Sex, prepaid.
Den Herd habe ich in meiner Singlebutze nie benutzt. Als ich nach acht Jahren verzog, lag die Bedienungsanleitung noch auf dem Backblech.
Nie werde ich Genussmenschen begreifen, die großartig Zeit vertun mit dem Zubereiten von Mahlzeiten.
Genau so fremd nun sind mir jene Herren, welche sich im Nachtleben herum drücken auf der Suche nach Sex: Preis und Vergnügen stehen für mich in keinem Verhältnis.
Ich meine, hallo, wären Frauen wirklich so vergnügt am Sex, wie viele tun, es gäbe Bordelle für Frauen, Massen an Strichern aus Osteuropa, Triebtäterinnen, die Jünglinge erdrosselt im Straßengraben zurück lassen.
Tatsächlich ist mir völlig unklar, welch Vergnügen Frau dabei empfinden mag, klar gemacht und abgeschleppt zu werden. Diese ganzen Just-for-Fun Geschichten auf den Tanzflächen der Republik sind für mich so seriös wie Straßenverkäuferinnen, die angeblich etwas zu verschenken haben.
Sex ist mir schlicht nicht relevant genug, um gleichgültig zu sein gegenüber dem Preis meines Vergnügens. Am nächsten Morgen voll die fette 24-monatige Beziehung an den Hacken zu haben oder gar vorm Haftrichter zu wimmern: "Es war einvernehmlich!"






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