wayofpixel 24.02.2009, 13:57 Uhr 5 1

Achtung Anders!

Wer schön sein will muss leiden. Wer anders denkt auch.

Ich bin Musiker. Toll oder? Ich kann eigentlich ganz gut Fotografieren. Auch schön findet ihr nicht? Ich kann meine Meinung in einer anderen, mir eigens zugeschneiderten Übertragungsform dem Menschen näherbringen. Wow. Nun gibt es nur ein Problem: Die letzte Aussage. Denn ich muss leider auch gestehen dass ich ein Träumer und Querdenker bin. Nicht schlimm sagt ihr? Finde ich auch bloß leider gibt es noch einen gewissen Faktor der das übertragen meiner Meinung wesentlich erschwert: Ich habe eine andere. Ich stoße permanent auf Menschen, die eine andere Meinung haben. Dies ist normal und zum persönlichen Weiterentwickeln des Menschen von höchster Wichtigkeit. Keine Frage. Aber wehe man reagiert auf manche Aussagen so wie ich: „Hm ok aber wieso ist dieser Fakt, als den du deine Meinung so hinstellst, ein Fakt?“. Mist. Da ist es wieder. Mein Problem. Ich hinterfrage, analysiere und bilde mir meine eigene Ansicht über Ansichten anderer. Kommt gut, aber nicht bei jedem. 40 Prozent der Menschen den ich begegne, vor allem in höheren Stellungen, beharren auf das Recht der einzig richtigen Meinung. Ihre. Nur weil sie studiert haben, 5 Gehaltsklassen über einen stehen oder, der Klassiker, 40 Jahre älter sind. Nun denke ich dass wir nicht mehr in einem Zeitalter des Preußischen Gehorsams leben und so begehe ich „Vaterlandsverrat“ an den eingestaubten Prinzipien und Regeln unserer Gesellschaft. Ich wiedersetze mich. Ich habe diese Schwäche für „ja gut das ist deine Meinung aber nicht meine“. Ihr wisst was ich meine. Ich habe keine Lust mir irgendetwas aufschwatzen zu lassen. Vor allem nicht von einer Generation die die Angebote von Ikea gerade für sich entdeckt, weil deren Tochter die rosa Kissen aus der Accessoire-Abteilung des selbigen Warenhauses so „Porno“ findet. Andersrum bin ich natürlich sofort dabei, wenn deren Meinung für mich und meine Ansicht über die Welt da draußen passend ist. Aber dies geschieht in dieser Welt des „Ich gehe konform mit diesen anderen Spinnern der Norm“ leider immer seltener. Natürlich sind verbohrte „Ich muss jetzt anders denken“- Einstellungen natürlich falsche und ineffiziente Wege für das finden und begegnen mit anderen Meinungen. Dann vergeht der Lerneffekt, den man sein ganzes Leben ja hat (Achtung Fakt!) und der Spaß am diskutieren, austauschen und entdecken von vielen neuen Sichtweisen ist auch dahin. Trotzdem ist es anstrengend und ermüdend einen anderen Weg zu gehen. Es ist halt leichter mit dem Strom zu schwimmen. Aber gibt es vielleicht noch einen ganz anderen Weg der „Völkerverständigung? Einen der eine gewisse Leichtigkeit mit dem Umgang der ureigensten Einstellung voraussetzt? Ich weis es nicht, will mich aber auf die Suche danach begeben.
Warum ich dieses geschrieben habe? Gute Frage! Es wuselte in meinem Kopf herum! Vielleicht finden sich ja ein paar andere die vielleicht auch so oder „Artverwandt“ denken! Ich würde mich über Nachrichten freuen!

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5 Antworten

Kommentare

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    Sehr schöner Text, da find ich mich doch direkt drin wieder..
    Du benutzt gern Anführungszeichen, was ;)

    14.02.2010, 22:33 von cooler_Username
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    Zuerst wollte ich einfach drauf-los-schreiben, aber dann habe ich bemerkt, wie interessant das Thema ist. Das fängt ja schon alleine bei dem drauf-los-schreiben an. Manche Menschen würde mein Schreibstil von "drauf-los-schreiben" bestimmt schon anpissen, was auch gleich wieder mit Meinung zu tun hat. Nur weil wir eine Rechtschreibung haben, muss ich mich ja nicht dran halten.Ich müsste dann aber mit den Menschen umgehen können, die das anpissen würde. Da das vermutlich viele sind, hätte ich es nicht einfach...
    Interessanter wird es bei der Frage (und da gebe ich dir auch recht) wie kommt man eigentlich zu der Meinung, dass man "drauf-los-schreiben" scheisse findet?
    Weil laut Faktor Zeit und Evolution, früher eben mehr Menschen mit dem Strom geschwommen sind und auf den alten Stil schwören würden. Irgendwann wurde mal eine Meinung ausgegeben und alle anderen meinten hinterher. So wie in der Religion, einer betet vor und alle glauben nach. Time has changed...you are free to feel what you want, you are free to think what you want...aber noch schlimmer....es fühlen sich auch immer mehr Menschen berechtigt, dass alles laut zu sagen. So wie ich jetzt gerade...ich texte hier einfach meine Stellung zu dem Thema..und kann sogar noch drauf scheissen, was irgendwer über mich denkt.
    Für meinen Punkt habe ich mir vorgenommen, immer die Perspektive zu wechseln. Immer wieder versuchen, in die andere Person zu gehen um den anderen wirklich zu verstehen und dieses Gefühl dann in dir abzugleichen. Und dieser Prozess sollte nie aufhören, da sich das Leben ändert und man in 10 Jahren mit der Taktik vielleicht zu einem anderen Schluß kommt. Das wäre dann auch mit totaler Toleranz zu vergleichen, da man ja ständig bereit ist, sich weiter-zu-entwickeln. Ich könnt hier noch mehr schreiben....also das Kapitel, wie man mit den Menschen umgeht, die immer mit dem Strom schwimmen kommt später.
    Peace!

    24.02.2009, 19:48 von JamesConway
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    Ich weiss gar nicht, wo da die Probleme liegen...das Vertreten der eigenen Meinung ist wohl eine Sache von Instinkt, Taktik und Einstellung.

    24.02.2009, 15:17 von derHerrMitDemPixel
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      @[Benutzer gelöscht] Ich danke dir ;)

      Natürlich gibt es Meinungen die man lieber für sich behalten sollte (Rechtsextremismus, Schwulenfeindlichkeit etc) aber eigene Meinung und das Meinungsbilden an sich wird immer schwieriger ;)

      24.02.2009, 15:06 von wayofpixel

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