allthesame 04.05.2012, 11:41 Uhr 0 0

Ein Liebesbrief

Du nahmst dir Zeit für mich, zwinkertest mir zu und nahmst mich auf, als wäre ich schon immer Teil dieser neuen Familie gewesen.

D,

das ist schon eine wirre Geschichte mit uns, findest du nicht? Schon seit mehr als zwei Jahren habe ich von dir geträumt, aber konnte – und wollte - mich einfach nicht festlegen. Ich genoss das Gefühl, nicht zu wissen, wo ich in zwei Jahren stehen würde, viel zu sehr. Doch ich habe mich schließlich dazu entschlossen für dich zu kämpfen. Ich hatte das Gefühl, dass du mir gut tun wirst, obwohl viele Leute ganz verschiedene Dinge über dich sagten: Entweder sie liebten oder hassten dich – du polarisierst, und vielleicht war mir auch das von Anfang an so sympathisch.

 

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich das erste Mal mit Menschen redete, die dich genau kannten – oder jedenfalls ziemlich gut so taten. Es war ein schwüler Julitag, und ich war dreieinhalb Stunden mit dem Auto in Richtung Süden gefahren, um mich für vielleicht dreißig Minuten mit ihnen zu unterhalten. Seltsamerweise war ich an diesem Tag weniger nervös als ich vorher angenommen hatte.

Die ganze Aktion war dann eine ziemliche Fahrt ins Blaue – doch ich freute mich darauf, obwohl es nicht ganz einfach war, mich erstmal von meinen engsten Freunden und irgendwie auch von meiner Kindheit zu verabschieden. Als wir uns dann das erste Mal ganz live und in Farbe sahen, platzte ich fast vor Neugier. Aber du nahmst dir Zeit für mich, zwinkertest mir zu und nahmst mich auf, als wäre ich schon immer Teil dieser neuen Familie gewesen.

Je näher ich dich kennen lerne, desto mehr lerne ich dich zu schätzen. Du bist vielseitig, kannst elegant und seriös, aber auch unheimlich verrückt und unkonventionell sein. Du bist aufgeschlossen und kontaktfreudig, du interessierst dich für Menschen aus aller Herren Länder und bist dabei wunderbar entspannt, immer freundlich, hilfsbereit und besonders mit Kindern unglaublich geduldig. Du bist musikalisch, kreativ und inspirierst sogar Kunst und Literatur, ohne dabei jedoch abzuheben. Du genießt das Stadtleben, du feierst gerne und ausgelassen und trinkst dabei auch gerne mal einen oder zwei über den Durst, aber trotzdem liebst du die Natur, das Meer und dessen Ruhe.

 

Für einen freiheitsliebenden und unabhängigen Menschen wie mich hört sich das fast irreal an, doch ich glaube, dass ich in dir ein wirkliches zu Hause gefunden habe. Vielleicht ist das so, weil ich in meinem Leben noch nie so viel Freiheit und Selbstbestimmung hatte wie jetzt, aber dass ich mich bei dir so wohl, so passend fühle, kann nicht ohne Bedeutung sein.

Du hast Recht wenn du sagst, dass es mir bei R und B doch auch gut ging – das ging es mir auch, aber anscheinend hatte es mit den Beiden nicht sein sollen – jedenfalls nicht jetzt, nicht so wie mit dir. Du bist etwas Besonderes, D, und auch wenn mein Fernweh mich in einem Jahr wieder weiter treibt genieße ich jede Sekunde mit dir. Ich werde immer wieder kommen, du wirst immer mein zu Hause sein.

Dublin, ich liebe dich. Ich werde dich vermissen nach diesen vier Semestern.

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Kommentare

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  • Haben wir sie noch alle?

    Burn-Out, Internetsucht, Depression - immer mehr Deutsche lassen sich therapieren. Braucht es all diese Therapien wirklich?

  • Apokalypse Wow!

    Die Mode ist die Message: Die pro-russischen Kämpfer in der Ukraine sehen mit Macheten, Masken usw. aus wie Figuren aus den »Mad Max«-Filmen.

  • Der Witz geht nicht mehr weg!

    Jeder kennt den Moment, in dem der Send-Balken hochgeht und man noch denkt: Stop! Was würdet Ihr gern aus dem Netz löschen?

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