Vom Interrailen gelernt
Was habt mit InterRail erlebt?
Das InterRail-Ticket wird demnächst vierzig Jahre alt und ich will es mit einer Party überraschen. Nicht einer Party in dem Sinne. Kein Konfetti. Eher eine Zelebration soll es werden. Ein nostalgischer Rückblick. Deshalb suche ich Geschichten, die ihr dank InterRail erlebt habt. Oder solche, mit denen euch eure Freunde noch heute in den Ohren liegen. Oder meinetwegen auch solche, an die sie nicht erinnert werden möchten, die aber trotzdem gut sind.
Harald Schmidt zum Beispiel soll nach zwei Tagen InterRail pleite gewesen sein. Jürgen Klinsmann reiste mit InterRail nach Griechenland, drehte auf der Laufbahn des antiken Olympiastadions ein paar Runden und soll sich dabei wie ein Olympiastar gefühlt haben. Ich selbst habe auf meiner ersten InterRail-Reise zwar wenig erlebt, dafür aber das eine oder andere gelernt. Zum Beispiel, dass lustige Straßenclowns, die tagsüber Charlie Chaplin imitieren, nachts in der Jugendherberge, wenn sie die Melone vom Kopf genommen und die Schminke aus Gesicht gestrichen haben und nur noch der Hitler-Schnauzer übrig bleibt, zu Psychopathen werden. Und dass "train supprimé" nicht Schnellzug bedeutet. Auch nicht Nachts um zwei auf dem Bahnhof von Luxemburg. Letzteres ist eine durchaus wertvolle Erkenntnis.
Was sind eure InterRail-Geschichten?







Kommentare
Urlaub in andere Länder gerne, aber ums Verrecken nicht mit der Bahn, uuuuurgs!
11.12.2011, 23:51 von topfbluemchenIch bin mit einer Freundin zu deren Familie nach Budapest gefahren vor 5 Jahren (damals hab ich noch geraucht, heute schon seit ueber 3 Jahren nicht mehr (so viel vorweg ;oD))... im Lauf der Fahrt gingen unsere Zigarettenvorraete dank Sitzplatz im Raucherabteil relativ zuegig zur Neige und vor lauter Anschlusspanik in Prag, schafften wir es nicht, unseren "Proviant" aufzufuellen. Irgendwo zwischen Breclav und Kuty gingen sie uns dann endgueltig aus und mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass im Zug so ziemlich alles kaeuflich zu erstehen war, nur nicht Nikotin und in unserem Abteil wollten wir nun auch nicht wie die letzten Schnorrer irgendwelche wildfremden Menschen, die ohnehin nur tschechisch sprachen und nicht gerade den kontaktfreudigsten Eindruck machten, nach Kippen anbetteln, nee, so tief wuerden wir ganz sicher nicht sinken, da waren wir uns, glaub ich, einig. also blieb uns nichts anderes, als uns zu sagen: "In dreieinhalb stunden sind wir ja da, das halten wir schon aus.... wir sind ja hart im Nehmen und die Lunge wirds danken..."
Letztes Jahr im Sommer: meine erste Interrailreise - meine beiden Cousinen, ein Freund und ich fuhren einfach völlig planlos mit dem nächsten Zug nach Amsterdam, unserem ersten Halt. Das man an diesem Tag (es war der 11.07.2010.- WM finale - Niederlande (!!) gegen Spanien) keinen Platz mehr in Hostels/Jugenherbergen finden würde, hätte man sich auch denken können....Resultat: unsere erste Nacht auf der Straße, genauer gesagt eine Übernachtung auf einer Baustelle inklusive Halluzinationen durch zuvor konsumierte Rauschmittel in Verbindung mit schlechter körperlicher Verfassung.... Angesichts der Umstände sogar recht bequem und definitiv besser als die Übernachtung vor dem Pariser und dem Barcelona Bahnhof, die in der nächsten Woche, auf Grund unserer anhaltenden Planungslosigkeit, noch folgten. :D Man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran...
10.12.2011, 14:17 von clyde.Im Regionalzug in Frankreich, neben mir ne ca. 40-Jährige, relativ verwahrloste Frau, die durch ihr Notizbuch mit lauter Namen blättert, einige davon durchgestrichen. Plötzlich hält sie inne und schreibt hinter einen Namen "est mort"
10.12.2011, 00:21 von Musli_92Mit dem Nachtzug von Berlin nach Paris, schlafen im 6er-Abteil. Als sich mein Kabüffchen füllte, gab's 4 Jungs, ne Frau Mitte 40 und mich. Unter 4 Augen sagte ich ihr, dass die Jungs hoffentlich nicht schnarchen. Sie grinste und war letztendlich natürlich die einzige, die fröhlich vor sich hin grunzte. Von den Jungs gab's keinen Mucks...
09.12.2011, 20:55 von onyparlefrancaisIch fahre zwar ständig Zug, aber InterRail hat nie geklappt. Dafür hab ich alles durch:
09.12.2011, 18:33 von -jk--auf dem Abstellgleis vergessen
-aus dem brennende Zug evakuiert
-ausgefallene Klimaanlage
-Kinder die auf Nachbarplatz gewickelt wurden
-Verhaftung meines Gegenübersitzenden
-Notarzteinsatz im Zug
...
wenigstens wurde es nicht langweilig ;oD
09.12.2011, 22:55 von Insomnia291986Langeweile war natürlich immer noch mehr als genug dabei.
09.12.2011, 22:57 von -jk-n feuer!!! mein lieber herr gesangsverin, du sprengst mit diesen erlebnissen wahrlich jeden mecker-katalog über die bahn:-))))
10.12.2011, 10:11 von lavishIch fand das eigentlich viel schlimmer, als die Eurobahn uns aufs Abstellgleis geschoben hat, denn das warkein Unfall sondern nur inkompetent.
10.12.2011, 10:18 von -jk-Warscheinlich fährst Du nie in NRW Bahn, sonst wär Dir mindestens eins davon selber auch schon mal passiert.
11.12.2011, 20:29 von -jk-Hatte ich nie Bock drauf. Ist mir zu knüsselig.
09.12.2011, 16:42 von B.tinaMh, ich bin bis vor einiger Zeit desöfteren lange Zug gefahren und fand es eher langweilig bis belastend.
Getoppt wird das nur von langen Schiffreisen. Da kan man nicht einmal Landschaft gucken, nur Meer bis zum Horizont...
09.12.2011, 15:10 von Marvbaer