Reisebericht USA 2012
Meine Reise durch die USA war wunderschön, erschreckend, anstrengend, faszinieren und alles andere als erwartet
So nach 60 Stunden war ich endlich endlich am Ziel angekommen! Was hab ich nicht alles erlebt.
Zum einen habe ich erfahren. das der Flughafen London Heathrow was die kulinarische Versogung angeht den Deutschen weit vorraus ist. (Jeder der mal ein paar Stunden da ist kann ich nur Pret en Manger empfehlen). Zum anderen, das Murphey dir nicht einfach einen dicken Menschen oder ein kotzendes weinendes Kind neben dich ins Flugzeug setzt sondern an Guten Tagen am besten gleich Beides. Nach 6 Stunden die ich gegen das Fenster gepresst damit verbracht habe den fetten Arm der hyperglykemischen Komaleiche von Sitznachbarn von meiner Fernbedienung runterzudrücken (Whitechapel mit ständig wechselnder Lautstärke ist immer noch interesssant) und den Kotzegeruch des Balgs vor mir zu ignorieren (nach "der Lorax" würd ich auch spucken) waren wir endlich in New York. Kaum war ich bei der Grenzkontrolle wurde ich (natürlich) gleich in einen separierten Raum zur genauen Kontrolle geführt. Nach wenigen Minuten entgegnete der freundliche Beamte mir nur "you have a very popular name Mr. Singh" und ich durfte gehen. Nach weiteren 10 Stunden des Wartend und Fliegens waren wir endlich da und vielen einfach müde ins Bett.
So waren wir also angekommen im sonnigen San Diego. Die malerische Stadt an der Grenze zu Mexiko besticht durch seine malerischen Strände und freundlichen Bewohner. Man fühlte sich gleich willkommen und war enthusiastisch auf die weitere Reise. Nach einem Tag am Strand (es sei übrigens gesagt, das Inder sehr wohl einen Sonnenbrand von der größe des Staates Utah am Rücken bekommen können) kamen wir in Los Angeles an....was für ein Unterschied. Es schien, dass die Gerüchte stimmen, das kein Amerikaner in den Städten wohnt, in denen er arbeitet. Nach 18Uhr trafen wir auf Deutsche, Dänen und Franzosen und Koreaner. (viele Koreaner) die eifrig die verschiedenen Bars und Restaurants besuchten. Wenn wir gerade von Essen reden; die amerikanische Esskultur (Burger), ihre Lieblingszutat (Fett) und ihr Meisterwerk (Burger) hatten bisher nicht zu drastischer Ausdehnung und Verlust der Kleidergröße 36 geführt. Ein Toast auf unsere kruppstahlharten Mägen! Nach dem Walk of Fame, der neben Sternen auch die Chance gab weitere Koreaner zu sehen (Ich möchte hier angeben, dass ich nichts gegen Koreaner habe, es ist ein stolzes Volk mit einer Jahrtausende alten Kultur...und hochwertigen Kameras) begaben wir uns auf die erste große Etappe nach San Francisco. Die Route 1 entlang der Küste bot alles was man sich wünschte....Blick auf den Ozean und die erstaunliche Natur, überteuerte Tankstellen und die wundervolle Chance wie Selma und Louise eine Klippe runter zu stürzen (Anmerkung: mir ist bekannt, das Selma und Louise nicht in Californien abstürzen, der Assioziation lies sich aber nicht abschütteln). Nach 2 Tagen endlich in San Francisco angekommen, nach diversen Hotelproblemen fielen wir erneut müde ins Bett. Nun freuten wir uns nun auf einen Spaziergang am Pier.
Wir verließen San Francisco und machten uns auf, die längste Strecke unserer Fahrt nach Twin Falls Idaho.
Idaho, zum einen bekannt für seine weltberühmten Kartoffeln (dies ist zumindest auf en Nummernschildern zu lesen) besitzt zum anderen eine sehr erstaunliche Natur. Die Twin Fallswaren leider durch Staudämme zerstört. Die Shoshonen Falls hingegen boten eine fantastische Szenerie. Der Snake River, den Evil Knevil einst versuchte zu überspringen, frisst sich dort tief in die Erde und bildet die in unseren Bildern erkennbare Schlucht.
Nach einer Nacht in einem Hotel im Stile alter Hitchcock Filme (nicht Psycho, denkt mehr, der dritte Mann und co.) machten wir uns auf den Weg nach Yellowstone.
Bevor ich hier weiter mache möchte ich auf den Film "Gremlins" eingehen. Dort ersteht ein Vater einen sog. Mogwai für seinen Sohn und erhält 3 einfache Regeln:
1. Der Mogwai darf nicht der Sonne ausgesetzt werden
2. Der Mogwai darf nicht nass werden
3. Der Mogwai darf nicht nach Mitternacht gefüttert werden.
Einfache Regeln nicht wahr? Nahja, ich denke die meisten wissen was passiert. Der Mogwai wird nass und die dadurch enstandenen bösen Klone mutieren nach einen kleinen Mitternachtssnack in fiese Monster.
So kamen wir nun in Yellowstone an und erhielten ähnlich einfache Regeln, die wir schworen zu halten.
1. Halten sie nicht an um Tiere zu Fotografieren
2. Gehen sie nicht auf die Tiere zu
3. Lassen sie auf keinen Fall irrgendwelchen Müll liegen
4. Lassen sie keine Geräte unbeaufsichtigt liegen, besonders nichts elektronisches.
Auch dies waren unserer Meinung sehr einfache Regeln und wir hatten in den 2 Tagen keine Probleme diese einzuhalten. Doch hier kommt leider zu tragen, dass wir leider 6 Milliarden Menschen auf der Welt haben und nicht alle so verständnissvoll mit Regeln umgehen können. So kam es regelmäßig zu Staus weil einige Hobbyfotografen versuchten einen Schnappschuss von einem der Tiere zu erhalten, die Problemlos vom Auto hätten fotografiert werden konnten. Eine nette Famillie lies gut und gerne ihren halben Hausstand ausserhalb ihres Autos, ohne darüber nachzudenken dass Nahrungsmittel unter Umständen wilde Tiere anlocken könnten und elektronische Geräte in Badezimmern vielleicht kaputt gehen. Auch Warnungen von den Parkwächtern haben dies Problem nicht behoben....nahja jedem das seine.
Darüber hinaus hatten wir viele Interessante Blicke auf einige interessante geothermische Phänomene wie Geysire (oder auch Geisire) und die verschiedenen Farben der Schwefelverbindungen.
Nach einer etwas (untertrieben) kalten Nacht verließen wir Yellowstone und machten und auf den Weg nach Utah. Durch Salt Lake City, der malerischen Hauptstadt des Mormonenstaates nach Bryce Canyon, machten wir uns auf den Weg nach Vegas.
Wir waren also in Las Vegas, aufgrund meiner Abneigung gegen Wüsten ersparte ich mir den Tagestrip nach Death Valley und versuchte einen Eindruck von Las Vegas bei Tag zu erhalten. Es stellte sich herraus, das die Stadt durchaus schläft, und zwar tagsüber. Schließlich ist es Tagsüber so heiß, dass es kaum möglich ist innerhalb der Mittagsstunden draussen zu sein. Da lobt es sich doch, das es innerhalb deines Kasinos ein Einkaufszentrum, einen Food Court, diverse Arkaden und Plazas und vermutlich sogar diverse Prostituierte gibt.
In Vegas kann man vor allem 3 Dinge tun: Saufen, Spielen und Vögeln (kein Wunder das Charlie Harper diese Stadt so mag)
Um diese bisher wenig schmeichelhafte Beschreibung abzuschließen versuche ich nun die optimale Planung für ein Wochenende Las Vegas zu erstellen, die auch normalen oder abstinenten Menschen eine schöne Zeit verspricht.
1. Tag Einkaufen und Essen gehen
2. Tag Sehen sie sich eine Show an! Oft lassen sich Last Minute noch Schnäppchen erhalten, ab Einbruch der Dunkelheit lassen sich am Bellagio auch die eidrucksvollen Brunnenspiele mit Musikuntermalung ansehen
3. Tag Reisen sie ab, drehen sie sich nicht um und ziehen sie keine 2000 Mark ein
Der Flug nach Chicago war erfreulich unkompliziert und mein *populärer* Name machte mir keine Probleme.
Chicago war faszinierend, da es mein Bild von den amerik. Städten veränderte. Neben den flachen Städten Südkaliforniens bietet Amerika auch Großstädte, die eng bebaut und vielschichtig sind. So machte ich mich allein auf den Weg die Strassen zu erkunden, was mich gleich zum ersten (und einzigen) vernünftigen Gebrauchtbuchladen des Landes brachte, neben gut erhaltenen Erstausgaben fand man dort auch Schnäppchen und Seltenes. Amerikaner lesen also doch! (Ich fand auch den vielbeworbenen Buchladen in New York wurde dort aber nicht fündig, da ich mich weigere 50 Shades of Gray zu lesen)
Unser Ausflug nach Kanada zeigte, dass der nördliche Nachbar der USA durchaus mithalten kann. Die Leute sind freundlich, die kleineren Lebensmittelläden auch mit europäischen Waren bestückt und McD erlaubt es dir einen Salat zu deinem Burger zu bestellen. Man fühlte sich fast wie zuhaus. Lediglich der Biber auf unserem Wechselgeld erinnerte uns, dass wir nicht in Europa waren. Die Niagara Fälle sind optisch erstaunlich, zumindest als Kanadier. Leider ist den Amerikanern nur ein Blick auf den fallenden Fluss vergönnt, dies wird aber durch einen Steg kompensiert, der es erlaubt einige Meter über die schlucht zu gehen und so auch die Fälle selbst zu sehen. Dies bewies mir mir erneut den American Spirit: Niemals aufgeben...und niemals etwas zuende Denken.
Kommen wir nun zu New York. Es fällt mir fast schwer diese Stadt amerikanisch zu nennen, schließlich ist sie so immens verschieden zum Rest des Landes. Neben riesigen Geschäften und Gebäuden gibt es genauso kleine familliengeführte Geschäfte, die erfrig ihren Traum von Wohlstand verfolgen. Touristen (erkennbar durch ihre Vollausstattung bei Abercrombie und Bitch) essen Hotdogs, die ein New Yorker wohl nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Und in Kleinen Cafes wird Jazz gespielt und die italienische Essenskunst exportiert. Ich mus zugeben ich war leicht überfordert durch die neuen Eindrücke und nicht alle meine Entscheidungen waren wohl überlegt. Dennoch ist New York immer einen Besuch wert.
Hier nochmal einige Überlebenstips:
1. Esst dort wo ihr kein Franchise erkennen könnt es voll mit echten New Yorkern (ob Yuppie oder Bronx ist hierfür unerheblich und bestimmt nur die Preisklasse) ist, ein privates Restaurant oder eine Imbissbude geführt von einer Famillie muss eine gewisse Qualität haben um zu überleben. Zudem ist es dort oft möglich bei der Zubereitung zuzusehen, was offentsichtliche Vorteile hat.
2. Die Subway ist euer Freund, weitaus weniger gefählich als man glaubt und man kann in weniger als einer Stunde überall sein.
3. Bezahlt Cash wo es geht, glaubt mir eine Karte ist zu leicht durchgezogen und man kauft mehr als man eigentlich wollte....
4. Wenn ihr Zeit habt seht auch Brooklyn und Queens auch an, nicht nur Manhattens Sehenswürdigkeiten sind faszinierend auch die Wohnbezirke bieten einiges an Unterhaltung und vor allem das Essen ist billiger.
Nach 2 Tagen und insg. 6 Stunden Schlaf war ich nun wieder Zuhause. Lebe wohl Amerika, eines Tages sehen wir uns wieder.
Danksagungen: Ich bedanke mich bei meinen Reisekumpanen, dafür dass sie mich ausgehalten und ertragen haben.
Meinen Eltern und Bruder für die Unterstützung die letzten Monate. Allen meinen Lesern, Followern und Skypekontakten, die mich Moralisch bei der Stange hielten. Nochmal Gott und MTV, einfach weils der gute Ton ist. Und den vielen netten und irren Amis, die mir halfen wenn ich mich mal verrirte.
Tags: Satire





Kommentare