Händehaltend durch den Samstag
Ich war mit Freunden unterwegs, ein Abend Konzert mit den Jungs, ein Abend mit einer Freundin. Letzte Nacht bin ich meinem Freund fremd gegangen.
Am Wochenende war ich mit Freunden unterwegs, ein Abend Konzert mit den Jungs, ein Abend mit einer Freundin.
Letzte Nacht bin ich meinem Freund fremd gegangen.
Die Nacht von Freitag auf Samstag hatten wir noch zusammen verbracht, allerdings mussten wir uns den Raum mit einem Kumpel teilen, der seinerseits Single und jungfräulich ist. Wir haben auf ihn Rücksicht genommen und haben stillschweigend miteinander geschlafen; Hannes hat mich kommen lassen, bevor irgendetwas hätte Geräusche machen könnte; seine schlanke Hand glitt ganz gewand zwischen meine Beine, bevor ich Gedanken wegen unseres Mitreisenden hätte äußern können. Danach schliefen wir miteinander, wie noch nie.
Gegen Mittag brachten die beiden Jungs mich zu einer Freundin, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, und machten sich anschließend auf die 6oo km Heimreise. Es begann zu schneien. Mit Toni fuhr ich den Rest des Tages kreuz und quer durch die Stadt, per Tram, U- und S-Bahn, bis früh in den nächsten Morgen erkundeten wir ihre neue Universitätsstadt und holten nach, was wir im ergangenen ¾ Jahr an Gesprächen versäumt hatten. Sie erzählte mir von ihrer neuen Beziehung, ich verschwieg ihr, dass ich das Mädel nicht ausstehen kann. Stillschweigend war ich eifersüchtig auf ihre Neue. Wir tranken den einen oder anderen Cocktail auf uns und unser neues Leben.
Spät in der Nacht kehrten wir heim, zu meiner Überraschung rief Hannes an und erkundigte sich nach meinem Tag. Ich dankte Toni für den wunderbaren Tag und wir kuschelten uns in unsere Daunendecken. Sie suchte unter den Deckenbergen nach meiner Hand. Ich dachte über die Sheepworld-Schokoladentafel nach, auf ihrem Nachttisch, auf der ein “To-Do-Gutschein” zum Knutschen von ihrer Freundin war und freute mich versohlen über die zierliche Hand in meiner rechten.
Ich spürte eine Hand über meine Wange streichen, eine weitere war in Richtung meines Intimbereichs unterwegs. Ich blickte auf und lächelte Toni ins Gesicht, streichelte ihre Brust. Ihre Hand glitt tiefer, als sich unsere Beine verschlungen. Mit einem Grinsen auf den Kippen kam sie mir endgültig ganz nah und küsste mich, dass ich alles um mich herum vergaß. Unsere Bewegungen stimmten sich aufeinander ab, wir verschmolzen miteinander und wir schliefen miteinander. Ein Traum war wahr geworden, ich hatte mit ihr meinen geheimen Wunsch real werden lassen. Ich ließ sie einen Hochpunkt erleben und aneinander geschmiegt schliefen wir ein.
Mein Wecker weckte mich, ich pellte mich aus dem Bett um meine Mutter anzurufen und ihr zu sagen, dass ich ein schönes Wochenende hatte; Toni schreckte mitten im Telefonat auf und ich befürchtete schon ich hätte sie geweckt doch als ich fertig war mit telefonieren schlief sie so süß wie eh und je. Ich hauchte ihr einen Kuss zu und hielt verwirrt inne. Ich zog die Ärmel von meinem Pyjama-Oberteil zu den Handgelenken, lockerte den Knoten auf der Hose die mir Toni geliehen hatte, für die kalte Nacht. Sie war eingekuschelt in ihre Decke und ihren roten Pyjama. Mein Gewissen meldete sich.
Im wegdrehen auf meine Bettseite und schon wieder am einschlafen dämmerte mir, dass das alles nur ein Traum war, in der Nacht hatte ich Ereignisse des Wochenendes miteinander verarbeitet. Wir waren weder Silke noch Hannes fremd gegangen.
Schade eigentlich.
Toni verschweige ich meinen Traum doch schweifen meine Gedanken die ganze Rückfahrt um dieses Thema. Was war geschehen? War ich wirklich bereit meinen langjährigen Freund zu hintergehen? Ich dachte über den Bio-Unterricht in der Unterstufe nach. Was waren doch gleich “feuchte Träume”; ob es so was bei 17-jährigen Frauen auch gibt?






Kommentare
@[Benutzer gelöscht] Tja, so ist das Leben halt:
12.06.2008, 23:16 von laZizahNicht gelungen.
Tut mir Leid, dass Dir mein Leben als nicht gelungen erscheint.
Da war ich wohl nicht kreativ genug?!
@[Benutzer gelöscht] Naja, aber selbst die Auflösung ist Teil meines Lebens, weil es sich so zugetragen hat, was ist denn da Wortverdreherei?
12.06.2008, 23:21 von laZizahUnd weil es mich beschäftigt hat habe ich es verschriftlicht.
@[Benutzer gelöscht] Sag das doch!
12.06.2008, 23:28 von laZizahJetzt hab sogar ich das verstanden...
vllt. bin ich zu Begriffsstutzig für das Niveau hier...? Ich werd mir das nochmal zu Gemüte führen wenn ich mich besser fühle.
Gute Nacht, bis ein andermal.
sehr anregend geschrieben. und ich muss hier doof allein in der bude hocken und arbeiten.
28.10.2007, 15:11 von Wuestensand