Annabel_Dillig 18.02.2013, 11:50 Uhr 24 13

Alles auf Schwarz

Der amerikanische Traum hat einen neuen Namen: Williston. Das Öl unter der Stadt zieht Tausende an, die auf schnelles Geld aus sind. Auch Verbrecher


(dieser Text erschien zuerst in Ausgabe 01/2013. Fotos: Charles Ommanney)

Unbarmherzig grell scheint das Neonlicht von der Decke, der Geruch von Schweißfüßen hängt in der Luft, doch dem Pastor ist nach einem Triumphgesang zumute. »Come all ye faithful, joyful and triumphant«, schmettert er: »Oh kommet, ihr Christen, singet Jubellieder!« Die dreißig Männer auf den Armeepritschen im Gemeindehaus stimmen brummend ein, eigentlich sind sie zu müde, ein kurzes Gebet noch und dann endlich schlafen. Jeden Abend um neun versammelt Jay Reinke die Männer zum Gottesdienst, das ist der Deal, wenn er sie schon in seiner Kirche schlafen lässt. Die wenigen Hotels der Stadt sind seit Monaten ausgebucht, sogar Motels verlangen 200 Dollar pro Nacht. Von überall her kamen sie in diese gottverlassene Gegend, aus Florida, Alaska, Kalifornien, sie kamen auf die Armeleuteart mit dem Zug oder dem Greyhoundbus, im Gepäck nicht viel mehr als einen Schlafsack und jede Menge Schulden. Exsoldaten, Exhäftlinge, Exhausbesitzer – Pastor Reinke gewährt ihnen Unterschlupf. Weil in der Herberge kein Platz für sie war.

»O come let us adore him«, singt der Pastor. Den -Refrain kennen die Männer, alle stimmen ein. Ihr Bethlehem heißt Williston, und was sie anbeten, ist das Öl. 120 000 Dollar in einem Jahr kann man hier verdienen. Ihre große Chance.

Drei Kilometer unter ihnen befindet sich der Bakken, eine Ölformation, die sich über Teile North Dakotas, Montanas und Kanadas erstreckt. Auf bis zu 24 Milliarden Barrel Rohöl schätzen Experten das Ölvorkommen des Bakken, das entspräche bei weitem mehr als dem, was im Boden von Katar liegt. Die USA, der ölhungrigste Staat der Welt, haben begonnen, ihre eigenen Ölreserven auszuschlachten. Technische Verbesserungen haben dies möglich gemacht, es ist der Versuch, sich endlich unabhängig zu machen vom Preiskartell der OPEC-Staaten. Inzwischen stammt mehr als die Hälfte des in den USA verbrauchten Öls aus heimischen Vorkommen. 2017 werden die USA der weltgrößte Produzent von Erdöl sein, prognostiziert die Internationale Energieagentur, was Erdgas betrifft, wäre dies schon 2015 der Fall. 

Die Einwohnerzahl hat sich binnen fünf Jahren verdreifacht

Williston ist das Epizentrum des größten Ölbooms der jüngeren amerikanischen Geschichte. Die Einwohnerzahl dieser Kleinstadt im Nirgendwo hat sich innerhalb von nur fünf Jahren verdreifacht. 510 000 Barrel Rohöl werden hier pro Tag gefördert, mehr als die USA 2011 täglich aus Irak importiert haben. 

Eine moderne Wildwestgeschichte: Sie handelt von einem barmherzigen Pastor, einem überforderten Sheriff, von Nutten, Geschäftemachern und Gesetzlosen. Wie einst geht es um die Verschiebung einer Grenze, einer new frontier, nur ist es diesmal keine geografische, sondern eine geologische Grenze.

Kelly Miller ist einer der tausenden Goldsucher in Williston, sein Planwagen ist ein Campinganhängerder kleinste und schäbigste im gesamten Trailerpark. Gerade kommt Kelly von seiner ersten Schicht am Bohrturm zurück. Auch hier, acht Kilometer außerhalb von Williston, sind hunderte von denen gestrandet, die keine Bleibe fanden. Nicht einmal sechs Quadratmeter misst sein Schlafplatz, die Behindertentoilette an der Tankstelle nebenan ist größer. »Mir reicht das, ich brauch nicht viel«, sagt er und schält sich aus seinem ölverschmierten Overall. In diesem Loch wird er Weihnachten und Silvester verbringen, mutterseelenallein, von den anderen Arbeitern kennt er keinen. Er wird mehr als hundert Stunden pro Woche arbeiten und in drei Monaten 30 000 Dollar verdienen.

Kelly zieht seine Stiefel aus, seine Füße dampfen in der eiskalten Luft. Einen Monat lang hat er sich vorbereitet. »Ich musste Opas alten Anhänger etwas umbauen, ein Heizkörper musste rein. Dann bin ich losgefahren.« Gestern kam er an, nach 1300 Kilo-metern. Seine Mutter hatte ihn nicht gehen lassen wollen. »Sie sorgt sich sehr«, sagt Kelly. Wenn er sie gleich anruft, wird er ihr nicht erzählen, dass er sich von heute an fast täglich an dem dreißig Meter hohen Bohrturm abseilen muss, dass er bis zu achtzehn Stunden am Stück arbeiten wird, dass er sich bei früheren Ölarbeiten den Knöchel zertrümmert hat und im Oktober ein Arbeiter bei einer Explosion gestorben ist. »Es ist der gefährlichste Job der Welt«, sagt Kelly. Arbeitsschutz spielt hier keine Rolle, take it or leave it, friss oder stirb. Kelly ist 24, er war nie auf dem College. Das Öl ist seine Chance, sich ein finanzielles Polster anzulegen. Er spart auf ein kleines Haus an einem See in Idaho, wo er jagen und -fischen kann. »Nichts Extravagantes, ein einfaches Leben.«

In seiner Rede am Wahlabend hat Präsident Obama einmal mehr den amerikanischen Traum beschworen, das alte Lied vom Geist eines Landes, das sich immer wieder häuten und neu erfinden kann: »Ich glaube daran, dass wir an dem Versprechen unserer Gründer festhalten können, der Idee, dass man es schaffen kann, wenn man gewillt ist, hart zu arbeiten.« Es war eine Gänsehautrede, aber stimmt das -alles noch? Um die sieben Dollar beträgt der Tellerwäscherlohn bei Fast-Food-Ketten, 2000 Dollar verdient Kelly pro Monat als Landschaftsvermesser. Eine der derzeit beliebtesten US-Serien, »Breaking Bad«, handelt von einem Highschoollehrer, der aus Geldnot anfängt, Crystal Meth zu kochen. Seit Jahren driftet die amerikanische Gesellschaft auseinander, die Zahl der »working poor«, derer, die sich ab-rackern und trotzdem in Armut leben, wächst und wächst.

Niemand hier würde ernsthaft gegen Fracking protestieren

Williston ist der testosteronstrotzende Gegenentwurf. Während der Rest des Landes acht Prozent Arbeitslosigkeit verzeichnet, herrscht in Williston Voll-beschäftigung. An so gut wie jedem Firmengebäude heißt es: »Wir stellen ein«. Walmart zahlt siebzehn Dollar pro Stunde, mehr als das Doppelte des üb-lichen Lohns. Die Stelle ist seit Wochen frei, die Jobs im Ölgeschäft sind lukrativer. Stripperinnen reisen aus Las Vegas und Amsterdam an, weil sie hier 2000 Dollar pro Nacht verdienen. Die beiden Stripbars von Williston sind jeden Abend zum Bersten gefüllt mit Stiernackigen, Gepiercten und Zahnlosen. Rund um die Uhr, sieben Tage pro Woche sprudelt das Öl. Erst nachts sieht man so richtig, in welcher Dichte Ölfirmen wie Halliburton, Exxon Mobile oder Statoil die schneebedeckten Weiten der Great Plains per-foriert haben. Die Öltürme und Anlagen sind kilometerweit zu erkennen im Schein flackernder Erdgasflammen. Jeden Monat werden zweihundert neue Ölquellen erschlossen.

Möglich wurde das Wunder von Williston durch -Hydraulic Fracturing, kurz »Fracking« (siehe Kasten S. 30). Eine aufwendige, umstrittene Technik, um Rohöl und Erdgas aus besonders tiefen und schwer zugänglichen Gesteinsschichten zu fördern. Beim Fracking wird zunächst vertikal gebohrt und dann horizontal in die Ölschicht hinein. Unter Hochdruck werden Millionen Liter mit Chemikalien und Sand versetztes Wasser in das Bohrloch gejagt, eine Art chemische Stimulation, um das Rohöl (und Erdgas) aus dem porösen Gestein zu lösen. Manche der gefrackten Löcher sprudeln daraufhin zwanzig Jahre lang, liefern 4000 Barrel Rohöl am Tag. Ein massiver Eingriff in die -Natur: Umweltschützer kritisieren die Gefahren für das Grundwasser durch die zum Teil krebserregenden Chemikalien, den hohen Wasserverbrauch, die Möglichkeit kleinerer Erdbeben.

Vielleicht liegt es an der Weite des Landes, an der Tatsache, dass man von Williston mehr als vier Stunden fahren muss, um in die nächste Stadt mit mehr als 20 000 Einwohnern zu gelangen, aber es gibt niemanden in der Gegend, der ernsthaft gegen Fracking protestieren würde. Zu groß ist der finanzielle Segen, den das Öl dieser strukturschwachen Gegend bereits gebracht hat. Wütend werden die Leute in North Dakota nur, wenn wieder Gerüchte aus Washington durchdringen, Präsident Obama wolle das Fracking regulieren. Doch selbst er nennt den Bakken einen »Glücksfall«. Wenn in den beiden Kinos von Williston Ende Dezember der neue Film mit Matt Damon anläuft, eine Art Erin-Brockovich-Drama, werden sie hier nur mit den Schultern zucken. Damon spielt einen Geschäftsmann, der den Bewohnern einer Kleinstadt das große Geld durch Fracking verspricht und erst nach und nach dahinterkommt, welche Schäden es anrichtet. »Promised Land« heißt der Film, in Williston wird niemand denken, der -Titel sei zynisch gemeint. Das gelobte Land, genauso ist es in ihren Augen.

Doch der Boom hat noch eine dunkle Seite, und die beschäftigt die Menschen tatsächlich. Scott Busching sitzt in seinem Pick-up-Truck und bekommt schon wieder einen Notruf. »Ja, ich fahr hin«, knurrt er ins Funkgerät, eine Schlägerei in einer der Containerunterkünfte am Stadtrand. Zehn Jahre lang war er schon Sheriff, als 2008 die Sache mit dem Öl losging. Seitdem ist nichts mehr, wie es war, die Zahl der Verbrechen hat sich verdreifacht. Aber er wollte dabei sein, wenn sich seine Stadt häutet, wenn sie durch die Hölle geht, um etwas Besseres zu werden: reicher, größer, schöner. »Vor fünf Jahren haben wir ein neues Gefängnis gebaut, schon jetzt ist es voll, und wir bauen das nächste.«

Die Schlägerei hat sich als harmlos herausgestellt, der Sheriff hat seine Patrouille beendet und will kurz bei den Kollegen im Gefängnis vorbeischauen. Mit schwerem Schritt geht er die Flure seiner Anstalt entlang, es wirkt, als habe dieser Hüne beschlossen, umso langsamer zu werden, je schneller sich seine Stadt bewegt. Für eine kurze Zeit saßen hier auch die Mörder von Sherry Arnold ein. Die 43-jährige Highschoollehrerin stammte aus Sidney, einem kleinen Ort im benachbarten Montana, wo der Ölboom ähnlich eingeschlagen hat wie in Williston. Die Lehrerin verschwand im vergangenen Januar beim Joggen, zwei Monate lang war ein Laufschuh das Einzige, was man von ihr fand. Tausend Dorfbewohner durchkämmten die Prärie. Gefunden wurde ihre Leiche in einem Acker kurz vor Williston. Sherry Arnold war zum Problem des Sheriffs geworden, das schlimmste Verbrechen seiner Laufbahn. Jetzt mit sechzig, so kurz vor seiner Pensionierung.

Was die Lehrerin auf den achtzig Kilometern zwischen Sidney und Williston erleiden musste, sickerte zu den Bewohnern der Gegend so langsam durch wie das zähflüssige Öl durch die Schichten des Bakken. Wie so viele waren auch Lester Waters und Michael Spell nach Williston gekommen, um schnell viel Geld zu verdienen, sie waren die ganze Nacht gefahren, vollgepumpt mit Crack. Sie zerrten Sherry Arnold in ihr Auto und erwürgten sie. Die Schaufel, mit der sie sie verscharrten, tauschten sie später bei Walmart um, eine Kamera filmte sie dabei. Vor allem die Frauen rüsteten daraufhin auf. Seit 2010 haben sich die Anträge auf einen Waffenschein im Bezirk des Sheriffs vervierfacht. »Ich gehe davon aus, dass so gut wie jeder hier eine Waffe hat«, sagt Busching. Viele der Frauen im Ort gehen abends nicht mehr ins Fitnessstudio, weil es auf dem Parkplatz mehrfach zu Übergriffen gekommen ist, in Sidney kam es in einer Bar angeblich in nur einer Nacht zu neun Fällen von Vergewaltigungsdrogen in Getränken. Busching sitzt in seinem Büro im dritten Stock, aus dem Fenster blickt er auf die Endlosigkeit der Prärie, durchzogen von einem Netz aus Öltürmen. »Das Problem ist: Es sind zu viele Männer. Die Ölarbeiter kommen ohne Familien. Auf achtzig Männer komme eine Frau, heißt es.« Es sind so viele, dass sie in ihren Autos auf Parkplätzen schlafen und in sogenannten Man-Camps, Containern am Stadtrand, zu tausenden. Sorgen machen ihm nicht die Ölarbeiter wie Kelly, sie fallen abends erschöpft ins Bett. Was der Sheriff viel mehr fürchtet, sind die Motten, die das Licht angezogen hat. Die ehemaligen Straftäter, Cracksüchtigen, die Nutten und Zuhälter. Busching hat doppelt so viele Beamte wie noch vor drei Jahren, 36 sind es jetzt. Selbst von denen hören immer wieder welche auf und heuern als Arbeiter bei den Öl-firmen an, weil sie dort mehr verdienen. »Es ist nicht einfach, Beamte mit Familien herzulocken. Die Lebensqualität ist noch nicht so hoch, wie sie sein müsste«, sagt er. Seine eigenen Kinder sind längst in schönere Städte gezogen. »Bis wieder alles in geregelten Bahnen läuft, arbeite ich noch. Ich will den Laden in Ordnung bringen.« Auf einem Grundstück seiner Frau werde seit kurzem nach Öl gebohrt. Busching rechnet auf dem Karton seines Lunchpakets mal eben aus, wie einträglich die zwei Löcher sind. »1800 Dollar pro Tag«, sagt er und grinst. Im letzten Viertel seines Lebens wird er ein reicher Mann sein.

Haus, Garage, Auffahrt, Haus, Garage, Auffahrt. Hundertfach

Wenn die gestrandeten Obdachlosen in Pastor Reinkes Kirche die unterste Schicht im Wirtschaftswunder von Williston bilden, dann sind Gary Fendich und CJ Antonyuk die oberste. Die beiden ukrainischen Immigranten verdienen prächtig am Boom. Aus Seattle sind die beiden Immobilienhändler nach North Dakota umgesiedelt, sie folgen dem Öl, sie -waren schon in Texas und Alaska. »Bei Mietpreisen um 3200 Dollar für eine Dreizimmerwohnung haben wir erkannt, dass günstige Immobilien hier eine Marktlücke sind«, sagt CJ Antonyuk, er trägt Cowboystiefel mit Schlangenleder und einen Gucci-Gürtel. 780 Bauplätze erschließt und verkauft er mit seinem Geschäftspartner gerade. Wie das aussieht, ihre Idee vom »bezahlbaren Wohnraum«, kann man einige Meilen weiter nördlich -sehen. Massenware für Familien, hochgezogen von mexikanischen Arbeitern, zusammengetackert und -genagelt in nicht einmal zwei Wochen. Haus, Auffahrt, Garage, Haus, Auffahrt, Garage, hundertfach. »Noch vor ein paar Monaten verlief die Stadtgrenze eine Meile weiter südlich«, sagt Gary Fendich und grinst ein Tom-Cruise-Grinsen. Cruise hat oft diese »You can make it in America«-Helden gespielt, in »Cocktail« oder in »In einem fernen Land«. Und genau so eine Rede hält Gary Fendich jetzt, mit leuchtenden Augen, ein Loblied auf den Kapitalismus: dass jeder für sein Glück verantwortlich sei, man müsse nur Unternehmergeist und Mut haben.

Ob die Ölarbeiter in dieser unwirtlichen Gegend sesshaft werden und wirklich ihre Familien nach-holen, ob die Halliburtons und Exxons, wie Experten prophezeien, nach zehn bis fünfzehn Jahren weiterziehen und eine Geisterstadt inmitten einer aus-gebluteten Landschaft hinterlassen, kann auch er nicht wissen. Fürs Erste lebt er den amerikanischen Traum. Ein ukrainischer Einwanderer, nichts hat sich geändert.


Das ist Fracking:

In Deutschland wurde Fracking seit den Sechzigerjahren etwa 300 Mal zum Gasfördern eingesetzt, das Prinzip ist das gleiche wie beim Öl: Unter Hochdruck werden große Mengen mit Sand und Chemikalien versetztes Wasser in ein L-förmiges Bohrloch gepumpt, um das Gestein aufzubrechen und um Erdgas herauszulösen. Exxon-Mobile, der führende Gasproduzent in Deutschland, hat bereits 180 Mal gefrackt. Ein Drittel der deutschen Erdgasproduktion stammt aus diesen (früheren) Bohrungen. Weil seit etwa zwei Jahren große Verunsicherung in der Bevölkerung herrscht (es haben sich viele Bürgerinitiativen gebildet), wurden von den zuständigen Landesämtern bislang keine neuen Genehmigungen zum Fracken erteilt. Derzeit stammen vierzehn Prozent des in Deutschland benötigten Erdgases aus heimischen Vorkommen. Die erschließbaren Erdgasreserven in Deutschland werden auf 2,3 Billionen Kubikmeter Gas geschätzt, das entspräche dem Gasbedarf des Landes für einen Zeitraum von zwanzig Jahren. In Niedersachsen, wo 95 Prozent des Erdgases gefördert werden, liegen die Gesteinsschichten besonders nah am Grundwasser. Ein Gutachten des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums warnt vor Verunreinigungen des Grundwassers und empfiehlt, Fracking nur unter strengen Auflagen zuzulassen.
In anderen europäischen Ländern, etwa in Frankreich, ist Fracking verboten. Inzwischen erwägt Umweltminister Altmaier ein Verbot auch in Deutschland.

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24 Antworten

Kommentare

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  • 0

    selbstverständlich wird dort niemand protestieren, sondern nach dem gebet diesen gottverdammt harten job machen - der liebe gott persönlich hat den treuen christen dort den fetten bakken hingepackt und zur prüfung dürfen sich die toughen guys jetzt am borhtutrm versuchen und sich die gottverdammten knöchel zertrümmern, während die ahnungslose mutter zu hause sitzt.
    das ist der stoff, aus dem moderne industrie-märchen geschrieben sind.
    zur belohnung dürfen dann alle für weitere 20 jahre mit ihren fetten hummern zum 'wal-mart' fahren. das scheint dem gros der bevölkerung offenkundig zu reichen.

    19.02.2013, 09:36 von lavish
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  • 0

    und was zahlen die so für redakteusen in williston? 120.000 dollars im jahr?

    ich find den artikel rund genug, um den noch 00.22 zu lesen. das mag ich.
    kleiner schnitzer: "Die USA, der ölhungrigste Staat der Welt, haben begonnen,..."

    19.02.2013, 00:22 von libido
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  • 0

    Fracking wird es in Deutschland nicht geben, ist hier einfach zu dicht besiedelt und sagen wir mal so ... wir sind etwas "umweltbewusster".
    Zudem wird Deutschland mehr als genug von dem Wiederaufstreben bzw. der gefrackten Ressourcen-Unabhängigkeit Amerikas profitieren.

    18.02.2013, 23:10 von ANIMUZ
    • 0

      »Fracking wird es in Deutschland nicht geben,«

      Da bin ich aber mal verspannt...

      19.02.2013, 12:40 von sailor
    • 0

      Ich auch. Ich hoffe es jedenfalls, dass nach Kohleabbau Deutschland nicht mehr umgepflügt wird :D

      19.02.2013, 14:10 von ANIMUZ
    • 0

      Peanuts gegen das, was woanders gemacht wird...

      19.02.2013, 14:30 von sailor
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  • 0

    kürzlich auf arte gesehen - dürfte vielen einiges wissenswertes über "fracking" suggerieren:

    http://videos.arte.tv/de/videos/gas-fieber--7282284.html

    18.02.2013, 20:03 von Hifreak
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  • 1

    Habisch im Stern im Wartezimmer vom Diabetologen gelesen... dachte mir damals schon: Die sollen doch lieber mal die auf Eis gelegten Elektroautos fertig entwickeln.
    Aber ich bin ja auch paranoid und glaube an eine große fette Verschwörung von OPEC, Automobilindustrie und republikanischen Kreationisten.

    18.02.2013, 17:25 von Dalek
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  • 1

    ...nur unter strengen Auflagen zuzulassen.
    Ja ja die strengen Auflagen, das ham die bei REWE auch immer gesagt.

    Sehr informativer Text ansonsten.

    18.02.2013, 15:53 von mirror87
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Solange es Öl gibt, braucht's doch keine Alternativen, du Kommunist...!

      19.02.2013, 11:48 von sailor
  • 6

    Was ich bemerkenswert fand: Arnold Schwarzenegger riet Deutschland jüngst von der Fracking-Technik ab. Er sagte, Fracking sei keine zukunftsweisende Technologie. Und dass Deutschland gut beraten sei, sich in Fragen der Energiepoltik nichts von den USA abzuschauen, die nicht im Stande ist, ihre Co2-Emmissionen ansatzweise zu regulieren.

    18.02.2013, 15:10 von MisterGambit
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  • 0

    Ich finde den Artikel lesenswert, er hilft mir aber leider nicht bei meiner Meinungsbildung zum Thema Fracking in Deutschland.

    18.02.2013, 14:30 von EliasRafael
    • 0

      dann musst du studien lesen. und deinem instinkt vertrauen - den hast du doch hoffentlich noch?

      19.02.2013, 09:37 von lavish
    • 0

      Ich habe schon Studien gelesen, die sind aber in der Regel auch interessengeleitet, und es ist schwer sich eine halbwegs objektive Meinung zu bilden. Außerdem würde ich die technologische und sozioökonomische Bewertung gerne getrennt vollziehen. Jeder Energieverbrauch hat seine Schattenseiten, ob nun hier oder in Nahost oder Russland. Die Anwohnerproblematik mag noch was anderes sein, ich wohne aber nicht in Niedersachsen. 


      Was hat das mit Instinkt zu tun, btw.?

      19.02.2013, 10:22 von EliasRafael
    • 0

      gut. studien gelesen. schwierigkeiten mit objektiver meinungsbildung. kenn ich.
      deswegen ist da - zumindest meines erachtens - der instinkt gefragt. wen der instinkt sagt, "hm, ich find das ganze n bisschen gruselig", dann ist das schon mal ein guter hinweis darauf, nicht ad hoc "hurra!" rufen zu müssen. zumal in den ganzen gremien auch ein großer haufen bedenkenträger sitzt, der das eher nicht kundtun wird. weil das sonst ein bisschen problematisch wird mit der dynamik in den entsprechenden seilschaften. primär geht das da ja nicht um "gut" oder "schlecht", sondern um profit.

      19.02.2013, 11:29 von lavish
    • 0

      Wer schreit denn Hurra?!? Ich sicher nicht...da unterstellst du mal wieder was, was direkt jede sinnvolle Diskussion im Keim erstickt.


      Da ich nur sehe, welcher Schindluder teilweise mit Solarförderung oder Biosprit betrieben wird, und ich Facking für eine im Gegensatz zur Kernenergie grundsätzlich nicht unbeherrschbare Technologie halte, sehe ich eine sachliche Diskussion über Möglichkeiten des Frackings in Deutschland schon als angebracht an, solange wir Energie verbrauchen.


      Fingerpointing war noch nie ein guter Ratgeber.

      19.02.2013, 11:34 von EliasRafael
    • 0

      moment - weder hab ich dir unterstellt, "hurra" gerufen zu haben noch ersticke ich "direkt jede sinnvolle diskussion im keim". vielleicht geht das in zukunft weniger flächendeckend. das dazu.

      erstmal glückwunsch zu dem zauberhaften tippfehler "facking" :-)

      meine erste konfronatation mit diesem thema war eine doku, in der menschen gezeigt wurden, die verständlicherweise irritiert auf die tatsache reagierten, dass aus ihren wasserhähnen gas kam - mit einem satten "fump!" eröffneten sich an der spüle plötzlich völlig neue möglichkeiten, die behausung einmal und dann nie wieder gründlich durchzuheizen. weil bei dem ganzen fracking-gefrickel wohl irgendwie unterirdisch einiges durcheinandergeraten war und die dafür verantwortlichen aber lieber gesagt haben, dass das nicht sein könne. klar, das sagt man dann, wenn man "weiterfracken" will. das kennen wir von der atomlobby, das ist also nicht das überraschende moment gewesen.
      natürlich ist die diskussion angebracht, gerade, weil wir energie verbrauchen. demgegenüber stehen aber die risiken und andererseits ist es auch angebracht zu überlegen, was man als verbraucher tatsächlich verbraucht, ob man das in diesem maße weiter muss+wie die alternativen dazu aussehen.

      19.02.2013, 11:45 von lavish
    • 0

      Ja, Facking war gelungen ;-)


      ok, die Frage nach dem Instinkt erschien mir halt etwas unpassend, wenns danach ginge, säßen wir noch in Höhle


      Du verquirlst jetzt aber auch noch die Verbrauchseben in die Argumentation, das ist halt unseriös. Selbst wenn wir weniger verbrauchen, müssten wir erst Atomstrom vollständig substitutieren.


      Zudem würden wir uns mit einer größeren Uanbhängigkeit von Energielieferstaaten wie Russland einen größeren politischen Handlungsspielraum im Hinblick z.B. auf Menschenrechte ermöglichen, wenn die denn überhaupt mehr interessieren, als etwas Gas aus dem Wasserhahn bei irgendjemand. Schlampige Technik muss übrigens nicht schlechte Technologie heißen, das kennen wir doch von Neon (Edith!).

      19.02.2013, 11:52 von EliasRafael
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      oooch, instinkt muss nicht unbedingt "höhle" heißen, wenngleich mir klar ist, was du meinst.
      ich bin z b in meinem job ohne instinkte aufgeschmissen+da gehts (zumindest technisch) hochmodern zu (für die kommunikation würd ich meine hand nicht ins feuer legen).

      ich finde es problematisch, aus dem ganzen informationswust ein extrakt herauszufiltern, von dem ich sagen könnte, "so, ich bin da jetzt für." insofern finde ich es legitim zu überlegen, was verbrate ich persönlich eigentlich wofür und muss es dabei bleiben (paradoxerweise muss ich z b rechtfertigen, dass ich nicht auto fahre - ich hab nicht mal n lappen).
      die thematische vielschichtigkeit verlangt zeit und weitsicht - die unabhängigkeit von monopolisten wie russland ist natürlich eine wunderschöne vorstellung, ich befürchte aber, da wird unser ex-medienkanzler nochn wörtchen mitzureden haben. und dann haben wir natürlich auch die verbraucher vom stamme, "is mir wurscht, hauptsache, der laden läuft."


      19.02.2013, 12:08 von lavish
    • 0

      Instinkt ist sicher toll in Situationen, wo schnelles Handeln nötig ist. Bei langfristigen Entscheidungen bevorzuge ich den Verstand, der Instinkt rät mir dann höchstens die Argumente meines gegenüber vor dem Hintergrund seiner möglichen Interessenlage zu bewerten ;-)

      19.02.2013, 12:15 von EliasRafael
    • 1

      auch wieder wahr. das nehm ich ma mit.

      19.02.2013, 12:16 von lavish
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  • 0

    wichtiges thema und guter artikel.

    18.02.2013, 14:29 von IceIceFriedhelm
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