72 Stunden - ohne Kompromiss
Ist es möglich, die Welt ein bisschen besser zu machen?
Wir wollen es hoffen. Denn 25000 Jugendliche sind von der Idee begeistert. Sie nehmen sich Zeit, packen an.
72 Stunden von Donnerstag, 7.Oktober 2004 ab 17.07 Uhr bis Sonntag 10. Oktober 2004 17.07 Uhr.
72 Stunden für den guten Zweck, 72 Stunden ohne Kompromiss.
Was der Bund der deutschen katholischen Jugend 2001 in der Erzdiözese Freiburg begann ist nun auch in die benachbarten Diözesen Mainz, Rottenburg – Stuttgart, Speyer, Trier übergesprungen. Der Funke der Begeisterung, des Glaubens, des Miteinanders. Und ein hell leuchtendes Zeichen, gegen die vermeintlich perspektivlose und asoziale Jugend.
Über 1250 Projekte werden es dieses Mal wohl sein. Alle mit dem Ziel, Menschen in der Heimatgemeinde zu helfen, um die sich sonst keiner kümmert, für die kein Geld da ist, oder von denen sonst einfach niemand etwas wissen will. Das können alle möglichen sozialen Randgruppen, wie z.b. Senioren, Jugendliche, Kinder, Asylanten, Ausländer und was sonst nicht immer erwünscht ist, sein. Diese Gruppen sollen durch die 72 Stunden Aktion eine Plattform bekommen, die sollen ins Rampenlicht gerückt werden. Und ganz nebenbei bekommt die katholische Jugendarbeit (vielleicht auch eine Randgruppe?) auch etwas von diesem Glanz ab. Das ist natürlich nicht unbeabsichtigt, denn auch hier gilt, im Zuge immer knapper werdenden Fördertöpfen Duftmarken zu hinterlassen.
Doch was bewegt den einzelnen Jugendlichen bei diesem Projekt dabeizusein? Ist es etwa der schulfreie Freitag oder der gemeinsame Glaube? Ich denke nicht unbedingt. Die meisten wollen einfach nur bei diesem Riesenevent dabeisein, wollen mitarbeiten als kleines Rädchen in der großen Masse. Und Massenbewegungen üben ja seit jeher eine gewisse Faszination auf die Menschen aus. Das mein ich jetzt natürlich im positiven Sinne.
Die Jugendlichen sind motiviert und können es kaum abwarten bis es am 7.Oktober um 17.07 Uhr endlich losgeht. (17.07 Uhr deshalb, weil die Aktion auf dem Radiosender SWR3 live übertragen wird und um 17.00 Uhr sind halt Nachrichten, ganz einfach.) Denn, und das ist das besondere Gewürz dieser Aktion, die Aufgaben für die Gruppen werden erst ab diesem Zeitpunkt bekanntgegeben. Bis dahin sitzen die Gruppen auf heißen Kohlen und legen dann aber gleich los. Hier muss Werkzeug beschafft werden, dort sucht man tolle Rezepte für ein Kochbuch, eine Gruppe braucht noch dringend einen Betonmischer oder einen Gabelstapler man hält Einzug in Baumärkten und Metzgereien bei Handwerkern und Lebensmittelgeschäften. Und vor allem auch in den Köpfen und Bewusstsein der Menschen, die nicht unmittelbar an den Aufgaben beteiligt sind. Omas bringen Kuchen, Väter wollen unbedingt mitarbeiten. Die Caritasgruppe näht noch schnell die neuen Sitzbezüge fürs Kinderheim. So wird dieses Projekt eine grandiose Eigendynamik entwickeln. Jedenfalls war das 2001 in Freiburg so, und alles deutet darauf hin, dass es wieder so kommen wird. 3 überaus spannende Tage erwarten uns, ich hoffe auf deine Unterstützung."Wichtige Links zu diesem Text"
Offizielle Homepage zur Aktion






Kommentare
Eine richtig coole Sache ist das! Bin schon sehr gespannt, was bei dem Projekt so alles rauskommt!
21.09.2004, 09:57 von RapRaphTolle Sache das, vor allem wenn Leute begeistert und enthusiastisch mitmachen. Leute, die bei anderer Gelegenheit ein bisschen diffus wirken und ein wenig länger brauchen. Hier aber unbedingten Einsatz, Engagement, Ernsthaftigkeit mitbringen und in kürzester Zeit wirklich tolle Projekte auf die Beine bringen. Respekt!
19.09.2004, 17:43 von 3D