Sunny_82 07.03.2012, 16:13 Uhr 1 1

Du willst mich nicht!

Jetzt hast du es tatsächlich geschafft, mich wieder durcheinander zu bringen. Ich habe mich natürlich bewusst mit dir treffen wollen...

..und du hast es vermutlich gemerkt, was mein Ziel war. Und das habe ich nicht erreicht. Da muss ich nun mit klarkommen. Ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Ich fand es toll, dich zu küssen. Mal wieder. Ich küsse dich so gerne. Ich hätte mehr gewollt. Und ich habe erst heute verstanden, wieso du es nicht wolltest. Diese Frau, die du kennengelernt hast, die hats dir echt angetan. Verdammt, ich war mir eigentlich sicher dich wieder zu kriegen. Und es wurmt mich doch ganz schön. Es geht gar nicht so sehr um den  Sex, sondern darum dass ichs so sehr wollte.

Ich wollte dass du mich durcheinanderbringst, damit ich nicht mehr über meine Trennung nachdenken muss. Über die Frau, die mir das Herz gebrochen hat. Mit der ich alt werden wollte. Du und sie- ihr seit die zwei Frauen in meinem Leben. Aber du vielleicht sogar noch mehr als sie.. einfach weil du mich immer wieder umhaust. Weil du immer dann in meinem Leben auftauchst, wenn ich gerade „frei“ bin. Weil ich mit dir nie alt werden wollte. Obwohl ich auch dich einmal sehr geliebt habe. Damals. Ein ganzes Jahrzehnt ist das her. Aber unsere Träume waren nie dieselben. Unser Zueinander-hingezogen- Sein schon. Darauf bauten wir uns immer wieder auf. Daran hielten wir uns fest.  

Beziehungen magst du nicht. Wie aus dem Nichts meldest du dich jedesmal wenns gerade auch so richtig passt. Keine Ahnung, wo du deine Quellen hast. Aber du warst immer willkommen. Bist es immer.  Und wenn ich eine einzige Sicherheit hatte, dann war es genau die. Dass ich zu dir zurückkehren kann.
Dieses Mal ist alles anders.Ich hatte es darauf angelegt. Als wir uns trafen, wollte ich dich. Wie immer. Du hast mich mitgenommen, weil wir so viel Wein tranken, dass ich den letzten Bus verpasst habe.
Die Frau, von der du vorgeschwärmt hast, habe ich nicht für voll genommen. Weil es bisher nie eine gab, an der dir etwas lag. Oder die du nicht betrogen hättest, ohne mit der Wimper zu zucken.

Bis zum Kuss sind wir gekommen, auf deinem Sofa. Dann hast du zum ersten Mal zu mir gesagt du willst nicht. Zum ersten Mal in über zehn Jahren. Und ich hab neben dir in deinem Bett geschlafen, ohne dich zu berühren. Beim Kaffee am nächsten morgen hast du mich angelächelt und gesagt, dass du es schön fändest, wenn wir einfach Freunde sein können. Über alles andere wären wir doch auch langsam hinaus. Ich bin dann gegangen. Und habe mich seitdem nicht mehr bei dir gemeldet. Du dich auch nicht bei mir.  

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Kommentare

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    zusammen ist man weniger allein. fühle mit dir. toll geschrieben.

    12.04.2012, 01:19 von Theaterlady
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