weAreAnimals 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 0

Amen.

Möge es uns erlösen von unseren Schulden. Mögen wir unseren Schuldigern verzeihen, was sie uns Schulden.

Möge etwas kommen und uns erlösen.
Möge uns jemand die Entscheidung nehmen.
Und die Schuld.

Möge es einen Plan geben, dem wir voller Vertrauen folgen. Blind, die kleine Hand gelegt in die eines Schöpfers, der wollte, dass ich geboren werde.

Ja. Möge etwas da sein, das uns mit Sinn erfüllt, weil es doch sonst nichts gibt das wirklich Sinn macht, weil nichts groß genug, schon gar nicht unser kleines Leben, dessen Mittelpunkt und Herr wir sind aber nicht immer sein wollen.

Möge ein Audi oder Benz in meinem Plan für mich vorgesehen sein, von dem ich behaupte, ich habe ihn nicht geschmiedet und würde es auch nicht tun.

Blind folge ich, stolpere, nie ohne Grund. Ja, alles hat einen Grund. Den einen großen Grund.

Und weil das alles nicht genug ist, ist der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang, der Anfang vom Ende des Leides, ja, weil es so leidvoll hier ist.

Es muss doch noch etwas geben. Etwas Besseres als das.
Natürlich. Das kann nicht alles sein.
Hier und jetzt ist nicht genug. Besser geht es immer und geht es nicht immer höher?

Ist der Himmel wirklich das Limit? Hat er ein Limit?
Das Meer rauscht, die Vögel zwitschern.
Möge jemand diese Schuld von uns nehmen.

Gerecht handeln will ich. Alle gerecht zurechtweisen. So geht das nicht, das kannst du nicht sagen, das darfst du nicht denken, versteht du nicht, dass die einzig wahre Wahrheit, und der einzig richtige Wissensstand doch meiner ist. In meinem kleinen Universum. Mit meiner Schuld und meinen Schuldigern, mit meinem Bauchnabe und meine, Plan für ein ganz großes Leben und das, was danach kommt.

Amen.

 


Tags: wieso diese ressorts eigentlich
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