Auf Sand
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#Es hilft nichts – rein gar nichts
wenn wir uns die Augen wischen.
Die Bilder bleiben stets dieselben.
Gesichter hinter Gittern, blasse Züge.
Ein zerkämpftes Antlitz nach dem andern,
spricht Bände, spricht für uns.
Sollten sein ohne Makel, ohne Schlieren
eigentlich. Zucken schlafend, biegen sich
wartend, geschundene Körper.
Reißen hoffend die Münder in die Luft,
schlagen kläglich trommelnd ein
auf Schicksale, gewusste – zufällige zugleich.
Suchen nach Worten, die niemand glaubt,
weil sie niemand versteht – niemand hören mag.
Verschenkter Atem, der zerschellt an Küsten.
Ein paar Worte streiten ab die Menschlichkeit.
Nur Wenige, die sich kümmern, greifen
in die bloße Leere, den hohlen Raum.
Greifen. Verzweifelt. Nach den Zügen.
Hinter den rostigen Gittern, nach den
alten Worten, die nicht ausreichen können.
Auf diesem Sand wird schon lange nicht mehr
geschlafen.
Auf diesem Sand hat schon lange das Gesprochene seinen Sinn
verloren.
Auf diesem Sand liegen bald bloß starre Gesichter
zerrieben.






Kommentare
Ich mache einen großen Knicks vor deinen wunderbaren Bildern, die du wie immer so zart und leise zauberst.
08.02.2010, 23:06 von kleinepiratinDennoch klar. Ich sag ja, wunderbar.
Machs gut