cabacardi 28.08.2012, 05:19 Uhr 6 3

Die letzte Nacht mit Dir

Ich will einmal noch schlafen,schlafen bei Dir. Dir einmal noch nah sein,bevor ich dich für immer verlier. Für immer verlier.

Es war ein Donnerstag,das Datum längst vergessen auch weil es nicht von Bedeutung war. Wir waren nicht verabredet, ich war mit meinen Freundinnen da und Du mit wem auch immer. Es hat mich auch nicht sonderlich gestört,dass Du nicht freiwillig zu mir kamst.

Habe dich heimlich beobachtet aber keiner deiner Blicke ging zu mir.

Es hat mich genervt,dass Du dich mit jeder Anderen so amüsiert unterhalten konntest. Ich bin Dir gefolgt, als Du alleine rauchen gingst. Wir haben ein paar Sätze gewechselt die in ihrer Nüchternheit und Sinnlosigkeit kaum zu übertreffen waren. Dabei waren wir beide betrunken.

Ich schrieb Dir Sms weil ich die Tiefgründigkeit im Glas nicht fand. Du kamst zu mir warst aber so abwesend,dass ich nicht mal mehr deinen Schatten an der hinter Dir liegenden Wand ausmachen konnte.

Ich wollte Dir näher kommen aber Du ließt mich nicht,deine Hülle war längst von einem Stacheldraht umgeben.

Ich wartete auf Dich,meine Freunde habe ich alleine nachhause gehen lassen. Sie sollten mich nicht heimfahren. Ich wollte zu Dir in deiner Nähe sein. Dich noch einmal fühlen. Du warst müde und wolltest einfach nur heim und schlafen. Es wäre mein Bier ob ich noch mit zu Dir käme. Ich dachte nicht weiter darüber nach für mich stand es schon den ganzen Tag fest,dass ich am nächsten Morgen von deinem Wecker geweckt werden würde.

Dir ging es nicht um mich. Dir war es egal.

Aber irgendwas in mir flüsterte,dass es was Besonderes ist mit uns. Ich wollte für die Ernsthaftigkeit kämpfen. Obwohl alles keinen Sinn ergab.

An dem Abend an dem Wir uns kennenlernten haben wir noch miteinander geschlafen. Wir sprachen darüber was dies nun sei und Du meintest damals noch es wäre mehr als schlicht diese Nacht.

Es war eine schöne Nacht, der Sex war wunderbar intensiv. Deine Blicke gaben mir das Gefühl einzigartig zu sein. Ich hab mich fallen gelassen,hab mich auf die Reise eingelassen. Du warst wie ein fremdes Land unentdeckt, voller Schätze. Als ich kam warst du erstaunt darüber, dass ich dich unter Wasser setze. Es war kein normaler Sex,Wir benutzen kein Kondom.

Das Vertrauen war da,eine Innigkeit eigentlich unbeschreiblich da Wir uns vorher nicht kannten. Ich war betrunken vor Glück,die Endorphine strömten durch meinen Körper.Ich zitterte. Du ließt mich allein,gingst eine rauchen. Ich fror es war kalt aber all das war mir egal. Deine Nähe wollte ich neben Dir war ich glücklich.

Dann kam der Urlaub, ich war 6 Tage weg. Meine Gedanken waren ständig bei Dir ich wollte mit keinem tanzen,wollte nicht dumm angebaggert werden. Hab mich Dich hergewünscht.

Die Sehnsucht fraß mich von innen auf.

Als ich zurückkam hattest Du keine Zeit für mich,Du meintest Du wärst zu müde da du am nächsten Morgen aufstehen müsstest. Diese ständige Müdigkeit vernebelte meine Sinne.

Dann kam ein Abend. Ich war arbeiten und somit nüchtern aber ich hatte eine unsagliche Wut in mir dank Dir.Es kam ein Typ her er war nett und taute mich durch sein Lächeln auf.

Mir war es egal.

Er wollte unbedingt auf mich warten und mich noch auf ein Drink einladen. Ich sagte nicht nein,war aber auch nicht aus dem Häuschen. Orangina bitte.Wollte keinen Alkohol trinken,war eh schon müde. Er bestellte dasselbe.Gott wie einfallslos. Wir unterhielten uns.Worüber weiß ich nicht mehr. Er hat mich ein Stück nach Hause begleitet,seine Hand schrie beständig nach meiner. Und irgendwann gab ich nach.Der erste Kuss,der sich in dem Moment einfach nur nach Kuss anfühlte.

Ich dachte nicht weiter an Dich.

Ich stand mit ihm mitten auf der Straße,er küsste mich weiter,strich mir über den Rücken,küsste mich am Hals,als ich mich wegdrehte und irgendwann zogen wir weiter. Fanden eine Bank,er zog mich auf seinen Schoss. Wir kamen uns näher,ich wollte keinen Sex.

Schon beim Abschied kamen die Zweifel.Es war nicht richtig.

Ich sagte ihm schon,dass es irgendwie komisch ist und,dass es keinen Sinn ergibt.Er wollte mehr,wollte sich mit mir auf einen Kaffee verabreden,wollte mich kennenlernen.

Aber ich blockte ab.

Für mich war das Thema abgeschlossen,er war zwar nicht unattraktiv aber einfach zu durchschnittlich. War schon gelangweilt obwohl ich ihn nicht kannte.

Froh endlich in meinem Bett zu sein,plagte mich das schlechte Gewissen.

Dir erzählte ich trotzdem nicht davon. Du hättest dich aber womöglich nicht mal dafür interessiert.

Sahen uns erst Tage später als Du dann endlich mal etwas weniger müde warst. Wir sahen uns eine knappe Stunde,der Smalltalk trieb mich davon. War abwesend,Du gingst aber auch nicht auf mich zu. Du hast mich noch zur Arbeit gefahren,auf dem Weg dorthin wurden wir geblitzt. Zwei,drei flüchtige Küsse,hinter uns kam jemand und dann stieg ich aus. Auf meine Frage hin,ob Wir uns nach Feierabend noch sehen würden,meintest Du nur du müsstest am nächsten Tag früh raus.

Die Bitterkeit stieg in mir auf. Dein Verhalten mir gegenüber war einfach alles andere als erfreulich. Meine Erwartungen schrumpften auf eine Größe,die nur noch unter dem Mikroskop zu sehen gewesen wären.

Und jetzt,in der für uns letzten Nacht,kam das erste tiefgründige Gespräch.

Du erzähltest mir,dass ich dich zu sehr einenge,dich unter Druck setzte. Mir war das seither nicht bewusst gewesen,da Du stets auf meine Sms geantwortet hast und auch Interesse an mir vermittelt hast,selbst wenn Wir uns zeitweise aufgrund deiner Müdigkeit nicht gesehen haben. Du ließt mich wissen,dass Du gerade keine Beziehung führen kannst.

Viel zu viele Probleme,die da im Weg stünden. Auf meine Frage hin,welche das denn seien,fiel Dir das Reden immer schwerer. Hörtest plötzlich auf zu sprechen,hattest einen Kloß im Hals. Erzähltest,dass Du nie für deine Mutter da warst und diese dann an Krebs erkrankte. Schuldgefühle die dich erdrücken.

Ich weiß nicht mit wem Du schon alles darüber geredet hast,aber als Dir die erste Träne über die Wangen lief,wollte ich einfach alles tun um dich glücklich zu machen.

Du weintest vor meinen Augen,es war in dem Moment eine ungeahnte Innigkeit im Raum,die ich genoss.

Gabst mir die Möglichkeit dich zu trösten und ich schlief mit Dir. Du ließt mich alles machen,ich sollte nach oben,sollte die unmöglichsten Stellungen möglich machen,dabei war ich mindestens genauso betrunken und müde wie Du. Ich war genervt weil du nicht auf meine Wünsche eingingst. Als Du dich dann doch mal bequemt hast,mich mit deiner Zunge zu befriedigen,kam ich. Ich ließ mich noch einmal fallen,ließ alles raus, bespritzte dich schwallartig.

Dich interessierte danach nur,dass Du schnellmöglich unter die Dusche kommst. Auch komisch war,dass du dieses Mal Sachen wie Fick mich losließt. Das war ich nicht von Dir gewohnt und stand ganz im Gegensatz zu den Geständnissen kurz zuvor. Es bildete einen krassen Kontrast.

Als Du von der Dusche zurückkamst,zeigtest du mir dein momentanes Lieblingslied was den Titel Run Away trug. Es gefiel mir auch.
Habe das Lied danach noch oft angehört. Aber es passte auch irgendwie zur ganzen Situation,

Du warst am Wegrennen,ich spürte es deutlich.

Als Du mir dann morgens kurz nach dem Aufstehen erklärtest,dass Du von der Nacht so gut wie nichts mehr weißt,war alles gesprochen. Jetzt glaubte auch ich nicht mehr daran,dass es Sinn macht. Du gabst in der Nacht zwar zu,dass Du mich magst,aber diese Worte verloren mit jeder Minute an Intensität.

Ich habe inzwischen keine Lust mehr,deine Mauer zu Babel niederzureißen,die zu deinem Innersten führt.

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6 Antworten

Kommentare

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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    ...ich bin verwirrt !?

    28.08.2012, 15:56 von pink_chaos
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    Sehr viele Brüche, die das Lesen erschweren und man nachher garnicht mehr weiß, wieviele Akteure beteiligt sind.


    Vll kannst du da noch eine etwas klarere Linie einbringen?


    Lg

    28.08.2012, 11:41 von Lia89
    • 0

      Werd ich machen, danke.

      28.08.2012, 13:33 von cabacardi
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    Aber irgendwas in mir flüsterte,dass es was Besonderes ist mit uns.


    Hach... das isses doch immer...


    ...


    Zum Inhalt schweige ich, weils einfach ein so neues Thema ist, dass mir dazu gaaaar nix einfällt.
    (Ausser, dass ich mich EliasRafael anschließe)
    Der Text ist so komisch aufgebaut:


    Du ich Du Du Du ich ich du.


    Du Du ich ich, du du ich, du.


    Er, du, ich, du ich, du ich ich.

    28.08.2012, 09:35 von Jingeling89
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  • 1

    Ich ließ mich noch einmal fallen,ließ
    alles raus, bespritzte dich schwallartig.
    Du  könntest Karriere machen


    28.08.2012, 07:08 von EliasRafael
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