marli 13.08.2009, 03:37 Uhr 1 0

Die Wäsche des Fremden

“I know that game”

Durch grenzenlose Landschaft zu fahren kann so viel mit sich bringen. Heute eine langweilige Konversation mit einer Finnin. Ich denke die ganze Zeit an das Lied von Bodo Wartke in dem er von Finnen und Finninnen singt die sich finden und dann nicht lange fackeln. Ich wünschte ich könnte mich an „ich liebe Dich“ auf Finnisch erinnern. Es war eine lustige Wortkombination.

Mein Herz ist voll mit wunderbaren Eindrücken. Ich habe heute die Welt gesehen und nun sitze ich hier und versuche sie für immer in mein Herz und meinen Kopf zu brennen um sie nie wieder zu vergessen.

Gestern habe ich einen Fremden kennen gelernt, dass war eher interessant. Weil er interessante Fragen stellte und somit feststellte, dass ich nicht so jung bin wie ich aussehe und wie das Datum auf meinem Pass sagt. Nein ich bin alt... wahrscheinlich älter als du mein Freund.

Die Finnen neben mir ist nervös und ich fühle mich schlecht, dass ich mich nicht unterhalten will, darüber, wie lange ich noch bleibe, was ich gemacht habe und machen werde, woher ich komme und wohin ich gehe. Ich will sie auch nicht mehr fragen, was sie in diesen Bus brachte, wenn ich doch weiß, dass es am Ende wahrscheinlich nur die Empfehlung im Reiseführer war. Und wenn es eine andere Geschichte ist, eine wunderbare, dann wird die Finnen sie sicherlich nicht erzählen.

Während ich die wunderbare Welt anschaute beschloss ich länger bei ihr zu bleiben, länger hier zu bleiben. Doch ich wollte nicht nur wegen der Welt bleiben, ich wollte auch, dass der Fremde kein Fremder mehr sein würde, wenn ich erst gehe.
Der Fremde und ich teilen uns ein Zimmer, mit 24 Dollar sind wir dabei. Das ist nicht günstig, aber vielleicht ist es wert.Als ich nach Hause komme ist der Fremde da, mit ihm seine Freunde. Sie wollen trinken, ich will nicht mehr die Fremde sein, also werde ich auch trinken.

Nach einer Weile in der ich mich schon fragte warum ich dies hier tue, geschieht etwas sonderbares, er spricht von seiner Wäsche, dass er sie aus dem Trockener holen muss, ich denke, toll für dich Fremder, mach doch, was kann ich mir davon kaufen?
Doch er bittet mich ihm zu helfen... komisch. Ich komme mit und denke, ich werde ganz sicher nicht deine Wäsche zusammen legen, dass mache ich für keinen Mann.

Er macht dir Trockener Tür auf, schaut rein sag, “yes its done“ klappt die Tür wieder zu, steht auf einmal vor mir und wir küssen uns. Der Fremde küsst gut, besser als die meisten Fremden die man so trifft. Er schaut mich an „sorry I couldn't´t think of a better excuse...“
“It doesn't matter” Fremder, ich bin schon für dümmere Gründe mit in den Waschraum gekommen.

Jetzt liege ich in deinen Armen und muss daran denken, dass du sehr sanft bis für deine Größe.
Aber du bist betrunken und deine Worte werden morgen nichts mehr bedeuten. Du bittest mich bei dir zu bleiben um mich nochmal flach zu legen.
Ich kenne die Spielregeln, ich habe sie selber genutzt, zu meinen Gunsten, so wie du jetzt. Aber das ist schon okay, ich bin noch eine Woche hier und du kannst mich gerne nochmal flach legen, wenn du wieder betrunken bist, so lange du mir weiterhin Lügen ins Ohr flüsterst.

1 Antworten

Kommentare

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    schön geschrieben und wahrscheinlich ist es Absicht, dass man die Zusammenhänge nicht richtig nachvollziehen kann :)

    13.08.2009, 09:25 von sun-chan87
    • 0

      @sun-chan87 ja das ist mit Absicht

      17.08.2009, 02:44 von marli
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