Ann-Kathrin_Eckardt 06.03.2013, 15:06 Uhr 82 7

Zurück ins Licht

Wie kommt man im Fall einer Depression an einen Therapeuten? Und wo bekommen Angehörige depressiver Menschen Hilfe?

In dem Artikel „Schattenliebe“ im aktuellen Heft geht es um Depression in der Partnerschaft. Anna erzählt darin unter anderem, wie lange sie auf einen Therapieplatz warten musste. Wartezeiten von einem halben Jahr und länger sind in Deutschland leider keine Seltenheit. Dabei gäbe es eigentlich genügend Psychotherapeuten und Psychiater, doch viele erhalten keine Zulassung der gesetzlichen Krankenkassen. Schuld daran ist eine Richtlinie aus dem Jahr 1999. Damals wurde festgelegt, wie viele Zulassungen vergeben werden. 

Wie man trotzdem einigermaßen zügig an einen Therapieplatz kommt, erklärt die Bundespsychotherapeuten-Kammer hier.

Angehörige und Partner von Depressiven erhalten Hilfe beim Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Sehr zu empfehlen ist diese Broschüre

Und wie Tim, Annas Mann und Barpianist, Klavier spielt, hört ihr hier oder auf candleman-music.de:




Einen sehr schönen Text mit Bezug zum Thema hat mon_coer geschrieben. Lesenswert!

Habt ihr noch andere Tipps oder Anlaufstellen für depressive Menschen und/oder ihre Angehörigen?

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82 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Also wenn diese Studie stimmt...


    http://www.valkee.com/de/wissenschaft.html#navigation

    sollte es das im Winter auf Rezept geben.
    Klappt nicht immer, aber die Idee ist so genial-schräg, die kann nur von Finnen kommen.

    26.03.2013, 21:06 von Lagback
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  • 0

    da hilft nur die heilgarage

    19.03.2013, 18:57 von Tyler.Durden
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    wichtiges thema... gut, dass es theamtisiert wird...

    und neben depressionen gibt es noch viele weitere psychische erkrankungen, die beziehungen erschweren können, aber es sich unter Umständen trotzdem lohnt, wenn die liebe da ist!

    18.03.2013, 02:43 von LeleSchroeder
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    stop and go.

    17.03.2013, 15:48 von Boahmaschine
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    • 0

      Bedenke: Single-Sein begünstigt vermutlich Depression!

      15.03.2013, 22:32 von Tora
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    • 0

      so ein Quatsch! der Mensch braucht die Gesellschaft. Auch wenn er die dann durch Freunde erlebt.

      15.03.2013, 22:34 von Tora
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    • 0

      ..oder sie werden verrückt! Nicht wahr, hm..?! :P

      15.03.2013, 22:42 von Qrios
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    • 0

      Ne BU schließt man ja auch am besten schon im Kindergarten ab!

      16.03.2013, 01:31 von Tanea
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    • 2

      Berufsunfähigkeitsversicherung kommt man nach 10 Jahren wieder rein, nachdem man eine Therapie hatte.
      Da sich eine Depression aber nicht mal eben in drei Jahren heilen lässt, beißt sich die Katze da hinten rein.

      Also mich macht das single-dasein auch nicht depressiv. Mich machts depressiv dass die Gesellschaft einem ständig suggeriert, nur dann sei man ein vollwertiger und liebenswerter Mensch...

      Und was die Mode betrifft: Ich denke, jeder hat sein Päckchen zu tragen und auch ich ertappe mich oft dabei, meine Macken auf meine verkorkste Kindheit zu schieben. Das geht aber nicht auf Dauer sondern man muss auch mal selbst Verantwortung übernehmen.
      Ich denke es lassen sich heute mehr Menschen helfen, weil man offener darüber sprechen kann.
      Ich hatte einmal eine schwere Episode bei meinem Auslandsaufenthalt. Das "coming-out" ist dann immer sehr schwer weil man nicht weiß, wie die Menschen darauf reagieren. Meist habe ich irgend etwas anderes vorgeschoben, weil ich mich geschämt habe.
      Vor allem auch deswegen, weil ich als Kind schon gemerkt habe, dass man als Erkrankte in der Gesellschaft keinen Platz hat ("Mit dir will ich nichts machen, du bist immer so depressiv...").

      16.03.2013, 08:28 von Ozean
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      16.03.2013, 11:53 von sailor
    • 1

      am schlimmsten sind die mode-depressiven.

      Wie definiert sich Mode-Depression? Und wem hilft es, zwischen Mode-Depression und 'Echter'-Depression zu differenzieren?

      16.03.2013, 11:53 von sailor
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 1

      Sie kommt nicht häufiger vor, sie wird häufiger und besser diagnostiziert...

      17.03.2013, 09:19 von sailor
    • 1

      Sie kommt nicht häufiger vor, sie wird häufiger und besser diagnostiziert...

      Ist das irgendein festes Gesetz, oder stellst du die Behauptung einfach mal so in den Raum?

      Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren so sehr verändert, da liegt es nahe das gerade Krankheiten wie Depressionen auch einfach häufiger auftreten können. Gerade die medialen Einflüsse, welche ja heute ein großer Bestandteil unseres Lebens sind, sind um so vieles stärker geworden. Der moderne Mensch hat einfach so viele Möglichkeiten sich bei Probleme abzuschotten und abzulenken, dass er gar nicht den Mut aufbringen muss sein Leben zu ändern. Wärend dir dennoch jeden Tag Bilder vom "perfekten Leben" vorgezeigt werden.
      Auf der anderen Seite kann jeder Mensch heutzutage auch sein Leben in so viele Richtungen lenken, dass einige Charaktere wahrscheinlich immer das Gefühl haben, dass sie den richtigen Abzweig wohl verpasst haben und ein stetiges Gefühl der Unzufriedenheit mit sich tragen.

      Wir wachsen auf und unser Geist wird jeden Tag mit irgendwelchen Bildern und Tönen zugedröhnt, ich denke das geht nicht spurlos an der menschlichen Psyche vorbei, sondern verändert unser Wesen. Menschen werden einfach sentimentaler.
      Wir behandeln Dinge heut anders und hinterfragen Probleme als auch Entscheidungen in Bezug auf die Zukunft ganz anders.
      Ganz ohne Frage, ein Prozentsatz wird bestimmt auch vorschnell diagnostiziert, aber alles als Unsinn hinzustellen ist doch schwachsinnig. Wir leben nicht mehr im Früher, das ganze verdammte Setting ist anders.

      17.03.2013, 13:18 von Platinfuchs
    • 0

      »Wir behandeln Dinge heut anders und hinterfragen Probleme als auch Entscheidungen in Bezug auf die Zukunft ganz anders.«

      Siehstewoll... Geht schon los mit der Diagnose...

      17.03.2013, 13:20 von sailor
    • 0

      zum Sonntag so ne Philosophie..

      17.03.2013, 13:22 von Tora
    • 0

      Mal so ausser lameng...

      17.03.2013, 13:24 von sailor
    • 0

      »aber alles als Unsinn hinzustellen ist doch schwachsinnig.«

      Bezieht sich auf wen...?

      17.03.2013, 13:24 von sailor
    • 1

      Das bezog sich auf "hm...", dem Ersteller ganz oben.

      Der Artikel war übrigens wirklich interessant

      sehen wir also aufgrund der wissenschaftlichen Daten zwar keine
      epidemische Zunahme psychischer Erkrankungen, aber durchaus eine Zunahme
      der Auswirkungen psychischer Störungen

      Unterstreicht ja dann im Grunde irgendwie beides.

      Tora: Sei doch froh, ich find solche Themen irgendwie sehr erfrischen zwischen all den ganzen Liebes- und Gefühlstexten.

      17.03.2013, 13:38 von Platinfuchs
    • 1

      Ich bin anscheinend nicht gluk genug für Zitate.

      17.03.2013, 13:38 von Platinfuchs
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Das machen wir, Schnuckelchen...

      17.03.2013, 16:35 von sailor
    • 0

      "Wissenschaftlich betrachtet sehen wir also in erster Linie, dass psychische Erkrankungen ernster genommen werden und dass sich die gravierende Unterversorgung von Menschen mit psychischen Störungen langsam verbessert. Allerdings ist der Nachholbedarf noch groß." zitiert aus dem tagesspiegelartikel (link s.o.)

       

      18.03.2013, 02:28 von LeleSchroeder
  • 7

    Schlimm ist es auch, wenn beide betroffen sind. Dann ist es eigentlich zum scheitern verurteilt. Man versteht den anderen zwar besser als jeder andere, aber man kann ihn nicht stützen.

    Wichtig ist zu wissen, dass es eine Krankheit ist und der Betroffene nichts dafür kann.
    Sprüche wie :"Reiß dich mal zusammen" sind fehl am Platz und bewirken meist das Gegenteil.

    15.03.2013, 19:43 von Ozean
    • 0

      Ich finde das wirklich gut. Dass beide betroffen sind. Aber. Jeder Mensch, jedes Paar geht bestimmt anders damit um.

      15.03.2013, 20:04 von Melliteratur
    • 0

      Ich finde nicht, das "Reiß dich mal zusammen" falsch ist, der Grat zwischen Eingenverantwortung und Druck von außen ist natürlich schmal, Aber natürlich kann auch der Betroffene was dafür/dagegen tun, wer denn sonst.

      17.03.2013, 10:56 von EliasRafael
    • 0

      ich sage nur co abhängigkeit!

      18.03.2013, 02:14 von LeleSchroeder
    • 0

      Man kann sich bei einer Episode aber nicht einfach "zusammenreißen" weil der Betroffene dann nicht er selbst ist. Es ist, als hätte man einem etwas injiziert und man kann nur warten, bis es vorbei ist. Dinge, die einem vorher Freude gemacht haben verlieren völlig an Bedeutung.
      Wenn man sowas einem Betroffenen sagt, fühlt der sich nicht ernst genommen. Es ist ja schließlich keine "Laune" sondern eine Krankheit.

      19.03.2013, 12:56 von Ozean
    • 0

      Ich habe ja auch gesagt, dass es ein Grat ist und dass man ständig reflektieren und variieren muss, was eben auch die Kraft für den Partner kostet, du vertritts einfach eine Extremposition, lass ihn mal machen, der ist krank. Depression ist aber kein Wachkoma.

      19.03.2013, 13:03 von EliasRafael
    • 0

      Nö, so extrem ist die gar nicht.
      Hattest du mal Depressionen? Ist persönlich, ich weiß.
      Aber man kann es nur dann wirklich nachempfinden, wenn man da selbst mal durch musste.
      Deswegen meinte ich ja in meinem Eingangspost, dass es zwar gut ist, den anderen dadurch zu verstehen, man ihm aber keinen Halt geben kann weil man genug mit sich selbst zu tun hat.

      19.03.2013, 13:43 von Ozean
    • 0

      Ja, ich kenne das, daher sag ich ja, es ist ein schmaler Grat, schonen und Eigenverantwortung einfordern ist beides wichtig, man muss sehr stark auf die Signale des Kranken achten. Und den Rest deines Postings unterstreiche ich, zwei Depressive mögen sich gut verstehen, das ist aber keine Basis für eine Beziehung.

      19.03.2013, 14:19 von EliasRafael
    • 0

      immerhin kann man sich zeitweise verstanden fühlen.. was wirklich helfen kann, wenn der rest einfach nich versteht, wieso man sich nicht einfach mal "zusammen reißt" und "den arsch hoch bekommt"...

      19.03.2013, 15:17 von LeleSchroeder
    • 1

      Sowas wie 'Reiß dich mal zusammen' bringt ja nicht die Sorge um den zum Ausdruck, der sich da mal zusammenreißen soll.
      Ist ja tendenziell eher so, daß der, der diesen Tipp gibt, sich nicht mit den Befindlickeiten des anderen auseinandersetzen möchte, die er mit diesem Tipp von sich abzuwenden sucht...

      24.03.2013, 12:29 von sailor
    • 0

      Tendenziell sind ostdeutsche Glatzenträger auch eher rechts.

      24.03.2013, 12:32 von EliasRafael
    • 0

      Nüchtern betrachtet...
      Ach nee, falscher Thread.

      Ich hab tendenziell noch nie einen getroffen, dem dieser Tipp geholfen hätte. Egal bei was.


      24.03.2013, 12:34 von sailor
    • 0

      Den Opfern von Gewalt oder Missbrauch würde es schon helfen, wenn sich die Täter zusammenreißen würden. Aber ich ahne natürlich, woher du kommst (sag es bitte nicht)

      24.03.2013, 12:40 von EliasRafael
    • 0

      Und was haben jetzt diese Täter mit depressiven Menschen zu tun?

      24.03.2013, 12:43 von sailor
    • 0

      Du bist wohl noch nie Opfer eines Depressiven geworden.

      24.03.2013, 12:47 von EliasRafael
    • 0

      Sowas

      24.03.2013, 12:50 von EliasRafael
    • 0

      Jetzt reiß dich doch mal zusammen...

      24.03.2013, 12:51 von sailor
    • 0

      Geht nicht.

      24.03.2013, 12:52 von EliasRafael
    • 0

      Aha...

      24.03.2013, 12:53 von sailor
    • 0

      jetzt hast du das Gegenteil bewirkt.

      Was ich sagen wollte ist, dass man sowas natürlich nur im Kontext gutheißen oder verurteilen kann. Wenn der eine den Satz sagt oder hört, hilft er,bei dem anderen halt nicht. Am Ende sind aber eh alle tot, ob depressiv oder nicht.

      24.03.2013, 12:57 von EliasRafael
    • 0

      Odr Alkoholiker...

      Ich hab ja nur dargelegt, wie ich in meiner ganz persönlichen Objektivität diesen Satz wahrnehme.
      Insbesondere, wenn ich ihn zu hören kriege...

      24.03.2013, 13:01 von sailor
    • 1

      Ich sage ja, die Ecke...

      Daher müssen Therapeut und Patient auch zusammenpassen,nicht nur methodisch, sondern menschlich.

      24.03.2013, 13:03 von EliasRafael
    • 0

      aber alles wird gut... versucht einfach nich alles verstehen zu wollen.. das meiste ist nicht schwarz oder weiß sondern grau und schwammig! nehmt es so wie es kommt... das hilft!

      24.03.2013, 19:27 von LeleSchroeder
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  • 9

    Wichtigster Trick für mich:

    ich trenne zwischen Krankheit und Mensch.

    15.03.2013, 17:52 von somehowamusing
    • 2

      hmm, das geht gut im beruflichen kontext, in einer persönlichen beziehung hart, in einer liebesbeziehung is das scheißschwer!

      15.03.2013, 20:01 von pocket
    • 0

      Ich weiß, aber es geht.
      Und es schützt davor, die falschen Schlüsse zu ziehen.

      15.03.2013, 20:52 von somehowamusing
    • 1

      ich unterrichte helfer zum thema depression. hab 13 jahre mit psychisch kranken gearbeitet (sehr eng, teil täglich).  ich bin sozusagn profi. hab einige freunde mit diesem oder ähnlicher diagnose. auch eine beziehung hinter mir mit jemandem der eine persönlichkeitsstörung hatte (keine gute erfahrung).
      nun... mit angreifen vllt auf distanz... kopfschüttel, seufz, schaß

      15.03.2013, 20:59 von pocket
    • 2

      Ich versteh' jetzt den Eintrag nicht.
      Ist das 'ne Rechtfertigung?
      Musste doch gar nich.
      :)

      Ich hab' schon schwere Momente, wenns mal wieder Schübe gibt, aber irgendwie komm' ich dann wieder klar. Ich glaub', es is halt die Richtige.

      15.03.2013, 21:02 von somehowamusing
    • 0

      nein, das thema is grad gar nicht gut und ich sollt gar nix schreiben dazu. es is nur die hilflosigkeit, die mich wahnsinnig macht. und ich meinte, wenn man sich angreifen kann wenns schwer is, dann is es vermutlich viel leichter. auf distanz wird man schnell weggeschoben.

      du hast recht! und ich wünsch euch kraft und mut (weiterhin) :)

      15.03.2013, 21:09 von pocket
    • 1

      Bei reiner Depression mag diese Trennung funktionieren. Nicht immer einfach, aber es geht.

      Bei Persönlichkeitsstörungen ist es teilweise unmöglich zu erfassen (sowohl für den Betroffenen, als auch für den Partner), wo hört die Krankheit auf und wo fängt das an, was die Persönlichkeit ausmacht, weil der Übergang fließend ist.

      Das ist allerdings auch für den Betroffenen verdammt hart, weil er die eigene Identität permanent in Frage stellt (stellen muss).

      25.03.2013, 14:47 von Pixie_Destructo
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  • 0

    ich frage mich bei dem Thema immer, wann man denn von einer Depression spricht und wann es sich eben noch nicht als solche qualifiziert. Gibt es da Richtlinien?

    15.03.2013, 15:24 von Schmalzstulle
    • 1

      Ja, gibt es:
      http://www.deprexis.de/de/wege_aus_der_depression/symptome/index.jsp

      15.03.2013, 15:58 von Melliteratur
    • 0

      Vielen Dank.

      15.03.2013, 17:21 von Schmalzstulle
    • 1

      und sie sollte diagnostiziert sein und das nicht unbedingt vom hausarzt.

      15.03.2013, 20:02 von pocket
    • 0

      Klingt jetzt hart, aber ich glaube nicht so richtig an die vom Facharzt nieder geschriebene Diagnosen. Da ich an der Quelle sitze, bekomme ich mit, wie unterschiedliche Ansichten Ärzte haben und gerade bei psychischen Problemen, so finde ich, deuten viele gleichzeitigen Symptome auf mehrere verschiedene Diagnosen hin. Das ist so ein Kuddelmuddel, was für mich auch irgendwie nachvollziehbar ist. Völlig verständlich, dass das Gehirn noch nicht vollends erforscht wurde, aber ich finde schwierig, dass die Erkrankten damit ihren Stempel bekommen und dieser vllt gar nicht der richtige ist.

      Gewagte These, ich weiß.

      15.03.2013, 21:37 von Tora
    • 1

      kann ich schon nachvollziehn, deinen standpunkt und ja viele diagnosen sind vermutlich nicht korrekt oder undifferenziert. da kommst auf den behandelnden arzt an. und er icd wird immer genauer.
      das kind braucht einen namen und da darf es keine falsche scheu geben. den die diagnose bzw. der symptomemkomplex gibt die therapie vor. und beides symptome und therapie sollen vom psychiater oder vom psychotherapeuten kommen.
      und auch wenn man das hirn vollständig erforscht, die persönlichkeit kannst du nicht vollständig erforschen. bei psychiatrischen erkrankungen wirds immer eine graubereich geben, kausalität funktioniert nur bedingt.

      15.03.2013, 21:53 von pocket
    • 0

      so ist es, denn "jeder Mensch ist einzig-artig".

      Mich interessiert die Psyche des Menschen brennend.

      15.03.2013, 21:56 von Tora
    • 0

      gute einstiegslektüre

      15.03.2013, 22:01 von pocket
    • 1

      Grazie!

      15.03.2013, 22:03 von Tora
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      ja und? (...)


      dem Kind wurde ein Name gegeben, wie so vielem in unserer verrückten Welt. Weiter nichts. Kein Grund zur Aufregung.

      15.03.2013, 22:21 von Tora
    • 0

      also den link hatte ich mir gar nicht angesehn, und kein link und kein buch können eine depression diagnostizieren, nur ein arzt oder psychotherapeut.
      depressive episoden hat so gut wie jeder 2. mal.

      der rest, tut mir leid. da weiß ich nicht, was ich sagen soll... seufz

      15.03.2013, 22:23 von pocket
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 5

      Sorry, aber "triftiger Grund" iss ja nu mal wirklich blödsinnig...

      16.03.2013, 03:32 von Juliie
    • 9

      Gerade das macht es so komplex und schwer verständlich. Warum depressiv? Es gibt oft gar keinen ersichtlichen Grund. Keinen Krieg miterlebt, die Eltern leben noch und eigentlich ist man doch gesund. Und dann zerbricht man sich voller Schuldgefühle und Selbstzweifel den Kopf an der Suche nach den Ursachen. Die so vielfältig sind, dass es eine ziemliche Frechheit ist, darüber zu urteilen, was ein triftiger Grund ist und was nicht. Man fragt sich ja auch nicht, warum hat der Krebs, der hat doch gar keinen Grund. Krankheiten haben ihre Ursachen, aber die weiß man doch nicht immer. Insbesondere nicht bei Krankheiten, die man nicht sehen kann.

      Sicher gab es diese Krankheit schon immer, Depression ist vielleicht ein Modebegriff, aber keine Modekrankheit. Man sagte auch, dass Menschen an Melancholie leiden. Und sicher war dies zu der entsprechenden Zeit ein Modebegriff dafür. Und bestimmt schmückt mancher sich gern mit Modebegriffen, vor allem in einigen Berufsfeldern ist es gar schick oder wird erwartet, dass man depressiv ist. Ein Künstler, der nicht leidet, kann doch gar keine gute Kunst machen. Mhm.

      Das Ganze aber nicht ernst zu nehmen, ist keine gute Entscheidung. Sicher ist man von Depressiven genervt, das sind sie ja von sich selbst und fragen sich so oft: Warum kann ich mich jetzt nicht einfach mal zusammenreißen?! Doch lächerlich ist das nicht. Wenn man sterben will, wenn man sich selbst und das Leben nicht mehr erträgt, wenn man Schmerzen hat, es dunkel ist im Kopf und die Traurigkeit in der Herzkammer wohnt und einfach nicht verschwindet, auch wenn man Glück hat. Und dann, wenn es nicht so extrem ist, wenn man mal einen vielleicht sogar guten Tag hat oder eine gute Phase, dann wirft man alles über Bord, die schweren Gedanken und die tristen Augenblicke. Krank? Nein. Es gibt gar keine Depressionen. Faul und undiszipliniert war man, aber damit ist jetzt Schluss. Nicht mehr zu viel nachdenken und glücklich werden. Das klappt dann so lange, bis die Dunkelheit wieder zuschlägt. Unerwartet, plötzlich und mit voller Wucht, dass die Seele unter Beton liegt und man sich lächerlich vorkommt, weil man dachte, dass es jetzt endlich besser wird. Und dann erträgt man das Leid bis zum nächsten hellen Moment, mal mehr mal weniger gut. So wie jeder andere Mensch, der erkrankt ist. An was auch immer.

      Nach den Richtlinien auf dem Link wird in der Psychotherapie gearbeitet, jedoch ersetzen diese kein Gespräch mit einem Facharzt, der mit seiner Erfahrung dann eine Diagnose stellt. Und bis es zu eicher solchen kommt, ist es ein langer Weg. Etliche Vorgespäche, Telefonate, Listen, Wartezeiten, das nimmt man nur auf sich, wenn man wirklich Hilfe braucht. Und die braucht man, wenn man krank ist. Einfach mal eben eine Psychotherapie machen, weil es vielleicht angesagt ist, das mag vorkommen, doch so einfach ist das nicht.

      16.03.2013, 08:21 von Melliteratur
    • 3

      Und weils anderen 'schlechter' geht (die gibts fast immer irgendwo) darf ich mich nicht mehr mit meiner inneren Verfasstheit auseinandersetzen, wenn ich die Notwendigkeit dazu zu verspüren meine?

      16.03.2013, 11:58 von sailor
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  • 1

    Ich finde es gut, dass ihr dieses Thema, was in unserer schnelllebigen Welt, immer mehr zum Alltag wird, behandelt! Gerade nach dem diesjährigem viel zu langen Winter ist es wichtig, sich morgens aufzuraffen. An alle, die täglich erneut gegen die miese Stimmung kämpfen, tut es weiter, es dauert nicht mehr lang und der Sommer bringt uns zurück ins Licht!


    noch ein paar persönliche Tipps:

    Tagesstruktur ist das A & O !
    Sport & Spaziergänge, Licht tanken
    Gesellschaft
    gute Ernährung, Kochen (Beschäftigung)
    Musik
    Schokolade

    Ich selbst hatte noch keine tiefe Depression, aber Phasen, in denen man sich annähernd so fühlt (zumindest denke ich es), aus denen ich aber immer wieder nach einiger Zeit raus kam.

    15.03.2013, 13:26 von Tora
    • 2

      Musik, Schokolade, Sommer.

      Prima Tips. Ehrlich.

      17.03.2013, 12:30 von Fieseise
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  • 2

    Ich mag die "NEON täglichs“ diese Woche. Die haben so viele Links / nützliche Informationen.

    15.03.2013, 13:22 von forst
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Seite: 1 2

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