Schwerelos
Die besten Videoaufnahmen vom Ausflug in die Schwerelosigkeit.
Um in den Weltraum zu kommen, muss man nicht in den Weltraum. Jedenfalls trifft das auf den für mich mutmaßlich aufregendsten Teil eines Weltraumfluges zu: die Schwerelosigkeit. Die lässt sich auch innerhalb der Erdatmosphäre herstellen. Dazu braucht man ein Flugzeug, das Parabeln fliegt. Also sehr steil nach oben; Triebwerke drosseln; sehr steil nach unten; das Ganze von vorn. In der Phase, in der die Triebwerke gedrosselt sind, kippt das Flugzeug sozusagen langsam über seine Achse - und wer sich im Flugzeug befindet, ist in dieser Zeit schwerelos. Im Fall meines Parabelfluges waren das 22 Sekunden; und zwar 31 Mal, denn so viele Parabeln flog der Airbus der European Space Agency westlich der französischen Atlantikküste. Was die Umstände und technischen Genauigkeiten betrifft, empfehle ich meinen Artikel „In der Schwebe“ im NEON-Heft von September 2010. Aber wie die Schwerelosigkeit aussieht, könnt ihr hier feststellen: Ich habe mich während des Parabelfluges gefilmt.
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Kommentare
Aaaaaalso:
26.08.2010, 12:19 von hanakoich hab die Neon gekauft, Deinen Artikel gelesen und bin ziemlich enttäuscht.
1. finde ich es nicht gut recherchiert (der Airbus gehört z.B. nicht der ESA, sondern Novespace [www.novespace.fr])
2. finde ich diese Wissenschaftler-Klischees in Deinem Artikel maßlos übertrieben. Diejenigen, die ich kennengelernt habe, sind interessierte, weltoffene junge Menschen.
Du hättest die Leute porträtieren können, Du hättest die Möglichkeiten darlegen können, die die simulierte Schwerelosigkeit den verschiedenen Forschungsgruppen eröffnet, Du hättest gar über die Geschichte und die Entwicklung der Weltraumforschung schreiben können.
Statt dessen konzentrierst Du Dich in Deinem Artikel im Wesentlichen darauf, zu erwähnen, dass Du nicht kotzen musstest. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Ich finde es grundsätzlich richtig, dass bei den Parabelflügen auch Journalisten mitfliegen, denn das ist eine großartige Möglichkeit, die "breite Masse" der Bevölkerung zu erreichen und ihr einen Einblick in einen doch sehr kleinen und sehr besonderen Forschungsbereich zu ermöglichen.
Genau das hast Du meiner Meinung nach aber nicht gemacht, sondern den eigentlichen Sinn der Parabelflüge in drei Sätzen vorurteilsbeladen abgehandelt und den Rest Deines Artikels dafür benutzt, einen Selbsterfahrungstrip zu beschreiben.
Klar ist schwerelos-sein eine unglaubliche Erfahrung. Aber die Parabelflüge sind eben viel mehr als das, und ich findes es wirklich unglaublich schade, dass Du das in Deinem Artikel so gar nicht kommunizierst.
Hätte echt mehr draus werden können.
@hanako Grad aus dem Urlaub zurück, daher mit Verspätung:
13.09.2010, 13:37 von Marc_SchuermannAlso, ich schrieb, dass die ESA einen Airbus in den Himmel schickt, nicht dass er ihr gehört. Novespace operiert hier im Auftrag der ESA, insofern ist die ESA hier die wichtigere und aktive Instanz. Was noch ist "nicht gut recherchiert"?
Stimmt, ich hätte auch einen Artikel über die genauen Abläufe von Experimenten in der Schwerelosigkeit schreiben können. Dass ich stattdessen vor allem die Erfahrung geschildert habe, wie sich Schwerelosigkeit anfühlt, ist nicht besser oder schlechter, sondern eine konzeptionelle und geschmackliche Entscheidung.
Achja. Und ich hab vor zwei Jahren als Idee für das neon-Recherchestipendium ein Exposée über Parabelflüge eingereicht. Marc, ich hoffe sehr, dass es Dir Spaß gemacht hat!
26.08.2010, 11:35 von westentaschenpunkbüschn grünlich siehst du aber schon aus:-)
25.08.2010, 16:56 von lavishSchürmann in Gefahr! kann man da keine Serie draus machen?
25.08.2010, 16:42 von Christian_Flierl@Christian_Flierl fliiiiiieeeeerli!
25.08.2010, 16:47 von Der_Misanthrop<3 <3 <3 <3
@[Benutzer gelöscht] Für Journalisten nichts... Als Nichtjournalist muss man nach Russland oder in die USA reisen und dort etwa 4000-5000 Dollar zahlen.
17.08.2010, 15:11 von Marc_Schuermann@Marc_Schuermann "Ich muss diesen Punkt fixieren, in der Kamera, sonst muss ich kotzen"
25.08.2010, 17:21 von MisterGambitDas kommt auf jedenfall in meine Galerie.
Wegen solcher Beiträge regt sich in mir doch mal was, dass Journalist sein auch Spaß machen kann.