felicitas_feliz 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 2

Fieber|Rausch

War das ein Abschluss, ein Dazwischen, war das ein Neuanfang?

Viel zu lange viel zu wenig. Gedanken bei dir, doch nur die. (Nicht so wie früher, im Sommer, tagtäglich, ungeplant, heiß, sonnig, wild, und so nah. Du um die Ecke von mir im großen Berlin und alles war möglich und noch so viel besser mit dir.) Doch diese Wahnsinnszeit verging, ein Rausch war plötzlich der letze, ein letztes Mal ganz nah versunken und taumelnd in deinen Armen. Du wolltest nur noch ein Freund sein, nicht mehr. Und weil wir das länger als gedacht durchhielten, glaubte ich nicht mehr an ein uns, an ein wir, oder vielleicht einfach nur an ein du ganz bei mir.

Die Nacht war zu krass, ich bin erschöpft. Irgendwas lähmt meinen Körper. Und genau dann bist du doch wieder da. Du kommst als Freund, du hältst mich im Arm, ich erzähle von meiner Angst. Fieber. Rausch. Fieberrausch. Ich will an dich gelehnt einschlafen, wissend dass du auf mich aufpasst. Dir einfach nahe zu sein, ohne an mehr zu denken. Doch plötzlich bist du voll da. Total nah. Du ziehst mich an dich, umarmst mich, erdrückst mich. Küsst mich. Und ich will nur noch dich, dich so nah wie möglich bei mir. Dich in mir. Ich taumel, das Fieber steigt, die Wirklichkeit gerät mir schleichend davon. Hitze. Ich kann es nicht glauben: du bist voll da. Du bist mir so nah. Wir, nass geschwitzt. Und ich zittrig. Bist du wirklich da?

Es es alles wie im Sommer, aber ich kann es nicht greifen, dich nicht greifen, irgendwie gibt es uns nicht mehr. Ich erlebe alles wie einen Rückblick, wie ein Zurück in der Zeit, die jetzt aber nicht mehr meine Zeit ist. Nicht mehr unsere Zeit ist. Realitäten verschieben sich. Wer bist du? Irgendwas läuft doch hier falsch, nichts will ich lieber als dich, wieso verdammt kann ich dich nicht mehr genießen? Alles könnte Einbildung sein. Ich glaube dir nicht mehr, dass du da bist.

Der nächste Tag. Du gehst schneller, als ich dachte. Ich brauch dich auch jetzt noch, es geht mir nicht besser. Raus dem Traum. Alles scheint verschwommen und unwahr und vor allem unverständlich und unbegreiflich für mich. Und dann kommt diese Stille und diese Stille will nicht enden. Du bist doch jetzt an der Reihe irgendwas zu sagen, irgendwas zu machen, du wolltest doch nur noch Freundschaft und was war dann das? War das ein Abschluss, ein Dazwischen, war das ein Anfang?


Ich bin fiebrig.

 

Ich warte..

und warte..

und warte.

...

Nichts.


Tags: Fieber, Rausch, Realität, Traum, Enttäuschung, Illusion
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