Sahneschnute 07.06.2004, 00:54 Uhr 94 1

Hauptsache Ficken?

Alarmierende Statistik zum Fremdgehen:Der durchschnittliche deutsche Mann denkt mindestens

zehnmal im Jahr daran, Sex mit einer anderen als der eigenen Frau zu haben. Mindestens fünfmal im Leben geht er fremd und gesteht seiner Ehefrau die Seitensprünge so gut wie nie. Ich lass diese Statistik einfach mal unkommentiert stehen und steig mit einer Szene, die ich kürzlich als Auszug aus einem Roman gelesen habe, ins Thema ein: Zwei Freunde sitzen bei einer Flasche Bier in der Kneipe. Der eine beklagt sich über seine Freundin, weil sie seit geraumer Zeit ständig an ihm herumnörgelt und ihn zu ändern versucht. Der Arme versteht beim besten Willen nicht, was seine Freundin auszusetzen hat. Damit ihm der Freund beipflichtet, zählt er auf, was er alles ihr zuliebe tut: die gemeinsamen Ausgaben zahlen, sich um sämtliche Erledigungen kümmern, sie von der Arbeit abholen, ihr Blumen schenken, sie zum Essen einladen, ihr sagen, dass er sie liebt... Bis hierhin dachte ich noch, seine Freundin kann sich wirklich glücklich schätzen, einen so aufmerksamen und verantwortungsbewussten Freund zu haben. Doch dann WUMM! fällt eine Bemerkung, mit der er sich auf einen Schlag disqualifiziert: Ihr zuliebe fickt er nicht einmal andere Frauen.
Was seinem Freund nur ein müdes Lächeln entlockt, lässt mich schier aus der Haut fahren! Es ist doch wohl selbstverständlich, dass er keine anderen Frauen fickt, wenn er in einer festen Beziehung ist! Finde ich. Allerdings, so meine Schlussfolgerung, scheint das für Männer keineswegs so klar zu sein. Das führt mich zu der Frage, über die ich mir schon oft erfolglos das Hirn zermartert hab: Warum ist es für Männer so toll, mit vielen Frauen Sex zu haben und warum gehen sie in einer Beziehung fremd, obwohl für sie von vornherein feststeht, dass sie ihre Freundin nicht verlassen werden? Was gibt es ihnen? Das würde ich wirklich gern wissen und verstehen. Wer hat eine gute Vermutung bzw. an die Männer gerichtet, wer gibt mal eine ehrliche Antwort auf meine Frage?

Aber kommt bitte nicht mit der Erklärung, dass solch ein Verhalten in der Steinzeit der Erhaltung der Art diente und es wohl noch heute in den männlichen Genen steckt. Sowas in der Art habe ich zumindest mal aufgeschnappt. Also in meinen Augen ist diese Erklärung ein bisschen zu weit hergeholt, zumal man bei One-Night-Stands oder Affären ja gerade bemüht ist, Nachkommenschaft zu verhindern. Wo also ist da bitteschön der Zusammenhang?!

Offensichtlich scheinen Männer Liebe und Sex leichter trennen zu können als Frauen. Bei mir ist das so: Wenn ich jemanden attraktiv finde, verkörpert der meist etwas, das ich selbst gerne wäre oder hätte. Ich seh also immer ein bisschen zu ihm auf und bin unwillkürlich ein wenig verknallt. Ohne dieses Kribbeln im Bauch kann ich mir gar nicht vorstellen, mit einem Mann zu schlafen. Es ist Grundvoraussetzung, selbst wenn danach nichts Festes daraus wird. Lust auf Sex heißt bei mir Lust auf diesen Mann. Bei Männern dagegen glaube ich, dass sie eine Frau nicht unbedingt anziehend und attraktiv finden müssen, um mit ihr ins Bett zu steigen. Manche wollen doch einfach nur ihre schnelle Befriedigung und da ist ihnen die, die sie am leichtesten rumkriegen, gerade Recht. Oder??

Um nochmal auf die eingangs erwähnte Statistik zurückzukommen (tja Jungs, jetzt wird's ernst!): Die durchschnittliche deutsche Frau träumt mindestens viermal im Jahr davon, Sex mit einem anderen als dem eigenen Mann zu haben. Mindestens zweimal im Leben geht sie fremd, bereut es aber oft anschließend.

Zum Schluss noch eine kleine Bemerkung: Mir ist natürlich bewusst, dass ich alle Männer über einen Kamm geschoren habe und dass das natürlich nicht ganz fair ist. Bin halt vom schlimmsten Fall ausgegangen ;-)

Liebe Grüße, die Sahneschnute

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94 Antworten

Kommentare

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    Sex ist toll, jede Frau schmeckt anders und Monogamie ist ein überholtes Konstrukt. Mal als Denkansätze.

    22.01.2013, 20:07 von cell44
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      Wie meinst du das mit dem Denken in diesem Zusammenhang genau? Hört sich eigentlich eher nach Trieb ausleben an.

      22.01.2013, 20:14 von EliasRafael
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      Er will das Hineinbeißen in Frauen legalisieren, denke ich. Dafür steht ihm einer (ein).

      22.01.2013, 20:22 von quatzat
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      Polygamie wäre für liebende Menschen inakzeptabel!

      22.01.2013, 20:24 von Tora
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      Das stimmt nicht, aber Polygamie bedeutet das Führen von mehreren Beziehungen gleichzeitig und nicht vor allem triebfixierte Paarungsdates

      22.01.2013, 20:25 von EliasRafael
    • 0

      Es ist nun mal das Gegenteil von Monogamie und darum ging es Cell doch oben (auch wenn er abschweift, auf den Sex an sich). Also sei nicht schon wieder so'n kleinkarierter Klugscheißer!

      22.01.2013, 20:27 von Tora
    • 0

      Cell schweift nie ab. Er ist im Wesentlichen auf primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale fokussiert.

      22.01.2013, 20:29 von quatzat
    • 0

      weibliche allerdings, das muss man ihm lassen! (was ich nicht böse meine)

      22.01.2013, 20:30 von Tora
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      Es gibt da kein Gegenteil, freie Sexualität, Monogamie und Polygamie stehen gleichberechtigt nebeneinander als mögliche Modelle. Nur stört mich so ein Wort wie überholt in diesem Zusammenhang, weil es sichso anhört, als ob es eine Sache des Zeitgeistes wäre, es geht aber um persönliche Präferenzen und Reife sowie die Kommunikation zwischen Mann und Frau, ob offen geäußert wird, was man will.

      22.01.2013, 20:31 von EliasRafael
    • 0

      Aber auch nicht möse beine!

      22.01.2013, 20:31 von quatzat
    • 0

      sag mal Quatze, jetzt mal im Ernst: Ist das ne psychische Erkrankung?

      22.01.2013, 20:32 von Tora
    • 0

      Ich glaube, Cell meinte weniger, dass Monogamie überholt sei als vielmehr das Verbot der Polygamie. Jedenfalls wäre das eine Erklärung. Oder er beißt wirklich in Frauen rein.

      22.01.2013, 20:33 von quatzat
    • 0

      Natürlich ist Monogamie das Gegenteil von Polygamie!

      22.01.2013, 20:33 von Tora
    • 0

      @Tora: Wüßte nicht, dass möse beine ne psychische Erkrankung ist.

      22.01.2013, 20:34 von quatzat
    • 0

      Und wenn man sich entscheidet, alleine und ohne Sex zu Leben? Ist dass dann das Gegenteil von Monogamie und Polygamie?

      22.01.2013, 20:34 von quatzat
    • 0

      kennst du die Menschen, die inna Kaufhalle einfach mal laut Arschloch rufen? Irgendwie erinnert mich das immer an so etwas, wenn du solche seltsamen Wortkreationen entwirfst.


      Aber gut, dass du gleich wusstest was gemeint ist. ;)

      22.01.2013, 20:36 von Tora
    • 0

      Asexuelle Menschen gibt es.


      Kennst du ein Gegen'teil' von zwei Dingen?

      22.01.2013, 20:40 von Tora
    • 0

      Das war ne rhetorische Frage, um dich dezent darauf hinzuweisen, dass du mit deiner Annahme, das Polprinzip bei einem polyvalenten Begriff anzuwenden, nicht ganz richtig liegst.

      22.01.2013, 20:42 von quatzat
    • 0

      Ich liege damit schon richtig. Logisch ist monogam und polygam gegenteilig. Kann man nachlesen, für die, die's mit Logik nicht so haben. Aber Quatze, na komm.. bitte noch das letzte Wort! Ich warte solange.

      22.01.2013, 20:45 von Tora
    • 0

      Darf ich? wenn viele das Gegenteil von einem ist, ist dann nichts das Gegenteil allem?

      22.01.2013, 20:49 von EliasRafael
    • 0

      Es sagen doch schon die Zahlen. Für eine gegenteilige Darstellung brauchst du entweder zwei unvereinbare zustände oder zwei Extreme, die fließend ineinander übergehen. Für polyvalente Zustände gilt das nicht. Monogamie und Digamie sind keine Gegenteile. Bigamie und Enthaltung sind keine Gegenteile. Es sind Alternativen. Alternativen die alle in einer gewissen Weise das Bedürfnis des Menschen nach Nähe und Sex decken (da stellt die Enthaltung nicht zwingend eine Ausnahme dar).

      Und nur weil irgendwo was geschrieben steht, muss es noch lange nicht stimmen.


      22.01.2013, 20:49 von quatzat
    • 0

      von allem

      22.01.2013, 20:49 von EliasRafael
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      Polygamie ist das Antonym zu Monogamie.


      Antonyme sind in der Sprachwissenschaft Wörter mit gegensätzlicher Bedeutung.

      Oh oh, mein Fehler liegt darin, dass ich Gegenteil mit Gegensatz verwechselt habe. :D
      Entschuldigt meine Unannehmlichkeit!

      Tschüssi!

      22.01.2013, 20:59 von Tora
    • 0

      Dein Fehler liegt darin, dass du dir Begrifflichkeiten nicht selbst erarbeiten willst.

      22.01.2013, 21:01 von quatzat
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      Naja, ich schätze, dass du auch schon mehr als einen Partner hattest, also bist du streng genommen auch nicht monogam, wenn du schon Haarspalterei betreibts, es geht doch wohl  eher um den Sinn hier, d.h. Sex ohne oder mit Bindung, ob exklusiv oder nicht, alles geht, wenn sich die Beteiligten über ihre Bedürfnisse bewusst sind und offen kommunizieren. Daran ist auch nichts verkehrt, sodass der der Kommentar von Cell noch nicht mal angreifbar war sondern höchstens ein bisschen in die Richtung geht, dass Frauen am besten möglichst viel Sex mit ihm haben sollten, was man ja auch in einer gewissen Lebensphase des Mannes als nicht ungewöhnlichen Wunsch ansehen sollte.

      22.01.2013, 21:06 von EliasRafael
    • 0

      Der instinktive Wunsch jeden männlichen Wesens ist es, so viele Nachfahren als nur möglich in diese Welt zu setzen. Jagen, jagen, jagen!

      22.01.2013, 21:10 von Tora
    • 0

      Das denkst du, ich bin mit zwei Kindern recht zufrieden.

      Der instinktive Wunsch jeden weiblichens Wesens ist es, so viele Dummheiten wie nur möglich in diese Welt zu setzen!

      22.01.2013, 21:13 von EliasRafael
    • 0

      na Gott sei Dank wolltest du zwei von deinem weiblichen Wesen! ;)

      22.01.2013, 21:14 von Tora
    • 0

      Naja, es sind schon zwei verschiedene Mütter :D

      22.01.2013, 21:15 von EliasRafael
    • 0

      :D sag ich doch! ;)

      22.01.2013, 21:16 von Tora
    • 0

      Damit müssen sie ja Gegeteile sein!

      22.01.2013, 21:17 von quatzat
    • 1

      Die sind Polyblagen

      Ich streich meine Frau inzwischen immer mit nem anderen Aufstrich ein, dann schmeckt die auch jedesmal anders.

      22.01.2013, 21:20 von EliasRafael
    • 0

      oh, ja, ich empfehle die verschiedenen Geschmacksrichtungen von Alnatura!

      22.01.2013, 21:22 von Tora
    • 1

      Kann man das Zeug nicht auch direkt in der Dose ficken?

      22.01.2013, 21:28 von EliasRafael
    • 0

      Das is doch auf Proteinbasis, oder?

      22.01.2013, 21:31 von quatzat
    • 1

      Cellulose

      22.01.2013, 21:35 von EliasRafael
    • 0

      sicherlich möglich, breit genug sind die Gläschen, allerdings nicht sehr tief.

      22.01.2013, 21:48 von Tora
    • 0

      Du hast ja Fantasien...

      22.01.2013, 21:55 von EliasRafael
    • 0

      das nennst du schon Fantasien? Ich kann ganz anders. Das doch hier nur Bespaßung!

      22.01.2013, 21:59 von Tora
    • 0

      Ich bin naiv und unschuldig, im Grunde, frag Quatze, der zieht mich damit immer im Keller auf.

      22.01.2013, 22:03 von EliasRafael
    • 0

      Ich finde es immer wieder enorm belustigend, dass ich angegangen werde, weil ich sage, dass ich es schön finde, mit vielen Frauen zu schlafen. Das ist so herrlich spießig, ganz wunderbar! Denn wer gerne seinen Sinnen folgt, muss zwangsläufig ein oberflächliches, böses Arschloch sein.

      quatzat würde ich empfehlen, ein Astloch zu ficken. Das lässt sogar dich ran und vielleicht sinkt dann dein Frustlevel wieder ein bisschen.

      23.01.2013, 00:02 von cell44
    • 1

      Konstruier dich doch kein Antiselbstbild, keiner beschimpft dich, so wichtig bist du nun nicht, nur dein Kommentar war etwas, na ich sag mal eindimensional, Sex und Paarbeziehungen sind ne intime Sache, und jeder sollte im Laufe seines Lebens verantwortungsvoll damit umgehen lernen, grad wenn er auch an seinen Mitmenschen interessiert ist. Ich hab auch ne zeitlang extensiv meinen Sinnesfreuden gefröhnt und weiß halt auch, dass es Frauen gibt, denen man nahe kommt, die es nicht vertragen, wenn man ihnen die Nähe wieder entzieht, was für mich selbst One Nights Stands auf einvernehmlicher Basis zu einer zwiespältigen Angelegenheit macht. Da kann es nachher echte Probleme geben, und das sind mir kurzfristige Sinnesfreuden einfach nicht mehr wert. Ansonsten kann doch jeder machen was er will, wenns keinem schadet, aber irgendwann wiederholt sich alles, selbst so'n Astloch. Vielleicht bin ich aber auch nicht mehr so triebhaft.

      23.01.2013, 00:30 von EliasRafael
    • 0

      Ich denke, man sollte Frauen schon zutrauen, selbst zu entscheiden, ob sie etwas Unverbindliches tun möchten oder nicht. Wenn ich aber merke, dass es der Dame da um etwas Größeres geht, mach ich es auch nicht. Da sehe ich es genau so, dass es den Stress und möglichen Schmerz nicht wert ist.

      Ich persönlich glaube einfach nicht an Monogamie. Ich glaube, man kann es sich verkneifen, mit anderen Menschen was zu starten. Aber ist das das richtige, wenn man eigentlich doch das Bedürfnis dazu hat? Ich weiß es nicht.

      Aber vielleicht sind andere Menschen da komplett anders programmiert, ich weiß es nicht. Es wurde hier von Trieben gesprochen, und dem stimme ich voll zu – ich sehe es bloß nicht in einem so negativen Licht. Das tun, was man instinktiv möchte, halte ich nämlich für sehr richtig und wichtig. Ich bin ein extrem körperlicher Mensch und das zu unterdrücken wäre wider meiner Natur.

      Ich weiß auch nicht, ob offene Beziehungen funktionieren können, weil das dem Ego bzw. Selbstwertgefühl einiges abverlangen würde, zu wissen, dass der/die Liebste auch woanders unterwegs ist. Und selbstverständlich sind meine Bindungsängste bei der ganzen Sache auch ein Faktor.

      Das Thema lässt sich endlos diskutieren, ein sinnvolles Ende lässt sich dennoch nicht finden, weil es da kein Richtig und Falsch gibt. Deswegen war ich da oben sehr kurz gehalten. Mir geht einfach dieses Moralistengeschiss und Vielfickereiverurteilung auf den Sack.

      23.01.2013, 00:51 von cell44
    • 0

      Monogamie ist nur ein Kompromiss, der vom Mann eingegangen wird, in seiner Natur liegt sie keineswegs.

      23.01.2013, 01:17 von Tora
    • 0

      Ich bin kein Freund von Kompromissen.

      23.01.2013, 01:19 von cell44
    • 1

      Wenn du genug gleichdenkende Frauen findest (das glaub ich) und dein Leben damit kompromissfrei organisiert bekommst, darfst du es ja auch so und glücklich, leben.

      23.01.2013, 01:30 von Tora
    • 0

      Eindimensionalität war schon der richtige Ausdruck, ER.

      23.01.2013, 07:26 von quatzat
    • 0

      Ich denke, man sollte Frauen schon zutrauen, selbst zu entscheiden, ob sie etwas Unverbindliches tun möchten oder nicht.
      Das ist genau der Knackpunkt, das ist halt Egodenken, jeder kümmert sich nur um sich selbst, jeder ist nur für sich selbst verantwortlich, wenn der andere so blöd ist, und sich nicht mit sich selbst auseinandergesetzt hat, ist er selbst Schuld.

      In der Wirtschaft nennt man das Neoliberalismus und mit der Haltung ist unsere Finanzkrise entstanden und in zwischenmenschlichen Beziehungen ist es halt fehlende Rücksichtnahme und Verantwortung. Das unbedingte Festhalten an der Monogamie sehe ich übrigens als ein ähnliches negatives Extrem und als ebensowenig für die meisten kompatibles Lebensmodell.

      Verbindliche Beziehungen, die auch nach außen offen sind, bis zum welchem Grad kannindividuell unterschiedlich sein, entsprechen eher der menschlichen Natur.

      Nur erfordert das ständige Selbstreflektion und verantwortlichen Umgang miteinander, was leider auch Anstrengung und nicht nur Spaß bedeutet. Allerdings gewinnt man durch sein ein Leben auch etwas, was man vielleicht vorher noch nicht mal erahnt, dass es das gibt. Bindungsangst hat ja auch ihre berechtigten Gründe.

      23.01.2013, 08:40 von EliasRafael
    • 0

      Die Diskussion um die Obsoleszenz des monogamischen Lebensmodells ist müßig. Um nicht zu sagen dumm oder herablassend. Und genau das impliziert ja Cells erster Post. Damit ist nicht gesagt, dass die Diskussion über die Legalisierung bigamer oder polygamer Lebensmodelle sinnlos wäre. Das ist sicher ok so.

      Aber erstens ist das Prinzip der Monogamie längst im real existierende Prinzip der sequentiellen Monogamie aufgeweicht worden und zweitens habe ich immer den Eindruck, dass die, die über Polygamie reden, etwas anderes meinen. Polygamie ist erstmal nur eine eheähnliche Instanz, die mehrere Partner beinhaltet. Eine eheähnliche Instanz beinhaltet als Stützpfeiler Solidarotät, Empathie, Fürsorge und dergleichen. Es ist eben nur die Ausweitung des Eheprinzips auf mehrere Partner.

      Was jetzt das - mal flapsig ausgedrückt - wilde Rumvögeln, was Cell beschreibt, mit einer eheähnlichen Instanz zu tun haben soll, ist mir recht schleierhaft. Vielmehr hört sich das - wie bei zahlreichen 'Artikeln' auf neon usw. - eher als den Versuch der Rechtfertigung genau dieser Rumvögelei vor irgendjemanden an. Aber erstens verstehe ich nicht, warum man das rechtfertigen sollte oder müsste - wenn, wie ja immer behauptet wird - so verantwortungvoll mit den Gefühlen anderer umgegangen wird - und vor allem, warum das immer so penetrant in die Welt posaunt werden muss. Es ist nämlich vollkommen egal, ob jemand gar nicht, nur eine, oder hundert Frauen/Männer/Gänse vögelt. Und in der heutigen Gesellschaft taugt es noch nicht einmal zur Provokation. Was bei diesen Aussagen provoziert hat nichts mit ihrem Inhalt zu tun, sondern mit der Diskrepanz zwischen zur Schau gestellter Haltung (offen, aufgeklärt, weitsichtig) und implizit offenbarter Haltung (ich-bezogen, Befriedigungsgesteuert, kurzsichtig).

      Die wilde Rumvögelei als sexuelle Befreiung des Abendlandes in spe anzupreisen ist im Übrigen sehr Endsechziger. Die Gesellschaft hat sich soweit sie wollte sexuell befreit. Eine weitere sexuelle Befreiung der Individuen ist der (westlichen) Gesellschaft und ihrer Integrität meist nicht zuträglich. Dazu gibt es genügend Beispiele in der abendländischen Geschichte. Dass Rumvögelei als Gesellschaftsprinzip möglich ist, bestreite ich gar nicht, da gibts wohl einige Beispiele, aber die abendländische, westliche Gesellschaft müsste dafür von der Rosette hoch aufgekrempelt werden, um das Realität werden zu lassen.

      Insofern: viel Spaß beim Keimen, aber bitte verlange nicht, dass wir hier irgendwelche pseudointelektuelle Fickverbrämung abkaufen.

      23.01.2013, 09:21 von quatzat
    • 0

      Müßig, herablassend, pseudointellektuell, hmmm. Ich verlange - wie immer - gar nichts. Trotzdem muss ich sagen, dass selten ein quatzat-Post so stringent wie dieser war, dafür ein kleiner Applaus.


      Gleichwohl bleibt es eine Ansichtssache bei der niemand absolut Recht haben wird, leider. So bleibt es mir auch freigestellt, meine Meinung bzw. Einstellung zu äußern. Genauso, wie es dir freigestellt ist, zu demonstrieren, wie schlau du bist. Diese Selbstdarsteller, schrecklich, nicht?

      Zu Elias: auf Gefühle anderer Rücksicht nehmen, selbstverständlich. Andere Leute bevormunden und ihnen die Entscheidungen abnehmen - nein. Auch, wenn durch meinen Geschlechtsverkehr eine weitere Finanzkrise ausgelöst wird! 

      23.01.2013, 11:57 von cell44
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      Eine andere Frage, die sich mir gerade aufdrängt: Was wäre dein Gegenentwurf, Elias? Deiner Theorie nach müssten Singles ja weitestgehend enthaltsam leben, um nicht zu großen Schaden anzurichten.

      23.01.2013, 12:34 von cell44
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      Hä?


      Ich predige gewiss keine Enthaltsamkeit, man sollte nur verantwortungsvoll handeln und selbst reflektieren, was einen in gewissen Situationen natürlich aus dem spannenden Flow der Flirtsitutation herausreißt, die einem ONS ja oft vorangeht. Es ist im Prinzip oft weniger die Lust an der Sinnesfreude (Selbstbefriedigung oder ein fester Sexpasrnter kann ja genauso zum Höhepunkt führen), sondern therapeutisch gesprochen das gamblen, also intrisische Belohnungssysteme, die der Situation den besonderen Kick geben. Interne Belohnungsssystem etc. Leider führt der Flow oft zum Verlust von Rationalität, Verantwortung und Empathie, das ist ja auch in anderen ähnlichen Situationen zu beobachten, im Prinzip ist das Suchtverhalten. Ich habe aus Schaden, den ich anderen und mir selbst zugefügt habe den Schluss gezogen, dass ich aus Flow-Situationen frühzeitig aussteige oder sie erde, und auf den kurzfristigen Kick verzichte zugunsten eines mittelfristig höheren Selbstwertgefühls. Wenn eine Frau noch Interesse an mir, nachdem ich ihr das erstmal erklärt habe, steigt mein Interesse an ihr auch. Ich muss natürlich einräumen, dass für mich durch diese Denkweise auch letztlich der Stellenwert körperlicher Sexualität abgenommen hat. Aber prinzipiell bin ich frei von moralischen Hemmungen, die sehe ich ebenso wie den Verzicht auf Bindungen lediglich als Versuche, eine komplexe Welt zu vereinfachen.

      23.01.2013, 12:47 von EliasRafael
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  • 0

    Mindestens fünfmal fremdgehen? Das habe ich nicht gewußt. Dann sollte ich wohl mal anfangen.

    07.01.2013, 20:33 von Luser
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    ich möchte mich wirklich und in aller form und ehrlichkeit bei dir entschuldigen...

    und viele liebe grüße ins kloster!
    gez.: ein mann


    p.s.: mir ist klar, dass du mit großer wahrscheinlichkeit KEINE nonne bist, sondern weiterhin den traumprinz suchst... bin halt nur vom schlimmsten ausgegangen!... oder?!

    06.04.2005, 22:32 von chris_nerve
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  • 1

    Ja, genau so ist es. Hauptsache einen geilen Fick! Nein, eigentlich kennen wir keine Liebe, wir tuen nur so da wir bei der best möglichsten Sexualpartnerin bleiben wollen - die für uns noch kocht und Wäsche wäscht!

    Und ja, wir finden es auch schwer, nein zu sagen, aber warum auch, wird wohl besser zu meinen Genen passen wenn ich das möchte.

    Und überhaupt, dank uns überlebt ihr ja nur. Sei mal dankbar.

    Sehe es halt ein, wir finden nichts schönes daran, mit seiner Freundin Hand-in-Hand am Strand zu laufen, Rumzualbern, zu küssen, sich in die Augen schauen.

    Und nein, Sex hat bei uns natürlich ncihts mit Vertrautheit und mit Intimität zu tun, es geht uns nur um den Druckabbau.

    Und wer den Sarkasmus und die Ironie nicht erkennt darf sich entweder als Arschloch oder als Depp bezeichnen.

    Danke!

    21.08.2004, 02:35 von 3-Tage-Bart
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      @3-Tage-Bart "Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe."
      Aber danke, ich fühl mich gut ein Mitglied dieser Unschuldsgruppe Frau zu sein. Denn Bereuen macht ja alles wieder gut und ungeschehen.

      16.12.2004, 21:29 von noez-idiana
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      @[Benutzer gelöscht] Habe schon zwei Beziehungen hinter mir, in denen nicht er der Böse war....Vertrauen gibt es also noch und auch Männer, die treu sind.....der Liebe willen :-)

      13.07.2004, 17:07 von Einfach_Anders
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      @Einfach_Anders Achso...ausserdem, um das gesagt von Quergedacht nochmal zu übernehmen. Ja, man kann auch in einer Beziehung wilrd ficken (in Umkleidekabinen, im Auto, in dunklen Gassen....) und trotzdem zärtlich zueinander sein, eben: Spass ist, was gefällt!!!

      13.07.2004, 17:09 von Einfach_Anders
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    @ Heilige-Hure-Diskussion:

    ich sehe das ganz simpel:
    Wenn eine Partnerschaft gut läuft und sexuell alles stimmt, dann geht beides. Von richtig dreckig Ficken bis zu zärtlichem Liebe Machen.
    Warum auch nicht. Es kommt auf die Stimmung an. Wenn meine Partnerin und ich in einer Umkleidekabine übereinander herfallen, dann ist das Ficken. Punkt.
    Warum soll das nur mit anderen gehen????
    Versteh ich nicht.

    Nur mal am Rande bemerkt.
    Gruß
    Q.

    13.07.2004, 13:48 von Quergedacht
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    Irgendwie ist die Nonverbale Diskussionspraxis wohl doch nicht das Ultimo, verdammt! Ok.

    Mal ne Querfrage, gibt es überhaupt irgendein Sonderzeichen, dass Ironie im Schriftbereich kennzeichnet? gut das gehört nicht zum Thema würde mich dennoch mal interessieren.

    @RedSonja
    warum ist meine Argumentation so unhaltbar`? Mir scheint sie doch schon sehr begründet und klar auch wenn zahlreiche RSF's- und Kommarfehler drin sind.

    Okay geh mal davon aus das du mich genauso wenig glücklich machen willst und mir deshalb wohl nicht antwortet wirst würd mich das dennoch sehr interessieren.

    Ja, dann auch mal noch nen schönen Tag in diesem verregneten Sommertag in Schland.

    09.07.2004, 11:35 von writer.chris
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  • 0

    Ich frag mich warum du Sex und Liebe nicht auseinander halten kannst? Ich mein, es sind jetzt echt 2 Paar Schuhe. Verliebt war ich selten 2 mal vielleicht und Sex hatte ich mit mehr Partenern als deren allzahl. Außerdem ist Liebe was ganz anderes und hat damit im Prinzip garnix zu tun! Hast du eigentlich gewusst, das Männer nur fremd gehen wenn eine Beziehung gut läuft, denn wenn Mann eh schon stress hat, brauch Mann sich ja erst recht nicht "noch mehr" zumachen. Bei Frauen ist es ganau anders herum die gehen fremd um sich bei einem anderen "auszuheulen". Was alles ziemlich leicht Evulutionär zu erklären ist!

    09.07.2004, 07:53 von writer.chris
    • 0

      @writer.chris @ writer.chris:
      "Hast du eigentlich gewusst, das Männer nur fremd gehen wenn eine Beziehung gut läuft, denn wenn Mann eh schon stress hat, brauch Mann sich ja erst recht nicht "noch mehr" zumachen. Bei Frauen ist es ganau anders herum die gehen fremd um sich bei einem anderen "auszuheulen". Was alles ziemlich leicht Evulutionär zu erklären ist! "

      ähhh.. excuse me??? damit ich aus dem stauenen rauskomme.. erklär es mir mal das evolutioäre.. *SEHRgespanntsei*

      ich hab noch nie gefickt (um mal in der allgemein vorherrschenden terminologie zu bleiben) um mich auszuheulen. wasn unfug.

      09.07.2004, 08:55 von RedSonja
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      @RedSonja @RedSonja
      Das hab ich ja auch so nicht gemeint, sondern, das das erhebungen besagen, also, das Frauen fremd gehen wenn es in einer Beziehung nicht rudn läuft hast du das Ironie "" vielleicht auch übersehen.
      So Evolutionär gesehen hat das folgenden Grund:
      Eine Partner schaft ist im Grunde begriffen nicht mehr so weiter zu existieren existiert aber noch, um die Nachkommen die eventuel schon gebohren sind nicht verhungern zu lassen, denn das Männchen war der Jäger in der Zeit der aufzucht, sucht sich das Weiblei einen neuen eventuel besseren Partner mit dem sie dann zur Besänftigung weitere Nachkommen zeugen. Klar was ich meine? k dann weiter
      Deshalb wohl haben Frauen dann auch mehr Hemmungen fremdzugehen, sorry is etwas allgemein ich weis? Weil sie rein trieblich gesehen ja dann auch mit den Konsequenzen rechen müssen. Sprich kindern.
      Hoffe es hat Dich glücklich gemacht

      09.07.2004, 09:05 von writer.chris
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      @[Benutzer gelöscht] ach junx
      jetzt sind schon fast 26 seiten vollgepostet in diesem thread und ihr seid immer noch net über "tendenzen" und "allgemeine erklärung" zum paarungsverhalten der großstäder und anderer hinaus?

      ich gebs zu, es war ein fehler sich wieder einzuklinken. es dreht sich im kreis.

      @writer.chris
      nur weil du anführungszeichen setzt und hinterher behauptest.. *ätschbätschnurironie* kannst du eben doch nicht unwidersprochen unhaltbare statements "absondern" (ironie!!!)

      und um mich glücklich zu machen - was du mal so gesehen wohl gar net vorhast - bestimmt wieder ironisch gemeint - gehört ein bisschen mehr.. aber das weißt du bestimmt

      allen noch einen schönen tag und fröhliches weiterdiskutieren

      byebye!

      09.07.2004, 10:56 von RedSonja
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    @P.I. und ground danke fuer die kostenlose psychostunde aber ich versteht mich nicht..... egal ich werde nicht wieder einen Roman schreiben. Vielleicht bin ich zur Zeit doch ein bissl ungeuebt was das deutliche schreiben angeht. Aber was auch immer ihr sagt ich werde meinen Freund nie Ficken. Hat was mit respekt zu tun. versteht ihr wieder nicht und werdet wieder ewig lange hackbriefe schreiben. "Tut mir leid, aber alles andere halte ich für ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität." wenn du meinst ... ich hab bei beiden meinen spass und werde es haben .. auf meine weise .... lasst es euch gut gehen! ff cu edelschlumpf

    07.07.2004, 16:52 von edelschlumpf
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      @edelschlumpf Also, ich kann dich verstehen. Ficken hat wenig mit respekt dem anderen gegenüber zu tun.
      Und um ein Beispiel zu geben:
      ICh war am Wochenende mit meiner Freundin aufm Dorffest bei ihren Eltern. Und wir haben stundenlang getanzt und es war so schön, ich fand meine Freundin so geil, ich hätte sie auf der Tanzfläche flachlegen können. War ein sehr geiles Vorspiel. Irgendwann sind wir nach Hause und siond übereinander hergefallen und trotzdem ist es was anderes als wenn ich mit einer Fremden ficken würde, weil man trotz aller Geilheit, dem Vertrauten Menschen gegenüber viel lieber ist und nimmt trotzallem Rücksicht auf seine Bedürfnisse. Während wie es auch schon gefallen ist, der Sex mit unbekannten einfach gedankenloser ist.
      Lg Christopher

      12.07.2004, 22:27 von Paul-Christopher
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    So etwa in die Richtung Trennung Heilige-Hure wie soll ich das denn verstehen?

    06.07.2004, 16:47 von edelschlumpf
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      @[Benutzer gelöscht] @toppi Hallo, Warum man seinen Partner nicht ficken kann... hmm dafür bedarf es ja fast eine philosophische Antwort. Also zunaechst sollte man klaeren, was man unter ficken versteht. Ich verstehe da runter mit jemanden zu schlafen nur des Sex wegen und weil man seinen Spass will, also eine rein egoistische Angelegenheit. Wenn man mit seinem Partner schlaeft will man dem anderen Freude bereiten, und es waere nicht so schlimm, wenn man dabei nicht zum Orgasmus kommt. Es ist auch so schoen. Und ficken beinhaltet auch, das man hinterher einfach duschen kann und gehen, oder auch bleiben. Es bestehen keinerlei gegenseitige verpflichtungen, waehrend in einer beziehung das kuscheln hinterher fast das wichtigste mit ist. Kann man das irgendwie verstehen? ich habe schon lange nicht mehr schriftlich disskutiert, es koennte sein das mit die worte fehlen. lg edelschlumpf

      07.07.2004, 11:20 von edelschlumpf
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      @[Benutzer gelöscht] @ grond
      Genau das meinte ich. Hast es schön auf den Punkt gebracht.
      Manchmal liegt eben doch in der Kürze die Würze (...und 5 Euro ins Phrasenschwein)

      07.07.2004, 16:39 von P.I.
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