Zurück ins Licht
Wie kommt man im Fall einer Depression an einen Therapeuten? Und wo bekommen Angehörige depressiver Menschen Hilfe?
In dem Artikel „Schattenliebe“ im aktuellen Heft geht es um Depression in der Partnerschaft. Anna erzählt darin unter anderem, wie lange sie auf einen Therapieplatz warten musste. Wartezeiten von einem halben Jahr und länger sind in Deutschland leider keine Seltenheit. Dabei gäbe es eigentlich genügend Psychotherapeuten und Psychiater, doch viele erhalten keine Zulassung der gesetzlichen Krankenkassen. Schuld daran ist eine Richtlinie aus dem Jahr 1999. Damals wurde festgelegt, wie viele Zulassungen vergeben werden.
Wie man trotzdem einigermaßen zügig an einen Therapieplatz kommt, erklärt die Bundespsychotherapeuten-Kammer hier.
Angehörige und Partner von Depressiven erhalten Hilfe beim Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Sehr zu empfehlen ist diese Broschüre
Und wie Tim, Annas Mann und Barpianist, Klavier spielt, hört ihr hier oder auf candleman-music.de:
Einen sehr schönen Text mit Bezug zum Thema hat mon_coer geschrieben. Lesenswert!
Habt ihr noch andere Tipps oder Anlaufstellen für depressive Menschen und/oder ihre Angehörigen?





Kommentare
Also wenn diese Studie stimmt...
da hilft nur die heilgarage
19.03.2013, 18:57 von Tyler.Durdenwichtiges thema... gut, dass es theamtisiert wird...
und neben depressionen gibt es noch viele weitere psychische erkrankungen, die beziehungen erschweren können, aber es sich unter Umständen trotzdem lohnt, wenn die liebe da ist!
18.03.2013, 02:43 von LeleSchroederstop and go.
17.03.2013, 15:48 von BoahmaschineBedenke: Single-Sein begünstigt vermutlich Depression!
15.03.2013, 22:32 von Toraso ein Quatsch! der Mensch braucht die Gesellschaft. Auch wenn er die dann durch Freunde erlebt.
15.03.2013, 22:34 von Tora..oder sie werden verrückt! Nicht wahr, hm..?! :P
15.03.2013, 22:42 von QriosNe BU schließt man ja auch am besten schon im Kindergarten ab!
16.03.2013, 01:31 von TaneaBerufsunfähigkeitsversicherung kommt man nach 10 Jahren wieder rein, nachdem man eine Therapie hatte.
16.03.2013, 08:28 von OzeanDa sich eine Depression aber nicht mal eben in drei Jahren heilen lässt, beißt sich die Katze da hinten rein.
Also mich macht das single-dasein auch nicht depressiv. Mich machts depressiv dass die Gesellschaft einem ständig suggeriert, nur dann sei man ein vollwertiger und liebenswerter Mensch...
Und was die Mode betrifft: Ich denke, jeder hat sein Päckchen zu tragen und auch ich ertappe mich oft dabei, meine Macken auf meine verkorkste Kindheit zu schieben. Das geht aber nicht auf Dauer sondern man muss auch mal selbst Verantwortung übernehmen.
Ich denke es lassen sich heute mehr Menschen helfen, weil man offener darüber sprechen kann.
Ich hatte einmal eine schwere Episode bei meinem Auslandsaufenthalt. Das "coming-out" ist dann immer sehr schwer weil man nicht weiß, wie die Menschen darauf reagieren. Meist habe ich irgend etwas anderes vorgeschoben, weil ich mich geschämt habe.
Vor allem auch deswegen, weil ich als Kind schon gemerkt habe, dass man als Erkrankte in der Gesellschaft keinen Platz hat ("Mit dir will ich nichts machen, du bist immer so depressiv...").
16.03.2013, 11:53 von sailoram schlimmsten sind die mode-depressiven.
16.03.2013, 11:53 von sailorWie definiert sich Mode-Depression? Und wem hilft es, zwischen Mode-Depression und 'Echter'-Depression zu differenzieren?
Sie kommt nicht häufiger vor, sie wird häufiger und besser diagnostiziert...
17.03.2013, 09:19 von sailorIst das irgendein festes Gesetz, oder stellst du die Behauptung einfach mal so in den Raum?
Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren so sehr verändert, da liegt es nahe das gerade Krankheiten wie Depressionen auch einfach häufiger auftreten können. Gerade die medialen Einflüsse, welche ja heute ein großer Bestandteil unseres Lebens sind, sind um so vieles stärker geworden. Der moderne Mensch hat einfach so viele Möglichkeiten sich bei Probleme abzuschotten und abzulenken, dass er gar nicht den Mut aufbringen muss sein Leben zu ändern. Wärend dir dennoch jeden Tag Bilder vom "perfekten Leben" vorgezeigt werden.
Auf der anderen Seite kann jeder Mensch heutzutage auch sein Leben in so viele Richtungen lenken, dass einige Charaktere wahrscheinlich immer das Gefühl haben, dass sie den richtigen Abzweig wohl verpasst haben und ein stetiges Gefühl der Unzufriedenheit mit sich tragen.
Wir wachsen auf und unser Geist wird jeden Tag mit irgendwelchen Bildern und Tönen zugedröhnt, ich denke das geht nicht spurlos an der menschlichen Psyche vorbei, sondern verändert unser Wesen. Menschen werden einfach sentimentaler.
Wir behandeln Dinge heut anders und hinterfragen Probleme als auch Entscheidungen in Bezug auf die Zukunft ganz anders.
Ganz ohne Frage, ein Prozentsatz wird bestimmt auch vorschnell diagnostiziert, aber alles als Unsinn hinzustellen ist doch schwachsinnig. Wir leben nicht mehr im Früher, das ganze verdammte Setting ist anders.
17.03.2013, 13:18 von Platinfuchs
»Wir behandeln Dinge heut anders und hinterfragen Probleme als auch Entscheidungen in Bezug auf die Zukunft ganz anders.«
17.03.2013, 13:20 von sailorSiehstewoll... Geht schon los mit der Diagnose...
zum Sonntag so ne Philosophie..
17.03.2013, 13:22 von ToraMal so ausser lameng...
17.03.2013, 13:24 von sailor»aber alles als Unsinn hinzustellen ist doch schwachsinnig.«
17.03.2013, 13:24 von sailorBezieht sich auf wen...?
Das bezog sich auf "hm...", dem Ersteller ganz oben.
17.03.2013, 13:38 von PlatinfuchsDer Artikel war übrigens wirklich interessant
Ich bin anscheinend nicht gluk genug für Zitate.
17.03.2013, 13:38 von PlatinfuchsDas machen wir, Schnuckelchen...
17.03.2013, 16:35 von sailor"Wissenschaftlich betrachtet sehen wir also in erster Linie, dass psychische Erkrankungen ernster genommen werden und dass sich die gravierende Unterversorgung von Menschen mit psychischen Störungen langsam verbessert. Allerdings ist der Nachholbedarf noch groß." zitiert aus dem tagesspiegelartikel (link s.o.)
18.03.2013, 02:28 von LeleSchroederSchlimm ist es auch, wenn beide betroffen sind. Dann ist es eigentlich zum scheitern verurteilt. Man versteht den anderen zwar besser als jeder andere, aber man kann ihn nicht stützen.
15.03.2013, 19:43 von OzeanWichtig ist zu wissen, dass es eine Krankheit ist und der Betroffene nichts dafür kann.
Sprüche wie :"Reiß dich mal zusammen" sind fehl am Platz und bewirken meist das Gegenteil.
Ich finde das wirklich gut. Dass beide betroffen sind. Aber. Jeder Mensch, jedes Paar geht bestimmt anders damit um.
15.03.2013, 20:04 von MelliteraturIch finde nicht, das "Reiß dich mal zusammen" falsch ist, der Grat zwischen Eingenverantwortung und Druck von außen ist natürlich schmal, Aber natürlich kann auch der Betroffene was dafür/dagegen tun, wer denn sonst.
17.03.2013, 10:56 von EliasRafaelich sage nur co abhängigkeit!
18.03.2013, 02:14 von LeleSchroederMan kann sich bei einer Episode aber nicht einfach "zusammenreißen" weil der Betroffene dann nicht er selbst ist. Es ist, als hätte man einem etwas injiziert und man kann nur warten, bis es vorbei ist. Dinge, die einem vorher Freude gemacht haben verlieren völlig an Bedeutung.
19.03.2013, 12:56 von OzeanWenn man sowas einem Betroffenen sagt, fühlt der sich nicht ernst genommen. Es ist ja schließlich keine "Laune" sondern eine Krankheit.
Ich habe ja auch gesagt, dass es ein Grat ist und dass man ständig reflektieren und variieren muss, was eben auch die Kraft für den Partner kostet, du vertritts einfach eine Extremposition, lass ihn mal machen, der ist krank. Depression ist aber kein Wachkoma.
19.03.2013, 13:03 von EliasRafaelNö, so extrem ist die gar nicht.
19.03.2013, 13:43 von OzeanHattest du mal Depressionen? Ist persönlich, ich weiß.
Aber man kann es nur dann wirklich nachempfinden, wenn man da selbst mal durch musste.
Deswegen meinte ich ja in meinem Eingangspost, dass es zwar gut ist, den anderen dadurch zu verstehen, man ihm aber keinen Halt geben kann weil man genug mit sich selbst zu tun hat.
Ja, ich kenne das, daher sag ich ja, es ist ein schmaler Grat, schonen und Eigenverantwortung einfordern ist beides wichtig, man muss sehr stark auf die Signale des Kranken achten. Und den Rest deines Postings unterstreiche ich, zwei Depressive mögen sich gut verstehen, das ist aber keine Basis für eine Beziehung.
19.03.2013, 14:19 von EliasRafaelimmerhin kann man sich zeitweise verstanden fühlen.. was wirklich helfen kann, wenn der rest einfach nich versteht, wieso man sich nicht einfach mal "zusammen reißt" und "den arsch hoch bekommt"...
19.03.2013, 15:17 von LeleSchroederSowas wie 'Reiß dich mal zusammen' bringt ja nicht die Sorge um den zum Ausdruck, der sich da mal zusammenreißen soll.
24.03.2013, 12:29 von sailorIst ja tendenziell eher so, daß der, der diesen Tipp gibt, sich nicht mit den Befindlickeiten des anderen auseinandersetzen möchte, die er mit diesem Tipp von sich abzuwenden sucht...
Tendenziell sind ostdeutsche Glatzenträger auch eher rechts.
24.03.2013, 12:32 von EliasRafaelNüchtern betrachtet...
24.03.2013, 12:34 von sailorAch nee, falscher Thread.
Ich hab tendenziell noch nie einen getroffen, dem dieser Tipp geholfen hätte. Egal bei was.
Den Opfern von Gewalt oder Missbrauch würde es schon helfen, wenn sich die Täter zusammenreißen würden. Aber ich ahne natürlich, woher du kommst (sag es bitte nicht)
24.03.2013, 12:40 von EliasRafaelUnd was haben jetzt diese Täter mit depressiven Menschen zu tun?
24.03.2013, 12:43 von sailorDu bist wohl noch nie Opfer eines Depressiven geworden.
24.03.2013, 12:47 von EliasRafaelSowas
24.03.2013, 12:50 von EliasRafaelJetzt reiß dich doch mal zusammen...
24.03.2013, 12:51 von sailorGeht nicht.
24.03.2013, 12:52 von EliasRafaelAha...
24.03.2013, 12:53 von sailorjetzt hast du das Gegenteil bewirkt.
24.03.2013, 12:57 von EliasRafaelWas ich sagen wollte ist, dass man sowas natürlich nur im Kontext gutheißen oder verurteilen kann. Wenn der eine den Satz sagt oder hört, hilft er,bei dem anderen halt nicht. Am Ende sind aber eh alle tot, ob depressiv oder nicht.
Odr Alkoholiker...
24.03.2013, 13:01 von sailorIch hab ja nur dargelegt, wie ich in meiner ganz persönlichen Objektivität diesen Satz wahrnehme.
Insbesondere, wenn ich ihn zu hören kriege...
Ich sage ja, die Ecke...
24.03.2013, 13:03 von EliasRafaelDaher müssen Therapeut und Patient auch zusammenpassen,nicht nur methodisch, sondern menschlich.
aber alles wird gut... versucht einfach nich alles verstehen zu wollen.. das meiste ist nicht schwarz oder weiß sondern grau und schwammig! nehmt es so wie es kommt... das hilft!
24.03.2013, 19:27 von LeleSchroederWichtigster Trick für mich:
15.03.2013, 17:52 von somehowamusingich trenne zwischen Krankheit und Mensch.
hmm, das geht gut im beruflichen kontext, in einer persönlichen beziehung hart, in einer liebesbeziehung is das scheißschwer!
15.03.2013, 20:01 von pocketIch weiß, aber es geht.
15.03.2013, 20:52 von somehowamusingUnd es schützt davor, die falschen Schlüsse zu ziehen.
ich unterrichte helfer zum thema depression. hab 13 jahre mit psychisch kranken gearbeitet (sehr eng, teil täglich). ich bin sozusagn profi. hab einige freunde mit diesem oder ähnlicher diagnose. auch eine beziehung hinter mir mit jemandem der eine persönlichkeitsstörung hatte (keine gute erfahrung).
15.03.2013, 20:59 von pocketnun... mit angreifen vllt auf distanz... kopfschüttel, seufz, schaß
Ich versteh' jetzt den Eintrag nicht.
15.03.2013, 21:02 von somehowamusingIst das 'ne Rechtfertigung?
Musste doch gar nich.
:)
Ich hab' schon schwere Momente, wenns mal wieder Schübe gibt, aber irgendwie komm' ich dann wieder klar. Ich glaub', es is halt die Richtige.
nein, das thema is grad gar nicht gut und ich sollt gar nix schreiben dazu. es is nur die hilflosigkeit, die mich wahnsinnig macht. und ich meinte, wenn man sich angreifen kann wenns schwer is, dann is es vermutlich viel leichter. auf distanz wird man schnell weggeschoben.
15.03.2013, 21:09 von pocketdu hast recht! und ich wünsch euch kraft und mut (weiterhin) :)
Bei reiner Depression mag diese Trennung funktionieren. Nicht immer einfach, aber es geht.
25.03.2013, 14:47 von Pixie_DestructoBei Persönlichkeitsstörungen ist es teilweise unmöglich zu erfassen (sowohl für den Betroffenen, als auch für den Partner), wo hört die Krankheit auf und wo fängt das an, was die Persönlichkeit ausmacht, weil der Übergang fließend ist.
Das ist allerdings auch für den Betroffenen verdammt hart, weil er die eigene Identität permanent in Frage stellt (stellen muss).
ich frage mich bei dem Thema immer, wann man denn von einer Depression spricht und wann es sich eben noch nicht als solche qualifiziert. Gibt es da Richtlinien?
15.03.2013, 15:24 von SchmalzstulleJa, gibt es:
15.03.2013, 15:58 von Melliteraturhttp://www.deprexis.de/de/wege_aus_der_depression/symptome/index.jsp
Vielen Dank.
15.03.2013, 17:21 von Schmalzstulleund sie sollte diagnostiziert sein und das nicht unbedingt vom hausarzt.
15.03.2013, 20:02 von pocketKlingt jetzt hart, aber ich glaube nicht so richtig an die vom Facharzt nieder geschriebene Diagnosen. Da ich an der Quelle sitze, bekomme ich mit, wie unterschiedliche Ansichten Ärzte haben und gerade bei psychischen Problemen, so finde ich, deuten viele gleichzeitigen Symptome auf mehrere verschiedene Diagnosen hin. Das ist so ein Kuddelmuddel, was für mich auch irgendwie nachvollziehbar ist. Völlig verständlich, dass das Gehirn noch nicht vollends erforscht wurde, aber ich finde schwierig, dass die Erkrankten damit ihren Stempel bekommen und dieser vllt gar nicht der richtige ist.
kann ich schon nachvollziehn, deinen standpunkt und ja viele diagnosen sind vermutlich nicht korrekt oder undifferenziert. da kommst auf den behandelnden arzt an. und er icd wird immer genauer.
15.03.2013, 21:53 von pocketdas kind braucht einen namen und da darf es keine falsche scheu geben. den die diagnose bzw. der symptomemkomplex gibt die therapie vor. und beides symptome und therapie sollen vom psychiater oder vom psychotherapeuten kommen.
und auch wenn man das hirn vollständig erforscht, die persönlichkeit kannst du nicht vollständig erforschen. bei psychiatrischen erkrankungen wirds immer eine graubereich geben, kausalität funktioniert nur bedingt.
so ist es, denn "jeder Mensch ist einzig-artig".
gute einstiegslektüre
15.03.2013, 22:01 von pocketGrazie!
15.03.2013, 22:03 von Toraja und? (...)
also den link hatte ich mir gar nicht angesehn, und kein link und kein buch können eine depression diagnostizieren, nur ein arzt oder psychotherapeut.
15.03.2013, 22:23 von pocketdepressive episoden hat so gut wie jeder 2. mal.
der rest, tut mir leid. da weiß ich nicht, was ich sagen soll... seufz
Sorry, aber "triftiger Grund" iss ja nu mal wirklich blödsinnig...
16.03.2013, 03:32 von JuliieGerade das macht es so komplex und schwer verständlich. Warum depressiv? Es gibt oft gar keinen ersichtlichen Grund. Keinen Krieg miterlebt, die Eltern leben noch und eigentlich ist man doch gesund. Und dann zerbricht man sich voller Schuldgefühle und Selbstzweifel den Kopf an der Suche nach den Ursachen. Die so vielfältig sind, dass es eine ziemliche Frechheit ist, darüber zu urteilen, was ein triftiger Grund ist und was nicht. Man fragt sich ja auch nicht, warum hat der Krebs, der hat doch gar keinen Grund. Krankheiten haben ihre Ursachen, aber die weiß man doch nicht immer. Insbesondere nicht bei Krankheiten, die man nicht sehen kann.
16.03.2013, 08:21 von MelliteraturSicher gab es diese Krankheit schon immer, Depression ist vielleicht ein Modebegriff, aber keine Modekrankheit. Man sagte auch, dass Menschen an Melancholie leiden. Und sicher war dies zu der entsprechenden Zeit ein Modebegriff dafür. Und bestimmt schmückt mancher sich gern mit Modebegriffen, vor allem in einigen Berufsfeldern ist es gar schick oder wird erwartet, dass man depressiv ist. Ein Künstler, der nicht leidet, kann doch gar keine gute Kunst machen. Mhm.
Das Ganze aber nicht ernst zu nehmen, ist keine gute Entscheidung. Sicher ist man von Depressiven genervt, das sind sie ja von sich selbst und fragen sich so oft: Warum kann ich mich jetzt nicht einfach mal zusammenreißen?! Doch lächerlich ist das nicht. Wenn man sterben will, wenn man sich selbst und das Leben nicht mehr erträgt, wenn man Schmerzen hat, es dunkel ist im Kopf und die Traurigkeit in der Herzkammer wohnt und einfach nicht verschwindet, auch wenn man Glück hat. Und dann, wenn es nicht so extrem ist, wenn man mal einen vielleicht sogar guten Tag hat oder eine gute Phase, dann wirft man alles über Bord, die schweren Gedanken und die tristen Augenblicke. Krank? Nein. Es gibt gar keine Depressionen. Faul und undiszipliniert war man, aber damit ist jetzt Schluss. Nicht mehr zu viel nachdenken und glücklich werden. Das klappt dann so lange, bis die Dunkelheit wieder zuschlägt. Unerwartet, plötzlich und mit voller Wucht, dass die Seele unter Beton liegt und man sich lächerlich vorkommt, weil man dachte, dass es jetzt endlich besser wird. Und dann erträgt man das Leid bis zum nächsten hellen Moment, mal mehr mal weniger gut. So wie jeder andere Mensch, der erkrankt ist. An was auch immer.
Nach den Richtlinien auf dem Link wird in der Psychotherapie gearbeitet, jedoch ersetzen diese kein Gespräch mit einem Facharzt, der mit seiner Erfahrung dann eine Diagnose stellt. Und bis es zu eicher solchen kommt, ist es ein langer Weg. Etliche Vorgespäche, Telefonate, Listen, Wartezeiten, das nimmt man nur auf sich, wenn man wirklich Hilfe braucht. Und die braucht man, wenn man krank ist. Einfach mal eben eine Psychotherapie machen, weil es vielleicht angesagt ist, das mag vorkommen, doch so einfach ist das nicht.
Und weils anderen 'schlechter' geht (die gibts fast immer irgendwo) darf ich mich nicht mehr mit meiner inneren Verfasstheit auseinandersetzen, wenn ich die Notwendigkeit dazu zu verspüren meine?
16.03.2013, 11:58 von sailorIch finde es gut, dass ihr dieses Thema, was in unserer schnelllebigen Welt, immer mehr zum Alltag wird, behandelt! Gerade nach dem diesjährigem viel zu langen Winter ist es wichtig, sich morgens aufzuraffen. An alle, die täglich erneut gegen die miese Stimmung kämpfen, tut es weiter, es dauert nicht mehr lang und der Sommer bringt uns zurück ins Licht!
Musik, Schokolade, Sommer.
17.03.2013, 12:30 von FieseisePrima Tips. Ehrlich.
Ich mag die "NEON täglichs“ diese Woche. Die haben so viele Links / nützliche Informationen.
15.03.2013, 13:22 von forst