tiu 10.06.2008, 23:26 Uhr 4 0

Antiautoritär

Es gibt keinen Menschen, dem es morgens so schlecht geht wie mir.

Es gibt keinen Menschen, dem es morgens so schlecht geht wie mir. Wenn um 6:30 der schrille kaum auszuhaltende Wecker ertönt, verspüre ich starke Schmerzen, Schmerzen, die höchstens Insassen eines amerikanischen Staatsgefängnisses in der Lage sind nachzuvollziehen. Wenn dann zu allem Übel das Shampoo leer ist und das Deo so verbraucht, dass die Achseln mit einem leisen Lufthauch ohne neutralisierende Duftsstoffe bedeckt werden, ist der Tag grundsätzlich im Arsch. Folge: Mundwinkel auf Kinnhöhe und Augenwinkel, die schwerer sind als der Planet Mond (Okay, der Mond ist kein Planet). In der Schule heißt es dann
>>Also, Matteo ich mach mir wirklich ernsthafte Sorgen um dich, du wirkst immer so weggetreten. Ich hab dich doch als einen so lustigen und fröhlichen jungen Burschen kennen gelernt. Was ist bloß los mit dir? <<
Tja, wie soll ich darauf reagieren? Eigentlich wäre die Antwort
>>Haben Sie eigentlich keine anderen Probleme? Natürlich haben Sie die nicht! Erst waren Sie Schüler, dann waren Sie Zivi, dann haben Sie studiert, fünf verschiedene Dinge, die ALLE fünf trocken und unwichtig sind, dann sind Sie Doktor der Geographie geworden, dann sind Sie Doktor der Insektenforschung in Trinidad/Tobago geworden, dann hat Sie die Gesellschaft der einäugigen Hunde Grönlands (kurz GeHG) zum sozialsten Menschen der Welt ernannt, dann sind Sie Lehrer geworden für das Fach >>Ich labere Schüler ins Nirvana, indem ich sie frage, warum sie immer so depressiv wären, wenn sie schlecht gelaunt in die Schule kommen und warum sie denn so aufgedreht wären, wenn sie gut gelaunt in die Schule kommen.<<, auch (Pseudo-) Pädagogik genannt. Heute teilen Sie sich mit nunmehr 57 Jahren ein Zimmer mit der Ehefrau in der Wohnung Ihrer Mutter, dessen Wände kaum atmen können vor lauter Bildern von Parkbänken neben grün leuchtenden Bäumen, die mit dem Schriftzug >>Jesus ist das Ziel<< oder >>Das Leben ist schön<< versehen sind und für mich nichts anderes aussagen als >>Jesus ist eine Parkbank<< und >>Das Leben ist ein Ahornbaum<< und Postern von Amnesty International, die im evangelischen Gemeindehaus ausgeteilt wurden. Woher ich all das wisse? Ich muss sie nur angucken, werter Herr Fick Dich. Vorurteile? Oberflächlich? Quatsch, ich weiß Ihre Frau sehr zu schätzen, obwohl sie –diskret gesagt- den Eindruck macht, als hätte sie Eichelkäse. Das mit Ihrem kleinen Dennis tut mir übrigens auch sehr leid, aber das ist nicht Ihre Schuld, das ist, wie sie schon sagen, der soziale Umgang. Ich denke, das ist genug Stoff zum Selbstreflektieren, jetzt müssen Sie nicht mehr in meiner Psyche kramen. Und bevor ich’s vergesse, viele Grüße an Gaspistole Junior und Madame Smegma!<<

In Wirklichkeit ist die Antwort
>>Muss wohl an der Zeitumstellung liegen. <

4 Antworten

Kommentare

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    habs vor feuchtgebiete geschrieben und von sex and the city hab ich nur die ersten zehn minuten gesehen
    naja

    15.06.2008, 00:31 von tiu
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      @[Benutzer gelöscht] ey mädels der junge ist 16, hat italienische wurzeln und wird mal ein richtiger schnuckel.

      und ich hätte den link fast angeklickt, dann hab ich dieses geschleime danach gelesen und mir ist die lust vergangen. könnt ihr das nicht woanders machen?

      11.06.2008, 22:29 von misspringle
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    nett. aber das h da in der überschrift? will ja nicht pringelig sein.

    11.06.2008, 00:00 von misspringle
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      @misspringle oh mein gott wie peinlich
      zack. geändert

      11.06.2008, 04:34 von tiu
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