.2016, 12:41 von sailor
    • 0

      das finde ich doch auch alles prima, wenn es sich um Taetigkeiten handelt, die bezuschusst werden.  Aber nicht noch Faulheit belohnen. Wo gibts denn sowas ??


      ach ja, in Venezuela. Bahnbrechend sind wir schon in diesem Falle. hihi

      Umverteilung finde ich dann sozial und vollkommen gerechtfertigt,  wenn der Staat Arbeitssuchende unterstuetzt, in dem er ihnen eine Beschaeftigung garantiert.  Aber nicht Arbeitsunwilligen  deren Dauerurlaub damit finanziert. Das ist hirnrissig.

      Danke dir fuer die ausfuehrliche Diskussion. 

      19.07.2016, 13:04 von Dr_Lapsus
    • 0


      Du glaubst sehr stark daran, das mit Etablierung einer Grundsicherung keiner mehr Arbeiten würde...

      Aber egal... Ich diskutiere da immer gerne drüber.

      19.07.2016, 13:11 von sailor
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  • 1

    Um deutlich zu werden:

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist kommunistischer Schwachsinn.
    1. Das bedingungslose Grundeinkommen müsste so hoch sein, dass ein angenehmen Leben, mit ein paar extras möglich ist, egal wo man wohnt und wie hoch die Mieten sind. Das muss vom Staat irgendwie refinanziert werden.
    2. Ja, es wäre schön mehr Denker und Kreative dadurch zu fördern und Menschen die Möglichkeit zu geben, die Ergebnisse dessen zu konsumieren. Aber der Reiz, sich darüber hinaus zu engagieren (zu arbeiten) würde unbestreitbar sinken, wodurch die Steuererwartungen niedriger wären. Dann hätten vlt. mehr Menschen Autos, die gehen aber schneller kaputt, weil kein Geld mehr für die Strassenreperatur da ist und die kaputten Autos müsste ja auch wer reparieren. (ein Beispiel!)
    3. Bedingungsloses Grundeinkommen, das heißt Geld für nichts für alle, würde Einwanderungsströme auslösen und das System würde crashen.

    Schön wäre hingegen, wenn jedem arbeitendem Menschen alle 5 Jahre gesetzlich ein halbes Jahr/ ein ganzes alle 10Jahre zustehen würde, in dem er nicht arbeiten muss, aber z.b. 75% seines Einkommens weitergezahlt bekommt und danach wieder in seinen Job zurück kann. Wäre einfacher zu finanzieren, würde Lehrstellen schaffen (der fehlende Arbeiter müsste ersetzt werden) und gäbe Neueinsteigern die Chance wertvolle Erfahrungen zu sammeln und so hinterher leichter einen Job zu finden.

    28.08.2014, 17:48 von FinsterLicht
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Ganz gewiss bin ich kein Freund der CDU oder SPD und wie du diesen Schluß jetzt ziehen konntest, ist mit völlig schleierhaft.


      Deine Bedenken und Argumente teilst du vermutlich mit 80% der Deutschen einschliesslich Merkel. Aber was noch nie hier ertestet wurde, kann auch nicht bewertet werden. Wir können Vermutungen anstellen, wie du. Trotzdem ist es eine Idee, die wir in der Zukunft näher betrachten sollten. Die Idee mit dem bezahlten Sabbatjahr finde ich auch großartig aber es ist kein ganz anderes Thema. Und ja; sicherlich scheint mein Denken naiv zu sein aber deshalb ist es noch lange nicht schlecht oder dumm. 

      24.02.2015, 09:19 von See_Emm_Why_Kay
    • 0

      Sorry... 

      Lange her, dass ich diesen meinen Schwachsinn da oben verfasst habe.

      Ich nehme das ausdrücklich zurück. 

      29.07.2015, 15:00 von FinsterLicht
    • 0

      hahaha.

      18.07.2016, 03:17 von Dr_Lapsus
    • 0

      Es war kein Schwachsinn, finsterLicht.


      Du hattest vollkommen recht.  Schwachsinnig sind jene, die sich so etwas ausdenken.  Oder Phantasten.

      18.07.2016, 13:31 von Dr_Lapsus
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  • 0

    Freunde, 

    auch wenn das nicht hier reinpasst, scheißegal. Bitte unterstützt meine Freundin bei ihrem neuen Ernährungsblog.
    my-big-fat-breakup.blogspot.de
    Schaut rein!

    14.06.2014, 00:34 von cherry-muffin
    • 0

      Nein.

      14.06.2016, 23:27 von mirror87
    • 0

      sei nich so bockich, du oller Schpiechel

      18.07.2016, 03:14 von Dr_Lapsus
    • Kommentar schreiben
  • 2

    Interessante Gedanken, die selbst zum Nachdenken anregen.


    Nur fragt sich, wer zahlt die angeführten Grundeinkommen unter dem Strich dann wirklich? Die Erwerbstätigen über Ihre Steuerabgaben den Nicht-Erwerbswilligen? Spätestens hier gibt es einen ganz natürlichen Grundkonflikt…

    Außerdem, wer übernimmt dann die Aufgaben einer Gesellschaft, die keiner so recht machen möchte…?

    Zu viele offene Fragen zu einer These, die nach vielen klaren Antworten fragt.

    28.12.2013, 00:54 von Mr.Mr.
    • 0

      "Außerdem, wer übernimmt dann die Aufgaben einer Gesellschaft, die keiner so recht machen möchte…?"

      Welche schweben Dir da vor?

      26.07.2014, 15:36 von Infinitas
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  • 0

    Guter Text um darüber nachzudenken...

    Eine wahre Utopie...
    Ich denke leider, die Menschen würden dann zu viel Zeit haben und nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Schade

    17.08.2013, 09:52 von Chachatuschka
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 4

    Ist nicht sogar schon durchgerechnet worden, dass dieses Modell kaum mehr kosten würde, wenn alle anderen Sozialleistungen dadurch wegfielen?! Ich glaube, dass so ein einzigartiges Lebensmodell eine Kreativität & Eigendynamik hervorbringen könnte, die für uns alle unvorstellbar wäre. Es gäbe keine Unterschicht, und wenn, dann würde die nur aus denen bestehen, die sich das so aussuchen. 

    02.08.2013, 12:34 von eskimomuc
    • 1

      Nee...
      Alle geben sofort den Löffel ab, legen die Füße hoch und alles fault...

      KANNNICHKANNNICHKANNNICH!

      02.08.2013, 12:41 von sailor
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  • 7

    es war genau am 06.02.2013, da gründete ein von vielen usern geschätzter forst eine gruppe namens neonuser – täglich. nun ja, einen text einzustellen, seine gedanken und geschichten der öffentlichkeit zu präsentieren, das kannte neon ja schon lange. über tägliche themen in einem eigenem rahmen zu diskutieren, thesen aufzustellen und zu hinterfragen, dieses war jedoch bis zu diesem tag der redaktion vorbehalten.


    dieses neonuser-täglich beweißt, das neon.de noch mehr kann. mit 1000 beträgen über ein solch brisantes thema zu diskutieren, dabei die sachlichkeit zu behalten, so etwas habe ich hier noch nicht gesehen bzw. gelesen. ich will jetzt hier keinen loben oder gar tadeln. das steht mir nicht zu und will mich nur bei allen bedanken, die hier so konstruktiv beigetragen haben.


     


    und noch eine kleine bitte an die redaktion. diese diskussion zeigt wie wichtig es ist, dass ein alerts direkt mit dem dazugehörigen kommentar verlinkt wird. kostet geld- keine frage- aber hat wirklich einen wohl noch unterschätzten mehrwert für uns user.

    02.08.2013, 11:58 von jetsam
    • 1

      Ich werde nicht müde zu beteuern, daß es mal funktionierte und praktisch war...

      Wenn das nicht mehr Leitlinie des Handelns ist, dann sieht's bei NEON irgendwann aus, wie in der dt. Sozialpolitik...

      02.08.2013, 12:01 von sailor
    • 0

      Bravo Jetti !!!

      (ich glaub ich will dich jetzt sofort küssen!!!)

      02.08.2013, 12:03 von Tanea
    • 1

      @tanea


      jetti besteht doch nur aus testenklicks und über bord geworfenem gedankengut.


      *machmichnichtverlegendu*

      02.08.2013, 12:11 von jetsam
    • 1

      Vielen Dank für diese zusammenfassenden Worte, jetti. Ich bin heute leider nicht in der Lage vernünftige Sätze auszuformulieren. Meine Unterarme kleben schon am Schreibtisch fest bei den gefühlten 30°C im Büro. Grundeinkommen olé

      02.08.2013, 12:16 von See_Emm_Why_Kay
    • 1

      dann eben virtuell  

      :*

      02.08.2013, 12:20 von Tanea
    • 0

      Alle Jungen, alle Mädchen, zieht eure T-Shirts aus...!

      02.08.2013, 12:20 von sailor
    • 5

      Und jetzt? Mein Scheff guggt komisch.

      02.08.2013, 12:25 von quatzat
    • 0

      leckt Jackblack da einmal drüber.

      02.08.2013, 12:34 von Tanea
    • 0

      Black & Lecker...?

      02.08.2013, 12:46 von sailor
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  • 0

    @Jullii und Emmy

    macht mal bitte das Häckchen da, beim verlinken, das mit dem neuen Tab.... jaaaa?  Danke !!


    02.08.2013, 11:22 von Tanea
    • 0

      ooookayy

      02.08.2013, 11:24 von See_Emm_Why_Kay
    • 2

      P.S.

      Also nur, falls hier dazu nich zu faul seid.

      02.08.2013, 11:26 von Tanea
    • 1

      Du kennst mich schon zu gut Möwe aber da will ich mal eine Ausnahme machen ; )

      02.08.2013, 11:28 von See_Emm_Why_Kay
    • 1

      Hihi... shit, haste Recht. :)

      Ausnahmsweise hab ich das in all der Feier-Euphorie verpeilt.

      Ich entschuldige mich nicht vielmals!

      02.08.2013, 11:28 von Juliie
    • 1

      Ihr seid mir ja zwei PappFeiernasen...

      02.08.2013, 11:29 von Tanea
    • 1

      Verzückungsschock.

      Das war einfach zu viel für mich.

      02.08.2013, 11:35 von Juliie
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