unnuetzeswissen 16.07.2013, 16:45 Uhr 1 0

Der Name des Musiksenders Viva steht für Videoverwertungsanstalt.

Der Sender verpasste den Internethype und hatte noch Jahre danach mit den Folgen zu kämpfen.

Am 1. Dezember 1993 ging das erste deutschsprachig produzierte Musikfernsehen on air. Das allererste Video: „Zu geil für diese Welt“ von den Fantastischen Vier. Der Name des Senders: VIVA. Doch fast niemand weiß mehr, wofür die Abkürzung steht. Es war eigentlich ein Witz der Macher des Senders: Videoverwertungsanstalt. Zum Sendestart wurde daraus einfach das Kürzel VIVA.

In kürzester Zeit wurde VIVA, noch vor dem damals großen Konkurrenten MTV, Marktführer. Der deutsche Musiksender wuchs schnell. Nicht mal drei Jahre nach Sendestart wurde der erste Musikpreis verliehen und der neue Sender VIVA ZWEI gegründet. Dort liefen hauptsächlich alternative Musikstile. Der Höhepunkt der aufstrebenden Karriere: der Börsengang  der VIVA Media AG im Jahr 2000.

Im Internet tat sich VIVA allerdings schwer. Der Sender verpasste den Anschluss und hatte auch in den Jahren danach mit den Folgen zu kämpfen. Zunächst aber wurde 2001 mit dem Medienriesen AOL Time Warner der Sender VIVA ZWEI in VIVA Plus umgewandelt. Es sollte das „CNN des Musikfernsehens“ werden und scheiterte trotzdem schon nach wenigen Tagen. Aus VIVA Plus wurde eine reine Abspielstation für Musikvideos.

2002 sicherte sich die AOL Time Warner knapp die Hälfte der Anteile an dem Kölner Unternehmen. Zu der Zeit gehörte die Produktionsfirma Brainpool auch schon zu der VIVA Media AG. Zwei Jahre später übernahm Viacom, zu der auch die internationale MTV Group gehört, die VIVA Media AG komplett. Viele Schlagzeilen später, übernahm 2005 Viacom die alleinige Kontrolle über den Sender und entließ viele Mitarbeiter.

Später zog VIVA nach Berlin, Brainpool blieb in Köln und schaffte es 2007 wieder in die Eigenständigkeit. Zur gleichen Zeit stellte Viacom den Musiksender VIVA Plus ein, um aus ihm die deutsche Variante des Commedy Central zu machen. Auch dieses Vorhaben scheiterte.

Der Musiksender VIVA brachte trotz allem viele deutsche Talente hervor: Stefan Raab, Heike Makatsch, Matthias Opdenhövel, Charlotte Roche, Oliver Pocher, Mola Adebisi und viele andere machten durch den Sender einen großen Sprung auf der Karriereleiter.

Quelle: http://www.dwdl.de/magazin/18852/happy_birthday_15_jahre_
videoverwertungsanstalt/page_0.html



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1 Antworten

Kommentare

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    Ihr erwähnt Mola Adebisi und vergesst Sarah Kuttner? Tzzzz...
    Schämt Euch! ;)

    16.07.2013, 23:10 von MadameWunderlich
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