unnuetzeswissen 15.07.2013, 16:54 Uhr 0 0

Wer von weitem eine gehende Frau sieht, nimmt eher an, dass sie sich entfernt. Ein gehender Mann scheint sich eher zu nähern.

Für die Versuche wurden Personen soweit getarnt, dass die Beobachter deren Geschlecht und Alter nicht erkennen konnten.

An der Gangart eines Menschen können wir das ungefähre Alter und die Stimmung einer Person ablesen. Ein internationales Forscherteam von der Sothern Cross University in Australien hat herausgefunden, dass wir an der Gangart sogar das Geschlecht unseres Gegenübers erkennen.

Für diese Versuche benutzten Wissenschaftler sogenannte „pointlight“-Figuren. Sie verschleierten die Umrisse von Personen beispielsweise durch einen schwarzen Anzug vor schwarzem Hintergrund. An markanten Stellen befestigten sie leuchtende Punkte. Durch diese Art der Unkenntlichmachung lassen sich Bewegungen studieren, ohne dass die Versuchspersonen Hinweise auf Alter oder Geschlecht haben.

Die Beobachter bekamen dann verschiedene Gangarten gezeigt. Von sehr weiblich bis extrem männlich war alles dabei. Die Beobachter erkannten dabei das Geschlecht der Person mit hoher Wahrscheinlichkeit. Das war aber nicht das einzige was sie wahrnahmen. Die Probanden sahen gehende Männer fast immer auf sich zukommend und gehende Frauen als sich entfernend.

Die Forscher haben für dieses Phänomen eine Vermutung: Von sich nähernden Männern ging früher wahrscheinlich größere Gefahr aus als von sich nähernden Frauen. Umgekehrt signalisierte das Weggehen von Frauen Gefahr. Die Forscher vermuten, dass für die Entwicklung dieser Wahrnehmung vermutlich das Risiko einer Fehleinschätzung ausschlaggebend war.

Quelle: http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1005353/

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